Warum Vegetarier kein Geflügel essen

Viele Vegetarier meiden Geflügelfleisch wegen der immer wieder aufgedeckten, fast schon als "systemimmanent" wahrgenommenen Missstände in der Geflügelhaltung. Für sie kann ein gutes Essen nicht aus dunklen, stinkenden Ställen kommen, in denen die Qualzüchtungen erbarmunslos in wenigen Wochen auf Schlachtgewicht gemästet werden.

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Heute kann eine große Anlage mit mehr als 20.000 Tieren von zwei Personen bewirtschaftet werden. Mit Pflege und artgerechter Behandlung hat das nichts mehr zu tun - und "Ausfälle" sind einkalkuliert. Nach der Mastzeit kommt ein Ausstallungs-Team und wirft die Tiere in kleine Kisten - 5-6 Tiere pro Handgriff. Sie werden dann - oft viele Stunden lang - mit dem LKW zum Schlachhof transportiert. Man muss nicht besonders feinfühlig sein, um das als skandalös zu empfinden.

Gesundheitliche Gründe erlangen zusätzlich an Bedeutung. Während Geflügelfleisch in der Werbung als gesund dargestellt wird, sieht die Realität anders aus. So sind Medienberichten zufolge über 95% der Masthähnchen "gedoped" - also mit diversen Antibiotika behandelt worden. Das Problem: durch die permanente Antibiotika-Belastung können Krankheitserreger Resistenzen entwickeln. Diese Erreger stellen auch eine Gefahr für Menschen dar, da sie mit herkömmlichen Medikamenten kaum behandelbar sind.



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aktualisiert: 15.11.2011

 

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