2,5 Millionen tote Bienen - an einem Tag

Erstellt 03.09.2016, 09:07 Uhr, von Rudolfo. Kategorie: Allgemein und Off-Topic. 9 Antworten.

2,5 Millionen tote Bienen - an einem Tag
03.09.2016, 09:07 Uhr
Hallo,

habt Ihr die schreckliche Nachricht mitbekommen?

In South Carolina starben Millionen von Bienen - ausgelöst durch ein Insektizid gegen Zika-Moskitos, das erstmalig per Flugzeug verteilt wurde.

http://static01.20min.ch/panorama/news/story/2-5-Millionen-tote-Bienen---an-einem-Tag-26341611

Nach dem Massentod der Bienen haben sich die Verantwortlichen bei den Imkern entschuldigt...
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Hi,

was hältst Du davon? :star:

LG!
03.09.2016, 13:39 Uhr
:surprise: :surprise: :surprise:

...wie jetzt? Nur entschuldigt?
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04.09.2016, 08:34 Uhr
Hallo ganz,

dieser Punkt wird im Artikel nur gestreift - ob es Entschädigungszahlungen geben wird sei dahingestellt. Es ist eh lachhaft, die Arbeit des "viertwichtigsten Nutztiers" in $ zu bewerten.

Was mich beschäftigt und frustiert ist das scheinbare Gleichgültigkeit hier im Forum zu dieser Katastrophe...
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04.09.2016, 09:22 Uhr
Zitat Rudolfo:Es ist eh lachhaft, die Arbeit des "viertwichtigsten Nutztiers" in $ zu bewerten.


Auf jeden Fall. Alleine darauf wollte ich auch nicht anspielen. Ich stelle mir geradevor, wie ich einen Hund überfahre und dem Besitzer nur "Entschuldigung" zurufe, während ich wieder auf's Gas trete. So fühlt sich die Aussage für mich an. In wie weit das die Firma wirklich bedauert oder sich um die Neuansiedlung kümmert oder sie die entstandenen Schäden auch in der Umwelt beheben will, geht aus so einer Entschuldigung nicht hervorvor. Aber von jemanden, der die Luft aktiv vergiftet, kann man auch nicht viel erwarten :(
Ich hoffe, sowas wird böse bestraft. Denn, ob vegan oder nicht, dass Bienen vom Aussterben (durch unsere Landwirtschaft) bedroht sind, ist nichts neues mehr und dass wir diese aber unbedingt zum eigenem Überleben brauchen, auch kein Geheimnis.
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04.09.2016, 12:28 Uhr
Zitat Rudolfo:
Was mich beschäftigt und frustiert ist das scheinbare Gleichgültigkeit hier im Forum zu dieser Katastrophe...

Warum du aus ausbleibenden Reaktionen scheinbare Gleichgültigkeit ableitest, ist mir unklar.
Für mich war die Information neu und aufgrund deines Hinweises hab ich noch weitere Artikel zum Thema gelesen. Für mich ist es schwierig, zu beurteilen, was da passiert ist und wie das einzuordnen ist, außer natürlich, dass es eine Katastrophe (wenn auch garantiert nicht vergleichbar mit einer Atombombe: was für ein unmöglicher Vergleich) ist. Aber ob da nicht die Imker ebenfalls ein erheblicher Teil der Schuld trifft (sie behaupten, sie hätten die Bienen schützen können, wenn sie ausreichend informiert worden wären, aber laut aller Aussagen wurde übers Internet und die lokalen Zeitungen informiert)?
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04.09.2016, 14:05 Uhr
Zitat ganz:...
Ich hoffe, sowas wird böse bestraft. Denn, ob vegan oder nicht, dass Bienen vom Aussterben (durch unsere Landwirtschaft) bedroht sind, ist nichts neues mehr und dass wir diese aber unbedingt zum eigenem Überleben brauchen, auch kein Geheimnis.


Empfinde ich im Grunde auch so. Das Problem ist, dass die Aktion wohl von den Behörden welche Stellvertreter für die gesamte Bevölkerung sind angeordnet wurde. Die Bevölkerung müsste also sich selbst bestrafen. Zudem kann ich verstehen, dass Behörden (also das Volk) bei einer solche Angst, wie sie bei der Übertragung durch die Zika-Fliege gerade grassiert, vorschnell handeln und Sicherheitsmaßnahmen zu sehr unterbewertet. Mit verstehen können, meine ich nicht, dass ich das gut finde.

Was mich interessieren würde, wäre die Haltung von veganen Verbänden zum Kampf gegen die Zika-Fliege. Der Tod der Bienen war ja ein unbeabsichtigter aber leichtfertig verschuldeter Unfall.

Der Tod (Mord?) von nicht genannt vielen Zika-Mücken war aber beabsichtigtes Ziel der Aktion.
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04.09.2016, 14:14 Uhr
Zitat robert:
Was mich interessieren würde, wäre die Haltung von veganen Verbänden zum Kampf gegen die Zika-Fliege.

Dem schließe ich mich an. Wenn jemand über Infos dazu stolpert, könnte man es hier auch verlinken. :) Würde mich ebenfalls sehr interessieren.
1x bearbeitet

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04.09.2016, 16:12 Uhr
Zitat Sunjo:Warum du aus ausbleibenden Reaktionen scheinbare Gleichgültigkeit ableitest, ist mir unklar.

Du hast Recht, neben Gleichgültigkeit könnten auch Verdrängung oder "gerade keine Zeit" eine Rolle spielen.
Zitat Sunjo:
wenn auch garantiert nicht vergleichbar mit einer Atombombe

hmm... es irgendwie schon vergleichbar und dann auch wieder nicht.
Wikipedia zur Hiroshima-Bombe: " Bei diesem ersten Einsatz einer Kernwaffe in einem Krieg wurden schätzungsweise 90.000 Personen sofort getötet; an den Spätfolgen starben weitere 90.000 bis 166.000 Menschen."
Es wurden also etwa 250.000 Menschen per Kernwaffe getötet - bei den Bienen sind es Faktor 10 = 2,5 Mio. Exemplare, die per chemischem Gift verendeten.
Zitat Robert:
Zudem kann ich verstehen, dass Behörden (also das Volk) bei einer solche Angst, wie sie bei der Übertragung durch die Zika-Fliege gerade grassiert, vorschnell handeln und Sicherheitsmaßnahmen zu sehr unterbewertet. Mit verstehen können, meine ich nicht, dass ich das gut finde.

Ich befürchte, daß verängstigte Massen zu allem bereit sind, was auch die Behörden von ihnen wollen - was ja 09/11 sehr eindrucksvoll bewiesen hat. Aber jetzt entfernen wir uns von dem Thema...

Zitat Sunjo:Aber ob da nicht die Imker ebenfalls ein erheblicher Teil der Schuld trifft (sie behaupten, sie hätten die Bienen schützen können, wenn sie ausreichend informiert worden wären, aber laut aller Aussagen wurde übers Internet und die lokalen Zeitungen informiert)?

Das Gift wirkte so stark, daß der Kollateralschaden bei allen anderen Lebensformen ebenfalls tödliche Wirkung zeigen musste - das wird hier nur nicht erwähnt. Was hätten die Imker machen können? Das Ausflugsloch ein/zwei Tage verschließen und die Bienen so die Vergiftung "aussitzen" lassen? Nach dem ersten Flug wären sie trotzdem umgekommen, da die Flugzeuge nicht nur die üblichen Flächen zielgenau ins Visier nahmen sondern im Gießkannenprinzip auch benachbarte Flächen dekonterminierten.
Zitat: "Ein Mitarbeiter des lokalen Umweltamtes gab gegenüber dem Sender WCIV zu, dass das potente Pestizid, das normalerweise an Strassenrändern und direkt über stehende Gewässer, Pfützen und Abflüsse eingesetzt wird, das erste Mal von Flugzeugen aus versprüht wurde."

1x bearbeitet

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05.09.2016, 19:08 Uhr
:oo: oo :oo: oo:oo
Hab erst heute mal wieder hier vorbei geschaut.
Es ist immer wieder schrecklich, zu sehen, wie unüberlegt der Mensch handelt.
Hinterher rutscht ihm ein "Uuuuuuups, das hab ich nicht gewollt" raus, und gut is'.
Naja, wir wären nicht da, wo wir heute sind, würde der Mensch die Folgen seines Handelns vorher überprüfen, abwägen, bedenken und dann ggf verwerfen.
So aber stehen wir vor einem der größten Artensterben in der Geschichte der Erde und natürlich nicht zu vergessen: vor dem klimatischen Kollaps.
Mich wundert eigentlich gar nix mehr. Der Mensch ist, wie er ist. Vor dem agieren nachdenken ist halt einfach nicht sein Ding.
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05.09.2016, 23:49 Uhr
Zitat ganz:
Zitat robert:
Was mich interessieren würde, wäre die Haltung von veganen Verbänden zum Kampf gegen die Zika-Fliege.

Dem schließe ich mich an. Wenn jemand über Infos dazu stolpert, könnte man es hier auch verlinken. :) Würde mich ebenfalls sehr interessieren.


Ich hab zwar keine Empfehlung von veganen Verbänden, aber allgemein wurde ja empfohlen, sich einfach selbst vor Stichen zu schützen und zwar mit den üblichen Mitteln: lange Kleidung und Moskito-Netze.
Außerdem wird natürlich an einem Impfstoff gearbeitet, wobei man da von etwa 10-12 Jahren ausgeht, die es dauert, bis der Impfstoff allgemein zugelassen wird (Quelle nicht geprüft). Nachteil bei der Entwicklung des Impfstoffs: Tierversuche.
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