Greenpeace Energy

Bilder die mich bewegen

18.06.2017, von , 6 Beiträge
Benutzerbild von Kerstin
Supporter: Optimist
Bilder die mich bewegen

Hallo Leute. Habt ihr auch mit trügerischer Idylle zu tun?
Bild: ohne Beschreibung

Ich laufe jeden Tag an dieser Mutterkuhherde vorbei. Die Kälber werden im Frühjahr geboren und es sieht so friedlich aus. Die Herde ist das ganze Jahr auf der Weide und auf der Winterkoppel gibt es einen schönen Offenstall.
Doch jedes Jahr im Oktober kommt ein Mastbetriebbesitzer mit einem Viehtransporter und holt die abgesetzten Kälber für die Endmast. Die Mütter rufen eine Woche lang nach ihrem Nachwuchs und es zerreißt mir jeden Tag aufs Neue das Herz, wenn ich die Herde sehe und daran denke.
Habt ihr auch so ein:"und täglich grüßt das Murmeltier"?
Wer mit dem Messer die Kehle eines Rindes durchtrennt und beim Brüllen der Angst taub bleibt, wer kaltblütig das schreiende Böcklein abzuschlachten vermag und den Vogel verspeist, dem er selber das Futter gereicht hat – wie weit ist ein solcher noch vom Verbrechen entfernt?

Pythagoras(-582-496),griech.Philosoph und Mathematiker
Veg-Badge
Benutzerbild von Craspedia

So eine Herde gibt es hier ganz in der Nähe auch. Ich freute mich immer wie ein kleines Kind, wenn ich sie draußen sah aber mittlerweile macht mich der Anblick traurig :-(
Ich kann dich gut verstehen!
Veg-Badge

Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute. Seht euch an, wohin uns die normalen gebracht haben.
George Bernard Shaw
Kein Benutzerbild
Berlinerin

Ich habe einst die Geschichte hinter so einer "Idylle" mitbekommen:
Zu Vegetarierzeiten ein Praktikum in Oberfranken in der Porzellanindustrie gemacht, und nicht nachgedacht, als 20jährige Stadtpflanze, was mich erwarten könnte, wenn ich auf einem Bauernhof ein Zimmer miete.

Kälbchen hatten 1 qm (Iglu mit 1/2 qm davor), Bullen wurden im Dunklen einer Scheune gehalten, weil angeblich ihr Fleisch so besser wurde, und bekamen das grüne Gras von der Weide in den fensterlosen Stall gebracht. Die Kälbchen waren sooo dankbar, wenn man sich über die Einzäunung lehnte, und ihnen etwas Streicheleinheiten gab, und in den dunklen Stall verirrte ich mich zufällig: Da guckten die armen Bullen mich mit großen Augen an, wahrscheindlich taten ihnen die Augen von dem hellen Licht der geöffneten Tür weh, und ein anderer Mensch als die beiden Bauersleute war sicher auch eine interessante Abwechslung in diesem öden Leben.

Scheisse war ich da betroffen.... :-( (wo ist der weinende Smiley?)
User auf eigenen Wunsch deaktiviert.

1 mal bearbeitet
Benutzerbild von Xhari

Wir waren vor zwei Jahren auf einem kleinen, familiär gehaltenen Bauernhof, wo die Tiere es noch vergleichsweise gut hatten, sie konnten alle auf die Weide und waren nicht nur im Stall. Ich vergesse aber nie den Tag unserer Ankunft, abends im Stall, wo wir Zutritt hatten wenn die Bauersleute gerade beim Melken waren:

Just an dem Tag hatte eine Kuh gekalbt, ein Söhnchen hatte das Licht der Welt erblickt. Es lag einsam und zitternd in einer kleinen Box, das Fell noch ganz gelockt von der Geburt und verklebt (aber trocken). Dort bekam es zu festgelegten Zeiten immer einen Eimer voll Muttermilch. Die Kuh wiederum stand fünf Meter weiter angekettet, getrennt von den anderen Milchkühen da sie ja frisch gekalbt hatte, aber auch getrennt von ihrem Kind... ich fand das richtig schlimm, dass man die beiden getrennt hatte. :( Was aus dem Kälbchen später werden würde, tat mir auch in der Seele weh, da es ja zu seinem Unglück ein männliches Kälbchen war...

Obwohl man jetzt wohl drüber streiten kann, ob die weiblichen Kühe so viel besser dran sind. :(
Veg-Badge

-------------------------------------------------------------------------
Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den Menschen zurück.
-- Pythagoras

1 mal bearbeitet
Benutzerbild von Ejala

Hallo!
Wir haben hier im Dorf alles: die trügerische Idylle der Mutterkuh-Haltung, die Laufstallhaltung und die Anbindehaltung. Desweiteren gibt es hier die Intensiv-Schweinemast - zwar nicht zu sehen, aber zu hören und zu riechen (sehen kann man aber hin und wieder die Schlacht-Transporter). Dadurch werde ich tagtäglich mit dem unfairen Umgang mit unseren Mitgeschöpfen konfrontiert. Es bestärkt mich zwar in meiner veganen Lebensweise, aber die Tatsache, dass ich eben genau diesen Tieren im Grunde damit nicht helfen kann, macht mich jeden Tag aufs neue traurig.

Wie geht man am besten damit um?
Ich hab keine Antwort dafür. Außer eben weiterhin vegan bleiben und hoffen, dass noch viele Menschen ihre Augen und ihr Herz öffnen.
Behandle jedes Lebewesen so, wie du selbst behandelt werden willst
Kein Benutzerbild
Lisa87

Am Besten wäre wohl aktiv werden: Infostände- und andere Veranstaltungen machen... Mir gehts genauso, allein durchs Veganleben sehe ich keinen Fortschritt :( Zumal ja viel zu viel "produziert" wird und dann weggeschmissen. Da macht es doch nichts aus, ob mal einer kein Fleisch kauft...

Danke für die Rubrik, Kerstin!! Mir ist direkt auch ein Bild eingefallen, was mich bewegt: Es haben mal zwei "Stadttauben" (wohl Zuchttauben oder deren Nachgeneration) hier in den Balkonkästen übernachtet, sonst haben wir ja nur Ringeltauben hier... <3

Bild: ohne Beschreibung

User auf eigenen Wunsch deaktiviert.
» Antwort erstellen
Veganer Newsletter
Gratis abonnieren:
✔ Lesenswert. ✔ Jederzeit kündbar. » Mehr Infos