Sarah Wiener bei KFC

Erstellt 11.07.2016, von flo. Kategorie: Off-Topic. 15 Antworten.

05.08.2016
Sarah Wiener hin oder her.

Was hier in den Diskussionen ein wenigvdurchklingt, ist die grundsätzliche Frage: ist vegane Ernährung überall auf der Welt für alle Menschen der Welt geeignet und (einigermaßen) saison/regional durchführbar? Hier sind wir natürlich schnell bei inigenen Völkern z. B. in der Arktis, die sich mit dem Gemüseanbau wohl schwer tun und natürlich entsprechend Tiere jagen (sie zumindest aber mal nicht in Massenställe stecken). Auch kommt hier natürlich die Verwertbarkeit von Grasflächen mit ins Spiel - also Flächen, auf denen man kaum bis nichts anbauen kann, Tiere sehr wohl aber grasen können. Anstatt Tiere also unnatürlich mit Soja zu füttern, das genmanipuliert aus Südamerika importiert wird und dort wichtigen Regenwald zerstört sowie ohne Energieverlust direkt vom Menschen verzehrt werden könnte, kann man diese Flächen also nutzen, um Tiere "natürlich" zu füttern und die Grasflächen wäre nicht verloren (weil für Menschen unbrauchbar).

Die Problematik mit dem Töten eines Tieres bleibt davon natürlich unberührt sowie die ehtische Frage, ob man Tiere generell essen möchte.

Spannend ist das Thema allemal.
2x bearbeitet

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08.08.2016
Hallo Jogi,


ich finde es vor allem für uns hier eher unerheblich, was die Leute in der Arktis oder in der Tundra so anstellen, ich glaube die sind noch am wenigsten mit ihrer Tierhaltung für irgendwelche ökologischen Schäden verantwortlich. Massentierhaltung, Abholzung von Regenwäldern, die Massen an Tieren, die Massen an Futter verschlingen, schlechte Haltung - das sind Probleme, die im großen Stil bei uns anfallen und meiner Meinung nach damit auch in unserer Verantwortung liegen. Das Argument "aber die Eskimos MÜSSEN ja Tiere essen" kenne ich nur als allgemeines Argument gegen Veganismus, um mir klarzumachen, dass ich nur ein verwöhntes Gör mit Luxus-Problemen bin und den armen Nomaden in der Tundra ihre letzte Ziege abknöpfen will. Ich kenne mich mit dem Essverhalten und der Nahrungsmittelwirtschaft bei Stämmen in der Arktis oder in der Tundra nicht besonders gut aus, deshalb kann ich darüber wenig sagen, würde aber argumentieren, dass solche Dinge eher eine Art Randschauplatz der Diskussion sein sollten, als ständig mitdiskutiert. Oder was meinst du?
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08.08.2016
Hallo pummelchen,
ich bin ganz bei dir. Mir ging es auch eher darum deutlich zu machen, dass man die verschiedenen Ernährungsweisen der ganzen menschlichen Welt nicht über einen Kamm scheren kann und die Forderung: "alle müssen vegan leben" weltweit betrachtet schnell dahergesagt, im Datail jedoch viel komplexer zu betrachten ist.

Für unsere Breitengrade steht dies natürlich außer Frage.

Übrigens ist das auch einer der Gründe, weshalb sich große (Umwelt-)Organisationen dem Thema nur sehr schwerfällig bis gar nicht nähern. Einen weltweiten Atomausstieg kann man fordern, der macht überall Sinn und ist durchsetzbar - mit dem Veganismus ist es da doch deutlich schwieriger und komplexer, weshalb gerade klassische Kampagnenorganisationen hier an ihre Grenzen stoßen.
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10.08.2016
Zitat Jogi: Auch kommt hier natürlich die Verwertbarkeit von Grasflächen mit ins Spiel - also Flächen, auf denen man kaum bis nichts anbauen kann, Tiere sehr wohl aber grasen können. Anstatt Tiere also unnatürlich mit Soja zu füttern, das genmanipuliert aus Südamerika importiert wird und dort wichtigen Regenwald zerstört sowie ohne Energieverlust direkt vom Menschen verzehrt werden könnte, kann man diese Flächen also nutzen, um Tiere "natürlich" zu füttern und die Grasflächen wäre nicht verloren (weil für Menschen unbrauchbar).


Meiner Meinung nach gibt es keine unbrauchbaren Grasflächen. Wir können die Flächen entweder weiterhin brach liegen lassen und ein Paradies für die Kleinstlebewesen, Insekten etc. bewahren oder wir nutzen die Flächen für den Anbau von z.B. Nutzhanf (unwirksame THC-Gehalte von unter 1 %, daher legal) der lange Zeit unentbehrlich für die Menschheit war und hoffentlich wieder werden wird. Hanf hat die Fähigkeit, auch in "schweren" und unfruchtbaren Böden gut anzuwachsen.
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10.08.2016
...und mal abgesehen von den Kleinstlebewesen, die von solchen Brachflächen profitieren, gäbe es ja auch noch ein paar größere Wildtiere, die diese Flächen auch zu schätzen wüssten.
Muss denn der Mensch immer und alles für sich und seinen Nutzen beanspruchen?
Gehört diese Erde nicht uns allen? Mensch UND Tier?
Nur mal so nebenbei angemerkt...
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10.08.2016
Zitat Ejala:
Gehört diese Erde nicht uns allen? Mensch UND Tier?


touché
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