wer kennt vegane Zirkuspädagoginnen und - pädagogen?

Erstellt 13.09.2017, 10:09 Uhr, von Varunara. Kategorie: Off-Topic. 11 Antworten.

wer kennt vegane Zirkuspädagoginnen und - pädagogen?
13.09.2017, 10:09 Uhr
Hallo ihr Lieben,


Vielleicht kennt ihr ja vegane Artistinnen und Artisten, Zirkuspädagogen oder pädagoginnen, die Lust auf einen außergewöhnlichen Beruf haben. Ich schick euch mal die Ausschreibung - hoffe das passt hier ins Forum so in dieser Form.

Mit herzlichen Zirkusgrüßen


Varunara

Wer wir sind:

wir sind eine Gruppe von selbstständigen vegan und vegetarischen Zirkuspädagogen, die beim Zirkus Abeba zusammen arbeiten und mit Freude und Kreativität Menschen für die bunte Welt des Zirkus begeistern. Unsere pädagogische Arbeit zeichnet sich durch einen wertschätzenden Umgang im Team und mit den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aus, mit denen wir zusammen arbeiten.

Was wir tun:

Der Zirkus Abeba bietet Zirkusprojektwochen an verschiedensten Schulen und Ferienfreizeiten als Kooperationspartner in Süddeutschland (Schwerpunkt Baden-Württemberg) an. In einer Woche verwandelt sich der Ort an dem wir sind (meistens die Schule) in ein Zirkuszelt, die Beteiligten werden Artisten und Artistinnen und gemeinsam mit dem Kollegium oder anderen Helferinnen und Helfern werden zwei Aufführungen als Höhepunkt der Woche erarbeitet. Die Projektgröße variiert zwischen 50 und 600 TeilnehmerInnen. Mehr Infos dazu auf unserer Homepage Zirkus Abeba

Was wir uns wünschen:

·


zirkusbegeisterte Persönlichkeiten, die sich vegan ernähren und im Idealfall eine pädagogische und / oder artistische Ausbildung haben und gerne mit Kindern und Jugendlichen aus aller Welt zusammen arbeiten

·


Basiswissen in den meisten Zirkusdisziplinen oder die Bereitschaft, sich diese anzueignen (Akrobatik, Jonglage, Trapez, Tuch, Zauberei, Clownerie, Trampolin, Balance, Seilspringen, Feuer und Fakir, Tanz, Backstage...)

·


Erfahrung bei der Anleitung von Gruppen (Klein- und Großgruppen) beim üben und der Nummerngestaltung (Inszenierung)

·


Belastbarkeit, gute Organisation, Teamfähigkeit, gepflegtes Erscheinungsbild, unermüdliche Motivation, Spontanität und Flexibilität ;)

Eine Zirkuspädagogik-Ausbildung ist nicht zwingend erforderlich. Auch Quereinsteigerinnen und -einsteiger sind bei uns herzlich willkommen. Voraussichtlich ab 2018 ist es auch möglich eine Ausbildung beim Zirkus Abeba zu machen.

Was wir bieten:


faire Bezahlung


ein wunderbares Team (finde ich zumindest)


selbstständiges Arbeiten


Freiraum für eigene Ideen


gute Anleitung und klare Strukturen


sehr viel Erfahrung im Bereich Zirkuspädagogik


Weiterbildungen in (fast) allen möglichen Zirkusbereichen

Dich erwartet auf jeden Fall eine spannende, abwechslungsreiche und anspruchsvolle Tätigkeit. :) Auf selbständiger Basis erfolgt ein Engagement wochenweise (ca.1-6 Wochen im Jahr). Wir freuen uns schon auf dich!


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20.11.2017, 14:24 Uhr
Hallo Varunara,

ich weis nicht wie/wo ich anfangen soll..

Kurz gesagt: So eine Stellenausschreibung ist illegal/rechtswidrig, bei einer Stellenausschreibung gild das Gleichbehandlungsgesetz du darfst kein Geschlecht, ethnischeherkunft und natürlich auch KEINE Essenseinstellungen(Lebenseinstellungen) benachteiligen, bzw. bevorzugen.

Lang gesagt: Ich weis, das du nur nach gleichgesinnten suchst und du dich bei der Arbeit wohler fühlst, wenn du von gleichgesinnten umgeben bist. Aber was privat legitim ist, ist in der Arbeitswelt Verboten.
Und das aus gutem Grund!
Ersetze mal deine Anfrage mit auch verbotenen Worten in Stellenausschreibungen:

"Vielleicht kennt ihr ja vegane/weiße/weibliche/männliche/katolische Artisten, Zirkuspädagogen oder pädagoginnen, die Lust auf einen außergewöhnlichen Beruf haben."

Moralisch und gesetzlich ist das echt ein Nogo.

Du schreibst hier doch eh in einem veganen Umfeld, da ist es doch völlig unnötig, das auch noch in deine Stellenausschreibung zu packen.
Was ist wenn sich jemand meldet, der vorzügliche Referenzen/Erfahrungen hat, nichts gegen Veganeküche einzu wenden hat, privat aber trotzdem Fleisch isst? Würdest du den ausschliesen?


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20.11.2017, 19:26 Uhr
Ohne jetzt die genaue rechtliche Lage zu kennen, aber es gibt sehr wohl bei manchen Arbeitgebern Vorschriften, die Deiner Meinung nach wohl auch diskriminierend sind. So zum Beispiel müssen Arbeitnehmer bei den Kirchen, diesen angehören, dürfen zum Teil nicht geschieden sein.
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21.11.2017, 13:17 Uhr
Kirchen haben diesen netten Sonderstatus :rolleyes:
Die dürfen mal wieder alles

Ich sehe aber keine Diskriminierung, immerhin wünschen Sie sich nur gewisse voraussetzungen.
In keinem Satz sehe ich, das es Voraussetzung ist.
Den die einleitenden Sätze, gehören nicht zur Stellenausschreibung, sondern waren hier nur rein Privater Natur/Informationsweitergabe.

Dieses Wörtchen Wünschenswert, sehe ich so ziemlich oft.
Nebenbei sind sogar gewisse Formulierungen wie nur für Frauen zb. durchaus legitim wenn die Stelle bzw. die Arbeitsdurchführung nur von Gewissen Personenkreisen durchführbar ist.
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21.11.2017, 14:34 Uhr
Das Gesetzt lesen kann jeder:

Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)
Abschnitt 1
Allgemeiner Teil
§ 1 Ziel des Gesetzes

Ziel des Gesetzes ist, Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen.

"Ich sehe aber keine Diskriminierung, immerhin wünschen Sie sich nur gewisse voraussetzungen.
In keinem Satz sehe ich, das es Voraussetzung ist."

Man darf auch in einer Stellenausschreibung sich nicht Wünschen das jemand weiß, weiblich oder Vegan(Stichwort im Gesetz Weltanschauung) ist.
Das kann man sich auch nicht mit dem Wort wünschen schön reden.

Den die einleitenden Sätze, gehören nicht zur Stellenausschreibung, sondern waren hier nur rein Privater Natur/Informationsweitergabe.


Was wir uns wünschen:

· zirkusbegeisterte Persönlichkeiten, die sich vegan ernähren



Das steht in der Mitte als erstes Kriterium.

wenn die Stelle bzw. die Arbeitsdurchführung nur von Gewissen Personenkreisen durchführbar ist.


Ein Zirkusprojekt ist von jedem durchführbar, egal was er istt und egal welche Weltanschauung er hat.

Tut mir Leid, ich kann mir das nicht schön reden.
Ich habe auch noch bei keinem Zirkusprojekt mit gemacht bei dem sich jemand beschwert hat, weil es kein Fleisch gibt.


3x bearbeitet

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21.11.2017, 15:32 Uhr
Zitat Zirkus-fuer:Ziel des Gesetzes ist, Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen.

Und wenn man sich als 59-jähriger deutscher, erz-katholischer Mann, auf die Stellenanzeige für die 21-jährige, osteuropäische Brunette bewirbt, dann hat der Bordell-Besitzer dies gefälligst zu akzeptieren!

Tausche Aufrichtig- und Ehrlichkeit gegen Heuchelei und vorgeschobene Ablehnungsgründe.
Ja, das klingt viel moralischer :D

Grüße,
Falk
3x bearbeitet

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21.11.2017, 18:04 Uhr
Ich denke, wenn man das umschreibt, und zwar die Anforderung nicht auf die Person, sondern auf die Aufgabe bezieht, kann man offen und ehrlich sein, ohne zu diskriminieren. Also z.B. "während der Einsatzzeit ist die vegane Lebensweise zu unterstützen" kann auch von jemandem erfüllt werden, der vielleicht kein 100%-iger Veganer ist.


Wenn man Veganismus als eine Frage der Ethik (Weltanschauung) einsortiert, dürfte das vergleichbar mit Religionen einen gewissen Auschluss vollkommen unpassender Leute rechtfertigen (vermutlich nicht gesetzlich, aber moralisch). Grundsätzliche Diskriminierung finde ich bei Religionen, Rassisten, Sexisten etc. aber auch schrecklich und fände es gut, wenn Veganer in dieser Hinsicht etwas Sensibilität an den Tag legen (auch wenn ich weiß, dass kein Veganer verpflichtet ist, in jeglicher Hinsicht perfekt zu sein).

Wenn ich jetzt also beim Nutzer "Zirkus-fuer" ein grundsätzliches Interesse an dem Job und eine gewisse Enttäuschung herauslese, weil die Bedingung nicht zu 100% erfüllt wird, aber eine ausreichende Offenheit vorhanden wäre (ist jetzt nur Spekulation meinerseits), dann kann ich die Enttäuschung verstehen. Vielleicht könnten das die Zirkusleute aber auch miteinander in einem Gespräch klären.
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21.11.2017, 18:56 Uhr
Grundsätzliche Diskriminierung finde ich bei Religionen, Rassisten, Sexisten etc. aber auch schrecklich und fände es gut, wenn Veganer in dieser Hinsicht etwas Sensibilität an den Tag legen


Genau darum geht es mir, ich kann nicht Tolleranz für mich als Veganer einfordern und gleichzeitig gegenüber anderen Untoleranz an den Tag legen.
Wenn ich selbst nur noch mit gleichgesinnten beisammen sein möchte/kann, setze ich mich mit rassistischen Gruppierungen auf eine Ebene.
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21.11.2017, 19:10 Uhr
Hallo,

Zitat Zirkus-fuer:Genau darum geht es mir, ich kann nicht Tolleranz für mich als Veganer einfordern und gleichzeitig gegenüber anderen Untoleranz an den Tag legen.
Wenn ich selbst nur noch mit gleichgesinnten beisammen sein möchte/kann, setze ich mich mit rassistischen Gruppierungen auf eine Ebene.


Du hast dich hier angemeldet und 3 Beiträge zu einem "toten" Thema geschrieben, das vom September stammt und bisher niemanden so recht gekümmert hat.

Neben der von Dir angesprochenen Diskriminierungs-Problematik sehe ich daher noch ein Motiv, das hier nicht so recht ins Forum passt: Rechthaberei. Und das passt hier nicht rein.

Viele Grüße

Kilian
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21.11.2017, 19:38 Uhr
Zitat Zirkus-fuer:
Genau darum geht es mir, ich kann nicht Tolleranz für mich als Veganer einfordern und gleichzeitig gegenüber anderen Untoleranz an den Tag legen.

Oho, das ist eine Aussage, die ich so nicht unterschreiben würde. Zum einen, weil es Grenzen der Toleranz gibt (dazu empfehle ich, zu dieser Thematik mal was von Michael Schmidt-Salomon zu lesen). Zum anderen bin ich der Meinung, dass es einen Unterschied gibt zwischen: einen Veganer (vermeidet Tierleid so gut es geht und schadet damit niemandem) zu "tolerieren" oder einen Nichtveganer (verursacht unnötig Tierleid, Umweltprobleme, Verteilungsprobleme) zu tolerieren.
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