BVerfG: Klima-Klagen teilweise begründet

Erstellt 29.04.2021, 11:32 Uhr, von kilian. Kategorie: News & Aktuelles. 7 Antworten.

Hi,

was hältst Du davon? :star:

LG!
29.04.2021, 14:21 Uhr
Super! :thumbup:

Ein wenig amüsiert/verärgert bin ich, dass unter den Klägern eine Familie Backsen von der Insel Pellworm ihr Geld auch mit Rinderzucht (Stichwort Methan = besonders schädliches Klimagas) verdient und unter anderem deshalb geklagt hat, weil dies bei steigendem Meeresspiegel und extremerem Wetter nicht mehr möglich sein wird. Ich fände es besonders wünschenswert, wenn es auf Grundlage des Gerichtsurteils auch zu deutlich schärferen Maßnahmen im Bereich der Landwirtschaft käme, damit auch dort das Begreifen einsetzt, dass nicht immer nur die anderen schuld sind, sondern man selbst maßgeblich und durchaus vermeidbar der Umwelt schadet.



1x bearbeitet

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29.04.2021, 15:09 Uhr
Das wäre nicht die erste Entscheidung eines Gerichtes, die dem/r Kläger/in dadurch besonders krachend auf die Füße fällt, weil sie ihm/ihr in der eigentlichen Klagesache Recht gegeben hat. Im Ergebnis muss das Urteil dazu führen, dass gerade die bisher komplett beim Klimaschutz ausgesparte tierleidbasierte Landwirtschaft massiv unter Druck geraten wird. Insbesondere die exportorientierten Betriebe, die ihren Umweltdreck hier im Land verteilen, ihren Gewinn aber durch den Export tierleidbasierter Produkte im Ausland erzielen, werden wohl massiv an ihrem "Geschäftsmodell" verändernd arbeiten müssen. :thumbup:

Hatte ich schon mal erwähnt, dass ich im Fanclub für das Bundesverfassungsgericht bin?
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29.04.2021, 15:24 Uhr
Zitat Vegbudsd:
Hatte ich schon mal erwähnt, dass ich im Fanclub für das Bundesverfassungsgericht bin?

Ich bin auch Fan. Wo ist der Fanclub? :wink:
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29.04.2021, 15:35 Uhr
Zitat Sunjo:
Ich bin auch Fan. Wo ist der Fanclub? :wink:

Fanclub ist, eenn man ihn macht. Ist ähnlich wie bei vegan: "Einer ist keiner, zwei sind mehr als einer, sind wir aber erst zu dritt, machen auch die andern mit!" Der Satz stammt aus einem Kindertheaterstück, das ich in Kassel anfang der 70er Jahre mit der ganzen Uplandschule aus Willingen besucht hatte. Die Schule ist übrigens heute eine Brauerei mit Gaststätte - womit das Kind auch endlich den passenden Namen hat: Brauhaus.
Ein bis heute wirkender Eindruck!
1x bearbeitet

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29.04.2021, 16:16 Uhr
Ich habe mich auch über die Meldung gefreut. Dass das Bundesverfassungsgericht aber erst ausdrücklich verbieten muss, dass menschliche Lebensgrundlagen zerstört werden, ist schon ne Nummer.
Wäre doch gut, wenn das der Politik vorher selbst eingefallen wäre...

Edit: Vorgestern entschuldigte sich Altmeier dafür, dass sein Ministerium die Infraschall-Belastung von Windkraftanlagen zu hoch angesetzt habe. Damit wurde gegen neue Windkraftanlagen argumentiert. Aber tatsächlich soll die Infraschall-Belastung deutlich niedriger gelegen haben. Upsi, kann ja mal passieren :rolleyes: !

https://www.spiegel.de/wirtschaft/altmaier-entschuldigt-sich-fuer-rechenfehler-bei-windkraft-schallbelastung-a-9d8ed560-395e-4fd9-8c58-e0d4c3ecd011
3x bearbeitet

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29.04.2021, 18:58 Uhr
Zitat kilian:.
Wäre doch gut, wenn das der Politik vorher selbst eingefallen wäre...
Das ist durchaus vielen schon lange aufgefallen. Aber die von sehr vielen Menschen gewählten Regierungen haben das geflissentlich jahrzehntelang ignoriert. Mal sehen, wie das jetzt umgesetzt wird.

Zitat kilian:Edit: Vorgestern entschuldigte sich Altmeier dafür, dass sein Ministerium die Infraschall-Belastung von Windkraftanlagen zu hoch angesetzt habe. Damit wurde gegen neue Windkraftanlagen argumentiert. Aber tatsächlich soll die Infraschall-Belastung deutlich niedriger gelegen haben. Upsi, kann ja mal passieren :rolleyes: !

https://www.spiegel.de/wirtschaft/altmaier-entschuldigt-sich-fuer-rechenfehler-bei-windkraft-schallbelastung-a-9d8ed560-395e-4fd9-8c58-e0d4c3ecd011

Der Prof. dem das zuerst klar geworden war und der sehr lange Zeit auf diesen massiven Rechenfehler hingewiesen hatte, wurde von dem entsprechenden (ich glaube es war ein bayerisches) massiv mit rechtlichen Folgen bedroht, falls er den Fehler öffentlich macht. Erst vor wenigen Tagen nahm die Behörde die falsche Studie von der Internetpräsenz mit der lapidaren Bemerkung, dass diese "überarbeitet" würde.
Die verhinderten Windanlagenerbauer sollten ernsthaft erwägen, wegen der massiv und wider besseren Wissens nicht durchgeführten Korrektur gegen die Stellen, die das Vorgehen zu verantworten haben, mit Schadensersatzklagen vorzugehen.
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02.05.2021, 17:35 Uhr
Zitat Vegbudsd:
"Einer ist keiner, zwei sind mehr als einer, sind wir aber erst zu dritt, machen auch die andern mit!"


Den Spruch merke ich mir, danke!
:clap: :clap:
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