3.7. -Schließung aller Schlachthäuser- bundesweiter Aktionstag!

Erstellt 01.07.2020, 10:14 Uhr, von Salma. Kategorie: News & Aktuelles. 37 Antworten.

04.07.2020, 17:28 Uhr
Ich hab noch was vergessen, wenn man alle diese Tiere, die jetzt in der Massentierhaltung leben, artgerecht auf Weiden und Feldern hält - sie müssen ja trotzdem ernährt werden, wir aber auch. Wo kommt das Futter her für die Tiere und für uns ? Es fehlen ja dann viele Anbauflächen.
Ich mach mir wirklich viele Gedanken, aber ich halte es nach wie vor für unmöglich von heute auf morgen die Schlachtung einzustellen und die Tiere am Leben zu erhalten.



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Hi,

was hältst Du davon? :star:

LG!
04.07.2020, 18:41 Uhr
Zitat Cumina:Ich hab noch was vergessen, wenn man alle diese Tiere, die jetzt in der Massentierhaltung leben, artgerecht auf Weiden und Feldern hält - sie müssen ja trotzdem ernährt werden, wir aber auch.
Ja, das stimmt. Wie werden sie derzeit ernährt? Und wie werden Menschen ernährt, die schon bisher kein oder kaum tierische Produkte zu sich nehmen? Ebendiese Frage hatte ich auch schon überlegt, das ist tatsächlich für mich das eigentliche Problem, plötzlich alle Vegetarier und Fleischgernefutterer von jetzt auf gleih vegan ernähren zu müssen - bei den Tieren mache ich mir da weniger Sorgen, zumal die ja nach und nach wegen Nichtweiterzüchtung wesentlich weniger werden dürften. Keine Option ist es für mich jedenfalls, einfach wegen der aufgeführten Problemlagen die irrsinnige Tierzerstörung auch nur einen Tag weiter zu betreiben.

Zitat Cumina: Wo kommt das Futter her für die Tiere und für uns ? Es fehlen ja dann viele Anbauflächen.
Nein, die fehlen höchstens vorübergehend, und dafür gibt es ja Reserven.

Zitat Cumina:Ich mach mir wirklich viele Gedanken, aber ich halte es nach wie vor für unmöglich von heute auf morgen die Schlachtung einzustellen und die Tiere am Leben zu erhalten
Ich finde genau dieses bis zu Ende denken von scheinbar unlösbaren Problemen als den einzigen Weg, diese einer echten Lösung zuzuführen.

Beispiel Energiewende: Wer hätte vor 30 Jahren ernsthaft (außer der Antiatombewegung natürlich) daran geglaubt, dass der steigende Energiebedarf weltweit mit immer weniger Atommüllmeilern und immer weniger Kohleverstromung, dafür mit immer mehr erneuerbaren Energien befriedigt werden könnte? Inzwischen gibt es kaum noch jemanden in der seriösen Wissenschaft, der das ernsthaft bezweifelt.


Wenn es nach den damaligen Kritikern gegangen wäre, würden wir heute alle längst im Dunkeln sitzen. Das heißt nicht, dass da keine Umbauprobleme gewesen wären oder keine mehr vor uns liegen, aber bei entsprechend großem politischen Willen der Bevölkerung und der handelnden Politiker geht es dann plötzlich doch und keine Lampe ist wegen der Energiewende bisher ausgegangen.

Ebenso bin ich davon überzeugt, dass wenn der entsprechende WIlle für die Umgestaltung der Ernährung und des Umganges mit Tieren durch uns Menschen groß genug ist, wird es auch die entsprechenden Wege dorthin geben. Genau für die Erzeugung dieses politischen Willens ist es unerlässlich, die Ziele darzustellen. Deswegen sind solche Forderungen - auch wenn sie zunächst unrealistisch erscheinen - unerlässlich, damit Denkprozesse in diese Richtung in Gang gesetzt werden können.

Die Rechtsvertretung und politische Vertretung von "tierlichen Persönlichkeiten" in den Parlamenten ist auch solch ein Thema, bei dem jeder zuerst an andere Schweine an den Rednerpulten in den Parlamenten denkt und sich kaputtlacht. Das ist aber durchaus ernst gemeint, den Tieren eine eigene politische "Macht" zuzuweisen und diese dann die Interessen der Tiere unmittelbar in den Parlamenten "im Auftrag" der Tiere vertritt. Was dann vermutlich bei entsprechenden Mehrheiten die völlige Veganisierung der Ernährung zur Folge haben dürfte.

Wie gesagt, eine für mich sehr, sehr schöne Vorstellung. JEdenfalls werde ich nicht aufhören daran zu glauben und mich dafür an allen Stellen, die ich erreichen kann, dafür einzusetzen.
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08.07.2020, 12:00 Uhr
Es ist doch traurig, dass Cumina sich abgemeldet hat. Den Grund dafür kennt wohl nur sie.
Es muss aber nicht sein, dass hier Menschen so mit erhobenem Zeigefinger angegangen werden.

Zitat Salma:hallo cumina, :wtf: als aus tiefstem herzen überzeugter tierrechtler bin ich bei einer solchen aussage in einem veganen forum geschockt und sprachlos. :oo: :surprise:

Tierrechtler kämpfen seit Jahrzehnten dafür, dass wenigstens ein paar Menschen aufhören, Tiere zu quälen. Offensichtlich mit geringem Erfolg.
Es gibt daher keinen Anlass für die Annahme, dass alle Menschen tatsächlich so schnell vegan werden, dass "Tiere übrig bleiben". Und schon gar nicht dafür, Menschen, die dies sachlich formulieren, aus einer überhöhten Position ("als Tierrechtler", "in einem veganen Forum") anzugehen!
1x bearbeitet

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08.07.2020, 13:22 Uhr
Und schon gar nicht dafür, Menschen, die dies sachlich formulieren, aus einer überhöhten Position ("als Tierrechtler", "in einem veganen Forum") anzugehen


Ich fand das eine durchaus nicht jemanden "angehende" Formulierung, sondern eine Äußerung über die eigene Wahrnehmung. Es tut mir auch leid, dass sie sich aus freien Stücken zurückgezogen hat, aber das war ihre Entscheidung, es hat sie hier niemand aufgefordert zu gehen, im Gegenteil, sie wurde eingeladen ihre Positionen zu vertreten. Es wurde allerdings auch nicht versprochen, dass ihre Positionen unwidersprochen bleiben. So ist das nun mal in Diskussionen. Es gibt keinen Freibrief dafür, dass die eigene Meinung unwidersprochen akzeptiert wird. Und dass Salma geschockt war, dass hier anstatt dafür zu werben und sich zu überlegen, wie denn ein solcher sofortiger Ausstieg zu bewerkstelligen sei, also lösungsorientiert zu denken, mehrfach versucht wurde, das Anliegen der sofortigen Schließung der Tierzerstörungsanlagenmit immer neue Gegenargumenten, als falsch darzustellen. Da darf man nach meiner Auffassung durchaus in einem veganen Forum geschockt sein. Natürlich gilt für Veganer*innen ebenfalls, dass die eigene Meinung nicht unantastbar ist. Und genau so hätte Cumina durchaus dagegen argumentieren können, das hätte ich auch erwartet. Sie war hier kein Opfer irgendwelcher unsachlicher Angriffe. Trotzdem schade. Wir hätten doch weiter miteinander Argumente austauschen und voneinander lernen können. Na, vielleicht mag sie ja irgendwann wiederkommen. :wink:

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08.07.2020, 13:51 Uhr
Danke Vegbudsd - das mit der Diskussion sehe ich genauso! :thumbup:

Hallo Kilian, es wäre schön gewesen, meinen vollständigen Post zu zitieren.
Deshalb füge ich das hier noch meinerseits hinzu:
Zitat Salma:
Zitat Cumina: Daher bin ich gegen die sofortige Schließung.
hallo cumina, :wtf: als aus tiefstem herzen überzeugter tierrechtler bin ich bei einer solchen aussage in einem veganen forum geschockt und sprachlos. :oo: :surprise: und muss hier meinen gefühlen ausdruck verleihen und diese deinem statement gegenüberstellen.


Mich macht das Statement noch immer sprachlos und ich bleibe geschockt, deshalb finde ich dazu auch noch immer keine weiteren Worte. Und genau dieses Gefühl sollte man hier aber ausdrücken dürfen... Mein Herz zerbricht schlicht daran, sich diese Tötungsmaschinerie fortwährend vorzustellen. (Desweiteren möchte ich daraufhinweisen, dass Cumina ebenfalls beim Vertreten ihrer Meinung wenig gezögert hat, und in diesem Thread mit Ihrer Haltung gegen die Demo-Forderung sehr stark und mehrfach wiederholt insistierte und, trotz vieler sehr logischer, ihr zuvorkommend entgegengebrachter Lösungsvorschläge auf Ihr Zweifeln, bei Ihrer Meinung blieb, dass das Massentöten die bessere Alternative sei und die Forderung von ARIWA falsch sei.)


Um aber beim Thema zu bleiben, das mir, wie ihr nun wißt, sehr am Herzen liegt, hier ein Beispiel des kranken Systems: Weil die Tötungs- und Zerlegungsmaschinerie durch Corona-Fälle unterbrochen ist, wollen Züchter ihre Puten direkt "keulen" - vergiften durch CO2.
https://www.ariwa.org/toetung-ueberzaehliger-puten/
Gegen dieses Töten ohne vernünftigen Grund gibt es allerdings ein Gesetz (!!!!):
Zitat ARIWA "Doch Tötungen aus rein wirtschaftlichen Gründen – ohne den vom Tierschutzgesetz geforderten „vernünftigen Grund“ – wären rechtswidrig. Die Situation zeigt aufs Deutlichste, wie durch und durch krank das System Tierproduktion ist."

Ich bin sehr dankbar, dass ARIWA - Animal Rights Watch - kämpft!
4x bearbeitet

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08.07.2020, 14:00 Uhr
Moin Salma,

hab das hier kurz erläutert:
https://www.vegpool.de/forum/allgemein/hakuna-matata-an-alle-die-daran-denken-sich-inaktiv-zu-melden-5.html#post-50696

Ihr habt aneinander vorbei diskutiert.

Es ging ihr in der Diskussion nach meinem Verständnis um die Frage, welche Option man wählt, wenn es nur Leiden oder Sterben gibt.

Und ihre Position finde ich sachlich diskutabel, auch wenn man sie nicht teilen muss.

Der Vollständigkeit halber hier auch noch Cuminas Zitat in voller Länge:
Zitat Cumina:mein Gedankengang war so: Ab heute wird nicht mehr geschlachtet. Die Tiere in der Massentierhaltung leben aber auf engstem Raum, sollen sie in diesen Ställen unter diesen Bedingungen bis an ihr Lebensende weiterleben? Da ist doch der Tod gnädiger. Ich weiß nicht genau wie viele Tiere in diesen engen Ställen leben müssen, aber die jetzt von heute auf morgen alle artgerecht und mit ausreichend Platz zu halten, halte ich für unmöglich. Daher bin ich gegen die sofortige Schließung.

1x bearbeitet

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08.07.2020, 14:11 Uhr
Genau so hatte ich Salma auch verstanden. Aber wenn das auch anders verstanden werden kann, sollten wir uns alle bemühen, immer auch daran zu denken, wie unsere Aussagen bei anderen "ankommen" und interpretiert werden können. Das ist zugegebenermaßen bei sozusagen "internationalen" Foren für jede Interpretationsmöglichkeit die richtigen Worte zu finden.


Gebe zu, dass das für "Berliner Schnauze", "Siegerländer Mäckes" oder "Frankfurter Schlappmaul" eine echte Herausforderung ist, aber man lernt ja nie aus! :heart: :heart: :thumbup: :thumbup:
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08.07.2020, 14:15 Uhr
Zitat kilian:Moin Salma,

hab das hier kurz erläutert:
https://www.vegpool.de/forum/allgemein/hakuna-matata-an-alle-die-daran-denken-sich-inaktiv-zu-melden-5.html#post-50696

Ihr habt aneinander vorbei diskutiert.

Es ging ihr in der Diskussion nach meinem Verständnis um die Frage, welche Option man wählt, wenn es nur Leiden oder Sterben gibt.
Und ihre Position finde ich sachlich diskutabel, auch wenn man sie nicht teilen muss.

Der Vollständigkeit halber hier auch noch Cuminas Zitat in voller Länge:
Zitat Cumina:mein Gedankengang war so: Ab heute wird nicht mehr geschlachtet. Die Tiere in der Massentierhaltung leben aber auf engstem Raum, sollen sie in diesen Ställen unter diesen Bedingungen bis an ihr Lebensende weiterleben? Da ist doch der Tod gnädiger. Ich weiß nicht genau wie viele Tiere in diesen engen Ställen leben müssen, aber die jetzt von heute auf morgen alle artgerecht und mit ausreichend Platz zu halten, halte ich für unmöglich. Daher bin ich gegen die sofortige Schließung.


So hatte ich Sie auch verstanden, obwohl meine Position (als Umweltschützer) eine andere ist. Schade das Cumina sich abgemeldet hat.
Gerade wenn man sich nicht mündlich von Angesicht zu Angesicht austauschen kann, entstehen leider leichter Mißverständnisse - weil man (zumindest ich) eventuell etwas meint zwischen den Zeilen gelesen zu haben.
2x bearbeitet

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