Ein Hallo aus der Schweiz

Erstellt 25.03.2021, 12:45 Uhr, von Bianca. Kategorie: Neu hier. 18 Antworten.

28.03.2021, 20:02 Uhr
Zitat Smaragdgruen:Auch von mir ein herzliches Willkommen, Bianca !
Viele Menschen sind krank durch den Verzehr tierischer Produkte, besonders auch Verdauungsprobleme ( ich will tierisches nicht mehr als Lebensmittel bezeichnen, sind sie doch das Gegenteil ). Sicher hat dein Gynäkologe, wie die meisten Ärzte, keine Ahnung von gesunder pflanzlicher Ernährung und verbreiten so falsches mit ihrem Unwissen.
Es gibt auch eine schöne Broschüre von einem Arzt:
https://www.provegan.info/
Wünsche dir/euch viel Freude hier.

Ja die meisten Ärzte, egal ob Gynäkologen oder sonstige Fachärzte haben wenig Ahnung von gesunder Ernährung, weil das nicht oder nur kurz in ihrer Ausbildung vorkommt. Wenn sie sich nicht selbst engagieren, wie z.B. Frau Dr. Petra Bracht, können sie zur gesunden
Ernährung manchmal weniger beitragen als die Patient*innen selbst, wenn diese - so wie Du- sich dafür interessieren.
Lieben Gruß
METTA

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Hi,

was hältst Du davon? :star:

LG!
28.03.2021, 20:47 Uhr
Zitat Bianca:Nachdem ich nun schon eine Weile hier mitlese, habe ich mich nun auch angemeldet und möchte mich gerne vorstellen. Verglichen mit anderen Foren ist mir hier der freundliche Umgang und eine grosse Toleranz sehr positiv aufgefallen. Ich lebe mit meinem Mann, meiner Tochter (4) und meinem Sohn (den erwarten wir im August) in einem ländlichen Dorf der Schweiz. Wir haben uns noch nicht lange für eine rein pflanzliche Ernährung entschieden und sind daher noch „auf dem Weg“. Es hat immer noch das eine oder andere zum Aufbrauchen im Vorrat und einiges an Sachen zum Auftragen (vor allem Schuhe). Aber wir merken jetzt schon, wie es sich so leichter lebt. Gesundheitlich und auch mit besserem Gewissen.
Zum Glück zieht mein Mann bei dem ganzen Vorhaben zu 100% mit, aber sonst kennen wir leider gar niemanden, der vegan oder zumindest vegetarisch unterwegs ist. Daher freue ich mich auf einen spannenden Austausch hier.

Liebe Grüsse
Bianca


Hallo Bianca,
mir schwirrt gerade eine Frage im Kopf rum. Du schreibst Deine Tochter ist 4 Jahre. Wie ist das in Kindergarten/Schule o.ä. mit veganem Essen? Wird das da auch angeboten oder gibst Du Essen mit :question:


Liebe Grüße
Skadi
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28.03.2021, 21:15 Uhr
In der Schweiz läuft das mit Schule und Kindergarten etwas anders als in Deutschland. Unterricht findet von 8.00-11.30 statt. Ab dem zweiten Kigajahr dann von 13.30-15.00.
Mittags gehen alle Kinder nach Hause zum Essen. Da die Frau hier sowieso nicht auf den Arbeitsmarkt, sondern Heim hinter den Herd gehört (das zeigt auch die Elternzeit von 12Wochen... und zwar erst ab Geburt) geht das hier noch.
Meine Kleine kommt erst im Sommer in den Kindergarten, der fängt hier auch ein Jahr später an.
Von daher geb ich ihr als Pausenbrot etwas mit, das nimmt eh jedes Kind individuell von daheim mit und am Mittag kommt sie ja heim zum Essen.
Bei Geburtstagen und Sonderanlässen oder so, isst sie halt das, was es gibt. Ich möchte sie da nicht zum Aussenseiter machen. Wenn sie alt genug ist um richtig zu verstehen, was unsere Ernährung bedeutet, kann sie immernoch entscheiden, ob sie dann auf den Geburtstagskuchen des Mitschülers verzichten will oder nicht.

Im Moment isst sie noch an zweit Tagen die Woche bei meiner Schwägerin, weil ich bis der Kleine auf der Welt ist noch Teilzeit arbeite. Da isst sie normal mit vom Tisch. Zum einen weil es absehbar ist, nur noch bis Sommer und zum anderen, um Konflikten aus dem Weg zu gehen. Meine Mutter würde mir wohl das Jugendamt auf den Hals hetzen, wenn sie wüsste, dass mein armes Kind kein Fleisch, keine Eier und keine Milch bekommt.
Ein veganes Menu in der Schule wäre hier zumindest auf dem Land undenkbar. Es gibt beim freiwilligen Mittagstisch nicht mal ne vegetarische Option. Wir haben teilweise einmal monatlich einen Bauernhofmorgen in einigen Schulen, wo die ansässigen Bauernverbände propagieren.... äääähhhh, ich meine natürlich informieren. Und am Tag der Pausenmilch im November gibts gratis frische Milch für alle Kinder.

1x bearbeitet

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28.03.2021, 22:15 Uhr
Da die Frau hier sowieso nicht auf den Arbeitsmarkt, sondern Heim hinter den Herd gehört (das zeigt auch die Elternzeit von 12Wochen... und zwar erst ab Geburt) geht das hier noch.
Du meinst, da wäre also in der Schweiz in Bezug auf den Umgang mit Frauen die Welt noch so richtig in Ordnung? Oder war das eher sarkastisch gemeint?
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28.03.2021, 22:28 Uhr
Naja, ob die Welt noch ganz in Ordnung ist, ist dennoch fraglich, immerhin ist frau hier ja seit 1991 sogar wahlberechtigt... und Autofahren dürfen wir ja auch schon länger... :D

Ne, war natürlich eher sarkastisch gemeint. Ich finde es zwar schön, dass ich nach der Geburt meines Sohnes Vollzeit Hausfrau und Mutter sein kann, freue mich sehr auf Heim und Herd und wünsche mir für meine Kinder diese Familienstruktur, aber es wäre schön, wenn man diesbezüglich eine echte Wahl hat, aber dafür sind die Rahmenbedingungen hier nicht oder zu wenig vorhanden.
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28.03.2021, 22:38 Uhr
Zitat Bianca:Naja, ob die Welt noch ganz in Ordnung ist, ist dennoch fraglich, immerhin ist frau hier ja seit 1991 sogar wahlberechtigt... und Autofahren dürfen wir ja auch schon länger... :D
:green: Womit sie das nur verdient haben...?? :green:

Zitat Bianca:Ne, war natürlich eher sarkastisch gemeint. Ich finde es zwar schön, dass ich nach der Geburt meines Sohnes Vollzeit Hausfrau und Mutter sein kann, freue mich sehr auf Heim und Herd und wünsche mir für meine Kinder diese Familienstruktur, aber es wäre schön, wenn man diesbezüglich eine echte Wahl hat, aber dafür sind die Rahmenbedingungen hier nicht oder zu wenig vorhanden.
Ist Dir oder Deinem Mann nie in den Sinn gekommen, diese Familienstruktur ganz oder teilweise für beide Elternteile so zu verändern, dass beide Eltern abwechselnd mal zu Hause sind und für Kinder un Haushalt sorgen?

Ausschließlich mit Mama und nur am Wochenende oder abends mit Papa "garniert" ist das doch auch für die Kinder nicht ideal, oder?
1x bearbeitet

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28.03.2021, 23:02 Uhr
Zitat Vegbudsd:Ist Dir oder Deinem Mann nie in den Sinn gekommen, diese Familienstruktur ganz oder teilweise für beide Elternteile so zu verändern, dass beide Eltern abwechselnd mal zu Hause sind und für Kinder und Haushalt sorgen?

Ausschließlich mit Mama und nur am Wochenende oder abends mit Papa "garniert" ist das doch auch für die Kinder nicht ideal, oder?


Doch, das ist es schon. Mein Mann ist selbstständig und dadurch ergeben sich schöne Möglichkeiten. So übernehme ich den grössten Teil seiner Büroarbeit und er ist entsprechend mehr daheim und kümmert sich so mit um Haushalt und Kinder. Wir sind auch öfter mal als Familie im Geschäft und verbringen so Zeit zusammen. Die Kleine hilft da sehr gerne mit und schaut was der Papa so macht. In Monaten, in denen die Auftragslage nicht so gut ist, bleibt er daheim und ich gehe arbeiten (als Lehrerin habe ich die Möglichkeit da recht kurzfristig immer mal wieder Vertretungen zu finden).

Dass wir nicht 50/50 teilen liegt daran, dass er seinen Job sehr gerne macht und ich im Moment eher froh bin, wenn ich mal Pause habe.
Diesbezüglich haben wir also im Moment ein richtiges Luxusleben :)
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29.03.2021, 10:13 Uhr
Es ist ja auch die Frage, ob es generell in der Schweiz, so wie hier - möglich ist, dass jeder Angestellte egal ob weiblich, männlich etc. Elternurlaub nehmen kann, oder ob das z.B. nur für die Mutter vorgesehen ist. Solche idealen Voraussetzungen wie bei Bianca und ihrem Mann sind wahrscheinlich nicht überall gegeben.
@ Bianca: was machen denn an dem Milchtag Kinder , die eine Laktoseunverträglichkeit haben ?
Oder wenn sie wirklich angeben würden, dass sie vegan sind und keine Milch möchten, werden sie dann gemobbt ?

Wir hatten damals (1990) je neun Monate Elternzeit genommen, da ist mein Mann aber auch noch komisch angesehen worden, als er das in Anspruch nahm. :green:

lieben Gruß
METTA
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29.03.2021, 10:53 Uhr
Sowas wie Elternzeit gibt es hier gar nicht. Es gibt den Mutterschaftsurlaub von 12 Wochen bei 80% des Lohnes und für Väter gibt es neu 10 freie Tage (vorher waren es 2). Einige Arbeitgeber bezahlen aber mittlerweile den Müttern vollen Lohn oder verlängern ihn. Als Lehrerin bin ich da sehr gut dran für Schweizer Verhältnisse. Ich hab 16 Wochen voll bezahlt und könnte um 9Monate unbezahlt verlängern.
Verglichen mit anderen Ländern z.B Deutschland noch immer NICHTS. Es ist hier einfach bei vielen so, dass die Frau daheim bleibt, solange die Kinder klein sind. Manche teilen sich das mittlerweile auf in 80%20% oder so. Ganz oft ist es so dass Grosseltern auf die Kinder schauen, damit Frauen wieder Teilzeit arbeiten können. Bei einigen ist es ja auch eine finanzielle Frage und nicht einfach nur, weil sie halt Lust drauf haben.

Ich bin echt dankbar für die tolle Situation, die wir haben. Wir sind uns zum Glück auch einig darüber, dass diese Möglichkeiten uns viel mehr wert sind als materielle Dinge und verzichten auf einiges, damit wir finanziell auch so gut über die Runden kommen.
Dass dein Mann zu dieser Zeit komisch angeschaut wurde kann ich mir vorstellen.

Kinder die keine Milch mögen oder nicht vertragen trinken einfach keine. Gemobbt werden sie zum Glück nicht. Ein Kind bei uns auf der Schule lebt vegan. Er wird zwar nicht wegen der Ernährungsform ausgegrenzt, aber hat es schon nicht leicht. Die anderen finden ihn „komisch“. Er hat von daheim halt ausser der Ernährung viele andere Werte mitbekommen, welche einem Grossteil der Kinder fremd sind. Er ist mit seinen 5 Jahren überzeugter Atheist, wehrt sich mit langen Haaren und pinken Klamotten dagegen in eine Geschlechterrolle gepresst zu werden. Läuft immer Barfuss und hinterfragt extrem vieles. Versucht zu verhandeln, wenn er in der Schule einen Auftrag bekommt, etc.
Eigentlich in meinen Augen ein ganz tolles Kind, wenn auch etwas unbequem, aber ich mag unbequeme Kinder :)
Leider sind seine Mitschüler da manchmal echt überfordert.

1x bearbeitet

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