Familie mit Gemüsemuffeln

Erstellt 07.02.2020, 17:19 Uhr, von MaMaVe. Kategorie: Neu hier. 9 Antworten.

Familie mit Gemüsemuffeln
07.02.2020, 17:19 Uhr
Hallo
Ich bin gerade auf die challenge in der Zeitschrift “eve“ aufmerksam geworden.
Ich bin 33, arbeite Vollzeit, habe drei Kinder mit 1,3&5 Jahren, mein Mann isst kaum Gemüse und nur der kleinste isst noch brav alles was man ihm unterrührt.
Wir haben uns in den letzten Jahren an zero waste und Plastikfrei angenähert, versuchen secind Hand zu kaufen, nun soll nach überwiegend regionalem bio Konsum auch noch die Ernährung optimiert werden (die Kids lieben Fleisch und wurst).
Vllt habt ihr Tipps und ähnliches hinter euch?
Vlg
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Hi,

was hältst Du davon? :star:

LG!
08.02.2020, 07:43 Uhr
Jahaaa, hallo!!! Wir haben auch so jemand in der Family! Meine Kids sind zwar älter, aber das ist nicht “Weniger“ Problematisch.

Ich glaube das wichtigste ist: Standhaft bleiben.Erklären warum UND: Nicht mehr das kaufen, was du nicht willst, aber deine Kids mögen (wie jetzt z.b. Wurst). Da sie noch klein sind, würde ich vermutlich nach Veganer Wurst greifen.

Der Nachteil an der veganen Ernährung ist der Müll. Da ist nix mit Frischetheke. Egal ob du Tofu oder Milchalternative kaufst. Mich hat das sehr enttäuscht. Was bringt das Tierwohl wenn du die Erde mit dem sch... Plastik vergiftest? Aber kein Grund zum aufgeben!

Als ich meinen Mann kennen gelernt habe war er Vegetarier. Und so lernte ich dann schon ein paar Sachen kennen. Und habe z.B. Oft Sojanese statt Bolognese gekocht. Irgendwann war es dann so, dass meiner jüngsten die Soße mit Soja besser schmeckte.

Mit dem Gemüse ist das so eine Sache. Das kann man nicht immer so gut verstecken. Ich koche eben bevorzugt das, was die Kids gerne an Gemüse essen. (Karotten, Erbsen, Zucchini).
Als meine Kids klein waren habe ich aus dem Gemüse immer eine Soße gemacht. Mit dem Pürierstab. Sie haben zu gesehen. Die Soßen fanden sie immer lecker.
Salat hat meine jüngste nie gerne gegessen. Seit wir aber vegan leben, hat sie sich daran gewöhnt. Mit Dressings experimentiert. Und siehe da: So viel Salat wie in den letzten 4 Wochen hat sie ihr ganzes Leben noch nicht gegessen....

Du brauchst vor allem Geduld. Und ich habe die Erfahrung gemacht, das es besser ist nicht immer mit erhobenen Zeigefinger da zu stehen „das ist aber nicht vegan“ ! Diese Woche war sie nach der Schule mit ihrer Freundin bummeln. Sie waren in einer Hamburgerbude und sie hat Fleisch gegessen. Sie hat es mir erzählt und auch, warum sie sich für Fleisch entschied. Ich habe ihr gesagt, dass es ihre Entscheidung ist.
Sie ist jetzt 15 und ich habe immerhin erreicht, dass sie vor dem Kauf die Packung umdreht und liest was drin ist und sich dann oft vegan entscheidet. Das mit der Hamburgerbude ist eine Ausnahme.

Wir haben langsam umgestellt. Was in der Küche leer wurde, wurde entweder ersetzt durch vegane Alternative oder nicht mehr gekauft. Und meine Kids lieben Tofu und Lupinenfilets. Ich mag es nicht, aber das finde ich auch nicht so schlimm. Ich bin froh dass sie das mögen. Und so probieren sie sich durch das (groß gewordene) Sortiment. Freitagabend ist bei uns schon fast ein Event. Da gibts immer zum Abendessen Tofu, und wenn was neues dabei ist, wird besprochen wie es schmeckt, soll es wieder gekauft werden? Usw. Bei Lord of Tofu gibt es neben dem Plastik noch eine Pappbanderole. Die wird dann nach der Verkostung aufgehoben wenn es geschmeckt hat. Damit wir einen Überblick haben.


Eine sehr positive Erfahrung war für uns: Im Bioladen ein zu kaufen. Es ist für unsere jüngste lange nicht so frustrierend wie in einer großen Supermarktkette, die eben vegane Sachen hat, aber eine sehr kleine Auswahl.


Einfach ist es nicht . Du kannst es nur vor machen und umstehende nicht veganer bitten sich den Kindern gegenüber nicht negativ zu äußern über Veganer. Das finde ich das schwierigste

Und wir haben eine Regel: Wenn wir ausserhalb unserer 4 Wände sind, dann sind wir nicht so streng mit der veganen Ernährung. Im Urlaub oder auf einer Feier empfinde ich es sehr schwer dem veganen treu zu bleiben, weil es sehr oft keine Alternative gibt.

So. Schluß jetzt! Willkommen und viel Spaß hier im Forum!!!! :heart:



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08.02.2020, 09:50 Uhr
Hallo MV,

wenn Deine Kinder Fleisch lieben, werden ihnen wahrscheinlich auch Soja Big Steaks schmecken, das ist Trockenware und deshalb nicht in Plastik verpackt. Bei Gemüse muss man rumprobieren, viele Kinder (und auch Männer) mögen Ofengemüse oder panierte Gemüsescheiben. Wenn ein Kind nach einem Gemüse Bauchweh bekommen hat, ist es normal, dass es das nicht mehr essen mag. Dann kann man besser verträgliches Gemüse probieren lassen.


Viel Spaß
Chrissie
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08.02.2020, 11:02 Uhr
Ich glaube mal gelesen zu haben, dass die vegane Ernährung der Umwelt mehr nützt, als das Einsparen von Plastik. Unterm Strich macht man es so also "mehr richtig". Dazu kommt, dass man keine grausame Tierquälerei mehr unterstützt.
Wenn bald noch deutlich mehr Leute vegan werden, wird das Angebot größer und die Verpackungsauswahl passt sich dadurch auch an.
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08.02.2020, 11:38 Uhr
Es reicht, wenn man sich klar dafür entscheidet, keine völlig unschuldigen Tiere mehr quälen und töten zu wollen.


Der Rest kommt dann automatisch - genau wie bei der Entscheidung, den eigenen ökologischen Fußabdruck bei Plastik und Co zu verringern.


Es ist ganz klar eine bewusste Willensentscheidung. Die allerdings muss jeder Mensch für sich selbst treffen.

Meine Lieblingswerbebotschaften sind seit langer Zeit:
"Entdecke die Möglichkeiten!"
und dann:
"Just do it!"

Wünsche Dir und Deiner Familie viel Erfolg.
1x bearbeitet

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10.02.2020, 20:03 Uhr
Zitat TaLaLe:Der Nachteil an der veganen Ernährung ist der Müll. Da ist nix mit Frischetheke. Egal ob du Tofu oder Milchalternative kaufst.


Zitat Lenshar:
Wenn bald noch deutlich mehr Leute vegan werden, wird das Angebot größer und die Verpackungsauswahl passt sich dadurch auch an.

In manchen Asialäden kann man wohl auch unverpackten Tofu bekommen. Und Voelkel bietet seit neuestem Hafermilch in Mehrwegflaschen an (bei uns macht der Unverpackt-Laden Werbung dafür, aber in Bioläden wird das sicher auch angeboten).
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10.02.2020, 20:15 Uhr
Einkauf:
Ich komme auf einer kleinen Stadt und umgeben von ländlicher Region, da ist weder bio noch unverpackt laden...

Besser vegan mit Plastik?
Man sollte dabei aber nicht vergessen, dass Plastik im Körper gefährlich ist, die Hormone verändert und mir und meinen Kindern schadet...
Daher vegan bei uns nur wenn auch Plastikfrei.
Habt ihr Ideen wo man noch an Zutaten ohne Plastik ran kommt?
1x bearbeitet

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10.02.2020, 20:26 Uhr
Bekommst Du denn konventionell unverpackt? Wenn Dir das lieber ist, wäre das vielleicht eine Option. Ich persönlich lege viel Wert auf bio und lasse mir daher auch oft etwas schicken. Wochenmarkt ist auch meist schwierig, da er bei uns Freitag morgen ist und da "Otto Normalfrau" arbeitet.
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11.02.2020, 07:15 Uhr
Wir haben uns auch durch das recht große Sortiment an Aufstrichen gefuttert um die für uns schmackhaftesten zu finden. Die sind im Glas.

Wir hatten auch ein Probe Abo für eine Gemüsekiste, war aber für uns nicht das richtige. Ich denke wenn wir nur noch zu 2. sind passt das eher. Generell finde ich das schon gut!

Milch und Käse kann man auch selber machen- ich vermute aber dass dir dazu die Zeit fehlt.
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11.02.2020, 19:09 Uhr
Also meine Gemüse-Obst-Brot-Kiste stelle ich mir ganz nach meinen Wünschen in den Mengen, die ich benötige, zusammen. Im Normalfall kommt alles mit Papier verpackt. Lediglich die Karotten und der Feldsalat waren in einer Tüte.
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