Ich noch nicht - aber meine Tochter

Erstellt 24.01.2018, 17:11 Uhr, von Pelikan. Kategorie: Neu hier. 6 Antworten.

Ich noch nicht - aber meine Tochter
24.01.2018, 17:11 Uhr
Als Mutter, habe ich manchmal soooo viele Fragen.
Daher freue ich mich auf den Austausch mit Euch -
und klärende Antworten zu erhalten.
1x bearbeitet

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Hi,

was hältst Du davon? :star:

LG!
24.01.2018, 17:21 Uhr
Dann herzlich willkommen. Wie alt ist deine Tochter denn?
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24.01.2018, 19:34 Uhr
Willkommen :wink:
Du kannst uns natürlich jede Menge Fragen stellen.
Kilian bietet hier auch einen Anfängerkurs an,damit nichts schief läuft und vor allem die Ernährung vollwertig ist.
http://www.vegan-werden.de/
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25.01.2018, 05:23 Uhr
Ich habe zur Zeit eigentlich 2 Anliegen. Na, dann probiere ich es einfach mal. Dazu muss ich im "Zeitraffer" ein paar Punkte erklären:
Meine Tochter ist fast 17. 2011 (da war sie 10) bekam sie die Diagnose Zöliakie. Streng glutenfrei ernähren. Umstellung haben wir beide (alleinerziehend) gut gemeistert. Eine Art Ausgrenzung sollte es nicht geben. Wir haben ganz schnell alle Nahrung so gemacht - eben ohne Gluten.
Backen, Kochen, Süßes...neue Rezepte und lecker gegessen !!! Wie man sich wohl in der "Außenwelt" fühlt - nicht ausgegrenzt zu werden, hat meine Tochter (z.B. in der Schule) alleine fühlen müssen. Keine Pizza, Pommes und Eis mit Freunden. Sehr schnell muss man den Verzicht und Disziplin lernen ! Darin kann eine wahre Größe entstehen oder ein "Wahn". Als dann Heidi Klumm mit ihren Mädels zeigte, wie erfolgreich man mit einer Figur sein kann haben wir eine Wende erleben müssen. Durch welche starken Einflüsse (Schule, Freunde, TV, meine Berufstätigkeit) ich sie "verloren" habe, ist nicht mehr wirklich greifbar/erklärbar. Das sind nur Spekulationen/Vermutungen. Den Kopf einer 14/15-jährigen kann man nicht wirklich erklären.
Sie aß nicht mehr. Der Verzicht war in einen Wahn umgeschlagen. Meine Beobachtungen wollte ich erst gar nicht Glauben schenken und ich dachte, Phase 1749 geht bald vorbei aber ich musste realisieren und was tun. Die "Außenwelt" nam mich nur schwer ins Boot. "Man" war sich nicht sicher, ob das was gerade "ablief" mir alle hatten schwere Gedanken. Die ganze Zeit ging ich in der Familie (Oma/Opa) sehr offen damit um. Der Kontakt zum Papa ist schwierig)
Ich knallte es (bei einer mir möglichen ärztlichen Untersuchung) auf den Tisch und ließ die Bombe platzen - zwar sehr schnell ! Das war mein Glück. Denn viel Zeit hatten wir nicht mehr um das Ruder rumzureißen. Mit 40 kg ließ ich meine Tochter ins Krankenhaus einweisen. Sie war bereits nicht mehr "für das Thema" ansprechbar. Sie beharrte auf ihrem "Weg" bleiben zu müssen und das richtige für sich zu tun. Die Nuss musste geknackt werden. Das war eine erniedrigend Zeit, in der ich der Mitwisserschaft von der Unehrlichkeit der Patientin bezichtigt wurde... Kurzum: Klinik, Kampf und Liebe. Wieder zu Hause: Kontrolle und Liebe ! Wir sind
ein Team. (Unterbrechung: Ich schreibe weiter)
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25.01.2018, 07:20 Uhr
(Bin wieder da.)
Meine Tochter und ich sind ein Team bedeutet, ich bin ganz dicht bei Ihr und wir gehen gut miteinander um. Die Krise hat uns zusammengeschweißt. Ich rede jetzt von einer Eßstörung.
Die nächste Zeit ging es um Kalorien und Gewicht. Dann ging es um glutenfreie wertvolle Nahrungsmittel. Dann ging es um Nährstoffe, Superfood... über Smoothies zu B12 u.s.w. Aktuell kommt RAW dazu. Sie hatte sich also eine neue Freiheit geschaffen, ein Alleingang, verbunden (und in Kauf) genommen mit einer gesellschaftlichen Isolation. (Scheint mir das nur ???) "Verbündete findet sie bei div. Bloggerin auf Bali und Hawaii...(Heile Welt ???)
Bei uns zu Hause ist die Welt für sie jedenfalls noch i.O. Meine Tochter kocht und ich esse mit - vegan. Soweit-so-gut. Gewicht rauf - Gewicht runter aber sie ißt und macht leckeres (!) Essen - so viele neue Rezepte... "Draußen" ist der Alltag manchmal echt schwierig. Im Normalfall würde ich sagen: easy-going. Aber mit Blick auf unsere Schieflage, macht mich das nicht gerade super-entspannt. Ich wünschte es würde manchmal 5 gerade sein und meine Tochter kurzzeitig mal den Frosch schlucken, um in eine bessere Ausgangslage zu kommen.
Ich hätte gern ein paar mehr Kalorien, damit sie aus der Untergewichtszone kommt. Jedes kg bringt Stärke. Sooo viele Avocados kann man nicht essen.
Frage an Euch Veganer: Wer lässt Fette oder Öle weg ? Sind sie schlecht ?
Meine Tochter lässt es kategorisch weg, jetzt auch Kokosöl. Ist Öl nicht gut ? Ich sehe darin wieder ein Hauch "eingeschränktes Denken" Möchte mehr wissen.
2. Frage: Studienreise nach Weimar. Sind jemand die Örtlichkeiten bekannt ?
Freue mich auf Eurer Feedback.
1x bearbeitet

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25.01.2018, 09:32 Uhr
Hallo Pelikan,

in wie weit ist die "Untergewichtszone" denn faktisch begründet?

Mittlerweile wird ja beinahe jeder gesunde BMI in der Nähe der 17,5 Punkte-Marke schon von vielen als Untergewichtig wahrgenommen (u.a. durch die Wahrnehmungsverschiebung durch eine immer dicker werdenen Gesellschaft), während es meistenes aber eben kein Unter- sondern ein absolut gesundes Normalgewicht darstellt, auch wenn dies "gefühlt" von vielen Menschen (aus eigener Erfahrung besonders für Eltern und Großeltern) bereits als "Magersucht" deklariert wird..

Zitat Pelikan:Frage an Euch Veganer: Wer lässt Fette oder Öle weg ? Sind sie schlecht ?
Meine Tochter lässt es kategorisch weg, jetzt auch Kokosöl. Ist Öl nicht gut ? Ich sehe darin wieder ein Hauch "eingeschränktes Denken" Möchte mehr wissen.

Ich habe in der Vergangeneheit (bis zur Erreichung des Normalgewichts) ebenfalls komplett Öle weggelassen.

Dafür gibt es aus (ernährungs-)medizinischer Sicht auch einige gute Gründe, wie z.B.:
- Öle sind hochverarbeitete Lebensmittel aus welchen sämtliche "wertvolle" Teile der Plfanze entfernt wurden

- Öle sind leere Kalorien, welche zu 100% aus Fett bestehen

- Öle enthalten beinahe keine Vitamine und Mineralstoffe sowie kein Gramm Ballasstoffe

- Öle (mit Ausnahme von sehr wenigen) enthalten ein sehr schlechtes Omega 3 zu Omega 6 Verhältnis der Fettsäuren (und bei den Ausnhemen ist es trotzdem vollwertiger die Pflanze zu essen, z.B. Leinsamen anstatt Leinöl)

- Öle (bzw. ballaststofffreie Fette im Allgemeinen) verursachen das sog. "Blood-Sludging"[*1], welches zu Müdigkeit und Schwäche führt sowie (im fortgeschrittenen Alter) Hauptauslöser für Herzprobleme (bis hin zum Herzinfakt) ist


Mittlerweile benutze ich jedoch wieder (mehr oder weniger) Öle für Kurzgebratenes, da ich nicht mehr mit beschichtetem Kochgeschirr kochen möchte.
Alternative Garmethoden oder asiatische Stir-Fry-Saucen (inkl- Pflaumenmus) funktionieren hier leider auch nur bis zu einem bestimmten Punkt. ;)

Koskosöl macht hier ebenfalls keinen großen Unterschied.
Ernährungstechnisch betrachtet, bietet Kokosöl nicht einmal einen größeren Nährwert, als fritierte Pommes bei McDonalds[*2].

Grüße,
Falk

[*1] https://www.youtube.com/watch?v=t7U_IJPXwqE
[*2] https://www.vegpool.de/forum/vegan-gesundheit/was-soll-das-mit-dem-kokosoel-1.html Beitrag 6
5x bearbeitet

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25.01.2018, 11:53 Uhr
Hallo Pelikan,

ich finde es toll, wie du deine Tochter unterstützt.

Bekommt ihr dann vor Ort noch Unterstützung von einem Psychologen o.ä.?


Öle sind keine vollwertigen Lebensmittel, wie Nefasu schon sehr gut beschrieben hat.

Wie steht sie denn zu Nüssen, Oliven, Avocado? Also Fette in vollwertigen Lebensmittel?


Bezüglich Weimar kannst du mal auf happycow.net und vanilla-bean.com suchen.


Liebe Grüße
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