Neu hier - Austausch gesucht

Erstellt 06.04.2016, 13:20 Uhr, von Yahema. Kategorie: Neu hier. 16 Antworten.

Neu hier - Austausch gesucht
06.04.2016, 13:20 Uhr
Hallo ihr Lieben :wink:

wie gesagt, ich bin ganz neu hier im Forum und auch noch ganz frische Vegetarierin mit veganer Ambition :D

So jetzt zu mir, ich ernähre mich erst seit Anfang des Jahres vegetarisch, das aber sehr konsequent.
Jetzt möchte ich nach und nach auf vegan umstellen - allerdings ohne Krampf und ohne Kampf.

Ich bin 23 Jahre alt und Studentin. Lebe mit meinem Hausmannskost liebenden Freund zusammen und meinem Tierschutzhund "Murphy".

Hier im Forum habe ich mich angemeldet um Gleichgesinnte zu finden, Ideen auszutauschen, und Hilfe bei Problemen zu erhalten :-)

Davon hab ich leider auch schon ein paar...
Mein Freund hat das vegetarische eigentlich ganz gut akzeptiert, er bekommt ja auch weiterhin sein Fleisch gekocht, manchmal muss er aber eben auch mal ein fleischloses Gericht mitessen.
Mit dem veganen hat er allerdings auch ein Problem - die typischen Vorurteile eben :rolleyes:
Er denkt irgendwie, dass ich mich jetzt deswegen total verändere und wir nichts mehr zusammen machen können und ich mich in ne Lauchstange verwandle... Ökotussi^^

Meine Familie ist aber das Hauptproblem... Die wissen auch noch nichts davon, dass ich mich vegetarisch-vegan ernähre.
Aber bereits auf Andeutungen wurde mit blanker Wut und Verachtung reagiert :-(
Meine Familie, besonders Vater und Großeltern halten das für krank und sehen es als Beleidigung, wenn ich mich anders verhalte als sie (betrifft nicht nur das Essen).
Dazu gesagt werden muss wahrscheinlich noch, dass ich sehr lange eine Essstörung hatte...

Vegan möchte ich mich aber ernähren, weil ich es nicht verantworten will und kann, dass für mich Tiere leiden müssen!
Als ich noch zuhause gewohnt habe, hat es mir meine Familie schon verboten und ich habe Angst wieder eine solche Ablehnung zu erfahren...

So jetzt genug gejammert!


Ich hoffe einfach hier ein paar nette Leute zu finden, die die vegane Lebensweise toll finden :D
(und mir vielleicht schon ein paar Tipps geben können :angel: )


Ganz liebe Grüße an euch alle!
Eure Yahema
1x bearbeitet

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Hi,

was hältst Du davon? :star:

LG!
06.04.2016, 13:43 Uhr
Hallo liebe Yahema,


das hört sich ja nicht so dolle an, also das mit dem Umfeld. Wie du damit umgehen kannst hängt denke ich von deinem Charakter ab, wie du so bist und tickst.
Ich bin eher die Dampfwalze, ich stelle mich hin und sage: So und so ist es, wenn es dir nicht passt: da ist die Tür! Wenn du dich beschweren willst: Sags mir ins Gesicht und lebe mit den Konsequenzen! Wem es nicht passt, wer und wie ich bin, der kann mich mal an meinem Pummela.. ich glaube habe meinen Standpunkt klar gemacht ;)


Das ist natürlich für sonst niemanden eine Handlungsanweisung. Also frag dich: wie will ich damit umgehen? Wie kann ich damit umgehen? Wie sehr belastet es mich? Wenn du dich zu sehr unter Druck gesetzt fühlst und auch mit den Nachwirkungen deiner Essstörung haderst: Erzähl es nicht oder warte einfach eine Zeit ab, bis du vielleicht besser mit dem Druck leben kannst.
Alternative: Weich dem Problem aus, bist du damit umgehen kannst. Ich finde es vor allem bei engstirnigen Leuten völlig legitim, sie mit einer Lüge abzuspeisen^^ Vorschlag: Ich mache Diät und esse deswegen kein Fleisch, was bei den meisten Leuten auf Zustimmung stößt, und, ach ja, laktoseintolerant bin ich auch noch, also leider keine Magermilch für mich, tut mir leid! Und das ganze Cholesterin in den Eiern, hui, da hat mir mein Arzt von abgeraten. Fisch? Weißt du, wieviel Quecksilber in den Dingern ist? Und das ganze Fett! Das sind alles Dinge, die Leute so akzeptieren und nervige Diskussionen gar nicht erst aufkommen.


Zu Essstörung würde ich, als Laie, erstmal sagen, dass du, je nach Auswirkung, das mit dem vegan sein erstmal überlegen solltest? Ich will dir jetzt nichts schlechtreden, aber wenn dein Körper oder deine Psyche noch mit Nachwirkungen zu kämpfen hat, dann würde ich essenstechnische Veränderungen erstmal langsam angehen und vieleicht mit professioneller Begleitung wie bei Ernährungsberatern oder so. Bringt ja nichts, wenn es dir am Ende nicht gut tut!


Generell würde ich sagen: achte auf dich, was dir gut tut, was du schaffen kannst, was du möchtest.


Vielleicht findest du ja an deiner Uni gleichgesinnte? In den Sozialwissenschaften und in der Unipolitik laufen, zumindest meiner Erfahrung nach, viele Veganer oder Vegetarier rum, alles nette Menschen.


Liebe Grüße
und immer die Ohren steif halten

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06.04.2016, 15:28 Uhr
Hey du ökotussi :happy: :D
Willkommen bei uns!
Find das gut wie Du das machst! Ganz cool vegan werden. Vorurteile sind ja nichts anderes als VOR-URTEILE. Kann man nix gegen machen. Leb einfach vegan und mach dein Ding!
Bin auch manchmal eine Dampfwalze. Aber meistens ignorier ich blöde Kommentare bloß. Die wollen ja dass man sich aufregt... weil dann ist man ja ein radikal Veganer und sie haben recht. ;)
LG
FLO
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06.04.2016, 15:44 Uhr
Hallo Yahema,

das mit den Eltern kenne ich leider zu gut! Kaum macht man eine kleine Bemerkung in diese Richtung, werden sofort die Geschütze aufgefahren und alles schlecht gemacht. Nicht einmal ausreden lassen die einen!
Momentan schweigt man gerade über das Thema, nachdem ich mich letze Woche "geoutet" habe.

Und zu der Essstörung:
Da muss ich leider auch eine kleine Beichte ablegen: Ich hatte/habe (je wie man es sieht) auch eine Essstörung (gehabt). Ja es ist raus, eigentlich wollte ich es nicht sagen, aber irgendwann wird es wohl rauskommen. Ich hatte Angst vor den ganzen Vorwürfen im Forum (da kannte ich euch alle noch nicht) wie "Du willst dadurch eh nur abnehmen!" etc...
Aber ich muss sagen: Der Umstieg hat mir sehr geholfen und unterstützt mich zu einem normalen Leben! Er hilft mir immer noch! Meine Eltern glauben es zwar nicht aber naja...
Falls dir etwas wegen der Essstörung und dem Vegan auf dem Herzen liegt und es nicht im Forum schreiben möchtest, kannst du mir gerne per Privatnachricht schreiben! Das kann ich dir anbieten.

Versuche deinen Weg zu gehen und mal auf dich zu hören! Wenn du keine Lust auf Ausreden hast, dann sag ihnen die Wahrheit, was DU denkst!

LG Selayn
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06.04.2016, 16:20 Uhr
Hallo Selayn,
niemand hat irgendein Recht Dich zu verurteilen. Und ich glaube das tut auch keiner hier :!:
Eine Essstörung sucht man sich nicht aus. Und auch Psychologen lehnen eine vegane Ernährung bei Essstörungen nicht grundsätzlich ab, wenn sie einem gut tut und die Essstörung nicht verschärft. Essstörungen haben ja eher seelische Ursachen und sind ein Symptom.
Andererseits kann sich eine Essstörung auch in einer übermäßigen Beschäftigung mit Veganismus äußern (auch dann wieder als Symptom).
https://www.vegpool.de/magazin/veganismus-essstoerung.html
Viele Grüße
Kilian
1x bearbeitet

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06.04.2016, 16:44 Uhr
Verurteilen wollte ich wirklich nicht, ich hab nur gemeint, was Kilian jetzt geschrieben hat, es kann ja auch die Symptome schlimmer machen, indem es einen wieder in die Beschäftigung mit Essen reinbringt und das tut ja auch nicht gut.
Ess-gestört bin ich wahrscheinlich auch, weil ich nie ein entspanntes Verhältnis zu Essen haben konnte. Ich war immer die dickste, überall, und jeder Bissen ist immer noch mit vielen Gedanken belegt, weil mein gesamtes Umfeld versucht hat, mein Essverhalten zu kontrollieren. Bei mir hat es nie zu einer Magersucht geführt, also bin ich rein klinisch Ess-gesund, aber entspannt einfach essen ist bei mir nicht drin. Ich verurteile sicher niemanden in der Hinsicht
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06.04.2016, 16:54 Uhr
Hallo Pummelchen!

Das du jemanden verurteilst habe ich nie gedacht! Ich weiß, was manche meinen. Nur ich hatte eben die Angst, als ich neu dazugekommen bin, dass mich jemand verurteilt und ich sofort den Ruf als "essgestört" erhalte. Das wollte und will ich nicht!

Eine Essstörung heißt nicht sofort Magersucht. Es gibt Binge-Eating, da essen Menschen viel zu viel, weil sie sich zB dadruch getröst fuhlen oder kein Hungergefühl bekommen, aber brechen es im Gegensatz zu Bulimie nicht aus. Diese Leute sind dann stark übergewichtig.
Auch Normalgewichtige können eine Essstörung haben, in dem sie dieselben Symptome wie bei Magersucht haben, aber nicht untergewichtig sind. Sie beschäftigen sich genauso lange mit dem Essverhalten und man wird es auch nicht als normal empfinden.
Was jetzt nur viel zu viel Aufmerksam auf gesunde Ernährung kommt ist Orthorexia nervosa, ein krankhaftes Gesund-Essen. Die Person konzentriert sich nur auf gesunde Ernährung und rechnet stundenlang Nährstoffe aus. Dieses Bild kam im Bericht vor!

LG Selayn

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06.04.2016, 17:06 Uhr
Nach der Liste im Artikel bin ich tatsächlich essgestört (gewesen), du meine Güte Oo Aber ich glaub nicht, dass hier jemand ernsthaft so einen Mist von sich geben und über Essstörungen herziehen würde. Und wenn, dann komm ich, die Dampfwalze
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06.04.2016, 17:56 Uhr
Hi Yahema :wink:

:heart: -lich Willkommen im Forum ;)
Auf einen guten Austausch !
Dein Problem kennt sicherlich jeder bloß in abgewandelter Form, oder mit anderen Personen :-)

Mal eine prinzipielle Frage bei euch allen,
sind/waren eure Esstörungen diagnostiziert vom Arzt
oder selbstdiagnostiziert/beobachtet?

Wenn ich die Kriterien so anschaue dann hat/hatte wohl, mit mir
eingeschlossen, die Hälfte meiner Familie eine Art Essstörung...
Ich finde man hat mittlerweile eine zu starre Vorstellung von "normal" und alles
davon abweichende ist unnormal bzw. gestört.


Meiner Meinung nach ist das Wort Essstörung zu hart, da kommt irgendwie ganz sachte "geistesgestört" rüber.
"Essproblematik" wäre angebrachter und schonender für die Betroffen und bei weitem nicht so dramatisch (auch wenn es das manchmal für Betroffene ist).
1x bearbeitet

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06.04.2016, 19:25 Uhr
Danke euch allen für die liebe Aufnahme :)

Ich hab mich in keinster Weise verurteilt gefühlt ;)

So zu der Essstörungsfrage, ich denke auch heute wird alles viel zu eng gesehen, bzw mittlerweile ist es irgendwie son Standardthema geworden^^

Ich selbst bin/war seit 9 Jahren essgestört - damals restriktiv anorektisch und ja das wurde diagnostiziert... Bei nem bmi von 13 war das auch "offensichtlich"...
Dann wurds ne bulimische Anorexie...
Mittlerweile habe ich über 15 kg zugenommen, bin immer noch in Therapie und habe manchmal noch leichte Rückfälle :( - in beide Richtungen...

Aber vegetarisch-vegan hilft mir total - ich habe banal gesagt eben nicht mehr ein doppelt schlechtes Gewissen :)

Aber ich hoffe, dass ich jetzt nicht über die Essstörung definiert werde oder so...

Ich hab vor auf mich aufzupassen und bin auch was das vegan angeht mit meiner Therapeutin in Kontakt und sie findet, dass es ein toller Schritt von mir ist :angel:

LG
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