Kaninchen hat schief zusammen gewachsenes Bein (traurige Geschichte)

Erstellt 23.02.2020, von PuschelQueen. Kategorie: Tierschutz & Tierrechte. 13 Antworten.

Kaninchen hat schief zusammen gewachsenes Bein (traurige Geschichte)
23.02.2020
Hallo ihr Lieben,

Es tut mir leid, aber ich muss das einfach irgendwo los werden. Es quält mich gerade so sehr und ich fühle mich gerade einfach zum Heulen zumute.

Erst mal der Hintergrund:

L. und M. sind Rhön-Zwergkaninchen Geschwister. Ich habe sie seit 8 Jahren und (leider) in einem Zoogeschäft mal gekauft. Das ist schon sehr lange her und mittlerweile würde ich wohl einen anderen Weg gehen. M. war schon immer sehr eigen, etwas aufmüpfig, aber ansonsten sehr lieb, während L. eher die Schüchterne und Ruhigere von beiden war. Als Baby war sie auch noch deutlich fülliger und sagen wir: Gut gebaut. Sie hatte was dran. Im Laufe ihres Alters hat sie natürlich immer mehr abgebaut.

Jetzt entsteht die eigentliche traurige Geschichte: Ihre Schwester M. hatte einen Schnupfen bekommen. Kein Impfen. Ihr ging es super danach. Nie wieder Schnupfen. L. wurde angesteckt und hatte einen Schnupfen. Der Tierarzt beschloss ihr ein Medikament zu geben was offenbar einen chronischen Schnupfen auslöste. Den hat sie bis heute noch. Zwischendurch mussten wir ihr beim Po putzen helfen da sie dazu alleine nicht in der Lage war.

Das hat sich zwischendurch auch wieder stabilisiert. Tja... und jetzt kommt ein ganz dummer Fall der sprichwörtlich alles ins Rollen brachte (was so gar nicht gut war). Ihr Hinterlauf war gebrochen. Ab zum TA. Dieser neigt leider oft zum "Sofort einschläfern". In dem Fall war OP noch die Option. Zum Glück hatten wir uns für Klinik 2 entschieden die nicht nur das große Geld wollten. Die hatten sich L. angeschaut und gesagt: 1-wöchige Trennung. Beinchen schonen. Schmerzmittel.

Gesagt, getan. Das Bein wuchs normal zusammen.

Doch … ja... ich kämpfe gerade mit mir da mir das einfach in der Seele weh tut: Der 2. Bruch. Ihr Vorderpfötchen hatte es erwischt. Selbe Methode erneut. Schief zusammen gewachsen. Mittlerweile humpelt sie. Das Problem ist sie liebt ihre Schwester. Als sie mal für 1 Woche getrennt waren hatte sie fast das Gitter auseinander gebrochen da sie UNBEDINGT zu ihr wollte. Vorschlag von TA: Lebenslang trennen. Vlt. auch in getrennten Gehegen.

Und ich kenne L. Das würde sie glaub ich nicht mehr verkraften. Sie ist 8 Jahre alt und kann ohne ihre Schwester nicht. Ich weiß nicht was ich tun soll. Wir werden sie wohl vorerst trennen und ihr auch nochmal Schmerzmittel geben. Leider wird ihr Beinchen nie wieder so wie früher. Zudem ist eine OP unmöglich da sie (durch ihr Alter und die dünnen Knochen) in jedem Fall sterben würde.

Doch ich glaube das muss ich euch nicht sagen:

Sie WILL leben. Sie mampft begeistert ihr Gemüse, wäre schönes Wetter würde sie in der Sonne liegen, sie wälzt sich (was Zufriedenheit ja auch ausdrückt bei Kaninchen) und sieht nicht so danach aus als würde sie sterben wollen. Und ja... ich weiß... Kaninchen machen gerne auf stark, aber deswegen ihr das antun?

Wirklich lebenslang trennen?

Bitte helft mir... ich kann nicht mehr klar denken... könnte gerade in einem Meer aus Tränen schwimmen, aber ich bin gerade einfach nur in Trance und wünschte mir, dass es DEN Plan gäbe. Doch momentan sieht es so danach aus als gäbe es ihn nicht. :-(
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23.02.2020
Ich habe meine Sophie erst am Montag einschläfern lassen müssen (es tut mir jetzt noch weh), aber sie war zwischenzeitlich 14 Jahre alt. Für Zwergkaninchen ein wirklich biblisches Alter, doch jetzt ging es nicht. Sie hatte sich eine Augenentzündung zugezogen, wobei wir nicht wussten, ob es von dem Wind oder vom Oberkiefer kam. Vorletzte Woche waren wir noch bei der Tierärztin und haben versucht, ihr mittels einer Antibiotika-Salbe zu helfen. Doch zwischenzeitlich wurde sie so schwach und hatte keinerlei Lebenswille mehr. Gefressen hat sie auch nicht mehr. Es war das beste für sie. Ihre Gefährtin haben wir vor 2 Jahren ebenfalls einschläfern lassen müssen. Die beiden waren zunächst auch unzertrennlich, aber im Laufe der Jahren wurden sie so zickig, dass wir sie trennen mussten. Sie haben sich zwar immer noch gerochen und gehört, aber gemeinsam ging es nicht mehr. Versuch es doch einfach, sie zu trennen, aber so dass sie sich noch hören und riechen. Also bei uns hat es wirklich sehr lange funktioniert.


Wir werden uns jetzt kein Zwergkaninchen mehr anschaffen, da wir sie ursprünglich für die Mädels geholt haben und die beiden zwischenzeitlich aus dem Haus sind. Wie gesagt, die beiden hatten mit 12 und 14 Jahren wirklich biblische Alter und beiden ging es - auch wenn sie lange getrennt waren - gut.


Nachtrag: Solange sie fressen, geht es ihnen gut. Erst wenn sie dass Fressen stehen lassen (und das war bei unseren beiden der Fall) ist es wirklich kritisch.
1x bearbeitet

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23.02.2020
Oh, das ist schrecklich... Leider kann ich dazu nichts Konstruktives sagen, aber ich leide da sehr mit Dir...
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23.02.2020
Hallo Dana,

Oh nein. Du hast mein tiefstes Mitgefühl. Ich musste schon zu viele Ninchen gehen lassen und weiß wie schwer so etwas ist. Das stimmt allerdings. Mein ältestes Zwergkaninchen ist im Alter von 15 Jahren an Altersschwäche verstorben. Und das obwohl sie von der Gruppe getrennt, von den Kameraden verprügelt wurde, hatte sie am längsten überlebt. War wirklich eine tapfere Maus und tatsächlich auch ein biblisches Alter für ein Zwergkaninchen. Fühl dich ganz stark gedrückt. Ich kann dich so gut verstehen. :heart:

Wow, das finde ich doch beeindruckend. Bei uns war es so, dass wir jeweils zwei Pärchen in der Gruppe hatte (ist schon ewig her, glaube ca. 12-13 Jahre): Ein Albinokaninchen und ein Teddykaninchen, dann noch die zwei Zwergkaninchen (Chinchilla-Farben) und halt Klopfer, die jedoch ein Einzelgänger wurde da sie halt von der Gruppe verstoßen wurde. Die Kaninchen sind leider alle im selben Jahr verstorben. Erst verstarb das eine, dann zog das andere hinterher. Beim Chinchilla-Paar war es ebenso. Deswegen finde ich es krass, dass das andere Kaninchen von dir so lange ohne Partner weiter gelebt hat. Denn die meisten Kaninchen sind da ja echt Partner/Freunde fürs Leben. Sie muss echt ein starkes Zwergkaninchen gewesen sein.

Uff... das könnte ich jetzt noch gar nicht sagen da L. und M. ja noch leben. Über so was will ich noch gar nicht nachdenken. :-( Ich hoffe ja immer noch, dass sie noch ihre Rentnerjährchen haben. Man kanns zumindest hoffen.

Nun zu deiner Antwort:

Ja, sie frisst noch. Macht Männchen, hoppelt herum, usw. Also Lebenswille ist 100% noch vorhanden. Da wäre für mich Einschläfern auch absolute Tierquälerei und ein Unding. Man würde ja keinen lebensbejahenden behinderten Menschen einschläfern (da sickert doch meine vegane Einstellung durch).


Ich denke wir werden sie morgen voneinander trennen. Muss ohnehin wieder das Gehege ausmisten. Da passt sich das ganz gut. Dann kann ich die Trennwand/Gitter zum Schnuppern einbauen. Das hatten sie ja beim letzten Mal auch. Zum Glück ist morgen das Schmerzmittel da es uns leider ausgegangen ist. Jetzt hoffe ich einfach, dass das alles reibungslos läuft.

Danke für die schnelle Antwort.

Hatte vorhin einen kleinen Nervenzusammenbruch (hatte 3 Stunden lang einen dicken Kloß im Hals durchs Grübeln) und bin froh wieder etwas klarer im Kopf zu sein.

@PeeBee: Danke. Das ist überhaupt nicht schlimm. Ich denke die Lösung liegt auf der Hand, aber es tut so gut nicht alleine zu sein. Euer Mitgefühl hilft mir auch schon sehr. Hatte vorhin auch das Problem nicht zu wissen mit wem ich reden sollte. Und ich habe das Bauchgefühl, dass das für meine Maus am Besten ist.

Danke... das kann ich grade nicht oft genug sagen. :heart:

@Dana: Ich hoffe du schaffst es ihren Tod gut zu verarbeiten. Auch wenn es wohl vom Alter nicht vergleichbar ist, aber mir ist letztes Jahr mein Teddyhamster verstorben (viel zu früh obwohl er gesund und munter war) und das hat mir auch das Herz gebrochen. Fühl dich gedrückt. Ich hoffe ich bin in kein Fettnäpfchen getreten. Bin aktuell noch etwas wirr im Kopf und tu mir generell schwer die richtigen Worte zu finden. :crazy:
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23.02.2020
Ich versteh das jetzt nicht ganz? Das andere Kaninchen ist für die Knochenbrüche verantwortlich?
Ich würde es auch so machen. Zwar trennen, sollten sich aber noch hören und riechen (und sehen) können und falls du noch länger vor hast Kaninchen zu halten, wäre auch neue Gesellschaft ein Versuch wert.
Aber solange sie essen und vor allem trinken, kann es auch psychisch kein zu großer Stress sein, sonst stellen die das nämlich auch ein.


@Dana. Witzig, mein Kaninchen hieß auch Sophie. 🙂
1x bearbeitet

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23.02.2020
Das mit den Knochenbrüchen wissen wir leider nicht. Also wie es passiert ist.

Waren ja nicht live dabei. Es ist uns nur aufgefallen, dass sie gehumpelt hat am vorderen Bein.

Das andere war wohl ein Sturzunfall. Da wurde auch was getan. Aber den 2. Bruch können wir leider nicht erklären. :-/

Uff... hab bisher schlechte Erfahrung gemacht bei alten Kaninchen + neues Kaninchen. Weiß nicht mal ob L. überhaupt wen anders noch tolerieren würde zumal M. da sicher sehr eifersüchtig wäre. Da bin ich dann doch eher skeptisch. ^^"

Danke. Das beruhigt mich. Fressen tut sie nach wie vor. Hoffe, dass da die Trennung auch nichts dran ändert. Gerade beim Gemüse oder Obst (also Apfel) schmatzt und futtert sie munter vor sich hin. :angel:
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24.02.2020
Wenn es keinen Streit gab, weshalb die Knochen gebrochen sind, würde ich sie wieder zusammen tun. Ansonsten sollten Kaninchen auf Dauer nicht alleine leben. Ich habe viele gute Erfahrungen beim Zusammenführen von Kaninchen gemacht. Am Anfang fliegen die Fetzen, aber dann ist alles gut. Zu einem älteren Tier sollte man nur kein Baby oder sehr junges Nin setzen, da die noch sehr viele Flausen im Kopf haben.
Zum Einschläfern: Solange sie fressen, sollte das wirklich keine Option sein.
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01.03.2020
Leider mussten wir sie diesen Samstag einschläfern. Sie hatte anscheinend mehr als nur gebrochene Beine sondern auch eine spezielle Gelenk/Knochenkrankheit weswegen sie (durch einen tragischen Unfall) auf drei Beinen komplett gebrochen/gelähmt war. Ihr Verdauungstrakt hat auch nicht mehr funktioniert und dadurch konnte sie auch nicht mehr essen.

Einschläfern war die letzte Möglichkeit. Ich bin bis 3 Uhr morgens für sie da gewesen dann hat mich mein Partner mich zum Glück abgelöst so, dass ich noch 5h schlafen konnte bevor wir dann beim Tierarzt angerufen hatten.

Ihre Schwester konnte sich noch von ihr verabschieden. Momentan scheint es ihr noch gut zu gehen. Ob sie einen Partner braucht ist noch unklar da sie ja auch schon über 8 Jahre alt ist. Jedenfalls scheint es bisher noch zu gehen. Sie frisst, trinkt und auch so geht es ihr bisher so semi gut. Sie vermisst halt ihre Schwester, aber wir haben sie auch noch verabschieden lassen.

Mehr kann ich aktuell (in meiner Trauer) nicht dazu schreiben.

Zumindest hat sie jetzt keine Schmerzen mehr. :-(
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01.03.2020
Oh, das tut mir sehr Leid zu hören. 😔
Ich wünsch dir viel Kraft! :heart:
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01.03.2020
auch mein Mitgefühl. Loslassen und Abschiednehmen tut sehr weh. :heart: Gut, dass ihr verantwortungsvoll das Schicksal Eures Schützlings begleitet habt. Manchmal ist es das einzige, was wir noch tun können, tapfer sein und das Leid beenden. Aber man verliert ein geliebtes Familienmitglied. Alles Liebe :heart:
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