Glücklich sein.

Erstellt 03.08.2019, 19:09 Uhr, von Lenshar. Kategorie: Umwelt & Tiere. 70 Antworten.

Glücklich sein.
03.08.2019, 19:09 Uhr
Hallo!

Ich habe lange überlegt hier ein Beitrag zu schreiben und weiß noch immer nicht richtig wie ich es formulieren soll ..
Ich habe seit 15 Jahren das Problem, dass es mir auf diesem Planeten nie gut gehen kann, denn so lange so unendlich viele Tiere wegen meiner Spezies leiden müssen, so lange kann auch ich nicht glücklich sein.
Gerade mal 1% in unserer "zivilisierten" Welt sind Veganer, setzen sich mit den Problemen auseinander und versuchen etwas zu tun. 99 von 100 Menschen sind egoistisch und bequem und für mich ist dieses Verhalten bösartig.
Ich kann keine Freundschaften schließen, egal wo ich hinkomme, werde ich meistens sogar noch angefeindet.
Wie kommt ihr damit klar? Wie geht ihr mit nichtveganen Menschen um? Könnt ihr das ignorieren? Und wie erlebt ihr eure Umwelt und das ganze Tierleid?
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Hi,

was hältst Du davon? :star:

LG!
03.08.2019, 19:26 Uhr
Hallo Lenshar
erstmal herzlich willkommen hier im Forum :wink: !

Vielen von uns geht und ging es wahrscheinlich genauso wie Dir, dass man angefeindet oder nicht ernst genommen wird. Aber denke bitte daran, dass Du auch einmal Nichtveganer warst, auch wenn das schon sehr lange her ist. Wie hast Du damals über die Veganer oder Vegetarier gedacht ?

Ich bin nur froh, dass ich selbst mittlerweile größtenteils nicht mehr zu dem Tierleid beitrage(manchmal ein paar vegetarische Ausrutscher wenn es nicht anders geht), ab und zu nehme ich an Demos teil- wie am Tag der Milch am 1.6.19 in Ffm, oder klebe unterwegs beim Laufen irgendwelche Aufkleber an Laternenmaste etc. 8) .

Veg-Badge

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03.08.2019, 19:42 Uhr
Bei mir war es so, dass ich schon mit 12 Jahren gemerkt habe, dass Fleisch meist von leidenden Tieren kommt und dann zum Vegetarier wurde.
Veganer waren für mich immer sehr disziplinierte Menschen, von denen man was lernen kann. Ich habe tatsächlich niemals so jemanden angefeindet. Ich habe aber auch von niemandem gesagt bekommen, wieso man keine Milch oder Eier konsumieren soll. Als ich es vor einigen Jahren selbst herausfand, war ich sehr schockiert und habe den Konsum eingestellt. Hätte mich doch nur vorher jemand belehrt ..
Aber wie kommt man in so einer Welt zurecht? Ich kann und will bei meinen Mitmenschen über solch Grausamkeiten nicht hinweg sehen.
Außer hier online in einem Forum finde ich keine solchen Menschengruppen. Und ich bin Tiermedizinstudent, umso enttäuschender ist das.
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03.08.2019, 19:59 Uhr
Hallo Lenshar,

das verstehe ich sehr. Ich bin irgendwie so halbwegs darüber hinweggekommen. Mich macht es immer noch traurig und wütend, aber meistens finde ich wieder etwas das mich glücklich macht- zum Beispiel meine Tiere, denen es (denke ich) gut geht. Leider habe ich auch keine veganen (oder vegetarischen) Freunde. Ich glaube das würde mein Leben sehr bereichern.

Tiermedizin? Respekt, das war immer mein Traum. Leider habe ich ihn aufgegeben, der Schattenseite wegen. (Tierversuche, Schlachthauspraktika und ignorante Tierbesitzer als Beispiel) Aber das kommt dann wohl auch darauf an wo man genau später arbeitet :) . Wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg im Studium und wünsche dass du sehr, sehr vielen Tieren helfen kannst!

Viele Grüße :)

P.S. Aus welcher Region kommst du den? Gibt es dort nicht vielleicht eine Tierrechtsorganisation bei der du mal zu einem Treffen gehen könntest? Habe ich mir zum Beispiel mal vorgenommen, man muss ja nicht direkt die wildesten Sachen mitmachen. Einfach zum Kontakte knüpfen :D .

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03.08.2019, 21:38 Uhr
Hallo Lenshar,

Zitat Lenshar:99 von 100 Menschen sind egoistisch und bequem und für mich ist dieses Verhalten bösartig

Für mich klingt das schon stark nach einer Ausprägung von Misantrophismus.

Leider wird dieses Störungsbild nicht von den gängigen Krankenkassen anerkannt, sodass die Kosten einer eventuellen Therapie wahrscheinlich nicht übernommen würden.

Wenn du trotzdem Interesse daran hast, dieses selbstschädigende Verhalten abzulegen empfehle ich dir dich an deinen Hausarzt bzgl. einer geeigneten Psychotherapie zu wenden.

Ansonsten findest du den ein oder anderen Ansatzpunkt auf deine Fragen auch in diesem aktuellen Thema:
https://www.vegpool.de/forum/vegan-allgemein/hilfe-meine-eltern-essen-in-meiner-gegenwart-fleisch-1.html

Liebe Grüße,
Falk
2x bearbeitet

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03.08.2019, 22:24 Uhr
Nabend!
@Nefasu, Du meinst das ernst?????
Dann bin ich auch ein Fall f.d. Psychiater!?
Weil mir die Ignoranz meines Umfelds auch gelegentlich extrem a.d. Geist geht!?!
Auch ich leide extrem mit den Tieren, und das findest Du behandlungsbedürftig?!?
Oder, bist Du so jemand, der für die eigene Gesundheit vegan lebt?
Dann kann ich Deine Antwort besser verstehen..
Ein Tier zu retten,verändert nicht die Welt,
aber die ganze Welt verändert sich für dieses Tier!

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03.08.2019, 22:35 Uhr
Hallo Lenshar
Herzlich willkommen hier im Forum!
Ich wünsche dir, dass du einen Weg findest, die Dinge zu ändern, die du ändern kannst - und mit den Rest klarzukommen. Mitleid allein verändert ja auch nichts und wenn du schon vegan lebst, musst du dir auch nicht jedes übel ansehen
https://www.vegpool.de/magazin/mitgefuehl-statt-mitleid.html

@falk: etwas mehr Feingefühl hätte ich dir einen neuen Nutzer gegenüber schon zugetraut. Ferndiagnosen aufgrund der Faktenlage sind nix wert.
Dir gefällt Vegpool? Werde Supporter: https://steadyhq.com/de/vegpool
Schon mit einmalig 5 Euro kannst du etwas zurück geben.

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03.08.2019, 22:36 Uhr
Hallo Lenshar,
mir geht es genau wie Dir!
Bin auch sehr tierlieb, und deshalb eigentlich glücklicher Veganer.
Ja, glücklich, da befreit von diesem komischen Zwang, der mir auch anerzogen wurde.
Nur, ich habe in meinem Umfeld auch niemanden, der es so sieht, wie wir :|
Zwar schon tierliebe Leute, die z.B. ihre Katzen, od. sonst was verhätscheln, aber von
all dem anderen wollen sie nichts wissen wollen.
Und wehe, ich sage nur einen Satz zu viel, schon "missioniere" ich, heißt: ich soll jetzt
aber schnellstens die Klappe halten :x :
Hier gibt es aber wenigstens schon Leute, die Dich gut verstehen!
Herzlich willkommen!
LG,Layla
Ein Tier zu retten,verändert nicht die Welt,
aber die ganze Welt verändert sich für dieses Tier!

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03.08.2019, 23:26 Uhr
@ Spock:
Tiermedizin hat wirklich seine Schattenseiten, die Praktika sind die Hölle, die Tierbesitzer oft schrecklich. Ich hoffe, ich kann einigen Leuten dennoch gut zu reden und später vielleicht auch im Tierschutz arbeiten, momentan bin ich dafür zu sensibel. :(
Zur Zeit wohne ich in Gießen, da gibt es leider nicht wirklich viele Organisationen oder ich hab sie noch nicht entdeckt.

@ Nefasu:
Ich bin bereits in der zweiten langjährigen Therapie, ich weiß Hilfe schon anzunehmen. Bei mir wurde bisher noch kein solches Störungsbild diagnostiziert, aber danke für deine Expertenmeinung.
Ich habe meine Zahlen (99 von 100) auch nicht meinem Gefühl zugeordnet, sondern das sind die tatsächlichen Fakten. Dass das für mich bösartig ist, kann ich auch begründen: Jeder muss bei sich selbst anfangen und unter jedem Kassenzettel ist auch ein Stimmzettel versteckt. Jemand, der für Tierquälerei stimmt, weil es ihm gerade so gut schmeckt oder es ein bisschen Anstrengung erfordert etwas zu ändern, ist für mich kein guter Mensch. Das ist plausibel und legitim und mit keiner psychischen Störung gleichzusetzen. Danke.

@ Layla-Eve: Danke für deine unterstützenden Worte, das tut wirklich gut sowas zu hören. :)
1x bearbeitet

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04.08.2019, 01:10 Uhr
Hallo und willkommen auch von mir :wink:

Ich kann dich auch sehr gut verstehen und ich Zweifel manchmal auch arg an der Menschheit. Aber ich Versuche mich auf die positiven Dinge zu konzentrieren.
Das Lidl und Aldi vegane Burger anbieten werden, das es immer mehr Menschen Umdenken und oft schau ich mir einfach Vegane Youtuber an, die Kommentare sind manchmal echt rührend. Es passiert schon viel und daran sollten wir festhalten. :)


Willst du die Welt verändern, beginne bei dir selbst ❤️

1x bearbeitet

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