Petition: Frau Klöckner will die illegalen Kastenstände legalisieren

Erstellt 22.11.2019, 21:14 Uhr, von DaisyDuck. Kategorie: Umwelt & Tiere. 12 Antworten.

Petition: Frau Klöckner will die illegalen Kastenstände legalisieren
22.11.2019, 21:14 Uhr
Neue Petition von Vier Pfoten:
Ministerin Klöckner will das Leid der Sauen legalisieren – Der Bundesrat kann das jetzt noch stoppen!

https://help.four-paws.org/de-DE/lasst-die-sau-raus

Was bisher geschah:

https://www.vier-pfoten.de/kampagnen-themen/themen/schweine-haltung/kastenstand

Bitte unterschreiben und teilen, Danke !
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Hi,

was hältst Du davon? :star:

LG!
22.11.2019, 22:03 Uhr
Wenn ich schon den perversen Ausdruck " Zuchtsauen " lese geht mir der Hut hoch.
Das sind die Mütter von unseren Mitgeschöpfen !!!
Habe unterschrieben. :thumbup:
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23.11.2019, 07:24 Uhr
Mal ein "ganz doofe Frage": Bei diesen ganzen Petitionen, die man immer unterschreiben soll, hört man nie etwas von dem Ergebnis? Oder wo und wie finde ich, ob das ganze erfolgreich war. Geben die Organisationen da Rückmeldung oder muss ich mich selber durch den "Dschungel" der Informationen kämpfen? Wieviele Petitionen (über alle Bereiche) sind überhaupt erfolgreich? Bitte nicht gleich über mich herfallen, aber mich würde das echt mal interessieren.
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23.11.2019, 08:29 Uhr
Ich unterzeichne fast nur Petitionen von change.org, und wenn da beim "Unterschreiben" auf ein bestimmtes Kästchen klicke, werde ich über den Fortgang der Petitionen regelmässig informiert.

Aber warum sollte man über Dich herfallen? Ich finde das eine berechtigte Frage. Ich habe anfangs das eine oder andere Mal unterschrieben, wo ich nie wieder was drüber gehört habe. Da wurde ich auch skeptisch... Ich frage mich übrigens auch, ob diese Fülle an Petitionen überhaupt etwas bringt. Diese hier geht der Klöckner doch am Poppes vorbei...
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23.11.2019, 09:00 Uhr
Klar, ist die Frage berechtigt !
Ministerin Klöckner will die illegalen, weil schon immer zu kleinen, Kastenstände einfach durch eine Änderung der Verordnungstexte legalisieren. Dann müssen die Schweinezüchter keine Vergrößerungen/Verbesserungen vornehmen und alles bleibt wie bisher.
Aber was kann ich sonst tun, außer diese Petition zu unterschreiben ? ?

Wie PeeBee schrieb, besteht teilweise die Möglichkeit sich über den Fortgang der Petition informieren zu lassen.
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23.11.2019, 09:10 Uhr
Ja, klar, ich habe sie auch unterschrieben, Daisy. Vielleicht bin ich ja zu pessimistisch, aber ich glaube, den Politkern geht das wirklich irgendwo vorbei... Was ist denn hier aus dem Bienenvolksbegehren in Bayern geworden? Ein abgespecktes Gesetz, in dem sich jeder und niemand wirklich wiederfindet, und ein paar radikalisierte Bauern proben sogar dagegen den Aufstand. Den Bienen und Insekten jedenfalls ist damit NICHT geholfen. Und Söder steht als der "grüne" CSUler da, weil er es geschickt geschafft hat, nach anfänglich grosser Gegenwehr das abgespeckte Gesetz als seinen Erfolg zu verkaufen.
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23.11.2019, 10:53 Uhr
@Dana
es gibt ein paar Vereine, da kann man auch anklicken, ob man über den Fortschritt der Petitionen informiert werden will, Animal Equality, Das Tierschutzbüro , PETA, change.org( hat PeeBee ja schon erwähnt) Ansonsten hast Du schon recht, dass diese Frau sich darum nicht kümmern wird, für mich ist sie sowieso eine Marionette des Bauernverbandes, ebenso wie ihre Vorgänger.... :green:

@Daisy Duck
habe auch unterschrieben und hoffe, dass es etwas bringt! :D
@Smaragdgruen
ja dieser Ausdruck "Zuchtsauen" zeigt schon diese herabwürdigende Art der Agrarlobby ! :-(

lieben Gruß - und trotz aller traurigen Nachrichten- für Euch alle ein gutes Wochenende, vielleicht müssen wir ab und zu an die kleinen Erfolge denken, dass wir nicht allzu depressiv werden !
METTA


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23.11.2019, 13:17 Uhr
Zitat Dana: Wieviele Petitionen (über alle Bereiche) sind überhaupt erfolgreich?

Das ist eine sehr berechtigte Frage. Und die Antwort ist auch davon abhängig, wie man Erfolg bei einer Petition misst.
Man könnte z.B. sagen, eine Petition ist erfolgreich, wenn sich der Petitionsausschuss des Bundestags in einer öffentlichen Sitzung damit beschäftigt. Dies erreicht man, wenn die Petition innerhalb von 4 Wochen 50.000 oder mehr Mitzeichner erreicht, wobei das in entsprechender Form erfolgen muss (Papier oder offizielle Petitionsseite des Bundestags: https://epetitionen.bundestag.de/ )

Alle anderen Petitionen, die wir hier so fleißig unterschreiben, erfüllen nicht die förmlichen Voraussetzungen, um für den Bundestag rechtlich bindend zu sein. Sie haben meiner Meinung nach eher das Ziel, Lobby- und Aufklärungsarbeit zu leisten. Sofern dort nicht mal wirklich hohe Beteiligungen von mehreren Hunderttausend, besser mehr als eine Million Unterschriften erreicht wird, kann das von den Politikern tatsächlich problemlos ignoriert werden (absichtlich oder unabsichtlich). Bei wirklich hohen Beteiligungen wären die Politiker zwar ebenfalls nicht verpflichtet, sich an den Wunsch der Wähler zu halten, aber gut beraten es dennoch zu tun, sofern sie die Absicht haben wiedergewählt zu werden und nicht direkt in den gutbezahlten Lobbyistenjob zu wechseln.

Ich finde Petitionen der Vereine, die sich für Tierschutz, Tierrechte und die stärkere Verbreitung der veganen Lebensweise einsetzen, vor allem dann nützlich, wenn sie sich an Unternehmen richten, die schon zur Vermeidung negativer Schlagzeilen dann oftmals einlenken (wenn auch oft erst einmal nur mit Versprechungen für die ferne Zukunft). Folgt so ein Versprechen, wird der Petitionsersteller das aber natürlich als Erfolg werten und entsprechend vermarkten. Dadurch bekommt der Verein möglicherweise neue Unterstützer und damit wieder größeren Einfluss, wenn es ums nächste Thema geht.

Insgesamt für mich also mehr das Prinzip: "Steter Tropfen höhlt den Stein", und eher selten direkt feststellbare oder der Petition zuschreibbare Erfolge.
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23.11.2019, 13:34 Uhr
Was mich jetzt aktuell beunruhigt ist die Absprechnung der Gemeinnützigkeit für ATTAC, Campact, VVN( Verein der Verfolgten des Naziregimes) . Denn wenn das so weiter geht, befürchte ich, dass irgendwann auch dem BUND - der ja in letzter Zeit auch sehr rege bei den Klimaprotesten dabei ist- Deutsche Umwelthilfe, oder anderen Vereinen, die -angeblich( das wird dann von den Lobbyisten bestimmt, die im Bundestag sitzen) :green: -politisch agieren. Das braucht nur der Protest gegen das Schweinehaus ( weiß gerade nicht wo das war, ist auch egal) zu sein , wenn es denen da oben nicht passt, wird die Gemeinnützigkeit aberkannt, da freuen sich schon einige darüber. Und in der Nazizeit wurden ja die SPD und KPD verboten, bzw. alles was gegen Nazis war. Und heute sind es eben alle Vereine, die gegen Umweltverschmutzung und Korruption etc aktiv ist. Wie seht Ihr das ?
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23.11.2019, 14:05 Uhr
Zitat METTA: Wie seht Ihr das ?

Bedenklich.
Hier mal was zu attac und Campact
https://www.spiegel.de/politik/ausland/urteil-attac-verliert-gemeinnuetzigkeit-a-1255179.html
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/campact-verliert-status-der-gemeinnuetzigkeit-a-1292571.html
Und hier was von der DUH:
https://www.duh.de/aktuell/nachrichten/aktuelle-meldung/zur-sache-gemeinnuetzigkeit/

Ich würde das jetzt so interpretieren, dass eine Organisation, die als Vereinszweck Umwelt hat, sich auch politisch zum Thema Umwelt engagieren darf, auch wenn das tagesaktuelle Politik betrifft. Ebenso darf sich eine Organisation, die Tierschutz/Tierrechte einsetzt, diesbezüglich Lobbyarbeit leisten.
Ist das Ziel der Organisation nicht ausreichend eingegrenzt, oder engagiert sich die Organisation über das eigentliche Organisationsziel hinaus politisch, nicht nur informativ sondern aktivistisch, wird es kritisch.
Ob die Grenze in den bisherhigen Fällen, bei denen die Gemeinnützigkeit aberkannt wurde, richtig gezogen wurde, kann ich nicht einschätzen. Ich halte es aber bei attac und Campact auf jeden Fall für einen Verlust für die Gesellschaft und die politische Vielfalt und damit auch für die Demokratie. Hier wird zwar der politische Gegner nicht verboten, aber zumindest werden diesen Organisationen nun wirtschaftliche Erschwernisse (weniger Spenden, dafür Steuerpflicht) aufgebürdet. Theoretisch müsste aber die Möglichkeit bestehen, die Gemeinnützigkeit auch wiederzuerlangen (z.B. durch Änderung der Satzung).

Da es aber, wie der Fall der DUH zeigt, noch nicht reicht, dass eine ausreichend starke Lobby die Aberkennung der Gemeinnützigkeit fordert, sehe ich hier die Demokratie noch nicht akut bedroht. Aber auf jeden Fall sollte man da wachsam bleiben.

Nachtrag: das mit dem VVN scheint auf NRW begrenzt zu sein, der Vorwand ist aber auch mehr als fadenscheinig.



Noch ein Nachtrag: Beim Threadthema handelt es sich nicht um eine klassische Petition, sondern um das Versenden einer Rundmail an eine Gruppe von Empfängern (die man nicht selbst auswählt), wofür man die eigene E-Mail-Adresse nutzt. Ich hab bei dieser Aktionsform in der Vergangenheit auch schon Antworten erhalten, was zum Teil sogar ganz nett war. Grundsätzlich sollte man sich aber überlegen, ob man das möchte (spätestens wenn dann mal AfDler in der Empfängerliste enthalten sein könnten). Bei derzeit mehr als 37.000 Teilnehmern dürfte das auch sehr wahrscheinlich als Spam behandelt werden.
3x bearbeitet

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