Reiten

Erstellt 03.06.2019, 15:07 Uhr, von Veilchen. Kategorie: Umwelt & Tiere. 65 Antworten.

04.06.2019, 22:36 Uhr
Guten Abend zusammen,

ich muss mal als Neuling entschuldigen, dass ich hier so spontan einspringe, aber mich beeindruckt hier, dass Teilnehmer*innen der Diskussion vor allem Fragen stellen und nicht zum Rundumschlag ausholen. Das ist schön!
Ich bin mit Pferden aufgewachsen, habe heute auch noch berufsbedingt mit dem Pferdesport zu tun (nachrichtlich) und sehe mich ganz klar als Tierschützerin. Pferde gehören seit 50 Jahren zu meinem Leben. Ich habe Turniere geritten, Wanderritte, bin Kutsche gefahren und habe auch auf dem politischen Parkett immer wieder mit Pferden zu tun.
Hier sind schon viele sehr gute Antworten geliefert worden. Da es für "Laien" (nicht böse gemeint) nicht leicht zu erkennen ist, was nun zutrifft und was nicht, versuche ich, die Fragen, die ich mir merken konnte, kurz zu beantworten. So ergibt sich leichter ein Gesamtbild.

Vorangstellt: Die Kritik am Reitsport kann ich in Teilen nachvollziehen. Der Mensch macht Fehler und das Pferd ist oft duldsam. Es ist die Aufgabe der Gesellschaft, dann reglementierend einzugreifen.

Haltung:

Pferdehaltung ohne freie Bewegung ist tierschutzwidrig und heute nicht mehr erlaubt. Maßgeblich sind hier die Leitlinien zur Pferdehaltung, die zwar keine gesetzgebende Kompetenz haben, aber bei Klagen wertend als Maßstab dienen. Hier wird noch sehr viel mehr geregelt.

Fahrsport
Der Fahrsport ist ein sehr feiner Sport. Die Ausbildung der Fahrer ist streng reglementiert, und auch hier steht der Tierschutzgedanke weit oben. Das heißt nicht, dass es nicht auch Leute gibt, die sich nicht an die Regeln halten. Das ist schlimm und scharf zu verurteilen. Ob Pferde in der Innenstadt noch zeitgemäß sind, wird auch unter Pferdefreunden, und selbst unter Gespannfahrern sehr heftig diskutiert.

Die Ausrüstung

Damit Pferd und Reiter sich verständigen könne, ist ein Gebiss nicht zwingend notwendig. Das Gebiss liegt im Pferdemaul und wird dort durch die beiden Backenriemen und das Genickstück gehalten. Ein zusätzlicher Nasenriemen kann dazu beitragen, dass das Gebiss ruhig liegt. Das Gebiss ist nicht mit dem Pferd verbunden. (Kein Piercing etc, wie ich es weiter oben gelesen habe). Die Wirkung des Gebisses zu erklären, führt hier zu weit, Schmerz ist nicht das Ziel, und darf es auch nicht sein. In der Reitlehre lautet ein Lehrsatz, dass die Hand den Zügel führt, als halte sie einen jungen Vogel. Auch Sporen und Gerte werden kontrovers diskutiert. Die Gerte verlängert das Bein als Signalgeber (Geritten wird über Gewicht, Kreuz und Schenkel, nicht durch Festhalten am Zügel oder durch Antreiben mit Schmerz, das funktioniert auf Dauer auch nicht) Sporen sollen dem Reiter ein absolut ruhiges Bein ermöglichen. Es gibt Pferde, die darauf völlig entspannt reagieren, anderen ist das zu punktuell. Sporen sind kein Gewaltinstrument und dürfen niemals als Strafe eingesetzt werden


Reiten grundsätzlich

Reiten ist einer der nur sieben anerkannten Gesundheitssportarten. Reiten fordert und fördert Körper und Geist mehrdimensional. Ich kann jedem nur raten, einfach mal eine Reitstunde in einem (guten) Betrieb zu nehmen und selbst einmal das Pferd zu fühlen. Für uns Pferdeleute ist das Reiten aber auch Teil des Lebens. Wir können aber noch so erfreut zum Pferd fahren und uns auf einen Ausritt freuen. Wenn das Pferd nicht fit ist, lahmt oder anderweitig krankt ist, gerät für uns wirklich alles in den Hintergrund. Ich habe Nächte im Stall bei kolikenden Pferden im Stroh gesessen, auch bei erheblichen Minusgraden und dem Wissen, dass der Job am nächsten Tag ruft. Und ich bin da in bester Gesellschaft. Wir sind da ein bisschen verrückt.

Das Fluchttier

Das Pferd ist vieles. Es ist Fluchttier, es ist Fernwanderwild, es ist ein Herdentier. Fluchttier heißt nicht, dass das Pferd um sein Leben rennt, wenn es sich bedroht fühlt. Es heißt lediglich, dass es in der Lage ist, innerhalb kurzer Zeit eine ordentliche Distanz zu einer möglichen Gefahr herzustellen. Dabei ist es Opportunist. Weder möchte es in Panik von einer Klippe stürzen, noch vor einen Baum rennen oder sich zu weit von der vertrauten Umgebung entfernen. Manche Pferde hopsen einfach nur kurz in die Luft, andere springen zu Seite (scheuen), andere sausen auch ein paar Sätze nach vorn. Nur sehr sehr wenige gehen wirklich durch und galoppieren längere Strecken. Als Herdentier ergibt das für das Pferd auch keinen Sinn. Je größer das Vertrauen zum Reiter und je solider die reiterliche Ausbildung, umso souveräner wird das Pferd die komische Situation meistern.
Deshalb setzt die reiterliche Ausbildung seit Jahrhunderten auf:
Takt
Losgelassenheit
Schwung
Geraderichtung
Versammlung
geht gleich weiter, muss erst nochmal nachlesen, welche Fragen im Ram standen
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04.06.2019, 22:50 Uhr
Hallo Nanette,
bitte halte Dich mit weiteren Ausführungen zugunsten der Pferdenutzung zurück. wir kennen Dich nicht und wir haben ständig Leute hier, die erklären wollen, wieso es doch ganz okay sei, Tiere zum Vergnügen zu nutzen. Das ist nicht Sinn und Zweck eines pro-veganen Forums.
Reiten ist sehr oft Tierquälerei. Dass es nicht IMMER Tierquälerei ist, lenkt bloß davon ab, dass es eben doch sehr oft Tierquälerei ist. Man sitzt auf dem Rücken eines Pferdes, der nicht darauf ausgelegt ist, so viel Gewicht zu tragen. Damit geht es schon los. Und bevor es heißt, dass man persönlich ja den Rücken des "eigenen" Pferdes durchaus schont, sollte man darüber reden, dass es sehr sehr viele Reitvereine eben nicht tun und dass Reiten eben öfter Tierquälerei begünstigt als diese zu verhindern. Lasst uns über die Tatsachen sprechen, nicht nur über Ausnahmefälle.
Mut bringt neuen Mut hervor.
~ Millicent Fawcett

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04.06.2019, 22:56 Uhr
Ah ja Dressur
Ich schrieb oben schon von den Säulen der Ausbildung

Das Pferd ist nicht dazu geboren, einen Menschen zu tragen. Es kann aber schadlos einen Menschen tragen. Für das Pferd ist das eine sportliche Anforderung. Die kann es bis ins hohe Alter meistern, wenn es gymnastiziert wird.

Früher war es üblich, alte Pferde ins Gnadenbrot zu schicken. Das macht man in modernen Ställen heute nicht mehr. Pferde auf dem Altenteil bauen sehr schnell ab. Das ist Natur. Es ist aber möglich, den natürlichen Alterserscheinungen entgegen zu arbeiten durch weitere Gymnastik. Wie beim alten Menschen auch.

Holzrücken
Holzrücken habe ich selbst mal gemacht. Das lag aber daran, dass ich ein Pferd hatte, bei dem ich mal irgendwann festgestellt habe, dass man mit ihr Holz ziehen kann. Auslöser war ein umgestürzter Pflaumenbaum. Das "Ziehen" von Gegenständen ( das ist für das Pferd ein echter Lerneffekt, der viel Zeit und Ruhe braucht) kannte sie schon. Den Pflaumenbaum hat sie anschließend mit ihren Freunden im Auslauf aufgefuttert (ohne Pflaumen natürlich)
Danach haben wir das verfeinert. Ich muss dazu sagen, dass Pferde sehr gerne und sehr fein mit Menschen kommunizieren können. Wenn sich ein Stamm verhakt, drehen sie sich um "passt nicht, guck mal".
Keinesfalls darf ein Pferd dazu gezwungen werden, etwas zu ziehen, was ihm zu schwer ist. Das geht überhaupt nicht!

Die Pferde zeigen sehr deutlich, wo ihre Grenze ist, vor allem, wenn man sie gut kennt. Manche Übungen tun gut, andere nicht. Das ist tatsächlich Dressur (hat nichts mit dressieren zu tun, das ist etwas missverständlich)
Ohne "Dressur" (siehe Säulen der reiterlichen Ausbildung) kann ein Pferd nicht schadlos geritten oder gefahren werden. Das ist wie das Funktionstraining des Läufers.

Springen
Die meisten Pferde springen tatsächlich gern, solange man sie fair behandelt. Jeder Springreiter kennt das "Problem", dass das Pferd im Parcours "anzieht". Wenn man dann die Reihenfolge der Hindernisse nicht kennt, löst das Pferd das selbst und legt die Reihenfolge fest. Die Voraussetzung ist, dass man es nicht übertreibt, denn natürlich ist das Springen auch anstrengend. Leidenschaftliche Sportler können das vermutlich eher nachvollziehen. Es gibt aber auch Pferde, die haben schlichtweg keinen Bock auf Springen und die tun das dann auch nicht.
Ich möchte noch einmal auf den Satz weiter oben zurückkommen. Man muss selbst aktiver Sportler sein, um das nachvollziehen zu können, vermute ich. Wer sich mit wirklich schönen sequenzen aus dem Springen befassen möchte, dem empfehle ich youtube und caprilli.


Sachkenntnis


Für die Ausbildung von Pferden ist ein Sachkundenachweis (noch) nicht zwingend erforderlich. Allerdings hält man sein Pferd für gewöhnlich in einem Stall, in dem auch andere Pferdefreunde unterwegs sind und die reagieren für gewöhnlich, wenn sich jemand unfair gegenüber dem Pferd verhält. Für die Turnierteilnahme ist ab den unteren Klassen ein Leistungsnachweis erforderlich, der auch die reiterliche Qualifikation und Kenntnisse rund um den Tierschutz einbezieht. Fehlverhalten führt zum Entzug der Lizenz. Das zieht der Verband auch durch, habe ich selbst schon mehrfach beobachten können.

Ich hoffe, dass meine Ausführungen etwas zur Klärung beitragen konnten. Noch ein kleiner Hinweis. Reiten ist wirklich anstrengend. Man sitzt nicht nur auf dem Pferd. Hier empfehle ich noch einmal eine Probestunde. Deshalb sind sehr viel aktive Reiter nebenbei auch aktive Läufer, Mountainbiker oder anderes. Die Arbeit rund ums Pferd ist sehr kraftbildend und nimmt sehr viel mehr Zeit in Anspruch, als die Phasen, in denen man aufs Pferd kommt.




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05.06.2019, 06:52 Uhr
Hallo, einige wichtige Punkte wurden ja bereits erwähnt. Ich würde aber auch gerne einen Kommentar dalassen, ganz allgemein, ohne auf jemanden einzugehen.

Grundsätzlich bin auch ich für die Abschaffung jeglicher Tierhaltung. Egal ob Hund, Pferd, Kuh, Wellensittich oder Hamster. Die Gründe werden jedem einleuchten, muss sie jetzt wohl nicht aufzählen. Wenn es also nach mir ginge würden alle Haustiere abgeschafft, leider geht es nicht nach mir. Und deshalb wird es immer Tiere in Not geben, welche sich über ein gutes zu Hause freuen werden. Nie würde ich mit der Anschaffung Zucht und Ausbeutung unterstützen sondern nur adoptieren.

Vorneweg, auch ich gehöre zu den Personen für die es nichts außer Pferde gab. Als Kind waren sie mein Leben und an meiner Seite ist auch heute noch eine Ponystute. Heute ist das Reiten selbst für mich aber uninteressant. Habe andere wunderbare Hobbys die übrigens auch gut für den Rücken sind... . Ja reiten ist anstrengend und (kann!) richtig ausgeübt gut für den Reiter sein. Aber ich kenne auch unzählige Reiter die mal gestürzt sind, Knieproblem bekommen haben oder nur bequeme Pferde sitzen können wegen irgend welchen Problemen.
Mein Pony ist bereits schön älter und (ganz ehrlich) hat keine Interesse an jeglicher Arbeit. Es sei den es gibt eine Belohnung, dann klappt plötzlich viel. :lol:

Aber leider ist das ganze nicht so einfach. Den unsere Hauspferde kann man nicht so wie die Wildpferde halten. Natürlich nicht vom Platz her aber erst recht nicht vom Futterangebot.
Die Wiesen sind viel zu fett und ohne harte Flächen. Während Wildpferde stundenlang Futter suchen mussten/ müssen und sich die Hufe am Boden abrieben überfetten unsere Hauspferde und die Hufe wachen krumm und schepp. Das heißt Hufpflege muss sein und manche Pferde brauchen zur Korrektur auch Hufeisen, besonders die großen Warmblüter haben oft eine schlechte Hornqualität.
Mein Pony hatte vor der Zeit bei mir auch eine Futterrehe wegen zu viel Gras. Niemals könnte ich sie länger als 2, vielleicht 3-4 Stunden je nach Weide, rausstellen.
Was also dann tun? Offenstall mit Paddock ist zwar schön und gut, aber sagen wir mal, einfach nur langweilig für ein Tier mit solch einem Bewegungsdrang! Unser Pony steht in einem sogenanntem Aktivstall, also einer Anlage mit Rundwegen. Jedes Tier hat einen Transponder und kann sich so 24/7 kleine Mengen Futter abholen und bekommt nicht (wie in den meisten Reitställen) zwei große Portionen am Tag.
Auch die Haltung ist nicht perfekt, aber ich habe den Eindruck dass sie zufrieden ist und sich in der Herde wohlfühlt. Einen besseren Stall in der Nähe konnte ich noch nicht finden.
Mein Pony existiert halt und ich bin verpflichtet alles in meiner Macht stehende für sie zu tun!

Schaut man sich aber mal um ist die Realität eine andere!
-Reitschulpferde haben ein erbärmliches Leben, werden von vielen unfähigen Kindern verritten, sprüche wie ,,hau mal drauf wenn der nicht läuft‘‘ sind am Altag. Auch wenn viele Reiter anderes behaupten, das ist so. Die Pferde werden ausgebunden wenn sie den Kopf zu hoch tragen unter dem Vorwand dass das besser für ihren Rücken sei- ein tiefer Kopf bringt nichts wenn da jemand in den Rücken knallt und die Hinterhand nicht unter den Schwerpunkt tritt! Das wird getan damit die Pferde sich nicht gegen den Zügel wehren können. Die Pferde werden mit dem Sperriemen am Maul zugeschnürrt und zum anhalten wird am Zügel gezogen. Ja, das mag nicht überall so sein. Aber doch in den Meisten Reitschulen ist es so!
Und wenn die Tiere dann garnicht mehr laufen werden sie aussortiert. Entweder ein Reitschulkind hat sein Herz an dem Tier verloren und nimmt es auf (und zahlt die Kosten...) oder das Tier landet beim Händler/ Schlachter. Kaum ein Verein hat das Geld alle Rentner zu behalten.

- Die Haltung. Auch wenn es nicht die perfekte Haltung gibt, Box mit Weidegang ist nicht artgerecht. Nur weil das Pferd freiwillig in die Box läuft heißt das nicht dass es dort glücklich ist! Es weiß halt dass dort Futter steht. Viele Reiter halten sich auch für besonders großzügig wenn sie ihr Pferd mal für 1-2 Stunden auf einen (wenige Quadratmeter großen) Paddock oder auf die Weide stellen. Oder wenn ihr Pferd eine Paddockbox von 6qm mehr Platz hat- all das ist NICHTS. Den das Pferd kann dort nicht seinen natürlichen Bedürfnissen nachgehen. Und auch wenn es ,,gute‘‘ Ställe gibt, die Meisten sind es nicht.

- Die Krankheiten. Pferd sind sehr sehr krankheitsanfällig. Ich will garnicht wissen was uns unser Pony schon gekostet hat, weil es mal wieder irgend welche Problemchen hatte.
Aber die Meisten Dinge lassen sich dann doch auf die Haltung zurückführen. Kissing Spines, Arthrose, Gelenkserkrankungen, Sehnen/ Bänder (zu hohe/ falsche Belastung in Kombi mit stehen in der Box/ am Paddock), Atemprobleme (durch die Box), angelaufene Beine (stehen), Unfälle beim Reiten oder im Umgang durch unausgelastete Pferde. Viele freuen sich wenn ihre Pferde auf der Weide wild losbuckeln weil sie denken dass sie glücklich sind. Sind sie auch, aber sie lassen auch all die angestaute Frust raus, den die Tiere sind nicht ausgeglichen. Ich habe noch nie ein Wildpferd plötzlich losbuckeln gesehen weil es sich freut. Belehrt mich gerne eines Besseren.
Man betrachte einfach mal die durchschnittliche Lebenserwartung unserer Pferde, die ist nicht ohne Grund sehr gering. Die meisten Tiere werden auf Grund ihrer Haltung krank oder verletzen sich. Leider wird das oft aber garnicht auf die Haltung geschoben.

- Das Reiten. Alles was mit Reitsport zu tun hat lehne ich ab. Alle Turniere, Shows, Auftritte und Messen. Den da geht es um Geld und dann müssen die Tiere einstecken. Es wird immer so getan als gänge es beim Reiten darum eine gute Einheit zu weden. Leider reicht das ja leider doch nicht, den jedes Wochenende werden die Tiere in Hänger gepackt (und einem unnötigem Risiko ausgesetzt) um irgendwo ein Schleifchen fürs eigene Ego zu gewinnen. Ich war auf vielen Turnieren und was da teilweise abgeht. Ich will nicht ins Detail gehen, aber kaum einer sagt was wenn Pferde zu eng geritten und grob behandelt werden oder kopflos durch den Parcours brettern und der Reiter im Zügel hängt. Das ist trauriger Alltag. Und viele Pferde die ,,gerne springen‘‘ wollen einfach nur schnell da durch, den sie wissen dass sie springen müssen um wieder gehen zu können.
(Aber das heißt nicht dass Pferde garnicht gerne springen! Es gibt Pferde die springen wirklich gerne, aber das liegt dann oft daran dass sie das Springen als einzige Beschäftigung kennen. Stellt man einen Sprung auf die Weide wird da kein Pferd mal eben drüberspringen. Wildpferde springen nur dann wenn sie müssen)

Aber ich bin trotzdem der Meinung das Reiten nicht automatisch schlecht ist. Gebisse müssen nicht schlecht sein, ich würde dennoch nie wieder eins verwenden. Den es kann leicht zu Verletzungen führen und außerdem weiß man nicht ob es das Pferd wirklich nicht stört. Wer aus sicherheitsgründen mit Gebiss reitet hat ein schlecht ausgebildetes Pferd und missbraucht dieses als Notbremse. Wer meint ein Pferd könne ohne Gebiss keine gute Dressur laufen reitet schlecht, den es sollte optimal nur über das Körpergewicht kommuniziert werden. Der Weg dahin ist lang, aber zu einem entspanntem, gesundem und motiviertem Pferd gibt es keine Abkürzung über Gewalt. Man kann niemanden Zwingen locker zu laufen.

Bei einem vernünftigem Verhältnis zum Pferd kann ein Pferd unter Umständen sogar Freude am Reiten haben. Den es ist Kopfarbeit und so ein Ausritt ist auch für ein Pferd abwechslungsreich. Auch bei bester Haltung. Dazu kommt dass die meisten Pferde in Gefangenschaft schnell Muskeln abbauen. Auch bei viel Platz. Durch (richtige!) Bewegung wird dem entgegen gewirkt. Das geht aber auch vom Boden aus. Nur denke ich das ein gesundes Pferd auch problemlos einen Reiter tragen kann und auf Grund des Tempos kann man das Training viel besser von oben gestalten und kann einfach gleichmäßiger einwirken als von der Seite. Der Reiter muss halt korrekt sitzen und das Pferd genügend Muskulatur haben. Hier ist ein Wiederspruch. Wie lernt man gutes Reiten ohne zu reiten? Den als Anfänger reitet man nicht gut. Es ist möglich, bedarf aber viel Geduld und Zeit. Niemals sollte man ein Pferd reiten oder anders arbeiten wenn dieses sich dagegen wehrt oder abzusehen ist dass es dauerhafte Schäden nimmt.

Und sogenannter Freizeitreiter zu sein ist nicht bessr als Dressurreiter! Den genau das sind oft die Menschen die sich ejnfach draufsetzen und durch den Wald tragen lassen. Genau die Pferde bekommen oft Probleme! Es kommt immer auf das Wie und nicht Was an.

Oh habe ich viel geschrieben, tut mir leid. Ein letzter Punkt ist die

-Ausrüstung. Diese gibt es mitlerweile auch in Vegan, leider mit geringer Auswahl und somit passt zum Beispiel nur ein Leder Sattel auf ein bestimmtes Pferd.

Mein Fazit ist, kein Pferd braucht einen Reiter. Aber ein Pferd kann auch genausowenig einfach auf der Wiese abgestellt werden wenn es bereits da ist. Wenn man die Chance hat einem Pferd ein gutes Leben zu bieten, dann adoptiert eins.
Handelt mit Bedacht und setzt euren Kopf ein. Pferde sprechen einen sehr deutliche Sprache, leider interpretieren die meisten Menschen diese (absichtlich?) falsch. Kein Pferd ist boshaft, Pferde wollen immer gefallen. Wenn sie doch beißen, durchgehen oder nicht das tun was sie sollen dann hat das einen Grund! Das kann ich garnicht oft genug sagen.

Ich für meinen Teil habe erkannt dass man nicht reiten muss. Ich mache es einfach nicht mehr, keine Lust, beschäftige das Pony aber anders damit es geistig und körperlich fit bleibt und noch lange, vor allem gesund und glücklich, an meiner Seite leben kann.

In diesem Sinne einen schönen Tag euch <3


@ Nanette

Bezüglich dem letzten Teil, das ist Blödsinn. Weißt du wie viele Tiere bei Turnieren (als schlechtes Beispiel die Weltreiterspiele in Frankreich 201 8) verletzt wurden und starben? Was auf deutschen und internationalen Turnierplätzen so abgeht? Wie das Training in den Vereinen teilweise abläuft? Nur weil es Regeln und Sachkundenachweise gibt sind diese nicht automatisch gut! Der FN geht es ums Geld. Die haben schon genug mit Imageschäden zu kämpfen, da treten die sich nicht auch noch selbst auf den Schlips indem sie bei ihren Mitgliedern alles anklagen und sanktionieren was schon immer so lief, Methoden die einfach als normal gelten. Sperriemen, die dem Pferd die Luft abschnürren sind Pflicht, reiten ohne Gebiss ist hingegen in den meisten Klassen verboten.
Ganz im Gegenteil, das Rückwärtsrichten wurde im Grand-Prix gestrichen, eine der wenigen Lektionen die noch gezeigt haben ob ein Pferd wirklich versammelt läuft. Hingegen wird alles spektakulärer, das Pferd was am meisten strampelt gewinnt.

Und ein Sachkundenachweis (ich denke du meinst die RAs) sagen nichts aus, den es geht darum dass man die Bedingungen erfüllt. Wie du dann zu Hause reitest interessiert niemanden. Und selbst wenn ein Reiter angezeigt wird braucht es schon viel dass da etwas passiert.

Und das die Stallkollegen einschreiten. Naja. Es ist ja eh oft so dass in den unterschiedlichen Ställen unterschiedliche Gruppen mit ihren Einstellungen sind. Eher wird dann gelästert als was unternommen. In Turnierreiterställen wird keiner was sagen wenn die Tiere vorm Sprung noch einmal einen drauf bekommen. Oder Dressurpferde zum Training zu eng laufen. Oder ein Pferd aus sicherheitsgründen nicht auf die Weide darf. Den eine Person die das anders sieht wirst du in so einem Stall nicht finden und selbst wenn dann wird sie nichts sagen wenn sie weiterhin einen entspannten Tag am Stall verbringen möchte.
Ich war jetzt in vielen Ställen, es wird tatsächlich schonmal kritisiert, passieren tut aber nix. Das ist so


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05.06.2019, 07:16 Uhr
Die meisten Ausführungen von Nanette treffen es wirklich gut bis auf den Sachkundenachweis, das hat leider immer noch nichts zu sagen, das stimmt.

Und sogenannter Freizeitreiter zu sein ist nicht bessr als Dressurreiter! Den genau das sind oft die Menschen die sich ejnfach draufsetzen und durch den Wald tragen lassen. Genau die Pferde bekommen oft Probleme! Es kommt immer auf das Wie und nicht Was an.


Danke, dem kann ich nichts mehr zufügen.
Die meisten kaputten, unglücklichen Pferde, treffen wir (mein Mann arbeitet beruflich mit Pferden) im Freizeitbereich.
Wobei ich sagen muss das die Pferdehaltung sich wirklich wandelt zugunsten der Pferde. Es werden immer mehr Offenställe gebaut (wer mal googeln mag, HIT Aktivstall z.B.) damit die Pferde so naturnah wie möglich leben können.

LG
Bellinchen
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05.06.2019, 09:36 Uhr
So Offenställe wie du es beschrieben hast leben auch die Pferde wo ich arbeite. Die haben immer frisches Wasser, Heu und auch Wiese. Und die wälzen sich immer richtig glücklich auf der Wiese. :angel:

Was ich noch hinzufügen wollte: (dazu war ich gestern leider zu müde)

Die Kutschenfahrten finden meist nur saisonell statt. Das heißt, dass die Tiere quasi fast 340 Tage im Jahr (vlt. auch etwas weniger, beruht auf Schätzungen) immer faulenzen und sich austoben können. Da ich dort die "Ställe" miste sehe ich ja auch wie es den Tieren geht. Und ich bin froh, dass ich nicht wo anders arbeite. Kenne leider auch hier in meinem Umkreis so 1-2 Höfe wo ich sicher nicht gerne Pferd wäre, aber ich leg mal die Karten auf den Tisch und sage, dass ich in Niedersachsen wohne.

Und ich hab hier generell sehr viele Tiere (Pferde mit einbezogen) in Offenstall-Haltung gesehen. Für mich ist das auch ein gutes Zeichen. :thumbup:

Am meisten tun mir die Tiere beim Rummel leid. Also Zirkus, Ponyreiten für nen Euro, usw. Das hatte mich auch schon früher immer gestört. :-( Leider wird es wohl immer Methoden fürs "schnelle Geld" geben.
Veg-Badge

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05.06.2019, 10:14 Uhr
Die Diskussion hier erinnert mich ein bisschen an Gespräche mit Fleischessern
- "die Arbeit mit den Tieren macht Spaß" ist vergleichbar mit "es schmeckt so gut"
- "bei mir haben es die Tiere gut" ist vergleichbar mit "ich kaufe mein Fleisch nur vom Bauern um die Ecke, bei dem ich weiß, dass es den Tieren gut geht"

Dass die hier anwesenden Pferdenarren sich ihr Hobby bzw. ihren Beruf nicht gern schlechtreden lassen, ist völlig natürlich. Die Propaganda für den Pferdesport, insbesondere von Nanette, finde ich allerdings grenzwertig und schwer erträglich.

Aus der Sicht von Tierschützern mag es akzeptable Haltungs- und Nutzungsformen geben. Anders sieht es bei der Frage zu Tierrechten aus: darf man Tiere nutzen, nur weil man es kann? Darf man Tiere nutzen, weil es Spaß macht und den Tieren nicht offensichtlich schadet? Darf man Tiere züchten, die ohne die Nutzung und Pflege durch den Menschen leiden würden?
Ich würde diese Fragen mit "nein" beantworten. Hier geht es nicht ums menschliche Überleben, sondern um Ausspielen einer Überlegenheit zu egoistischen Zwecken. Vielleicht auch um aus meiner Sicht falsch verstandene Tierliebe.


"Rettet die Erde - sie ist der einzige Planet mit Schokolade"
Veg-Badge

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05.06.2019, 13:50 Uhr
@Sunjo

Ich weiß nicht ob du dich auch auf mich beziehst. Den ich stimme dir vollkommen zu, niemand sollte das Recht haben Tiere zu besitzen. Aber so ist es nun mal.

Mir ging es eben darum was man in der Situation, wie es hier und jetzt eben ist, tun könnte. Viele Veganer hatten vielleicht vor ihrer veganen Zeit schon ein Pferd (wie ich). Soll ich das Tier dann abgeben weil es sich nicht mit meinem Lebensstil kombinieren lässt? Ich denke das meinst du sicher nicht. Oder was ist mit Leuten die einem Pferd einfach einen schönen Platz bieten können? Einem alten Schulpferd, ehemaligem Turnierpferd oder oder oder.
Die Tiere existieren halt und ihnen ist es egal ob wir das gut oder schlecht finden. Wenn jemand die Chance hat auch nur einem dieser Tiere ein besseres Leben zu ermöglichen dann finde ich das gut! Ja auch das ist vielleicht nicht perfekt. Aber perfekt ist halt nicht immer möglich.
Und zu einem guten Leben gehört nicht Weide und das wars. Den das macht krank und ist für die meisten Pferde auch langweilig.

Wenn man einen Hund hat beschäftigt man sich mit dem doch auch und lässt ihn nicht nur im Garten laufen. Man spielt mit ihm, geht spazieren und bringt ihm Tricks bei. Das wäre dann ja auch Zwang- und dennoch glaube ich nicht das Hunde darüber unglücklich sind.

Und wenn ich mit meinem Pony ,,arbeite‘‘ (und darunter verstehen Pferdebesitzer in der Regel jegliche Art der Beschäftigung mit dem Pferd- also auch Hufe geben üben oder Spaziergänge) dann mache ich das ihr zu liebe, den ich bräuchte das wie gesagt nicht (mehr). Sie läuft locker in der Halle, ich mache Dehnübungen, Denkspiele (oder auch Tricks), sie lernt neue Gegenstände kennen vor denen sie Angst hat, wir machen Stangenarbeit um den Rücken zu trainieren, Spaziergänge, gehen Joggen und grundsätzlich viel Bewegung um der Arthrose entgegen zu wirken.
Und das ist auch nötig um sie fit zu halten. Und ich muss sie auch nicht zwingen indem ich sie schlage, ziehe oder amderweitig Druck ausübe. Natürlich hat sie nicht immer Lust, aber die 30 Minuten am Tag mal etwas bewegen für ihre Gesundheit- da muss sie dann halt mal durch. Wobei sie eigentlich nur Krafttraining ätzend findet, den Rest macht sie auch ohne irgendwelches Zubehör mit.
Und wenn ich jetzt eben ein Pferd hätte, welches gut bemuskelt, ausdauernd und entspannt ist, dann hätte ich auch keine Probleme damit mich mal draufzusetzen und einfach ohne Zwang eine Runde in den Wald zu gehen, oder auch in der Halle etwas zu arbeiten, einfach als neue Beschäftigung und zum Training. Den ob ich jetzt draufsitze oder nebenherlaufe.
Und wenn der Reiter dann auch seine Freude daran hat ohne das dem Pferd geschadet wird, warum nicht.

Vielleicht ist das auch für Menschen die nie etwas mit Pferden zu tun hatten schwer zu verstehen. Ich sehe den Tieren sofort an ob sie Lust haben oder nicht, ob die Aufmerksamkeit bei mir liegt oder dem Büschel Gras dahinten. Aber ich respektiere das.

Ich bin halt der Meinung dass wenn man ein Pferd hat man auch die Verantwortung dafür tragen muss. Ich möchte kein weiteres Pferd haben wenn mein Mädchen mal nicht mehr ist. Aber wer weiß, vielleicht läuft einem ja dann doch noch eins über den Weg für das man einfach da sein kann.


Das soll jetzt auch keine Rechtfertigung sein, den ein Reiter ist nicht wie jeder andere und ich bezeichne mich auch nicht mehr als Reiterin, den ich reite ja nicht mehr.
Aber ich möchte damit eben sagen dass man aus dem was ist eben das Beste machen sollte!
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05.06.2019, 14:13 Uhr
@Spock - ich hatte mich nicht wirklich auf dich bezogen und freu mich über deine Beiträge, weil du informiert kritisch bist.
"Rettet die Erde - sie ist der einzige Planet mit Schokolade"
Veg-Badge

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05.06.2019, 23:36 Uhr
@Sunjo: Ich vermute mal das bezieht sich auf meinen Beitrag. Ich kann natürlich verstehen, dass auch das Thema Kutschentiere sehr kritisch gesehen wird. Und ich bin der Letzte der so etwas unterstützt. Doch ich glaube auch als Veganer sollte man nicht immer nur in Schwarz und Weiß sehen. Am liebsten würde ich dich persönlich mit an meinen Arbeitsplatz bringen um dir zu zeigen, dass es den Tieren gut geht. Erst heute kamen die Pferde wieder auf mich zu und haben mit mir gekuschelt. Sie haben wirklich weite Koppeln, bekommen ständig frisches Futter und Wasser und ich mag vielleicht kein ausgebildeter Profi sein (obwohl man ja im Leben auch nach einer Ausbildung nie auslernt), aber ich kann dir versichern, dass es den Tieren dort wirklich gut geht.

Allerdings hat mich der Vergleich schon verletzt. Ich bin gegen jede Art der Ausnutzung, aber auf unseren Planeten muss man sich trotzdem mit dem ein oder anderen arrangieren. Auch wenn das nicht gerade schön ist. Jedoch muss ich bei mir auch noch einlenken, dass ich davor 5 Jahre arbeitslos war und dieser Job mir auch psychisch sehr geholfen hat. Deswegen hänge ich natürlich auch an dieser Arbeit. Das ist für mich deswegen auch ein sehr emotionales Thema.

Ich selber reite übrigens nicht. Und die Tiere werden wie gesagt im Jahr maximal 30 Mal vor die Kutsche gespannt (wenns hoch kommt). Selbst dort geht mein Chef sehr einfühlsam mit den Tieren um (ist übrigens auch ausgebildet in diesem Bereich). Ich würde sagen, dass dieses Thema (wie auch alle anderen veganen Themen im Alltag) sehr schwierig ist.

Hier geht es nicht ums menschliche Überleben, sondern um Ausspielen einer Überlegenheit zu egoistischen Zwecken. Vielleicht auch um aus meiner Sicht falsch verstandene Tierliebe.


Ich glaube nicht, dass Mensch und Tier aus egoistischen Gründen so eine tiefe Bindung haben. Auch auf einen komplett veganen Planeten werden Tiere und Menschen auf eine Weise immer Kontakt haben. Und so wie Haustiere mittlerweile ein Teil davon sind so sehe ich auch, dass das Tier immer die Nähe des Menschen suchen wird. Da wir im Grunde auch nur Säugetiere sind. Und genau wie andere Tiere sich einander kennenlernen (egal ob Hund und Katz oder verschiedene Vögelarten miteinander kommunizieren) so wird das glaub ich beim Mensch und beim Tier auch immer eine besondere Bindung haben.

Die Vorstellung, dass Mensch komplett für sich lebt ohne Tiere auf irgendeine Art zu halten, mit ihnen zu kommunizieren könnte ich mir einfach nicht vorstellen. Dazu haben wir (leider) ihnen schon zu viel ihres natürlichen Lebensraum genommen und wie auch schon gesagt wurde sind die Pferde in den Koppeln nicht zu vergleichen mit Wildpferden/tieren. Sie könnten in der Natur in dieser Form nicht mehr überleben weswegen ich glaube, dass es immer MenschTiere und Wildtiere geben wird.

Viel wichtiger fände ich es die Regeln für jegliche Art der Tierhaltung zu verschärfen und sich in diesem Punkt noch mehr für das Wohl der Tiere einzusetzen.

Damit beende ich erst mal meinen Text.

Ich hoffe ich bin Niemanden damit auf den Schlips getreten. Ich finde es gerade als Veganer schade wenn man sich gegen seine quasi "Verbündeten" (andere Veganer) stellt wegen einer Meinungsverschiedenheit. :crazy: Gewisse vegane Youtuber haben darüber auch schon mal geredet. Wir sollten zusammen halten. Auch wenn wir manche Dinge vielleicht lockerer oder andere strenger sehen.

Im Grunde wollen wir ja alle dasselbe: Dass die Tiere endlich mehr Rechte und Freiheiten bekommen. :thumbup:
Veg-Badge

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