Reiten

Erstellt 03.06.2019, 15:07 Uhr, von Veilchen. Kategorie: Umwelt & Tiere. 65 Antworten.

07.06.2019, 07:41 Uhr
Noch mal im Bezug zum Schlachtpferd. Unsere Stute steht bei Stallbetreibern, die auf viele Flächen verteilt über 100 Pferde beherbergen. Ich habe noch keine Person in diesem Stall kennengelernt von der ich sagen würde dass eine Chance besteht dass ihr Pferd zum Schlachter abgeschoben würde. Auch wenn ich so an meine nun doch schon 18 Jahre Pferdeszene zurückdenke fällt mir genau ein Pferd ein welches ich kenne, das geschlachtet wurde. Ich kenne aber natürlich ein paar mehr die aus diversen Gründen eingeschläfert wurden.
Das viele Pferde als Schlachtpferde eingetragen sind wundert mich auch immer, aber meistens erklären die Besitzer es so:
1. Sie wollen selber entscheiden wann das Leben ihrer Pferde zuende geht. Sie kennen ihr Pferd besser als der Tierarzt und möchten nicht dass das Leben des Tieres von einem Tierarzt, welcher nur an dem Geld durch eine weiterer Behandlung interessiert ist, unnötig in die Länge gezogen wird wenn das Tier leidet.
2. Sie sind der Meinung das der Tod durch das Bolzenschussgewehr ein gnädigerer Tod ist als das Einschläfern, bei dem es zugegebenermaßen tatsächlich nicht immer friedlich zugeht wenn Mittel falsch dosiert werden. Außerdem muss man nicht noch viel Geld bezahlen sondern bekommt auch noch eine Prämie. Den diese Leute lehnen die Schlachtung grundsätzlich ja auch nicht ab und denken so hatte ihr Pferd wenigstens noch einen letzten guten Zweck.
3. Haben sie Sorge dass sich ihre finanzielle Situation eines Tages plötzlich verschlimmert und/ oder sie sich einfach nicht mehr um ihr Tier kümmern können, z.B. wegen Krankheit. Wenn man dann ein altes oder krankes Pferd hat ist die Versorgung teuer und zeitintensiv. So ein Pferd bekommt man kaum noch weitervermittelt- der Schlachter ist dann ihre letzte Option.

Davon mal abgesehen dass viele auch eine emotionale Bindung zu ihrem Tier haben.

Wirtschaftlich gesehn macht es auch keine Sinn ein Pferd direkt zu töten wenn es mal eine was hat, erst recht nicht bei Turnierpferden. Auch wenn Turnierreiter maßgeblich dazu beitragen dass ihre Pferde krank werden sind sie dennoch darum bemüht sie gesund zu erhalten. Aufzucht, Training, all das kostet viel Zeit und Geld. Monatlich werden hunderte Euro an Unterhaltskosten gezahlt. Es muss schon wirklich was dramatisches sein damit ein Pferd dann schließlich doch beim Schlachter landet.

Ich vermute jetzt einfach mal dass die meisten Pferde die geschlachtet werden solche sind, die entweder direkt aus der Zucht/ dem Leistungssport kommen, das heißt schon als junges Tier aus welchen Gründen auch immer wegen Untauglichkeit aussortiert werden. Oder solche Pferde die über Händler gehen und keine Abnehmer finden (z.B. auch viele Schulpferde). Auch Haupt- und Landesgestüte sowie gewiss viele große Privaten lassen ihre Pferde lieber schlachten als dass sie diese verkaufen, einfach aus dem Grund um den Ruf zu wahren und sich nicht nachsagen lassen zu können dass das verkauft Pferd Probleme hatte oder schlecht geritten wurde.
Und zum Schluss gibt es halt die Privatreiter die sich eben dafür entscheiden ein krankes Pferd zu schlachten als einzuschläfern. (Und natürlich auch die, die zu den Kaltherzigen gehören und kein Problem damit haben ihr Pferd schlachten zu lassen wenn es Problme gibt, da man dann halt ein neues kauft. Günstig, den solche Menschen legen sicher nicht viel Wert auf eine gute Ausbildung)

Und es werden ja auch Pferde extra für die Schlachtung gezüchtet.

Über diese Argumente kann man sich streiten und ich will sie auch nicht schönreden, nur mal aufzeigen dass nicht jedes eingetragene Schlachtpferd letzendlich nur darauf wartet seinen Weg zum Metzger zu finden. Ich kenne einige die haben sich dann bei akuten Krankheiten doch für Medikamente entschieden bei denen das Pferd zum Nicht-Schlachtpferd wurde. ich würde mein Pferd nie schlachten lassen. Einfach auch prinzip, auch wenn sie keine Lebensqualität mehr hätte dürft sie bei uns am Hof, zu Hause, gehen. Da musste ich nicht eine Sekunde drüber nachdenken, auch als ich noch zum Teil Fleisch gegessen habe.

Und zum Thema emotinale Stütze Tier. Die Reittherapie wie ich sie miterlebt habe ist für das Pferd eigentlich recht chillig. Vorausgesetzt es hat einen passenden Charakter. Ich weiß zwar nicht was mit ,,Übergriffen‘‘ (@METTA) gemeint ist, aber in der Regel werden die Pferde zusammen geputzt und gesattelt und anschließend wird das Pferd von einer Person im Schritt geführt (Wald oder Platz) und eine zweite Person macht mit dem Kind Übungen. Das kann sein das Pferd einfach nur zu spühren, sich auf die Mähne legen oder eher körperbezogene Übungen. Klar schreien behinderte Kinder schonmal oder zucken zusammen. Aber einem gutmütigem Pferd macht sowas glaube ich nicht so viel aus wie man meinen könnte. Unser Pony zum Beispiel hat es gehasst sich unter dem Bauch putzen zu lassen und war generell sehr unruhig. Wenn jedoch Kinder um sie herum waren war sie wie ein Lamm und wäre nie auf die Idee gekommen zu schnappen. Sehr aufmerksam hat sie sich mit den Kindern beschäftigt. Pferde sind tatsächlich sehr feinfühlige Wesen.

Ich wollte das nur nochmal etwas ausführlicher Darstellen, den auch wenn die Haltung und der Umgang mit vielen Pferden grauenvoll ist liebe die meisten Pferdebesitzer ihrer Tiere wirklich und würden alles für sie tun. Und auch wenn sie sagen dass sie kein krankes Pferd behalten würden bringen sie es dann letzendlich doch nicht übers Herz. Und meiner eigenen Erfahrung nach, in meinem Umfeld, ist es tatsächlich eher die Ausnahme dass ein altes Pferd oder unreitbares aus Prinzip zum Schlachter kommt als dass es eben doch behalten wird.

Denn ich finde das ist eine wichtige Erkenntnis! Den auch wenn sie es falsch tun, die meisten Tierbesitzer lieben ihre Tiere und wenn diese Liebe einmal da ist besteht die Chance dass sich auf Dauer etwas ändert. Ich glaube einige Tierbesitzer würden eher vegan essen als dass sie sich von ihren Tieren trennen würden.

Aus unserer Sicht ist das natürlich total wiedersprüchlich, ich habe da schon so viele Gespräche geführt von wegen das Tier lieben dann aber in die Box sperren. Ich erwähne es also extra nochmal, ich vertrete nicht die oben geschilderten Ansichten sondern möchte nur erläutern wie viele Menschen meiner Erfahrung nach denken!


Viele liebe Grüße :)

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07.06.2019, 17:13 Uhr
Hallo Bellinchen,
vielleicht war das zu hart gewählt oder verkehrt ausgedrückt mit dem Begriff: " Übergriffen", aber ich habe mal gelesen das Meerschweinchen es gar nicht gerne haben, wenn man sie kuschelt und dann einen Film gesehen über Therapietiere in einem Altenheim , wo eben genau das passiert ist. :-( .
Aber das liegt ja dann nicht an den Menschen , mit denen die Tiere zusammenkommen, sondern an denen, die die Tiere aussuchen und sich vorher keine Gedanken darüber machen, ob sie als Therapietiere geeignet sind.
Veg-Badge

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07.06.2019, 22:03 Uhr
Da gebe ich dir absolut recht! Kleintiere jeder Art sind keine Kuscheltiere. Auch von meinen Kaninchen, um die ich mich jeden Tag kümmer (auch aus dem Tierschutz) mag es genau einer gestreichelt zu werden. Der liebt es dafür umso mehr, aber die anderen, niemals.

Aber der Mensch hat die meisten Nutztiere ihrem ,,Nutzen‘‘ entsprechend nach Farbe, Größe und Leistung gezüchtet. Der Charakter war nebensächlich, da man die Tiere mit Gewalt zwingen konnte, bzw. Kleintiere können sich halt nicht wehren und erst recht nicht reden.
Bei Hunden und Pferden war eine Kommunikation schon von größerer Bedeutung weshalb dort wahrscheinlich auch ein größerer Wert auf den Charakter und die Zugewandheit zum Menschen gelegt wurde.
Die meisten Hunde lassen sich ja wirklich gerne streicheln und sind sehr aufgeschlossen. Und wie gesagt, auch Therapiepferde haben wohl nicht das schlechteste Leben da sie einfach selten sind und man das Wesen eines solchen Tieres schützen muss. Aber auch in der Reittherapie gibt es schwarze Schafe, die mit schlecht ausgebildeten Tieren arbeiten und dementsprechend auch eine schlechte Therapie anbieten. Den Reittherapeut zu werden ist echt einfach und im Endeffekt kann es jeder machen.

Aber Meerschweinchen und co. gehören überhaupt nicht hochgenommen, gestreichelt oder anderweitig angegrabscht- den dann kann man definitiv von Übergriffen reden!

Viele Grüße :)
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07.06.2019, 22:16 Uhr
Wir haben tatsächlich ein Kaninchen (Rexkaninchen), dass sogar dazu drängt gestreichelt zu werden. Er war von Kindesbeinen an total zutraulich und hat sich neben mich gekuschelt. In der Wohnung, bzw. Stube ist er immer aufs Sofa gehüpft einfach um sich kuscheln zu lassen. Das habe ich bisher glaube ich in meiner Kaninchenhalterzeit nur 2x erlebt. Alle anderen Kaninchen haben ihren Partner mit dem sie kuscheln und wenn wir sie hoch heben dann doch tatsächlich nur für Tierarzt/Untersuchung/wenns raus auf die Wiese geht.

Das stimmt allerdings. Je größer das Tier desto größer der Respekt. Wobei das ja leider nicht für alle Tiere gilt. :-(

Und ich muss sagen, dass es mir auch von Herzen weh tut wenn ich sehe wie teilweise Elefanten und andere größere Lebewesen behandelt werden. Deswegen stimmt das wohl nicht immer. Habe auch schon selber live erlebt wie Pferde mies behandelt werden und bin deswegen auch froh, dass es auf meiner Arbeit ganz anders aussieht. Mag sein, dass mein Job jetzt nicht der Idealfall als Veganer ist, aber man kann auch nicht alles hinwerfen und ein komplett neues Leben anfangen. :crazy:

Ich will hier meine eigene Geschichte zum Thema Arbeitssuche hier nicht breit treten, aber mein Job war für meine Verhältnisse und meine psychische Krankheit wirklich ein 6er im Lotto. Und für Dorfverhältnis ist das bisher einfach das Beste was ich für mich persönlich gefunden habe.

@Kleintiere-Hochheben: Ja, das regt mich auch immer wieder auf. Als Kind wurde mir das NIE so beigebracht. Ich war immer sehr sanftmütig (trotz meines Alters) mit Tieren. Ich weiß auch nicht ob das von mir selbst kam oder auch ein Einfluss der Erziehung war, aber für mich waren Tiere immer Freunde und Familie. Ist vielleicht etwas kitschig, aber der Disneyfilm Pocahontas hat mich unter anderem sehr geprägt. Aber auch "Als die Tiere den Wald verließen" und "Watership Down". :angel: :heart:

Einer der Gründe warum ich glaube, dass ich im Herzen schon immer vegan war, aber leider erst viel zu spät Kontakt mit diesem Thema hatte.
Veg-Badge

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08.06.2019, 08:49 Uhr
@Metta
Achso, ich hatte das jetzt rein auf Therapiepferde bezogen.
Das stimmt natürlich. Ich hab selber Kaninchen und die mögen es nicht auf dem Arm genommen zu werden. Mach ich auch nur zum Krallen schneiden und zur Kontrolle, ansonsten predige ich immer, Kaninchen sind keine Kuscheltiere, ebenso natürlich Meerschweine.

@Spock
Reittherapeut zu werden ist gar nicht einfach, das ist eine Zusatzausbildung und man muss vorher eine Ausbildung machen zum normalen Therapeuten und dann die Ausbildung zur Hippotherapie. Also einfach so, kann das nicht jeder machen.
Vielleicht schwarze Schafe, aber Hippotherapeut ist ein langer Ausbildungsweg.

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08.06.2019, 10:26 Uhr
@Bellinchen: Ja gut, dann sind wir uns ja einig :D . Wie oft musst Du denn die Krallen schneiden von den Kaninchen?

Eigentlich müsste man z.B. auch Kuscheltierzoos verbieten, wo Meerschweinchen etc vorkommen und ebenso den Baumärkten verbieten Tiere zu verkaufen, denn die haben überhaupt keine Ahnung von Tieren, denen geht es nur um Profit und dafür werden auch solche Kleintiere wie Meerschweinchen etc in Massen gezüchtet. wie z.B. hier und das ist nur ein Beispiel:
https://www.peta.de/versprechen-gebrochen-obi-verkauft-weiterhin-tiere-in-baumaerkten.



Veg-Badge

1x bearbeitet

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08.06.2019, 12:44 Uhr
Zitat METTA:. Wie oft musst Du denn die Krallen schneiden von den Kaninchen?



Meine Hasendame (Zwergkaninchen) ist zwischenzeitlich 14 Jahre alt und war genau 2 Mal zum Krallenschneiden beim Tierarzt (ich kann so etwas nicht machen).
लोकाः समस्ताः सुखिनो भवन्तु,

Lokah Samastah Sukhino Bhavantu - Mögen alle Wesen auf dieser Welt verbunden sein, in Harmonie sein und Glück erfahren. (Sanskrit)

Dana

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08.06.2019, 18:11 Uhr
Ich möchte noch mal ganz allgemein, wie irgendwo auch schon oben in diesem Thread, auf das Thema Haustierhaltung zurückzukommen. Auch in mir als Katzenhalterin, aber auch Tieschützerin, gehen da natürlich immer zwei Seelen einher. Manchmal beobachte ich meine Katze wie sie aus dem Fenster nach draußen schaut oder einer Stoffmaus hinterherjagt und frage mich, ob das hier alles so richtig ist. Auf der anderen Seite habe ich sie aus dem Tierheim adoptiert. Sie wurde einfach ausgesetzt und hätte hier in der Großstadt sicher nicht lange alleine überlebt. Sie war auch ziemlich abgemagert und verängstigt als sie zu uns kam, aber wir haben sie mit viel Liebe und Geduld wieder aufgepäppelt.
Ich möchte jeden, der sich trotz aller widersprüchlichen Argumente dazu entschließt ein Haustier bei sich aufzunehmen, bitten sich diesen Schritt gut zu überlegen und auf keinen Fall einfach ein Tier aus dem Internet, dem kommerziellen Handel oder von einem (dubiosen) Züchter zu zulegen. Nehmt bitte ein Tier aus dem Tierheim oder ein Tier, das eine andere Person, aus welchen Gründen auch immer, abgeben muss. Dieses Lebewesen wird sich dann vielleicht doch etwas freuen, wenn man ihm eine neue Chance und ein neues liebevolles Zuhause gibt.

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08.06.2019, 22:24 Uhr
Danke Annabella. Du sprichst mir da sehr aus der Seele.

Allerdings hab ich vor 7 Jahren mir ebenfalls Tiere mal vom Zoohandel geholt, aber bereuen tu ich dies keineswegs. Ich liebe meine zwei Zwergkaninchen und sie lieben mich genauso. Sie haben hier ein schönes Leben. Mit Freilauf draußen und einem großen Gehege. Genau wie die anderen beiden geht es ihnen gut. Ich finde es schwer einfach zu sagen, dass alles sich sofort ins Andere verkehrt. So einfach ist das nicht. Da ist es glaub ich leichter die Bevölkerung (fürs Erste) von der veganen Ernährung zu überzeugen.

Wisst ihr... ich kann es verstehen. In meinen Augen gehören Tiere auch in die Freiheit. Doch auf unseren Planeten läuft einiges schief und ich finde kleine Schritte sind auch schon gute Schritte. Deswegen denke ich, dass die Vorstellung (nur meiner Meinung nach) realistischer ist, dass die Menschen einfach auch einsehen Tiere im Allgemeinen besser zu behandeln (Haustiere mit einbezogen), aber dass sie alles so schnell wieder in das verändert was es mal war kann ich mir bisher nur sehr schlecht vorstellen.

Das soll nicht pessimistisch gemeint sein. Nur glaube ich könnte man den meisten Leuten schon auch so genug sauer aufstoßen. Und ich als Tierbesitzer würde mich davon ebenfalls nicht ausschließen. Man sollte auch hier bei diesem Thema behutsam sein und nicht zu rabiat ran gehen.

LG
Veg-Badge

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08.06.2019, 23:07 Uhr
@Bellinchen
Oh, dann bin ich wohl falsch informiert und nehme meine Aussage zurück! In dem Stall in welchem unser Pony untergebracht ist gibt es ein paar Personen die Reittherapie anbieten. Soweit ich das aber mitbekommen habe haben es diese Personen in einer Art Wochenendkurs, bzw. über einen längeren Zeitraum mit verschiedenen Seminaren gelernt. Also eine richtige Ausbildung war das definitiv nicht, ich denke dann wird man da wohl noch differenzieren müssen!

@PuschelQueen
Klar ist das nicht der perfekte Job für Veganer. Aber jetzt mal ganz trocken betrachtet, wenn du ihn nicht machst macht ihn jemand anderes. Klar kann man so auch argumentieren wenn es darum geht Fleisch zu kaufen ,,Das Tier ist ja eh schon tot und ob ich es jetzt kaufe oder der Nächste- was macht das für einen Unterschied wenn ich kein Fleisch esse...‘‘
Aber in deinem Fall geht es um lebende Tiere. Durch das Ausüben der Zätigkeit erhöhst du nicht die Nachfrage, das machen die Kunden. Und es ist halt so, dass irgendwer diesen Job machen würde. Und in diesem Fall könnte man das Ganze auch so betrachten dass es somit also besser ist das du den Job erledigst, den du hast eine gute Einstellung zu den Tieren, achtest auf sie und würdest sie niemals grob behandeln. Außerdem hast du eventuell noch einen positiven Einfluss auf andere Menschen im Umgang mit den Pferden. Das Geld was du dadurch einnimmst gibst du für vegane Lebensmittel aus ... .
Ein anderer Angestellter würde diese Arbeit (vielleicht) weniger leidenschaftlich erledigen, unsauber sein, ein weniger gutes Verhältnis zu den Tieren pflegen oder oder oder.
Und wenn es dir wirklich hilft dann ist das doch sehr schön :) !

Allerdings weiß ich jetzt nicht wie du zu Zoohandlungen stehst, aber, bitte kauf da keine Tiere mehr. Natürlich ist es wunderbar diese Tiere aufblühen zu sehen, aber am nächsten Tag sitzen da zwei neue, arme, Kaninchen. Und die Produktion wird unterstützt.
Man kann sich auch an Tieren aus dem Heim erfreuen! Vor ein paar Tagen habe ich ein Kaninchen welches über Kleinanzeigen privat abgegeben wurde, mit Unterstützung anderer,
aus absolut schlechten Verhältnissen geholt. Und ich könnte vor Freude weinen wenn ich ihn nun so glücklich über die Wiese rennen sehe!

@ METTA
Artgerecht gehaltene Kaninchen müssen eigentlich nie die Krallen geschnitten bekommen, da sich diese durch Buddeln und Laufen abnutzen. Außer bei alten und kranken Tieren.
Allerdings muss man die Tiere schon regelmäßig, mindestens alle 1-2 Wochen, einem Gesundheitscheck unterziehen. Leider verstecken Kaninchen naturgemäß Krankheiten und tendieren besonders zu Zahn- und Bauchproblemen. Auch wenn die meisten Tiere es hassen muss man sie also ab und an abtasten, wiegen und gründlich beobachten. Leider mussten viele geretteten Tiere jahrelang an Schmerzen in irgend welchen Kinderzimmern leiden, weil es einfach nie jemand bemerkt hat und tragen dann Folgeschäden davon die ihre Lebensqualität einschränkt. Sowas kann man echt vermeiden.
Leider interessiert sowas die meisten Züchter jedoch nicht da es nur um das Aussehen geht... . Zu kleine und ,,süße‘‘ Köpfe ohne Platz für die Zähne mit gravierenden Auswirkungen. Zu schwere Tiere die mit 2 Jahren Arthrose haben, taube Widder, zu langes Fell dass sich im Magen verklumpt, kein Deckhaar, oft verkümmerte Tasthaare bei Rexen...- von den Zuchtbedingungen ganz zu schweigen.
1x bearbeitet

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