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Erstellt 03.06.2019, 15:07 Uhr, von Veilchen. Kategorie: Umwelt & Tiere. 65 Antworten.

09.06.2019, 07:54 Uhr
Metta,
alle 6 – 8 Wochen.

Dana, so wenig? Ui. Bei meinen wachsen die wie sonstwas, aber sie sind auch drinnen, da ist der Abrieb nicht so hoch wie draussen schätze ich.

Spock, also ich kenne 2 die das machen, die haben aber vorher beide eine Ausbildung gemacht und mussten das auch vorweisen um dann zusätzlich den Hippotherapeuten machen zu dürfen (eine war Physiotherapeutin für Kinder und die andere hatte irgendwas im sozialen Bereich mit Behinderten gelernt).
Ich denke das ist wie mit dem Hufpfleger, nennen darf sich so ja jeder. Wenn ich so etwas in Anspruch nehme, würde ich dann schon darauf achten das jemand eine fundierte Ausbildung gemacht hat bevor ich mein behindertes Kind dort abgebe.



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Strohhalme aus Glas
09.06.2019, 14:34 Uhr
Als Kind habe ich oft Tiere aus dem Zoohandel bekommen. Wir haben Wellensittiche, Hamster und Meerschweinchen bekommen. Später habe ich alle Tiere aus dem Tierheim geholt oder über Kleinanzeigen bzw. Vereinen die Tiere vermitteln. Kaninchen wurde auch schon mal bei uns ausgesetzt. Da hat dann einfach nachts jemand einen Karton vorm Gehege abgestellt ohne Wasser oder Futter. Man hätte ja zumindestens mal klingen können. Wahrscheinlich waren die Leute einfach nur zu feige.

Im Zoohandel habe ich nichts mehr gekauft, wenn dort auch Tiere verkauft wurden. Die Jungtiere werden zu früh von der Mutter getrennt und gut beraten werden die Kunden auch nicht. Sonst würden die Läden auch wohl nichts mehr verkaufen, da die Käfige viel zu klein sind. Auch das Futter taugt nichts und ist nicht artgerecht. Zudem werden Tiere in aller Regel getötet, die nicht verkauft wurden. Denn es kommen neue nach und die Leute wollen in aller Regel Jungtiere haben. Die sind schließlich niedlicher. Jeder Markt der Tiere im Verkauf hat, wurde von mir boykottiert. Bitte überlegt euch ob ihr sowas unterstützen wollt.
Wenn ich eines Tages wieder Tiere halten sollte, werden sie aus dem Tierheim sein.
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09.06.2019, 15:57 Uhr
@Spock: Also Tiere kaufe ich gar nicht mehr aus der Zoohandlung, aber in dem Fall muss ich sagen, dass die Tiere ja auch nichts für ihre Herkunft können. Und in meinem Fall war ich auch noch psychisch total fertig und froh darüber so eine seelische Stütze zu haben. Weil hier viele von Tierhilfe bei Behinderten reden. Zwar hab ich keine Behinderung, aber in meiner schlimmsten Depression haben mir diese Kaninchen sehr bei meinem seelischen Schmerz geholfen. :angel:

Ich würde aber mittlerweile nur noch privat Kaninchen kaufen. Das Rexkaninchen hab ich auch von einem guten Züchter und seine Freundin haben wir jemanden abgenommen dessen Partnerkaninchen leider verstorben ist. Medoly (unser Löwenkopfkaninchen) führt eine sehr glückliche Beziehung mit ihrem Partner Makorus. (Dieser ist natürlich kastriert, eine Schwangerschaft wäre für uns auch nicht gut da wir nicht zu den Leuten gehören die kopflos Tiere züchten!).

Ansonsten gehören mein Partner und ich auch zu den Menschen die Tiere nicht nur als Haustiere, sondern auch als Familie ansehen. Das war bei mir schon immer so. Für mich stehen Tiere auf gleicher Stufe mit den Menschen und ich behandle sie mit Liebe und Respekt. So wie es eigentlich sein soll. :heart:

Und ich finde es schön, dass ich mittlerweile immer mehr Menschen zum veganen Essen inspiriere. Das motiviert mich unglaublich. :thumbup:
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09.06.2019, 16:16 Uhr
@PuschelQueen
Du hast recht, kein Tier kann etwas für seine Herkunft. Aber gerade in solchen Fällen muss man rational denken. Auch wenn zwei Tieren damit geholfen wurde, so füllt man damit die Taschen von Tierausbeutern die genau auf dein Mitleid setzen und zwei neue Kaninchen nehmen den Platz ein. Wenn die Nachfrage jedoch sinkt werden weniger Kaninchen produziert und auf Dauer entsteht weniger Leid. Natürlich hilft das den armen Kaninchen vor Ort nichts, aber die Tiere der Reihe nach freizukaufen bringt überhaupt nichts. Es ist ja nicht so als gäbe es nicht genug Tiere im Heimen die man retten kann, die einem genauso eine emotionale Stütze sein können und bei deren Adoption hilft man wirklich nachhaltig!
Ich glaube das ist dir ja auch bewusst und dir ist die Problematik klar, aber ich finde es halt schade dass du es dennoch für in Ordnung hältst in Ausnahmen die Tierproduktion zu unterstützen. Das du emotionale Schwierigkeiten hattest und die Tiere dir geholfen haben freut mich natürlich insofern es den Tieren auch gut geht, aber zwei Tiere aus dem Heim hätten es auch getan, davon bin ich überzeugt. Für jedes gekaufte Tier bleibt eins im Heim sitzen und der Platz ist belegt für den nächsten Notfall- und der kommt gewiss.
Und auch bei ,,guter Züchter‘‘ dreht es sich mir um. Ich kenne auch eine Person die ihre Tiere wirklich artgerecht hält (Wirklich!) aber auch züchtet. Dennoch ist es verwerflich da man überzüchtete Lebewesen in die Welt setzt. Man weiß nie was mit ihnen passiert, wer sie schlussendlich bekommt. Was für Krankheiten bei Kreuzungen entstehen können. Es gibt nicht ohne Grund oft Probewürfe und wenn man Erbkrankheiten bemerkt werden die Tiere aussortiert- ihr wisst was das in den meisten Fällen heißt! Die Tiere werden meisten in einem Alter abgegeben in dem die sie noch sehr jung sind. Krankheiten und Zahnfehlstellungen zeigen sich oft erst später. Dem Züchter kann das egal sein, auch wenn er für dieses Leid verantwortlich ist. Die Besitzer haben dann das Problem und vor allem das Tier!
Zuchtböcke sitzen bei jedem Züchter alleine, den sonst wird es unkontrolliert und zwei Böcke zusammen mit den Weibchen in der Nähe würden sich bekämpfen.
Und da du von Rexkaninchen sprichst, das grenzt schon an eine Qualzucht, da dir Tiere oft ohne Tasthaare zur Welt kommen (was verboten ist, also wird dann wieder aussortiert) und wegen des fehlenden Deckhaars schnell nass werden bei kaltem Wetter und eine artgerechte Haltung somit schwierig ist.
Zucht ist niemals gut sondern verursacht immer nur Leid!
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09.06.2019, 20:19 Uhr
@Spock
Das kann ich so nur unterschreiben. Zucht ist immer mit nicht artgerechten Leben verbunden und fördert nur das neue Tiere nachkommen, obwohl es mehr in Tierheimen gibt als gute Plätze.
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10.06.2019, 01:06 Uhr
Gerade als Schlagzeile gelesen: ein Pferd hat während des Transports den Anhänger zerstört und sich dabei so schwer verletzt, dass es eingeschläfert werden musste. :-(
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10.06.2019, 09:22 Uhr
Sunjo,
das ist übel, aber kommt sehr selten vor zum Glück.
Leider kann das auch mit einem absolut braven Pferd passieren, das oft im Anhänger fährt. Ist aber sehr sehr selten.
Den anderen sage ich immer, üben üben üben, das das Pferd sicher steht und fährt.
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10.06.2019, 12:20 Uhr
Vor ein paar Jahren, als ich noch auf Facebook war, ging dort mal ein Bild rum mit einem verunglücktem Anhänger + dem von unzähligen Pferdemenschen geteilten Text dazu. Der Text war als ein Appell an Autofahrer gedacht umsichtiger zu fahren. Es seien lebende Tiere in den Hängern für die man die Verantwortung trage und man deshalb nicht mal eben bremsen oder einen Schlenker zur Seite machen könne. Soweit so gut, das stimmt natürlich!
Aber in den Kommentaren unzählige, tausende, Kommentare von Reitern die sich über die Sicherheit ihres Pferdes sorgten auf Grund von riskanten Fahrern.
Und da habe ich mich gefragt, wenn das fahren im Anhänger so ein Sicherheitsrisiko ist, man so oft von unverantwortlichen Autofahrern geschnitten wird, jede Norbremsung zur Gefahr wird und vor allem man nie dafür garantieren kann was andere machen, WARUM bringt man sein Pferd dann wöchentlich in Gefahr nur um zu irgendwelchen Reitstunden, Lehrgängen oder Turnieren zu fahren? Warum? Denn die Gefahr das was passiert besteht, also sind einem dann ein paar Schleifchen mehr wert als die Sicherheit des Tieres? Natürlich ist das Risiko dass dann wirklich was passiert nicht groß, aber es ist eben ein zusätzliches, unnötiges, Risiko.
Und ich glaube nicht dass auch nur ein Pferd gerne auf den Hänger geht. Die meisten gehen zwar zügig drauf, aber nur weil sie wissen dass sie müssen. Kein Pferd steht gerne so fixiert, da sie Fluchttiere sind.

Dennoch sollte man das Hängerfahren, bzw. Einsteigen trainieren, den man kann ja immer mal in die Klinik müssen ... .
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10.06.2019, 12:29 Uhr
Ein wenig schade ist es, dass die meisten Tiere beim Vermehrer (ich schreibe absichtlich nicht Züchter) oft weniger kosten als im Tierheim. Vor allem bei Kleintieren ist das teils echt krass.

Zum Beispiel bekommt man einen "Schlachthasen" auf eBay Kleinanzeigen schon ab 5 euro, während man im Tierheim 40 Euro aufwärts zahlt. Das hält viele natürlich davon ab. Zumal man sich im Tierheim ja oft "nackig" machen muss und genauestens den Haltungsbedingungen entsprechen muss. Der Vermehrer will dagegen nur die Kohle.

Insofern ist das Tierheim leider teuer und aufwändiger, auch wenn es der einzig richtige Weg wäre. Aber die meisten Menschen gehen nun mal den leichteren Weg...


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10.06.2019, 14:26 Uhr
Die Anschaffungskosten sind größer, das stimmt. Aber, ein Tier aus dem (guten!) Tierheim ist bereits geimpft und kastriert, außerdem wurde es gründlich durchgecheckt. (C.a. 150€ +) Wenn Krankheiten vorhanden sind, sind diese meist bekannt und bereits in Behandlung. Das TH kann sagen wo drauf geachtet werden muss. Außerdem kann man auch was zum Charakter sagen. Eine gute und artgerechte Haltung beugt vielen Problemen vor, weshalb mögliche Krankheiten garnicht erst entstehen.
In der Theorie klingt das alles also logisch, in der Realität ist es aber bekanntlich anders. Die Tiere vom Vermehrern werden weder kastriert, noch geimpft (ich weiß nicht ob hier viele Impfgegner unterwegs sind, es gibt drei Kaninchenseuchen (zwei davon Menschengemacht um Wildkaninchen auszurotten...danke dafür...) die wirklich so gut wie immer tödlich enden und äußererst agressiv sind) und den Leuten ist es egal wenn die Tiere krank sind, bzw. sie bemerken es einfach nicht. Von daher ist dann die Züchteranschaffung günstiger. Bei verantwortungsvollen Besitzern lohnt es sich (finanziell) die Tiere aus dem Heim zu holen, aus den oben genannten Gründen.

Ganz davon abgesehen, wenn man die 40€ für ein Tierheimtier schon zu viel findet, sollte man sich garkeine Tiere anschaffen. Innerhalb von Tagen können Tierarztkosten in den hohen dreistelligen Bereich fallen- das ist vielen leider ja auch nicht bewusst. Sind ja nur Kaninchen :-(


Edit: ich glaube viele gehen auch davon aus das Tierheimtiere grundsätzlich krank sind. Das ist natürlich Blödsinn. Allerdings stimmt es schon, dass im TH viele kranke Tiere sitzen, den die Meisten stammen aus schlechter Haltung, aber in Tierheimen werden diese Krankheiten meistens erst aufgedeckt. Beim Züchter/ Vermehrer erfährst du es halt einfach nicht wenn das Tier z.B. Zahnprobleme hat. Der Gang zum ,,guten‘‘ Züchter heißt nicht zwingend gesunde Tiere. Die ganzen Krankheiten und Probleme kommen ja gerade durch Zucht und dem Bestreben nach besonders süßen und hübschen immer kleineren oder größeren Tieren.
Und nicht vergessen sollte man, die Tierheimtiere kommen ursprünglich ja auch irgendwo her ...

2x bearbeitet

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