Veganismus und dann?

Erstellt 03.07.2019, 23:16 Uhr, von Cyro. Kategorie: Umwelt & Tiere. 29 Antworten.

11.07.2019, 15:39 Uhr
Zitat nancy:Vegetarisch oder vegan ist die einzig logische Konsequenz gegen Tierleid, Naturzerstörung und Ausbeutung von Menschen.
Wer erkannt hat, dass das bestehende System die Natur und die Lebewesen zerstört, der kann es unmöglich ignorieren und durch falsche Toleranz unterstützen.


vegetarisch ist mMn keine logische Konsequenz. Die Kühe werden so lange befruchtet bis es nicht mehr geht, ihnen wird jedes mal das Kalb weggenommen und am Ende landen sie als Hackfleisch in der Theke. Ich behaupte mal, dass das Leben einer Milchkuh schlechter ist, als das einen reinen Fleischkuh (oder wie man die nennt), da sie länger leiden müssen und sie am Ende das selbe Schicksal erleiden.
antworten | zitieren
11.07.2019, 17:24 Uhr
Vegetarisch ist ein guter Schritt in die richtige Richtung und ich denke das sehr sehr viele Vegetarier auch den Weg zum Veganismus finden. Bei manchen dauert es nur etwas länger (wie bei mir :red: )

Aber ja, wenn man gegen leid ist, ist vegan der einzige sinnvolle weg. :)
Willst du die Welt verändern, beginne bei dir selbst ❤️

antworten | zitieren
11.07.2019, 17:41 Uhr
Hallo Dominic,
vielleicht magst Du ja über Deine Autoimmunerkrankung und die Auswirkungen der veganen Ernährung einen kleinen Bericht schreiben, wäre sicherlich interessant.
Da Du von Schüben schreibst, ist es MS ?

Viele Grüße Petra
„Ehrfurcht vor dem Leben bedeutet Abscheu vor dem Töten.“
Albert Schweitzer

antworten | zitieren
11.07.2019, 18:06 Uhr
Bei mir war auch das Hauptargument am Anfang , dass ich es nicht mehr verantworten wollte, was alles hinter meinem Frühstücksei und meinem Käse steckt. Dass sich der Konsum tierlicher Produkte nicht mit meiner Lebenseinstellung vereinbaren ließ. Mittlerweile bin ich selbst verwundert, wie ich so lange die Augen verschließen konnte und mir einfach keine Gedanken darüber gemacht habe.
Die gesundheitlichen Verbesserungen begrüße ich natürlich sehr, sie spielten allerdings eher eine untergeordnete Rolle.
Auch das größte Meer besteht aus Tropfen. Und ich bin voller Hoffnung, dass immer mehr Menschen anfangen nachzudenken und die Vorteile einer pflanzenbasierten Ernährung erkennen.
Massives Umdenken wird vor allem dann stattfinden, wenn die Subventionen abgeschafft werden und tierliche Produkte die Kosten für ihre Herstellung reinbringen müssen. Plus dementsprechende Steueranteile.

Bis dahin mache ich weiter eifrig Werbung für vegan. ;)
antworten | zitieren
12.07.2019, 03:16 Uhr
Zitat Dominic:
vegetarisch ist mMn keine logische Konsequenz. Die Kühe werden so lange befruchtet bis es nicht mehr geht, ihnen wird jedes mal das Kalb weggenommen und am Ende landen sie als Hackfleisch in der Theke. Ich behaupte mal, dass das Leben einer Milchkuh schlechter ist, als das einen reinen Fleischkuh (oder wie man die nennt), da sie länger leiden müssen und sie am Ende das selbe Schicksal erleiden.

Darüber habe ich mir auch schon des Öfteren Gedanken gemacht. Natürlich ist es, wie PuttBull sagt, ein Schritt in die richtige Richtung auf Fleisch zu verzichten. Durch den täglichen Konsum von Milch, Eiern und Käse, akzeptiert man aber das Tierleid an einer anderen Stelle und dies dadurch zu rechtfertigen, dass das Leiden der Tiere für solche Produkte geringer ist, finde ich nicht plausibel. Damit wäre es die logische Konsequenz sich vegan zu ernähren. Aber wie hier schon erwähnt wurde, muss man auch ersteinmal darauf kommen sich mit eine vegetarischen oder sogar einer veganen Ernährung und den Gründen dafür auseinander zu setzen. Wie VLUNZ es aber auch schon formuliert hat, ist man im Nachhinein doch verwundert, wie lange man die Augen davor verschlossen hat. Die Subventionen spielen dabei keine unwichtige Rolle, denn höhere und gerechtfertigte Preise würden womöglich zum Nachdenken anregen oder zumindest das Kaufverhalten tierischer Produkte beeinflussen. Obwohl dies sicherlich damit zusammen hängt, wie hoch die Subventionen ausfallen, würde man wirklich einen deutlichen Unterschied bemerken!?
2x bearbeitet

antworten | zitieren
12.07.2019, 08:35 Uhr
Ich denke halt es spielen ganz viele Dinge eine Rolle. Also ich habe vor ein paar Jahren die 30 Tage Vegan leben nach Attila Hildmann gemacht, fand ich das alles sehr aufwendig und auch teuer.
Die Leute in deinem Umfeld beeinflussen dich auch ein Stück weit, klar sollte man sich nicht beeinflussen lassen aber vor allem wenn das alles bei einem selbst noch nicht gefestigt ist, kommen schnell Zweifel auf.
Und ich hatte so viel um die Ohren das ich mir selbst eingeredet habe, das mir das gerade zu viel und zu kompliziert ist. Was eigentlich Quatsch war.
Was ich jetzt nach ewig vielen berichten und Videos Erfahren habe: in einer veganen Ernährung nehmen wir zu wenig Jod auf, denn die Höchstgrenze an der empfohlenen Salzgrenze deckt nur die Hälfte des Bedarfs. Und irgendwie kenn ich keinen der regelmäßig Algen isst o.O so was wär auch gut zu wissen, denn überall redet man nur von B12 und ansonsten Schwachsinn wie z.B. Proteine. :crazy:

Ich finde es ist ein Prozess, bei dem das Ziel immer sie Vegane Ernährung sein sollte aber irgendwo muss man anfangen und da ist Vegetarisch leben der erste große Schritt.
Willst du die Welt verändern, beginne bei dir selbst ❤️

antworten | zitieren
12.07.2019, 09:22 Uhr
Wie mein Name schon sagt... Fakt ist aber, dass es gleich mehrere Gründe waren und der Hauptgrund wahrscheinlich, dass ich endlich meine Bluthochdrucktabletten ablegen kann. Ich mach das auch erst seit knapp einer Woche. Das Leid der Tiere fand isch auch schon immer sch..., ich bin aber der erste, der in 9 Jahren beim Discounter das Retortenfleisch kaufen wird, weil eben nichts über "echten Fleichgenuss" geht und wohlwissend, dass dafür auch kein Tier leiden / sterben muss und deshalb bin ich auch sehr sicher, dass sich "echter Veganismus" mit dem Retortenfleisch erledigt ist, aber Hauptsache kein Tier muss mehr leiden :-)
antworten | zitieren
12.07.2019, 10:32 Uhr
Die Leute in deinem Umfeld beeinflussen dich auch ein Stück weit, klar sollte man sich nicht beeinflussen lassen aber vor allem wenn das alles bei einem selbst noch nicht gefestigt ist, kommen schnell Zweifel auf.

Da hast du sowas von recht. Als ich das erste mal auf vegetarisch umgestellt hatte, wurde ich kurz drauf krank. Ich hatte nur ne Grippe eingefangen. Nichts dramatisches. Aber wie aus der Pistole geschossen sangen alle meine Bekannten im Chor "siehst du, du brauchst Fleisch!". Und was soll ich sagen, ich hab wieder Fleisch gegessen. Bis mich drei Monate später mein schlechtes Gewissen wieder vegetarisch machte. Für weitere drei Monate bis ich dann vegan wurde ;) .

ich bin aber der erste, der in 9 Jahren beim Discounter das Retortenfleisch kaufen wird

9 Jahre sind eine lange Zeit und dein Geschmacksinn wird sich bis dahin bestimmt verändern ;) . Ich erinnere mich noch an Knorpel, Adern, zähe Stücke... Das mochte ich vorher auch schon nicht. Nach knapp drei Monaten vegan würde ich jetzt tatsächlich kein Fleisch mehr essen wollen. Auch wenns aus der Retorte kommt.

und deshalb bin ich auch sehr sicher, dass sich "echter Veganismus" mit dem Retortenfleisch erledigt ist

Da wäre ich mir nicht so sicher. Es gibt ja auch noch andere Gründe warum Veganer Fleisch meiden. Zum Beispiel den gesundheitlich Aspekt. Es ist ja nach wie vor "krebsfördernd". Naja, wird sich zeigen - vielleicht wird das Retortenfleisch ja besser.

aber Hauptsache kein Tier muss mehr leiden

So ist es :thumbup:



Wenn du ein Problem hast, versuche es zu lösen. Wenn du es nicht lösen kannst, mache es nicht zum Problem.
-- Buddha --

Veg-BadgeVeg-Badge

antworten | zitieren
12.07.2019, 10:47 Uhr
Zitat Klimaradler: ... und deshalb bin ich auch sehr sicher, dass sich "echter Veganismus" mit dem Retortenfleisch erledigt ist ...


Da bin ich mir auch nicht so sicher. Nachdem es ja mittlerweile einige Burgerpatties gibt, die Fleisch einigermaßen gut nachahmen, habe ich für mich bemerkt, dass mich diese Ähnlichkeit abschreckt, obwohl es ein veganes Produkt ist. Bei Retortenfleisch wäre es sicher nicht anders. Dazu kommt, wie Habanero schon schrieb, der gesundheitliche Aspekt, der für mich mittlerweile eine große Rolle spielt wie für viele andere Veganer wahrscheinlich auch.

Es wäre zudem nur ein Ersatz für Fleisch, also für eine vegetarische Ernährungsweise geeignet. Veganer stellen in ihrer Ernährung weit mehr um, arbeiten mit anderen Produkten, die Milch, Sahne, Butter und Käse "ersetzen" und viel bekömmlicher sind als tierische Produkte. Von daher gehe ich davon aus, dass sich die pflanzliche Ernährung eher noch weiter verbreiten wird.
antworten | zitieren
14.07.2019, 17:47 Uhr
Zitat DaisyDuck:Hallo Dominic,
vielleicht magst Du ja über Deine Autoimmunerkrankung und die Auswirkungen der veganen Ernährung einen kleinen Bericht schreiben, wäre sicherlich interessant.
Da Du von Schüben schreibst, ist es MS ?

Viele Grüße Petra


Hi Petra,
ja ich werde mal demnächst einen Bericht dazu schreiben. Ich bin der Meinung (fast) jeder kann mit seine Autoimmunerkrankung ohne Medikamente in den Griff bekommen. Einzigen Ausnahmen sind vielleicht Krankheiten wie Typ 1 Diabetes die sich zwar bessern, aber trotzdem weiterhin Medikamente genommen werden müssen, da es ohne nicht mehr geht.
Ich selber hatte juvenile rheumatoide Arthritis. Alle möglichen Therapieansätze und Therapien haben nicht funktioniert, selbst eine normale vegane Ernährung nicht.
Und die Medikamente die ich bekommen habe, haben nicht geholfen und teilweise schwere Nebenwirkungen verursacht.

Zitat PittBull:Ich denke halt es spielen ganz viele Dinge eine Rolle. Also ich habe vor ein paar Jahren die 30 Tage Vegan leben nach Attila Hildmann gemacht, fand ich das alles sehr aufwendig und auch teuer.
Die Leute in deinem Umfeld beeinflussen dich auch ein Stück weit, klar sollte man sich nicht beeinflussen lassen aber vor allem wenn das alles bei einem selbst noch nicht gefestigt ist, kommen schnell Zweifel auf.
Und ich hatte so viel um die Ohren das ich mir selbst eingeredet habe, das mir das gerade zu viel und zu kompliziert ist. Was eigentlich Quatsch war.
Was ich jetzt nach ewig vielen berichten und Videos Erfahren habe: in einer veganen Ernährung nehmen wir zu wenig Jod auf, denn die Höchstgrenze an der empfohlenen Salzgrenze deckt nur die Hälfte des Bedarfs. Und irgendwie kenn ich keinen der regelmäßig Algen isst o.O so was wär auch gut zu wissen, denn überall redet man nur von B12 und ansonsten Schwachsinn wie z.B. Proteine. :crazy:

Ich finde es ist ein Prozess, bei dem das Ziel immer sie Vegane Ernährung sein sollte aber irgendwo muss man anfangen und da ist Vegetarisch leben der erste große Schritt.


Die Umstellung ist für einige Menschen anfangs schwierig, vor allem wenn sie nicht so gut kochen können. Man entwickelt aber ziemlich schnell eine Routine und gewöhnt sich daran. Das größte Problem ist mMn unterwegs geeignete Produkte zu finden, was sich allerdings immer mehr bessert.
In Großstädten gibt es immer mehr vegane Restaurants und immer mehr vegan Alternativen.

Ich persönlich habe zwei Gedankengänge die mich davon abhalten würden, selbst wenn ich verlangen nach Fleisch/tierischen Produkten hätte:
1. Wir in Deutschland/Europa und in der westlichen Industrienationen sind extrem gut dran. Andere würden sterben, um den Luxus zu erlangen den wir haben. Was bedeutet anfänglich ein klein wenig mehr Aufwand, wenn wir genug zu essen haben, ein warmes Dach überm Kopf und uns fehlt es in den meisten Fällen an keinen Grundbedürfnissen.
2. Ein wenig mehr Aufwand für uns, bedeutet mehr Qual für die Tiere die so ihr ganzes Leben so verbringen müssen. Selbst Bio aus dem Supermarkt ist teilweise allerschlimmste Massentierhaltung.
Deshalb würde ich persönlich auch deutlich mehr Aufwand akzeptieren. Und wie schon erwähnt ist der anfängliche "Aufwand" den wir erbringen müssen minimal und im Grunde nur darauf bezogen, dass wir uns umstellen müssen und nicht auf die vegane Ernährung im Allgemeinen bezogen.

Ich persönlich nehme übrigens unregelmäßig Jodtabletten zu mir, da ich kaum Fertigprodukte zu mir nehme und wenig Salze. Einige Fertigprodukte sind jodiert und ansonsten reicht es ab und zu mal eine Jodtablette zu nehmen. Ich glaube sogar der einzige Grund, weshalb tierische Produkte B12 und Jod enthalten, ist die Supplementierung in der Viehzucht. D.h. du nimmst die Nährstoffe über einen Umweg auf, der zusätzlich noch viele ethische, gesundheitliche und ökologische Nachteile hat.

Ich bashe übrigens niemanden der sich nicht vegan ernährt. Das schlimmst was man machen kann ist anderen Vorwürfe zu machen. Der beste Weg ist mMn Mitmenschen zum Denken anzuregen und ihnen die ganzen Vorteile, die eine vegane Ernährung hat und Nachteile die die Viehzucht mit sich bringt aufzuzeigen.
Ich wollte mit meinem Post lediglich klarstellen, dass Vegetarismus nicht die logische Konsequenz wäre, um Tierleid zu vermeiden.
1x bearbeitet

antworten | zitieren
Antworten

Nächster Thread:

Wie beeinflusst Veganismus die Natur wirklich?

Weiterlesen:

Forensuche

Werde Teil der Community

Melde Dich jetzt an und werde Teil einer der freundlichsten veganen Communities. Kostenlos.
Jetzt registrieren