vegetarisch \//\\/ vegan

Erstellt 22.06.2020, 21:15 Uhr, von Salma. Kategorie: Umwelt & Tiere. 15 Antworten.

vegetarisch \//\\/ vegan
22.06.2020, 21:15 Uhr
Ich eröffne mal nen anderen Thread, damit wir nicht den "Kochinspirations-Thread zu sehr mit der angeregten Diskussion aufweichen...

Also mein Kommntar "vegetarisch zählt für mich nicht" bezog sich ja auf die Nachricht von Imoho, dass Rügenwalter zu 30 % vegetarisch UND vegan produziert.

Grundsätzlich frage ich mich, wozu sollte man nur "halbherzige" Ersatzprodukte, in denen immer noch Eier/Milch etc. verwendet werden, konsumieren, wenn es denn auch bereits rei pflanzliche gibt? Meine daraus abgeleitete Frage ist auch wirklich ernst gemeint: Wieviel Anteil ist denn bei Rügenwalder vegan?

Für Interessenten habe ich hier einen aufschlussreichen Artikel "für veggie-Wurst sterben mehr TIere als für das Original", (es wird gaz konkret durchgerechet, wieviel Tiere für die Eier"produktion" statt der Fleisch"Produktion" leiden/sterben müssen):
https://www.stern.de/genuss/essen/rechenbeispiel--fuer-veggie-wurst-sterben-mehr-tiere-als-fuer-das--original--8350418.html

Vorhin stand ich vor dem Ersatzprodukte-Regal (das ich immer mal wieder gerne nach neuen Produkten scanne), und da griff der Bursche neben mir (ca 25 Jahre alt) sowohl zum incredible Burger, als auch zu einer vegetarischen Salami.


Ich fragte ihn, ob er den Unterschied zwischen den beiden Symbolen mit der Blume kenne: dass bei einem VEGAN steht, bei dem anderen, mit derselben Blume gekennzeichnet, VEGETARISCH?

Er war total überrascht, hat betont, er sei Vegetarier, aber er hat den Unterschied bisher weder an dem Symbol der Blume mit Textzeile erkannt, noch darüber nachgedacht, worin bei den Bestandteilen der Unterschied liegt.


Als ich sagte: "na, wozu denn noch ein Produkt kaufen, für das auch Tiere in Massentierhaltung ihr Leben fristen und schlussendlich gekillt werden nach viel zu kurzem Leben, wenn es auch ein Ersatzprodukt im Regal gibt, das rein pflanzlich ist und auch auf diese Ersatz-Tierqual verzichtet?"

Da nahm der Bursche seine VEGETARISCHE Salami wieder aus dem Körbchen und stellte sich nochmal vor das Regal. :D Ick freu mir total darüber!

Aufklärung ist einfach das Wichtigste!

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Hi,

was hältst Du davon? :star:

LG!
22.06.2020, 23:06 Uhr
@Salma - hast Du gut gemacht :thumbup: und ich hoffe der Bursche schaut sich die Zutatenlisten zukünftig an - ist ja kein Buch mit sieben Siegeln.
Zu Deiner Frage, wieviel Prozent bei Rügenwalder vegan ist kann ich Dir nichts sagen - ich kaufe ab und an die veganen Nuggets oder bekomme bei meiner Ma die veganen Steaks "Typ Rind" - die Produktpalette kannst Du dir bei https://www.ruegenwalder.de/vegetarische-und-vegane-produkte anschauen, wie hoch der Prozentsatz beim Umsatz ist ????


Ich halte Aussagen wie "Vegetarier sind am Tierleid schuld" für ziemlich platt, die meisten der Veganer, die Vegetarier pauschal verurteilen und Moralapostel spielen haben vermutlich nicht einmal die Kompetenz aber auf keinen Fall die Reichweite von Hannes Jaenicke, Ralf Ruthe und vermutlich auch Leonardo DiCaprio ;-)

Hier mal ein neues Statement von Ralf Ruthe:
"Es sind Menschen wie dieser Schweinebaron aus Gütersloh, wegen denen der Planet vor die Wand fährt", twittert Ruthe in die Richtung von Unternehmer Clemens Tönnies. "Halten sich null an Regeln, kein Respekt vor Mensch und Tier, alles um knorpelige Fleischwurst billig zu produzieren.
Vegetarisch leben: super-einfach. Probiert es, jetzt erst recht!"
https://www.facebook.com/ruthe.de/photos/a.10152319643284417/10158337598804417/
https://www.nw.de/lokal/bielefeld/mitte/22808386_Corona-Alarm-Ralph-Ruthe-schiesst-scharf-gegen-Schweinebaron-Toennies.html
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23.06.2020, 00:46 Uhr
Zitat Hinterfrager:
Ich halte Aussagen wie "Vegetarier sind am Tierleid schuld" für ziemlich platt, die meisten der Veganer, die Vegetarier pauschal verurteilen und Moralapostel spielen haben vermutlich nicht einmal die Kompetenz aber auf keinen Fall die Reichweite von Hannes Jaenicke, Ralf Ruthe und vermutlich auch Leonardo DiCaprio ;-)

Der Vergleich ist noch viel platter. :angel:
Angemessen wären Vergleiche mit anderen Promis: Joaquin Phoenix, Billie Eilish, Dr. Mark Benecke.
Und selbstverständlich sind pauschale Verurteilungen immer doof, aber die Aussage, dass man auch als Vegetarier zu Tierleid und Umweltausbeutung beiträgt, ist leider fast immer richtig.

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23.06.2020, 08:47 Uhr
Hier auch ein Link auf Vegpool:
https://www.vegpool.de/magazin/darum-werden-vegetarier-vegan.html
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23.06.2020, 10:30 Uhr
Noch ein Wort zu den Vegetarier*innen: die vegane Aufklärung heute und zur Zeit als ich angefangen habe mit der vegetarischen Ernährung ist ein Unterschied fast wie Tag und Nacht, damals war ich froh über den Vegetarierbund und deren Zeitung überhaupt etwas über vegetarische Ernährung zu erfahren. Bei unseren regelmäßigen Herbsttreffen oder Silvestertreffen war die Anzahl der Veganer in Deutschland noch recht gering und es war damals auch noch recht schwierig auswärts vegetarisch zu essen, geschweige denn vegan. Und wir hatten bei einem Treffen Besuch aus der damals noch existierenden DDR, ein Rentnerehepaar das auch vegetarisch lebte. Und das wurde dort sehr misstrauisch beäugt, weil es ja dort damals noch die Devise gab, dass jeder die Möglichkeit haben sollte Fleisch zu essen.
Das ist vielleicht auch ein Grund, dass sich Leute wie PeeBee und auch ich lange "nur" vegetarisch ernährt haben, vegane Foren gab es ja damals auch noch nicht ! Das werden mir die älteren unter uns sicher bestätigen.
Lieben Gruß
METTA



1x bearbeitet

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23.06.2020, 15:25 Uhr
Zitat Sunjo:
Der Vergleich ist noch viel platter. :angel:
Angemessen wären Vergleiche mit anderen Promis: Joaquin Phoenix, Billie Eilish, Dr. Mark Benecke.
Und selbstverständlich sind pauschale Verurteilungen immer doof, aber die Aussage, dass man auch als Vegetarier zu Tierleid und Umweltausbeutung beiträgt, ist leider fast immer richtig.

Ist das so ?
Der Veganer welcher eine pauschale Verurteilung benutzt und Vegetarier Tierleid und mangenden Umweltschutz vorwirft, muss sich an Vegetarier messen und da sind die von mir genannten Personen denke ich ein idealer Gradmesser.
Und wenn pauschale Verurteilungen blöd sind, warum werden diese verstaubten Schubladen dann benutzt ???
Als Veganer kann man auch trefflich zum Tierleid und zur Umweltzerstörung beitragen ;-)
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23.06.2020, 15:34 Uhr
Ich hab das Gefühl du versuchst hier gerade eine selbstgebastelte Strohpuppe niederzuargumentieren. Viel Spaß dabei.
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24.06.2020, 09:51 Uhr
Hallo,
der Unterschied zwischen vegetarisch und vegan ist in meinen Augen der diesen Lebensformen unter ethischen Aspekten inbegriffene Speziesismus / Antispeziesismus.
https://www.peta.de/speziesismus
https://www.peta.de/soziale-gerechtigkeit-speziesismus
https://de.wikipedia.org/wiki/Speziesismus

Will sagen: Ich war ja auch jahrzehntelanger inkonsequenter Vegetarier - habe immer gesagt, wenn es zuhause Fleisch geben sollte: "für mich muss kein Tier sterben" (das bedachte ich weder bei meinen Lederschuhen noch den Gummibärchen - deshalb schreibe ich "inkonsequent"). Ich sah und fühlte nicht, dass ich mit dem (ebenfalls) ungeprüften Konsum von Milch, Eiern, Wolle, Seide (auch nicht vegetarisch) immer noch sowohl Mord als auch Unterjochung anderer Spezies beauftragte - ich ruhte mich aus, genoss nach erkannter Laktoseintoleranz die mittlerweile angebotenen laktosefreien Produkte wie Milch und Milchschokolade. Ich schäme mich heute sehr dafür. Irgendwann stieß mich eine vegangewordene Freundin mit dem Satz an: "ich halte diese Grausamkeiten gegen die Nutztiere nicht mehr aus, ich mache da nicht mehr mit". Und da war sie, die (leider) notwendige Anregung, vegan zu werden.

Dieses Gefühl, was dahintersteckt, mich nicht in diese "Herrschaftsklasse" selber einordnen zu dürfen, hat sich bei mir die letzten Jahre danach noch immer weiter ausgeprägt. Deshalb finde ich mittlerweile zwar ALLE menschlichen Aktionen gut und auch notwendig, die zu WENIGER Tierleid führen (weil unsere Welt voll davon ist), im Herzen bin ich jedoch mittlerweile GRUNDLEGEND gegen die (omnivore und vegetarische) Einstellung, dass wir Menschen Tiere für unsere Zwecke benutzen dürfen - nur, weil wir es können, weil wir es schon immer machten, weil wir es so bequem finden, weil es uns schmeckt, weil es zu unserer Kultur gehört etc.


Und wenn ein Herr Jaenicke (oder andere medienwirksame Vegetarier) meint, irgend ein italienisches Milch-Eis konsumieren zu dürfen (las ich in einem Post von Hinterfrager), weil er an anderer Stelle sehr viel Argumentations-Arbeit gegen Fleischkonsum leistet, dann empfinde ich (persönlich!) das als nicht konsequent. "Vegetarismus" ist in meinen Augen eine Einstiegs-Einstellung (in der ich Jahrzehnte verweilte), die dann auch irgendwann weitergehen sollte, wenn die Menschen sich nicht darauf ausruhen im Sinne von "ich entbehre nun doch schon genug, wenn ich auf Fleisch verzichte - aber wir sind schließlich immer noch kulturell geprägt durch Konsum von tierischen Produkten" und ihre Augen und Herzen wieder geschlossen halten.

Aus diesem tiefen Gefühl der Gleichheit/Gleichberechtigung mit anderen Lebewesen lehne ich die Nutzung eines Tieres für unsere menschlichen Interessen ab. (Ich weiß, es wird noch lange in manchen Bereichen sehr schwierig sein, darauf zu verzichten: in der Medizin z.B., aber deshalb finde ich die Arbeit der Ärzte gegen Tierversuche so förderungswürdig, und z.B. auch Peta investiert in die Entwicklung von tierleidfreien Forschungsmethoden!).


Wenn man Tiere rettet, und ihnen ein besseres Leben als vorher bietet, finde ich das nicht nur ok sondern unterstützenswert - ja sogar verpflichtend, denn diese Geschöpfe können ihr eigenes Leben nicht mehr freilebend führen, da sie überzüchtet sind. Wenn es aber dann um die Nutzung der ihnen bzw. der Natur gehörenden Produkte geht, wird es für mich sehr schwierig (Eier von überzüchteten Rettungshühnern - die durch die Überzüchtung viel zu häufig Eier legen müssen, Wolle von Rettungsschafen, die leider zu viel Haarwachstum angezüchtet bekommen haben etc). Eine (leider) ehemalige Nutzerin hier im Forum schrieb, dass sie die Eier ihrer Schützlinge in den Wald bringen, für die Wildtiere, die, wenn die Tiere freilebend gewesen wären, diese vermutlich sowieso gefressen hätten (keine Ahnung mehr: Marder oder so). Das empfinde ich als liebevolle, respektolle Einstellung.


Auch Tierzucht aus Artenschutzgründen ist in meinen Augen nur korrekt, wenn das Ziel ist, diese Tiere dann auch auszuwildern und unsere Erde zu bereichern. Das machen weder Zoos, noch Bauern, die sich auf alte Hühnerrassen spezialisiert haben.


Der Vergleich von Effektivität eines wie auch immer gearteten Veganers (Antispeziesist, aber kein VIP) mit der Reichweite eines medienwirksamen Vegetariers (Speziesist) funktioniert in meinen Augen nicht, ist für mich unsinnig. Nicht jedem Menschen ist es angeboren, sein Gesicht gerne in eine Kamera zu halten und dann seine - bereits durch seine tierrechtsfremde Arbeit (hier Schauspielerei) - Medienaufmerksamkeit nun für den Konsum von weniger Fleisch zu nutzen. (BTW: da gebe ich Sunjo recht, Hinterfrager, mir ist nicht klar, wen -unter uns- Du mit diesen häufig angebrachten Beispielen erreichen bzw. in die Schranken weisen willst).

Möge jeder tun, was er kann, Augen und Herz geöffnet lassen und gerne an seine Grenzen und darüber hinaus gehen für mehr Gerechtigkeit auf dieser Welt. :heart:



7x bearbeitet

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24.06.2020, 11:43 Uhr
Die Aussage von Hannes Jaenicke bezüglich Milcheis beim Italiener kenne ich nicht. Mir ist lediglich ein Interview bekannt (meine sogar, ich hätte hier mal einen Link dazu gepostet), in dem er sich selbst als Veganer bezeichnet. Bei vielen Eisdielen gibt es auch veganes Eis, zumindest Fruchtseissorten sind es häufig (seufz).
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24.06.2020, 15:21 Uhr
Hallo Vegbudsd,
das kommt in bei einem link bei Hinterfrager vor , wo jemand ihn am Ammersee besucht.


Lieben Gruß
METTA
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