Beziehungen mit Omnivoren?

Erstellt 29.12.2016, 21:17 Uhr, von leajetsia. Kategorie: Allgemein vegan. 34 Antworten.

13.02.2017, 13:58 Uhr
Also, ich frag mich schon auch, was es am veganen Essen zu tolerieren gibt. Es ist ja nicht so, dass ich dabei irgendeinen Giftcocktail zusammen mische... sondern es handelt sich ja um essbare Lebensmittel in seiner eher ursprünglichsten Form.
Nur dass mein Essen vorher niemand getötet haben muss. Oder zwangsgeschwängert. Oder sonstwie misshandelt.

Und Pummelchen muss ich aber auch recht geben: wenn ich mit anderen zum Essen gehe, muss ich akzeptieren, dass sie nicht vegan essen. Ansonsten darf ich halt dann nicht mitgehen, wenn mich das stört.

Aber ich toleriere ganz sicher nicht, dass mein Partner weiterhin omnivor isst, wenn ihm all die Fakten bekannt sind, die auch mich zum Umdenken bewegt haben.

Klar ist aber auch, dass eine Beziehung zwischen Veganern in die Brüche gehen kann.


Vegan ist nichts für Feiglinge

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13.02.2017, 15:16 Uhr
Hmm... also irgendwie bin ich wohl falsch verstanden worden... tut mir leid, wenn ich mich etwas ungeschickt ausgedrückt habe.

Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass ich jede andere Ernährungsart auch toleriere und respektiere. Jeder muss es eben für sich wissen.
Für manche ist "vegan sein" eben "zu extrem" und für andere "nur logisch". Ich kann anderen doch nicht meine Meinung und meine Ansichten aufzwingen.

Und Ejala: wie kannst du von einem anderen Menschen erwarten, dass er auf eine Situation (oder eben Fakten) genauso reagiert wie du? Er ist nicht du. Und nur weil dich etwas zum Umdenken bewegt, heißt es nicht automatisch, dass dein Gegenüber auch umdenkt...
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13.02.2017, 15:47 Uhr
Nunja. Ein Thema für sich.
Mein Mann isst Fleisch, sehr wenig aber er isst es. Er ist sehr aufgeschlossen und probiert hier und da auch mein essen und findet es gut.
Er verteidigt mich auch vor anderen, und gibt mir aber gegenüber zu, das er das nicht schaffen würde und auch nicht möchte.

Ich akzeptiere das, und ich kann das sehr gut trennen, denn das macht ihn als Menschen nicht aus. Ich mache Menschen nicht an ihrer Ernährung fest. Fast alle meine Freunde essen Fleisch in Maßen. Es waren vorher meine Freunde und die sortiere ich nicht aus, nur weil ich jetzt gerne vegan sein möchte.
Ich akzeptiere meine Freunde so wie sie sind als Mensch, und sie mich auch.


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13.02.2017, 15:53 Uhr
Nun, wenn ich bisher der Meinung war, er und ich lieben uns, dann hat das ja Gründe. Zum Beispiel, dass wir beide sehr tierlieb sind und auch empathiefähig.
Hätte mein Gatte sich gegen Vegan gestellt, dann hätte ich mich natürlich schon gefragt, wo seine Empathiefähigkeit geblieben ist. Wenn er doch inzwischen weiß, wie die Tiere systematisch gequält und getötet werden. Für ein paar Sekunden Gaumenkitzel....

Ja, Suse, ich erwarte von dem Menschen, den ich liebe, dass er in gewissen Dingen meine Meinung teilt, bzw umdenkt. Und bei Vegan geht es auch nicht nur ums Essen oder eine Meinung, es ist für mich eine Lebenseinstellung geworden. Und wenn nun die Lebenseinstellungen von meinem Partner und mir so eklatant abweichen, gibt es für diese Beziehung - in meinen Augen - keine Zukunft.


Vegan ist nichts für Feiglinge

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15.02.2017, 23:08 Uhr
Hm..
Mir fällt auf, dass Veganismus doch häufig als reine Ernährungsform praktiziert (oder angesehen?) wird.
Ich vermute, dass das u.a. Ursprung unterschiedlicher Ansichten zu dem Thema ist.

Für mich persönlich macht es durchaus auch auf menschlicher Ebene einen Unterschied,
ob jemand vegan lebt oder nicht.
Einstellungstechnisch kann ( muss nicht - je nachdem, aus welchen Beweggründen jemand vegan ist oder sich nur vegan ernährt ) das doch eine riesige Kluft zwischen 2 Menschen herauf beschwören.

Ich empfinde ebenso den Begriff "Toleranz" in Zusammenhang mit Massenmorden, die an Tieren begangen werden, Qualen, die für unseren Genuss ausgetragen werden müssen als obskur.
"Leben und leben lassen"... Gerade "..leben lassen" sollte für einen Veganer doch nicht nur unter Menschen seine Gültigkeit finden.

Ich verstehe auch nicht, weshalb immer eine geschmacklich adäquate Alternative existieren muss, um überhaupt in Betracht ziehen zu können, sich vegan zu ernähren.
Es geht hierbei doch alleinig um Genussmittel.
Für das Wohl Aller ( das Wohl der Tiere, unser Wohl, für die Umwelt und somit auch das Wohl jeglicher zukünftiger Existenz ) sollte der Verzicht auf etwas, das niemand benötigt, das man allenfalls verdammt lecker findet doch das kleinste Problem darstellen.

Ich persönlich könnte mir nicht mehr vorstellen, eine Beziehung mit einem Nicht-Veganer einzugehen, da mir dann die Einstellung zum eigenen Leben, zum Leben anderer Lebewesen und zum Erhalt unseres Planeten, wie wir ihn zum Überleben benötigen viel zu fern ab von meinen eigenen Ansichten wäre.

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