Fleischersatzprodukte-Fleischähnlich oder lieber UNähnlich?

Erstellt 10.07.2020, 00:08 Uhr, von Imene. Kategorie: Allgemein vegan. 32 Antworten.

20.10.2020, 16:23 Uhr
Hi, hab ich mittlerweile auch für mich rausgefunden: Stehe immer wieder vor dem veganen, rosa "wie Hack" oder einer incredible Bratwurst im Kühlregal, aber das sieht sooooooo abstoßend echt aus, sodass ich es nicht schaffe zu kaufen. Ich kauf lieber Pseudo-Tofu-Würste aus dem Bioladen, denen ich ansehe, dass sie pseudo sind... :D
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Hi,

was hältst Du davon? :star:

LG!
23.10.2020, 15:12 Uhr
Ich hatte mit meinem Freund spaßeshalber mal eines dieser Fertigprodukte von Rügenwalder Mühle probiert. Das waren die Cordon Bleu und ich bin ehrlich: Nein! Nein, nie wieder. Das schmeckte mir ZU sehr nach Tier. Hatte mir danach (ohne Witz) den Mund ausgespült und war froh als ich dann mein Müsli gegessen hatte. Denn so was will ich nie wieder erleben. Selbst unsere veganen Sojasteaks schmecken nicht mal annähernd nach Tier, aber halt lecker nach den Gewürzen die wir dazu geben. Komischerweise hatte ich bei den veganen Bratwürstchen weniger Probleme, aber die schmeckten auch eher nach Soja und Gewürze. Wahrscheinlich lag's daran. :surprise:

Deswegen: Veganer Reibekäse und Frischkäse gehen, aber da schmecke ich auch eher die Nuss oder das Kokos heraus. Nur alles was irgendwie wie Fleisch schmeckt oder Kuhmilch wäre mir to much. Hätte ich nie gedacht, dass das bei mir mal kommt, aber ich bleibe dann doch lieber beim leckeren frischen Gemüse, den Linsen und den herrlich schmeckenden Bohnen. :clap: :heart:
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24.10.2020, 09:41 Uhr
Zitat PuschelQueen:

Deswegen: Veganer Reibekäse und Frischkäse gehen, aber da schmecke ich auch eher die Nuss oder das Kokos heraus. :clap: :heart:


Hast du schonmal den "Reibekäse" von Simply probiert? Den hab ich mir mal von REWE gekauft und selbst meine männlichen Mitbewohner :green: haben nicht gemerkt, was ich ihnen da untergemogelt habe!
Nur mein Mann (extreme Laktose- und Fruktoseintolleranz) hat überrascht festgestellt, dass er nach dem Essen keine Bauchprobleme hatte. :lol:
Ich fand den "Käse" geschmacklich und von den Schmelzeigenschaften sehr nah am non-veggie Original.
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08.12.2020, 18:17 Uhr
Wir probieren hin und wieder mal ein Ersatzprodukt, eher immer aus Neugierde. So haben wir gestern den veganen Fleischkäse von Veggyness (mit Bratkartoffen und Rosenkohl) probiert und ich muss sagen der hat so was von lecker geschmeckt, schön feste Konsistenz und super würzig. Es war das erste Ersatzprodukt was sogar meiner Frau geschmeckt hat.
Vielleicht probieren wir das auch mal " nachzubauen " mit Seitan, damit machen wir auch ab und zu Würstchen.
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10.12.2020, 13:50 Uhr
Zitat PuschelQueen: Nein! Nein, nie wieder. Das schmeckte mir ZU sehr nach Tier. Hatte mir danach (ohne Witz) den Mund ausgespült und war froh als ich dann mein Müsli gegessen hatte. Denn so was will ich nie wieder erleben. Selbst unsere veganen Sojasteaks schmecken nicht mal annähernd nach Tier, aber halt lecker nach den Gewürzen die wir dazu geben.


Fleischersatzprodukte heißen Fleischersatzprodukte, weil sie vom Geschmack her als auch von der Konsistenz / Textur her dem mit Fleisch hergestellten Produkt möglichst ähnlich sein sollen. Wenn ich Fleischgeschmackusw. nicht mag und auf keinen Fall essen will, brauche ich auch kein einiges Fleischersatzprodukt. Diejenigen aber, die wegen ihrer Gewöhnung an die vom Elternhaus her oder in langen Jahren antrainierten geschmacklichen Präferenzen nach der Umstellung auf vegane Ernährung etwas vermissen, finden in Fleischersatzprodukten eine tolle Möglichkeit, beides zu verbinden: Die Erfüllung der Geschmackswünsche gepaart mit dem Wunsch, dass für mein Essen niemand, also auch kein Tier zu leiden hat. Dass dabei nicht immer alle ökologischen Maximalforderungen erfüllt werden (Transport, und ökölogischer Fußabdruck) stört mich so lange nicht besonders, als bei entsprechenden tierischen Produkten eigentlich der ökologische Fußabdruck IMMER wesentlich größer ist und mehr Klimaschaden angerichtet wird. Wenn wir alle vegan leben, kümmern wir un um den Rest ganz intensiv - versprochen. Bis dahin ist mir alles willkommen, was neben Tierleid und Tiertod auch den Fußabdruck vermindern hilft. Das darf dann auch gerne nach Fleisch oder Fisch schmecken und über den Atlantik geflogen sein.
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10.12.2020, 14:15 Uhr
Ich möchte dazu noch anmerken, dass die Zielgruppe der Fleischersatzprodukte keinesfalls die Veganer sind, sondern die Flexitarier. Die Zielgruppe der Veganer ist einfach (noch) zu klein. Ich hatte letztens diesbezüglich einen sehr interessanten Artikel in der Fachpresse gelesen, in dem es genau darum ging.
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10.12.2020, 15:30 Uhr
Die Erfüllung der Geschmackswünsche gepaart mit dem Wunsch, dass für mein Essen niemand, also auch kein Tier zu leiden hat. Dass dabei nicht immer alle ökologischen Maximalforderungen erfüllt werden (Transport, und ökölogischer Fußabdruck) stört mich so lange nicht besonders, als bei entsprechenden tierischen Produkten eigentlich der ökologische Fußabdruck IMMER wesentlich größer ist und mehr Klimaschaden angerichtet wird. Wenn wir alle vegan leben, kümmern wir un um den Rest ganz intensiv - versprochen. Bis dahin ist mir alles willkommen, was neben Tierleid und Tiertod auch den Fußabdruck vermindern hilft


Ich meine schon, dass wir auf ein paar Geschmackswünsche verzichten müssten, wenn wir wirklich etwas verändern wollen. Solange wir uns nur immer unsere Komfortzonen polstern, verschieben wir doch die Probleme nur.
Gut, ich verzichte auf Milch und Fleisch, damit keine Tiere für mein Essen leiden und um weniger Umwelt- und Klimaschaden anzurichten. Das ist mir persönlich das Wichtigste an der Sache. Wenn ich nun aber massenhaft Cashew, Kokos, Jackfruit usw. konsumiere, nehme ich nicht nur riesige Transportwege in Kauf, die meine Klimaverdienste gleich erheblich schmälern, sondern sorge noch für ganz andere Entwicklungen in den betreffenden Ländern, die ich z.T. nur ahnen kann.


Je mehr die Nachfrage nach diesen Lebensmitteln wächst, umso mehr wird auf Masse angebaut. Das heißt Monokulturen, für die Naturgebiete weichen müssen oder auch Anbauflächen, die die Bewohner dieser Länder für ihre eigene Ernährung nutzen könnten. Stattdessen arbeiten sie für Hungerlöhne unter prekären Bedingungen auf Plantagen und können sich die dort angebauten Lebensmittel selbst nicht mal leisten.


Tierleid gegen Menschenleid? Kann ja wohl auch nicht richtig sein.
Nein, wenn wirklich niemand leiden soll, gibt es keinen anderen Weg als echten Verzicht.
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10.12.2020, 19:42 Uhr
Je mehr die Nachfrage nach diesen Lebensmitteln wächst, umso mehr wird auf Masse angebaut. Das heißt Monokulturen, für die Naturgebiete weichen müssen oder auch Anbauflächen, die die Bewohner dieser Länder für ihre eigene Ernährung nutzen könnten. Stattdessen arbeiten sie für Hungerlöhne unter prekären Bedingungen auf Plantagen und können sich die dort angebauten Lebensmittel selbst nicht mal leisten.


Auch hier wieder eine kleine Korrektur: Das "Mehr auf Masse" ist nicht wirklich ein Mehr, vielmehr ein "statt dessen" und vielleicht auch mit weniger Tierleid verbunden. Ja, 7,6 Milliarden Menschen weltweit verteilt in fruchtbaren wie unfruchtbaren Gegenden und so weiter und so fort lassen sich nicht alle jeweils vor Ort ausreichend versorgen, ohne Transportleisstungen oder auch ohne die fruchtbaren Gebieten möglichst viel menschennutzbare Nahrung abzutrotzen. Die Arbeit an menschenfreundlichen Produktionsmöglichkeiten und möglichst kleinem ökologischem Fußabdruck soll doch wegen veganer Ernährung nicht fallen gelassen werden - im Gegenteil: Sie ist der Einstieg in menschen - und tierfreundliche Lebensmittelproduktion und ökologisch wertvolle Landwirtschaft! Deshalb sollten wir die "Einstiegsdroge" Fleischersatzprodukte nicht verteufeln, auch wenn damit nicht alle Forderungen auf einmal erfüllt werden. Sie aber sind der Einstieg in den Ausstieg aus der bisherigen Lanmdwirtschaftsideologie, die sich nicht vorstellen will, ohne Tierleid und ohne Tiertod zu produzieren.
Darauf aber kommt es im ersten Schritt ganz klar an!
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10.12.2020, 21:59 Uhr
Es ist ja für jeden unterschiedlich leicht oder schwer, auf etwas zu verzichten. Menschen mit Stress in Beruf oder Familie brauchen andere Nahrung als entspannte Leute. Von daher ist es m E. ok, wenn jeder das tut, was er kann.
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17.02.2021, 14:21 Uhr
Ich weiß noch nicht wie zitieren geht,da ich neu im Forum und neu in bzw. mit der Auseinandersetzung bin... Die Aussage von Vegbudsd kann ich nur unterschreiben, dass die Ersatzfleischprodukte etc. gut sind, um den lebenslangen Fleisch und Käsegenuss etc umzupolen. Also mir kann dadurch die Umstellung von herkömmlichen Würstchen etc. auch im Sommer suf dem Grill sicher eine Erleichterung schaffen, da ich ganz in den Anfängen der veganen Ernährung stecke. Sogar soweit am Anfang, dass ich erstmal noch vorhandene Reste im Kühlschrank esse und nach und nach umstelle und ab jetzt definitiv ÜBERWIEGEND noch vegane Produkte ksufen werde...kann sein, dass ich Fleisch nicht vermisse, da auch vorher wenig konsumiert, aber für den Anfang wäre es evtl eine Alternative ab und zu bei Heißhungerattacken darauf zurück zu greifen 🤷🏼‍♀️
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