Hilfe mein Vater ist Jäger!

Erstellt 26.07.2019, 15:01 Uhr, von Valentin23. Kategorie: Allgemein vegan. 17 Antworten.

31.07.2019, 07:56 Uhr
Diese Aussage kann Jesus allerdings nicht auf Tiere bezogen haben, da er selbst bei der Speisung der 5000 Fische verteilt hat.

Von daher finde ich es immer schwierig, die Bibel als Textquelle für pro oder kontra Punkte in verschiedenen Bereichen (nicht nur Ernährung) heranzuziehen. Mal davon abgesehen, dass es für mich erhebliche Diskrepanzen gibt von dem was Gott im alten Testament fordert und dem was Jesus gepredigt haben soll.
लोकाः समस्ताः सुखिनो भवन्तु,

Lokah Samastah Sukhino Bhavantu - Mögen alle Wesen auf dieser Welt verbunden sein, in Harmonie sein und Glück erfahren. (Sanskrit)

Dana

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31.07.2019, 08:21 Uhr
Egal ob das nun in irgendeiner Bibel oder sonst wo steht finde ich den Satz "Du sollst nicht töten" einen der wichtigsten, den die Menschheit je hervorgebracht hat - und da steht eben nix von "Du sollst nur Menschen nicht töten, aber sonst isses egal" oder so...


Im Suttanipata, einem der Lehrredensammlungen des Buddhismus, sagt der Buddha an einer Stelle über alle (!) Lebewesen: "Diese sind wie ich, ich bin wie jene. Wer dies erkennt, lässt ab vom Töten". Das ist ja ein ähnlicher Satz wie "Du sollst nicht töten", schliesst aber ALLE ein, nicht nur den Menschen. Allerdings ist auch hier eine grosse Distanz zwischen Anspruch und Realität. Ich habe auf vielen buddhistischen Veranstaltung gesehen, dass viele dort Fleisch aßen.

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31.07.2019, 10:06 Uhr
Hallo PeeBee,

Zitat PeeBee:Ich habe auf vielen buddhistischen Veranstaltung gesehen, dass viele dort Fleisch aßen.

Ich hatte vor einigen Monaten mal mit einem buddhistischen Mönch mir unbekannter Tradition (weder Zen noch Chan) geredet und dieser hatte es in 3 Punkten gerechtfertigt

1. Argumentandum
Ausdrücklich verboten im Buddhismus ist wohl nur der Fleischhandel (neben Giftmischerei, etc.), sprich der Vertrieb, nicht der Verzehr.

2. Argumentandum
Ein buddhistischer Mönch muss wohl jedes Essen annehmen, das ihm dargeboten wird

3. Argumentandum
Den Fleischverzehr abzulehnen war seiner Auffassung nach (und wohl auch der vieler seiner Kollegen) eine Ausprägung von Anhaftung :crazy:

Insb. bei Punkt 3 waren wir uns aber schnell einig, dass wir uns uneinig sind :lol:

Liebe Grüße,
Falk
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2x bearbeitet

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31.07.2019, 11:25 Uhr
Guten Morgen, Falk.

Die Argumentationen kenne ich natürlich.

Ad 1: Das erste Sîla ("Ich bemühe mich, nicht zu töten und zu verletzen") ist für mich eindeutig. Dazu kommt der Schritt 5 des Achtfachen Pfades, der ausdrücklich darauf hinweist, keinen "unrechten Beruf" auszuüben, und der Buddha meint damit Berufe, die mit dem Töten, Verletzen, Ausbeuten zusammenhängen.

Ad 2: Das ist richtig. Bzw. das WAR richtig. Heute leben nur noch die wenigsten Mönche (zumindest in Europa und USA) von den Almosen der Gläubigen. Ich denke aber, das ist etwas GANZ anderes, als wenn nicht-mönchische Buddhisten freiwillig Tierleichen essen.

Ad 3: Da sind wir uns einig. Ich kenne Buddhisten, die wenn sie ein Eis schlecken, das hinterher bereuen, weil es "Genussucht" und "Anhaften" ist. Diese begreifen nicht, dass der Buddha seinen Weg ausdrücklich als "Weg der Mitte" verstanden wissen wollte, zwischen Askese und Völlerei.

Lieben Gruss

PeeBee
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11.08.2019, 11:05 Uhr
Ich würde mal sagen leben und leben lassen. Mit Bekehrungsversuchen erreicht man nur das Gegenteil.
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11.08.2019, 16:23 Uhr
Zitat FarahReh:Ich würde mal sagen leben und leben lassen.


Genau das von mir im Zitat Hervorgehobene tut der Vater des Thread-Erstellers aber nicht...

Allerdings denke ich auch, dass in manchen Fällen Überzeugungsversuche nichts bringen und manchmal auch nach hinten losgehen...
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11.08.2019, 20:12 Uhr
Der Vater ist sein eigener Herr. Es bringt null andere bekehren zu wollen. Man muss es akzeptieren.
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11.08.2019, 22:13 Uhr
Alles richtig. Aber Deine Floskel "Leben und leben lassen" passte hier wie Faust aufs Auge.

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