Hilfe meine Eltern essen in meiner Gegenwart Fleisch

Erstellt 28.07.2019, 11:25 Uhr, von Valentin23. Kategorie: Allgemein vegan. 25 Antworten.

Hilfe meine Eltern essen in meiner Gegenwart Fleisch
28.07.2019, 11:25 Uhr
Hallo Freunde.

Meine Eltern essen in meiner Gegenwart Fleisch oder Wurst, obwohl sie wissen, dass es mich stört. Sie bestehen darauf, dass icg tollerant bin, sind es mir gegenüber aber nicht immer.
Wie kann ich am besten damit umgehen?

LG aus Österreich
Moderations-Hinweis: Titel geändert (Großschreibung)
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Hey,

Vegan leben für nur 140 Euro im Monat! Weiterlesen!

Viele Grüße!
28.07.2019, 12:12 Uhr
Hi, das ist doch im Endeffekt das gleiche Spiel wie bei dem Jäger.
Du kannst ihnen ja nicht verbieten Fleisch zu essen. Mit ihnen darüber zu streiten wird erst recht nichts bringen, ganz im Gegenteil, es wird sie nur noch mehr davon überzeugen dass du ihnen deine Meinung aufzwingen willst und sie werden dich erst recht als intolerant darstellen.
Du wirst im Leben noch oft in Situationen kommen in denen dir unwohl ist. Mir fällt es auch oft schwer gelassen zu bleiben wenn am Esstisch Hähnchenschenkel serviert werden, erst recht wenn dann noch abwertende Kommentare kommen wie ,,das Vegane sieht ja eklig aus.‘‘ oder so dumme Sprüche wie ,,ich brauche halt Fleisch!‘‘ oder ,,dem Hähnchen ging es gewiss gut...‘‘ Bei Wurst und co bin ich eigentlich recht locker, auch wenn ich es natürlich traurig finde wenn sich meine kleinen Geschwister ohne Ende von dem Kram reinhauen und überhaupt kein Wert auf die Herkunft des billig Zeugs gelegt wird.


Auch interessiere ich mich für Kunst. Manchmal könnte ich die Leute echt schütteln und wütend den Raum verlassen. In einem Seminar kam eine mit Geweihen und schwärmte von den Trophäen ihres Opas, die nächste wollte mit Zähnen (vom Schlachthof) arbeiten und die dritte schleppte die ganze Zeit einen toten Fuchs mit herum. Von stinkenden Organen in Museen ganz zu schweigen. Es gibt da Sachen, da frage ich mich echt schonmal... arg.


Du bist also nicht alleine! Aber es bringt nichts zu diskutieren, versuche es zu ignorieren und wenn deine Eltern dir zu aufdringlich werden kannst du ja im Notfall den Tisch verlassen und freundlich sagen dass du dich durch das Fleisch unwohl fühlst. Versuche einfach nicht sauer zu werden, keine Abwertungen und keine sinnlosen Diskussionen anfangen. Bringt nichts. Lieber ein paar wenige echte Diskussionen führen als sich ständig zu streiten. Aber natürlich kannst du auch Respekt erwarten! Dumme Kommentare musst du dir nicht gefallen lassen (dann aber konstruktiv und ohne Beleidigung kontern), außerdem halte ich es auch nicht für zu viel verlangt wenn in der Küche Rücksicht darauf genommen wird z.B. Gemüse und Fleisch getrennt zu lagern, verschiedene Schneidebretter zu nutzen, getrennt zu kochen u.s.w..


Viele Grüße


P.S. Milchprodukte wie Käse verursachen ja meistens mehr Leid als Fleischprodukte, interessanterweise fühlt man sich von Fleisch in der Regel wesentlich mehr gestört. Man muss schlicht versuchen seine Emotionen im Griff zu behalten und reflektieren was man mit seinen Aktionen bewirken will und kann. Den manche Schlachten kann man nicht gewinnen :-)
2x bearbeitet

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28.07.2019, 12:17 Uhr
Hallo Valentin,

ich kann dir nur dringend raten:
Lass es bleiben anderen Menschen vorschreiben zu wollen was sie dürfen oder nicht dürfen.

Niemand hat das Recht das Verhalten von anderen Menschen zu beeinflussen oder Forderungen an diese zu stellen.


Wenn einen etwas stört, dann ist es an einem selbst etwas zu ändern, nicht an anderen die eigenen Unzulänglichkeiten zu bedienen.

Love it,
Change it,
Or leave it.

Liebe Grüße,
Falk
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28.07.2019, 12:36 Uhr
Also ich bin ja gerne der Buhmann, aber langsam finde ich Deine Posts "seltsam":

1. Post: Hilfe, meine Eltern wollen, dass ich ihnen Milchprodukte und Eier mitbringe.
2. Post: Hilfe, mein Vater ist Jäger und hat seine Jagdtrophänen in seiner Wohnung hängen
3. Post: Hilfe, meine Eltern essen Fleisch in meiner Gegenwart.


Was kommt als nächstes?
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28.07.2019, 12:50 Uhr
Zitat Dana:Also ich bin ja gerne der Buhmann, aber langsam finde ich Deine Posts "seltsam":

1. Post: Hilfe, meine Eltern wollen, dass ich ihnen Milchprodukte und Eier mitbringe.
2. Post: Hilfe, mein Vater ist Jäger und hat seine Jagdtrophänen in seiner Wohnung hängen
3. Post: Hilfe, meine Eltern essen Fleisch in meiner Gegenwart.


Was kommt als nächstes?


Den Eindruck hatte ich auch, aber ich denke dass viele Menschen, wenn sie das ganze Leid der Tierindustrie einmal erkannt haben und vegan leben, erst einmal sehr emotional reagieren. Plötzlich sehen sie überall das Leid und wissen nicht wie sie damit umgehen sollen, bzw. fühlen sich hilflos. Jeder reagiert da anders, ich habe wie gesagt auch heute noch manchmal Schwierigkeiten.
Von daher finde ich diese Posts, um der Verzweiflung einmal Luft zu machen, nicht ganz außergewöhnlich. Erst recht wenn einen wirklich niemand aus dem eigenem Umfeld versteht.
Dass man niemandem etwas vorschreiben muss man aber einfach akzeptieren!
LG
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28.07.2019, 15:39 Uhr
Vielleicht schreiben seine Eltern in einem Antiveganblog:" Hilfe unser Kind ist vegan "geworden ! :surprise: und bekommen die entpsrechenden Anleitungen um ihn wieder umzupolen!

Nein Spass beiseite. ich denke, es ist sein Recht ihnen das zu sagen, dass er sich unwohl fühlt dabei und dann eben zu gehen. Es kann nicht jeder ertragen, dass jemand neben ihm tierische Bestandteile isst.
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28.07.2019, 15:59 Uhr
Es muss einem aber klar sein, dass in Deutschland 99% der Bevölkerung tierische Bestandteile essen. Wenn ich damit nicht klar komme, muss ich als Eremit in meiner Wohnung hausen und mich komplett vom sozialen Leben zurück ziehen. Ich habe in meiner Umgebung keinen einzigen Veganer und bis auf meine zwei Mädels auch keine Vegetarier. Hilfe, was soll ich jetzt machen?
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28.07.2019, 16:32 Uhr
Ich habe nicht mal einen Vegetarier in meinem Freundeskreis/ meiner Familie, aber wie ich sagte, jeder reagiert anders. Natürlich sollte das einem klar sein, aber manch einer versteht eben die Welt nicht mehr wenn er erkennt was falsch läuft und dann sieht wie denen, die einem am nächsten stehen und die man liebt so viel Leid und all die Tierquälerei egal ist.
Manch einer akzeptiert es direkt, für andere bricht die Welt zusammen.
Ich halte einen nächsten Thread mit ähnlichem Titel ja jetzt auch für unnötig den es ist ja eigentlich alles gesagt.
Aber dennoch, jeder steht vor anderen Problemen. Der eine kann keinen Schlachthof betreten, der nächste kein Fleisch anpacken, noch einer hat überhaupt keine Probleme mit all dem, der andere hat Schwierigkeiten Tierprodukten zu widerstehen, wieder der nächste macht sich über Honig im Tee sorgen oder die Käsepizza am Flughafen und manch einer steht halt emotional und moralisch schon vor Problemen wenn die Familie Fleisch isst- ?
Für mich ist hier jetzt alles gesagt, aber man kann Threads, die einen stören, ja auch ignorieren... :) .
Viele Grüße
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28.07.2019, 20:09 Uhr
Das mit der viel geforderten Toleranz von Seiten der Omnivoren ist so eine Sache:

- die Produktion und der Konsum von Tierpodukten zerstört massiv die Wirksamkeit unserer wertvollen (Reserve-)Antibiotika , da diese tonnenweise in der Tiermast verfüttert werden
Die WHO Weltgesundheitsorganisation schätzt dass wir 2040-2050 in einem postantibiotischem Zeitalter angekommen sein werden, d.h. sämtliche Antibiotika werden nicht mehr wirksam sein, Menschen werden an einfachen bakteriellen Infektionen sterben

Dies ist nur ein einziger Aspekt der industriellen Tierhaltung, viele weitere wären aufzuzählen, ruiniert aber die Zukunft aller zukünftigen Generationen. Die Menschheit schaufelt sich gerade massiv ihr eigenes Grab.

Und dazu soll man dann gute Miene machen und ja schön tolerant sein ? Schwierig........
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28.07.2019, 20:36 Uhr
Du kannst meiner Meinung nach nicht Toleranz fordern, aber selbst nicht leben.
Es essen nun mal noch viele Menschen tierische Produkte- akzeptiere das, vermutlich hast du das ja selbst viele Jahre lang, so wie die meisten Veganer.
Macht vieles viel entspannter.

Ich bin hier auch die einzige, der Rest der Familie isst omnivor. Mein jüngster Sohn isst gerne vegan mit, aber eben nicht ausschließlich. Das ist für mich so in Ordnung. Es muss nicht jeder meine Entscheidung mittragen.
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