Meine größte Angst war von Freunden und Familie abgestempelt zu werden

Erstellt 31.01.2019, 18:58 Uhr, von Neues-Ich. Kategorie: Allgemein vegan. 21 Antworten.

02.02.2019, 12:41 Uhr
ich weiss ja nicht, ob Du "nur" aus gesundheitlichen Gründen vegan geworden bist oder aus Tierliebe. Wenn es aus Tierliebe ist, dass hast Du zumindest das Argument - für Dich

Nein. Rein aus ethischen Gründen. Aber meine Argumente zählen nicht weil das auf die Propaganda der Veganer fußt. In der Freilandhaltung sind ja auch nur total glückliche Hühner...

Und Videos, wie es den Tieren wirklich geht, gibt es zuhauf, leider.

Die müsste man sich erst Mal anschauen. Außerdem ist das ja wie gesagt nur extreme Propaganda der Veganer...

Lass mich raten: Ihr Babysitter ist dann nicht da und kann sich um die ach so anstrengenden Kinder kümmern.

Da triffst du denn Nagel zumindest teilweise auf den Kopf. Sie ist mit den Kindern ziemlich überlastet und drückt sie mir ja schon an der Türschwelle in den Arm. Momentan ist sie psychisch ziemlich durch, vielleicht sogar depressiv. Meine Ratschläge zum Arzt zu gehen ignoriert sie aber. Es fehlt wohl die Einsicht. Auch das wird Thema werden bei der Beratung, denn ich werde mich nicht mehr mit runter ziehen lassen.

Der Termin ist leider erst in 1,5 Wochen und ich fürchte, dass wird eine sehr schwere Zeit für mich werden...

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Hi,

was hältst Du davon? :star:

LG!
02.02.2019, 12:52 Uhr
Hallo Habanero,
das klingt alles ziemlich eingefahren und von Seiten Deiner Frau ziemlich dogmatisch und verblendet. Klar sind das typische Reaktionen, wenn man von Kindesbeinen an so erzogen wurde. Dennoch musst Du auch als Veganer nicht alles mitmachen und kannst - gerade von Deiner Frau - ein wenig Respekt erwarten. Du hast Deine Gründe und Argumente, auf die sie unsachlich und emotional reagiert... Du kannst ja auch Deinerseits mal ein wenig Respekt und Sachlichkeit einfordern.
1x bearbeitet

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02.02.2019, 14:36 Uhr
Hallo Kilian,

du hast völlig recht. Sie ist total engstirnig und dickköpfig. Ich kann sie schon teilweise verstehen. Gestern hat sie mir gesagt, das sie nicht möchte dass die Kinder irgendwann "ihr" Essen nicht mehr essen wollen sondern auch lieber an dass machen was ich koche. Kann ich zumindest ansatzweise verstehen das sie das verletzt. Auch wenn es mich nicht stören würde.

Trotzdem ist die ultimative Lösung bestimmt nicht mir schlicht und einfach zu verbieten zu kochen oder mir etwas aufzwingen was ich nicht möchte. Das habe ich ihr gesagt und sie hat es natürlich nicht verstanden...

Ich lasse mir natürlich nicht alles gefallen und kämpfe wie ein Löwe. Ehrlich gesagt glaube ich aber schon fast nicht mehr an eine gemeinsame Lösung so verbohrt wie sie ist...

Was will man schon auf eine Frage wie: "was ist dir wichtiger, deine Familie oder der veganscheiß?" antworten...
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02.02.2019, 14:37 Uhr
Das es auch anders geht habe ich grade gestern erlebt :clap:
Meine Mutter hat uns für heute zu ihrem Geburtstag eingeladen. Meine Familie weiß erst seit Weihnachten das ich von vegetarisch zu vegan gewechselt habe. Meine Mutter hat es fast kommentarlos hin genommen, nur mein Bruder wurde leicht aggressiv (was ich grade von ihm nicht erwartet hatte) er würde sich nicht vorschreiben lassen was er zu essen hat und wüsste ich nicht was MEIN Sonja anrichtet! Sprach es und nahm sich noch ein Stück "Käsekuchen" :crazy:
Jetzt sind wir wie gesagt heute zum Geburtstagessen eingeladen und habe meiner Mutter angeboten das ich mein Essen selbst mitbringe.
Gestern habe ich ein längeres Gespräch mit meiner Mutter geführt, sie fragte mich ganz vorsichtig ob ich denn unbedingt mein Essen selber mitbringen möchte? Ich war leicht irritiert weil ich Weihnachten nicht das Gefühl hatte das sie mich so richtig ernst genommen hatte.
Dann erklärte sie mir ganz aufgeregt das sie schon alles geplant hätte. Sie hat mit meinem Bruder! zusammen Kochbücher gewälzt und vegane Rezepte raus gesucht!


:clap:
Sie hat ganz stolz berichtet was sie wo gekauft hat und was sie machen möchte und ich brauche nichts mitbringen und das wird ganz toll und und und und ........ Sie war ganz begeistert :thumbup:
Damit hatte ich gar nicht gerechnet, meine Mutter ist 78 und ich dachte sie wäre mit veganem Essen überfordert :red:
Ich habe mich sehr darüber gefreut und bin ganz gespannt ob alles so klappt. :D
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02.02.2019, 14:44 Uhr
Zitat habanero79:

Was will man schon auf eine Frage wie: "was ist dir wichtiger, deine Familie oder der veganscheiß?" antworten...


Antwortmöglichkeit ( in einem ruhigen Ton): Bis jetzt noch ist mir beides noch gleich wichtig, aber dass kann sich jederzeit ändern, wenn ich nicht so akzeptiert und respektiert werde, wie ich bin.
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02.02.2019, 14:46 Uhr
also die Familie sollte schon noch wichtig bleiben, finde ich :)
Es ist ja nicht die Familie, sondern die Respektlosigkeit von Seiten Deiner Frau.
DAS sollte in der Diskussion immer wieder klar werden. Dass es eben nicht um die vegane Ernährung geht, sondern darum, dass sie Dir da Steine in den Weg werfen möchte. Sobald sie akzeptiert, dass Du nun eben so lebst, bestehen ja Aussichten auf eine Vereinbarung, wie Ihr das künftig regelt.
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02.02.2019, 15:35 Uhr
Zitat kilian:also die Familie sollte schon noch wichtig bleiben, finde ich :)
Es ist ja nicht die Familie, sondern die Respektlosigkeit von Seiten Deiner Frau.
DAS sollte in der Diskussion immer wieder klar werden. Dass es eben nicht um die vegane Ernährung geht, sondern darum, dass sie Dir da Steine in den Weg werfen möchte.

Klar finde ich die Familie wichtig. Aber auf eine Ehe mit einer Person die mir aufzwingen möchte was ich zu essen habe, kann ich ehrlich gesagt verzichten... Wie du schon sagst, wenn Respekt fehlt, dann kann nicht mehr so viel Liebe da sein.

Auch wenn es mir wirklich wahnsinnig leid und weh tut wegen den Kindern. Allerdings denke ich mir, lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende... Und was würden wir den Kindern vorleben? Eine Ehe voller Streit und schlechter Luft.

Insofern klammere ich mich an die Eheberatung und die neutrale Person, die das Bild meine Frau wird zurechtrücken kann...
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02.02.2019, 20:40 Uhr
Zitat habanero79: die das Bild meine Frau wird zurechtrücken kann...


Hoffentlich erwartest Du Dir da nicht zu viel. Niemand wird kommen und Deiner Frau sagen, was sie zu denken und zu sagen hat. Sie wird ihr Bild auch nicht "zurecht rücken", da es aus ihrer Sicht gar nicht verrückt ist. Du bist auch ihrer Sicht derjenige, der sich wieder "zurecht rücken" lassen muss. Letztendlich wird das ganze - wenn es denn funktioniert - auf einen Kompromiss bzw. auf ein leben und leben lassen hinaus laufen. Aber bei Euch geht es auch gar nicht, um Deine Essweise (das meinte Kilian auch sicher mit Stellvertreter-Diskussion), sondern darum, dass Deine Frau, Dir vorschreibt, wie Du zu leben hast und zwar nach ihren Vorstellungen. Jetzt allerdings hast Du völlig andere Vorstellungen als sie und das geht in ihren Augen gar nicht. Entweder "rückst" Du Dein Weltbild wieder nach ihren Vorstellungen zurecht oder "Du kannst ausziehen" (welch wunderbares Druck- und Erpressungsmittel: überspitzt gesagt: entweder tanzt Du nach meiner Pfeife oder Du kannst gehen).


Dir sollte aber immer klar sein, dass eine solche Beratung auch in eine komplett andere Richtung fallen kann, bei der es letztendlich nur eine Konsequenz geben kann.
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02.02.2019, 21:29 Uhr
Hallo Dana,

du hast schon Recht und ich habe mir das schon gut überlegt als ich das vorgeschlagen habe. Ich bin mir sicher dass meine Frau so denkt (Tanz nach meiner Pfeife usw.). Da ich schon immer ein sehr toleranter Mensch war, hatte ich bei den meisten Dingen damit ja auch kein Problem. Allerdings kann ich in diesem Punkt nicht zurückstecken. Das ist nun Mal einfach nicht mehr so ein "in welches Restaurant gehen wir heute?". Vielleicht schafft es eine neutrale Person meiner Frau in dieser Hinsicht die Augen zu öffnen.


Und klar bin ich auch zu Kompromissen bereit. Meinetwegen esse ich Sonntags ein paar Stücke Käsekuchen oder was auch immer, wenn ihr das so wichtig ist. Aber ich werde zu 100% kein Fleisch mehr essen.


Sollte sich tatsächlich rauskristallisieren das es keinen gemeinsamen Weg mehr gibt, dann ist es eben so. Denn wie ich schon schrieb, lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende... Es würde mich und die Kinder sehr treffen, aber einer Ehe voller Streit wäre weder für mich, noch unsere Kinder gut. Denke ich...
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02.02.2019, 21:35 Uhr
Zitat habanero79:
Und klar bin ich auch zu Kompromissen bereit. Meinetwegen esse ich Sonntags ein paar Stücke Käsekuchen oder was auch immer, wenn ihr das so wichtig ist..


Warum sollst Du denn wieder zurück stecken? Warum kann sie nicht akzeptieren, dass Du vegan leben willst, wenn es DIR wichtig ist?? Sind ihre Wünsche/Vorstellungen wichtiger als Deine? Vor allem, wenn ich überdenke, was Du bisher geschrieben hast, werden Dir diese Eingeständnisse nichts bringen, als unglaubhaft zu wirken.


Willst Du Dein Leben leben, oder ihres? Ehe heißt doch nicht, dass eigene Leben zugunsten des anderen aufzugeben. Man bleibt doch immer ein eigenständiger Mensch, mit eigenen Wünschen und vor allem eigenen Entwicklungen. Leider trifften die Entwicklungen mancher Partner auseinander. Das ist weder gut noch schlecht, sondern sollte einfach als das gesehen werden, was es ist: unterschiedliche Entwicklungen. Dann muss man sich einfach fragen, ob man so leben kann oder will. Und wenn nicht, muss man eben Konsequenzen ziehen. Mein Mann und ich leben auch unterschiedliche Interessen und es ist weder für ihn noch für mich ein Problem (eher für unsere Umgebung, aber dass ist ein anderes Thema). Ich lasse ihn sein Leben leben und er mich meines. Das wichtigste ist, dass wir beide damit zufrieden sind.
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