"Mich hat mal einer gefragt..." provokative Fragen an Veganer/Veggies

Erstellt 18.07, 10:33 Uhr, von tomx. Kategorie: Allgemein vegan. 30 Antworten.

"Mich hat mal einer gefragt..." provokative Fragen an Veganer/Veggies
18.07, 10:33 Uhr
.... und was ihr darauf geantwortet habt.

Oft bekommt man - zumeist ironische/provokative - Fragen zum Thema vegan/vegetarisch gestellt. Und manchmal ärgert man sich, dass man nicht eine "spitzere Antwort" auf Lager hatte.

Schreibt mal, was man euch schon für Fragen gestellt hat und was ihr womöglich darauf geantwortet habt.

Ich fange gleich mal:

Mich fragte mal einer (provokativ), ob ich mich durch meine Ernährungsweise als besserer Mensch fühle.
Gedacht habe ich: "Natürlich, zumindest besser als du."
Geantwortet habe ich: "Nein, jeder soll so leben, wie er es selbst als richtig empfindet."

Später ärgerte ich mich, dass ich nicht meine ursprünglichen Gedanken auch gesagt hatte.
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18.07, 10:42 Uhr
Am Dienstag hat mir eine Kollegin ungefragt einen Kuchen vom Bäcker mitgebracht. Sie so : hab Dir nen Kuchen mitgebracht, ah aber das isst Du ja wieder nicht. Aber Du weißt schon das Avocados auch nicht umweltfreundlich sind. Ich war echt sauer und sagte das ich sicher nicht mit ihr über meine Essgewohnheiten diskutiere....jetzt heißt es bestimmt wieder Veganer sind immer so zickig.
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18.07, 11:45 Uhr
Kenn ich, beides: auf die ,,Besser-Mensch-Frage" habe ich geantwortet, dass ich kein besserer Mensch bin, aber das ich denke, dass ich einen positive Beitrag für mich, für andere (die Tiere), und für unser aller Umwelt leiste. Auf diese Sache mit Avocados (bei mir wurde das gleiche mit Soja und Avocados gesagt) habe ich gesagt:,,Erstens: Veganer essen nicht jeden Tag Avocados und meist auch nicht mehrmals am Tag Soja, sowie Fleischesser das meist mit Fleisch machen, und dass zweitens für Fleisch und Milch bis zwischen doppelt- und siebenmal so viel Wasser verbraucht wird. Außerdem verschmutzen die Tiere das Wasser zusätzlich, wobei Pflanzen das Wasser aufnehmen und nicht verschmutzen. Mir wurde gesagt, vegan sei ,,Selbstschändigung", und dass ich bald an vielen Krankheiten leiden werde. Ich hab darauf gesagt, dass es mir seitdem ich vegan bin deutlich besser geht, daraufhin: ,,Das ist ja nur ein Beispiel'' und ,,ich bin gesund und esse viel Fleisch". Darauf hin hab ich gesagt: ,,Das ist ja auch nur ein Beispiel", dannach wars ruhig. ,,Hitler war auch Vegetarier" ist auch so was, daraufhin ich: ,,Erstens ist das nicht ganz bewiesen, und zweistens, nur weil ein böser Mensch einmal etwas vernünftiges getan hat, heißt das nicht, dass alle die das gleiche machen Nazis sind. Hitler war auch Nicht-Raucher, heißt das lso, dass alle Nicht-Raucher Nazis sind?" Zu der Hitler Thematik empfehle ich das Video von ,,Der Artgenosse": https://youtu.be/LxqpYDtu-cQ
Ich denke, es gibt viele dumme Vorurteile, und jeder muss selber gucken wie man damit umgeht
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18.07, 13:20 Uhr
Hab jetzt nicht wirklich was auf Lager, aber finde es sehr gut, wenn man sich mental auf solche Fragen vorbereitet, damit man wenn die Situation da ist,nicht unter "Ladehemmung" leidet und die besten Antworten erst hinterher einfallen - wie das sicher schon jedem passiert ist.

Auf die Frage ob man sich als "besserer Mensch" fühle, könnte man durchaus auch antworten: "Ja klar, für die Tiere sicher besser, als jemand, der sie aufisst. Sonst eher nicht." Damit spielt man die Provokation direkt zurück und gibt trotzdem zu, dass man sich sonst nicht wirklich als besserer Mensch sieht.
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18.07, 13:49 Uhr
Mir begegnen zwar gelegentlich Aussagen aus dem Bereich des Bullshitbingos, aber dank Vegpool bin ich da inzwischen auch gut vorbereitet. Als Veganneuling hab ich mich da teilweise noch echt drüber aufgeregt und eher unentspannt reagiert, was sicher auch nicht hilfreich beim Überzeugen war - heute kann ich da schon etwas entspannter rangehen und entweder sachlich aufkären, oder entscheiden, dass sich die Mühe nicht lohnt.

Manche "blöden" Fragen entspringen ja wirklich unbedarfter Neugier und Unwissenheit, die aus der Verdummungspolitik des karnistischen Systems resultiert (frei nach Melanie Joy).

Solche Sammelthreads sind dafür auf jeden Fall hilfreich. (und vermutlich auch das Buch "Vegan ist Unsinn", welches ich aber noch nicht gelesen habe).
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18.07, 16:08 Uhr
Bei "Vegan ist Unsinn" bin ich etwa zu einem Drittel durch. Finde ich bislang sehr gut. Leider wird es aber vor allem von denen gelesen, die es eh wissen, was die Uhr geschlagen hat.
Aber zumindest wird dann die Argumentation "pro vegan" einleuchtender und sicherer. Falls das Gegenüber überhaupt zuhört. :D

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18.07, 18:11 Uhr
Hallo,

Wenn es in einem Gespräch anfängt, in eine solche „Richtung“ zu verlaufen, sage ich meistens (leider) nicht besonders viel dazu, weil mich solche Diskussionen stressen und mir in den Momenten nie etwas passendes einfällt. Zum Glück sind die meisten Menschen in meiner Umgebung nicht gegen Veganismus (direkt dafür sind allerdings wenige/keine), sodass solche Diskussionen häufiger bei Besuch aufkommen. Passende Erwiderungen hatte ich für die folgenden Aussagen nicht parat, stattdessen habe ich mir den restlichen Tag Gedanken darüber gemacht und mich geärgert, dann nicht mehr gesagt zu haben:
„Man muss doch nicht päpstlicher sein als der Papst“ oder „man kann doch mal Ausnahmen machen“ bekomme ich vA von meiner Mutter immer mal wieder zu hören. Ich sage daraufhin, dass es für sie vielleicht keinen Unterschied macht, und dass es ihr vielleicht nichts ausmacht, aber dass es mir selbst nicht egal ist und ich persönlich damit nicht weitermachen möchte.
Dann gab es natürlich noch solche typischen Sprüche wie „Ich bin Second-Hand-Vegetarier, die Kuh isst Gras und ich esse sie“ und so weiter, darauf erwidere ich meistens nichts, weil die Sprüche erstens sowieso nicht ernst gemeint sind, und man nur für Ärger sorgt, wenn man auf eine „spaßige“ (finde ich zwar nicht…) Aussage zu ernst reagiert.


Den letzten Satz (von einem ländlich aufgewachsenen Mann), fand ich wirklich schlimm. Das Gespräch drehte sich darum, warum ich keine Milchprodukte, Fleisch, Eier etc esse (wobei ich Eier leider noch manchmal esse, aber ausschließlich zu Hause und selbst damit koche ich nie - eigentlich möchte ich darauf auch verzichten, aber das ist hier nicht der richtige Bereich). Ich begründete Milchprodukte zB mit der Trennung von Mutter und Kalb, und Eier damit, weil Hühner in Käfighaltung sehr leiden.


„Aber für das Huhn ist das nur ein Zustand, das ist sich nicht bewusst, was da mit ihm passiert. Das ist alles nur ein Zustand, das Huhn kann das gar nicht bewusst wahrnehmen.“

Dieser Satz hat mich wirklich wütend gemacht, weil darin so viel Starrköpfigkeit und Unverständnis lag. Ich kann nicht begreifen, wie jemand so etwas so überzeugt sagen kann - und auf die Aussagen, wie Katzen schreien, wenn man sie verletzt, oder wie sie lernen und sich erinnern, wer böse zu ihnen war, wurde nur wieder gesagt, dass sei alles nur ein Zustand und es sei ok, wenn es ihnen schlecht geht, weil sie es gar nicht „merken“. Das hat mir gezeigt, wer kein Mitgefühl haben will, der hat es nicht, und wer sich weigert, Emotionen als solche anzuerkennen, dem kann man auch weiter nichts sagen. Daher bin ich dann einfach gegangen, weil ich wusste, dass alles weitere nichts bewirkt hätte. :evil:


(Ich hoffe, dass ich für dieses Thema jetzt nicht zu lang geworden)


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18.07, 18:30 Uhr
Auf die Aussage: "dann kannst du ja gar nichts mehr essen" oder "was isst du denn dann noch!? Salat?" sage ich oft "nein natürlich kann ich nichts mehr essen, ich bin ja auch schon halb verhungert wie du siehst" kommt dann meistens gar nicht mehr viel 😁😁
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19.07, 00:03 Uhr
Zitat SariK:"ich bin ja auch schon halb verhungert wie du siehst" kommt dann meistens gar nicht mehr viel 😁😁


Hihi, den bringe ich auch manchmal:
"Stimmt, die 120 kg Lebendgewicht kommen deshalb, weil ich Veganer Stufe 7 bin: Ich esse nur, was keinen Schatten wirft!"
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19.07, 09:33 Uhr
Hallo Irbis
diese letzten Antworten erinnern mich an die Versuche mit Tieren in früheren Jahrhunderten, wo man dann behauptete , dass das Schreien der Tiere nur als Maschinengeheul - oder so ähnlich- zu deuten sei, die Tiere selbst hätten keine Empfindungen. :-( . Vielleicht sollte man ihn - also der das gesagt hat, mal in einen Käfig sperren, wo er sich nicht umdrehen kann, nicht auf Toilette gehen kann, sich nicht waschen kann..... Aber da würde man ja gegen die Menschenrechte verstoßen und es wäre ja Freiheitsberaubung. :-(

Lieben Gruß
METTA
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