"Mich hat mal einer gefragt..." provokative Fragen an Veganer/Veggies

Erstellt 18.07, 10:33 Uhr, von tomx. Kategorie: Allgemein vegan. 30 Antworten.

19.07, 12:01 Uhr
Leider auch hier nix Dolles.
Ich denke, wenn die Situation heiter ist und einfach Witze gemacht werden, dann kann es ja auch wirklich lustig sein.
Nur die Beispiele hier sind ja immer die, bei denen sich das Gegenüber irgendwie glaubt verteidigen zu müssen und daher vorsorglich austeilt. Da finde ich es zwar nicht schlagfertig, aber angemessen, wenn man darum bittet, das Thema zu wechseln, weil es ermüdend ist, das eigene Essen ständig zu kommentieren.


„Man kann doch mal eine Ausnahme machen“ - das kenne ich auch, vor allem von meiner Mutter! Ich würde dem persönlich sogar zustimmen, aber man soll sich (und evtl dem Gegenüber) klar machen, dass man selber entscheidet, wann man eine Ausnahme macht. Sonst wird es übergriffig.
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19.07, 17:50 Uhr
Wie in einem anderen Beitrag schon geschrieben:

"Wieso isst du kein Geflügel oder keinen Fisch? Ist doch kein Fleisch."

oder

"Die Tiere sind doch vom Biohof. Die kannst du doch essen."


Die Dummheit der Fragenden macht manchmal sprachlos.
Aber glücklicherweise nicht lange......


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20.07, 15:33 Uhr
Bei Mord an Menschen würden vermutlich derselben Aussage mit "man kann doch mal ne Ausnahme machen" die meisten der so angeredeten Menschen vehement widersprehen.
Manchmal sage ich auch, dass ich das Schwein, das Huhn oder die Kuh als meine Geschwister betrachte, und Geschwister isst man nicht
- auch nicht ausnahmsweise.
2x bearbeitet

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21.07, 21:47 Uhr
Meine Antwort darauf wäre wahrscheinlich gewesen: "Das ist zwar richtig, jedoch musste die Avocado nicht für mich leiden und sterben."
Ich finde es immer absolut faszinierend, wie Menschen sich so eine (vergleichsweise) banale Kacke raus picken, um sie Leuten wie uns vorzuhalten, aber vor dem ganzen Mist, den sie tagtäglich unterstützen, gekonnt die Augen verschließen!!
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21.07, 23:01 Uhr
Also dumme Antworten und Schein-Argumente bekomme ich viele zu hören, Fragen eher weniger. Meistens die Klassiker "Also isst du auch kein......Fisch? / ...Geflügel? / ...Eier? / ....Milch?".

Einmal hatte mich eine ehemalige Freundin jedoch gefragt, ob es denn was gäbe, wofür ich eine Ausnahme machen würde.
Ich: "...Nein. Ich finde die Tierhaltung und -tötung so schlimm, dass ich das nicht länger unterstützen will."
Sie: "Ja ist gut, das wollte ich gar nicht wissen. Ich dachte nur, dass es vielleicht irgendwo ein bestimmtes Gericht gibt, einen Burger oder so, den du dann halt trotzdem essen würdest."

Fazit: Für sie ist Veganismus wie eine Diät und es ist vollkommen ok einen "Cheat Day" einzulegen, wenn es für ein ganz besonders leckeres Stück Tier ist. :rolleyes:
1x bearbeitet

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22.07, 07:16 Uhr
Vielleicht denken manche, es ist wie in der Kirche.
Man könne sich von "Sünden" freikaufen.
Fleisch essen ist für uns eine Sünde... einmal mehr "beten" und schon ist´s wieder gut. :crazy:

(Ironie aus)

Im Ernst: wer sich mit dem Thema "Tierleid" nicht befasst oder nicht befassen möchte, von dem kann man keine nachvollziehbare Reaktion erwarten.
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05.08, 06:15 Uhr
Mal ein positives Gegenbeispiel:

Gespräch mit einem meiner Kollegen gestern in der Mittagspause.
Thema: was ist vegan, warum werden Menschen Veganer?

Ich habe ihm dann ein paar Sachen erklärt (wie z. B. das mit dem Tierwohl) und er hat interessiert zugehört. So gehts auch.
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05.08, 12:05 Uhr
Interessant wäre natürlich auch, mal zu erfahren, wie mein/e Gegenüber das eigene Engagement gegen Tiere einschätzt und weshalb es ihr/ihm so wichtig ist, mich als seltsamen Vogel hinzustellen...

Motivfrage klären und erfragen, ob Nachdenken über die Positionen möglich ist, oder ob destruktiv diskutiert werden soll. Bei Interesse ruhig und sachlich weiter miteinander sprechen. Bei destruktivem Vorgehen das Gespräch systematisch verkürzen bzw. mit anderen das Gespräch beginnen, nicht ohne jedoch eindeutig den eigenen Widerspruch zu der Gegenposition klar zu machen.


Nicht jedem Bullshit-Bingo muss gefolgt werden und nicht jede irre Position muss ausgehalten werden.
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05.08, 12:41 Uhr
Mein Mann hat einer Kundin vom Buch China Study erzählt, das sie daraufhin gelesen hat, und seitdem gibt es eine Veganerin mehr auf diesem Planeten.
Schön, dass es auch gute Beispiele gibt.
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02.09, 10:09 Uhr
Die Frage ist ja, was man persönlich mit veganer Lebensweise erreichen will. daraus ergibt sich, ob Ausnahmen ein Problem sind oder nicht.

Man muss sich ja klar sein, dass dadurch, dass man keine entsprechenden Produkte aus der Kühltheke nimmt, kein Tier lebendig wird. Statistisch ist der Boykott von Veganern bei einem Anteil von ca. 1 % an der Bevölkerung in D auch eher unbedeutend. Da ist der Boykott von Fleischprodukten durch Vegetarier von größerer Bedeutung. Noch größere Bedeutung aus statistischer Sicht und in Bezug auf den "Verbrauch" hätte der Verzicht aller Omnis auf ein Schnitzel oder Steak pro Woche.

Der "Veggieday" , den die Grünen mal propagierten, würde wohl den Verbrauch deutlicher reduzieren. Allerdings sollte man so ehrlich sein und auch sehen, dass die deutsche Fleischindustrie das wahrscheinlich durch Export nach China kompensieren würde, den dort explodiert der Fleischverbrauch gerade.

Ganz anders sieht es aus, wenn man aus persönlichen Gründen vegan ist, d. h. es geht nicht darum, irgendetwas in der Welt zu bewegen sondern mit sich im Reinen zu sein, also eine mehr ichbezogene Betrachtung anlegt.
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