Papst wird nicht vegan

Erstellt 10.03.2019, 09:45 Uhr, von Frieda68. Kategorie: Allgemein vegan. 27 Antworten.

Papst wird nicht vegan
10.03.2019, 09:45 Uhr
Hallo, wie ich jetzt durch ein Video von Nico Rittenau erfahren habe, hat der Papst das Angebot, für eine Millionen Dollar die 40 Tage Fastenzeit vegan zu leben, nicht angenommen. Mich, als Katholikin, hat das erschüttert und mein Entschluss steht fest, deshalb aus der Kirche auszutreten. Ich finde es skandalös, dass die Kirchen nichts gegen das Tierleid unternehmen. Dann brauche ich sie finanziell auch nicht unterstützen. Christin bin ich trotzdem.
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Hi,

was hältst Du davon? :star:

LG!
10.03.2019, 10:22 Uhr
Ich hatte bisher einen sehr guten Eindruck von Papst Franziskus. Das macht ihn aber weniger glaubwürdig, dass er eine Million Dollar ablehnt, mit denen er vielen Hilfsbedürftigen hätte helfen können, nur seines persönlichen Genusses wegen. Hätte ihn nicht so verfressen eingeschätzt! Von der Vorbildfunktion mal ganz zu schweigen, er hätte den Tierschutz und den Klimaschutz stark voranbringen können. Schade schade!
Aber ich bin Deiner Meinung, Frieda, es gibt weiß Gott Organisationen, die Dein Geld sinnvoller einsetzen. Ich bin schon vor vielen Jahren aus der Kirche ausgetreten, als der damalige Papst in Afrika gegen Verhütung predigte. Seitdem habe ich stattdessen monatlich an Greenpeace gespendet.
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10.03.2019, 10:31 Uhr
Hallo Frieda
Recht hast du, wir haben auch Ausgetretene in der Familie, sie sind trotzdem gute Menschen.
Als ich neulich die ganze Kirchenobrigkeit bei ihrer Diskussion über Missbrauch in Rom gesehen habe ging mir der Hut hoch. Meist gut genährte dabei, vorn auf der Kardinal Marx wo ich rätsele wie der noch den Hemdskragen zu bekommt. Er war mal bei uns in Trier Bischof. Diese Herren könnten wirklich mit gutem Beispiel voran gehen, von wegen - du sollst nicht töten - eigentlich geheuchelt !
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10.03.2019, 11:15 Uhr
Wobei sich immer fragt, ob der Papst überhaupt etwas von dieser Aktion wusste. Er sitzt da ja in einem Elfenbeinturm und was er erfährt bzw. was ihm vorenthalten wird, entscheiden andere für ihn. Ich denke er bekommt nur ganz selektierte Informationen und ob die Aktion dazu gehört möchte ich bezweifeln. Das Geld hat die Kirche wirklich nicht nötig, das ist für die ein Almosen. Ich bin selber schon lange nicht mehr in der Kirche, aber das hatte andere Gründe.
लोकाः समस्ताः सुखिनो भवन्तु,

Lokah Samastah Sukhino Bhavantu - Mögen alle Wesen auf dieser Welt verbunden sein, in Harmonie sein und Glück erfahren. (Sanskrit)

Dana

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1x bearbeitet

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10.03.2019, 11:17 Uhr
Wenn ich auch schon lange nicht mehr in der Kirche bin, finde ich es auch schade, dass Papst Franziskus das abgelehnt hat, aber ich frage mich auch, ob er wirklich so eigenständig handeln kann und nicht auch von seinen Bischöfen unter Druck gesetzt wurde.... :-(
Es braucht insgesamt eine Prozess der Veränderung in den Kirchen und religiösen Gruppen und ich frage mich ob es wirklich notwendig ist, dass ein Priester im Zölibat leben muss. Wenn er es freiwillig möchte, ist das eine andere Sache, aber auch da muss die Möglichkeit bestehen, davon wieder zurückzutreten. Bei den evangelischen Pfarrer/innen ist das ja auch nicht der Fall, die können auch heiraten. Und eben das muss es auch geben: Priesterinnen. .
Veg-Badge

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10.03.2019, 11:51 Uhr
Ich finde dieses raushalten beider Kirchen in punkto Tier- und Umweltschutz ist ein völliges Versagen. Und dabei müssten gerade die Kirchen sich dafür einsetzen, dass die Schöpfung Gottes bewahrt wird. Es sind nur Einzelne in den Kirchen, die ihre Stimme erheben. So war es auch während des Natinalsozialismuses; den Pfarrer Bonhoefer haben sie umgebracht, aber haben sich die Kirchen gegen Hitler ausgesprochen? Nein. Der damalige Papst hat die Waffen gesegnet. Die Kirchen haben aus der Geschichte nichts gelernt. Sie schweigen zu Leid, Verbrechen und Greueltaten.
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10.03.2019, 18:52 Uhr
Die Kirchen haben aus der Geschichte nichts gelernt. Sie schweigen zu Leid, Verbrechen und Greueltaten.


Die Sache ist leider etwas komplizierter: Es gibt Bibelstellen, in denen explizit auf das Schlachten, Opfern und Essen von Tieren (Speisung der soundsoviel Tausend oder "Esset was da kreucht und fleucht" usw.)

Deshalb konnte sich im Gegenteil dieses massenhafte Tierekaputtmachen immer auch irgendwie auf die Bibel (obwohl das zum Teil als Übersetzungsfehler identifiziert wurde) beziehen und daraus eine Rechtfertigung beziehen. Dennoch gibt es inzwischen immer mehr Christen in den Kirchen, die sich auch mit den Greultaten in der Haltung, den Transporten und Schlachthöfen kritisch auseinandersetzten und zum Teil auch ihre Ernährung deswegen umstellen.

Dennoch würde ich mir auch wünschen, dass aus den Amtskirchen und der Hierarchie in den oberen Etagen auch mehr auf das Leid der Tiere hingewiesen wird und die Vermeidung dieses Leides mit in die Agenda aufgenommen wird.

Da ist buchstäblich noch viel Luft nach "oben"...
Unser Ziel ist eine für Landwirte auskömmliche Landwirtschaft und schmackhafte, gesunde Ernährung, ohne Tierleid und ohne Tiertod!

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10.03.2019, 19:33 Uhr
Letztendlich war und ist Million Dollar Vegan eine Kampagne, und vielleicht gibt es gute Gründe, warum sich ein Papst nicht vor den Karren einer solchen Kampagne spannen lässt. Auf jeden Fall gab es ein nicht allzu negatives Antwortschreiben des Papstes an die Initiatorin der Kampagne. Und keinerlei Aussage darüber, wie sich der Papst während der Fastenzeit ernährt. Vielleicht ja sogar vegan...
Institutionalisierte Religion nicht zu unterstützen ist aber auf jeden Fall immer die richtige Entscheidung :haehae:
"Rettet die Erde - sie ist der einzige Planet mit Schokolade"
Veg-Badge

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15.04.2019, 14:48 Uhr
Hallo Frieda,
ich sehe das genauso wie Du. Wenn ich nicht schon seit vielen Jahren aus der kath. Kirche ausgetreten wäre (damals war der große Missbrauchsskandal in USA), dann wäre es spätestens jetzt soweit. Für mich ist Papst Franziskus ein Heuchler, da er nicht bereit ist 40 Tage vegan zu leben, wofür er eine Million Dollar für eine Organisation seiner Wahl bekommen hätte.
Während seine Gläubigen in den „Hungerländern“ verhungern, die sogenannten Nutztiere milliardenfach gequält und abgestochen werden und der Planet durch die Folgen der Tierindustrie (Klimawandel, Verseuchung des Grundwassers durch Gülle, Abholzung des Regenwaldes für Mastfutter) zerstört wird, ist er nicht bereit 40 Tage lang ein Vorbild zu sein indem er nicht zu diesem Leid und dieser Zerstörung beiträgt.
Von dem Satz „Das Vieh der Reichen frisst das Brot der Armen“ hat er wohl noch nie gehört.
Dieser Mann liebt weder Menschen, noch Tiere noch unseren Planeten.
Würde er dies tun, würde er von sich aus vegan leben um sich nicht am Hungertod von Menschen, am Schlachttod von Tieren und an der Zerstörung unseres Planeten schuldig zu machen.

„Wer die Kirche verlässt: ein Lichtblick für mich, wer kein Tier mehr isst: mein Bruder.“
Karlheinz Deschner
„Ehrfurcht vor dem Leben bedeutet Abscheu vor dem Töten.“
Albert Schweitzer

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15.04.2019, 15:35 Uhr
groß wäre es gewesen, wenn er es einfach so getan hätte, ohne daß Geld im Spiel wäre
das wäre ein Zeichen gewesen...
Auf eigenen Wunsch gelöscht.

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