Saftfasten

09.02.2018, von , 11 Beiträge
Benutzerbild von kalili
Saftfasten

Hallo,
wer hat schon öfters gefastet?
Ich würde gerne wenigstens eine Woche Saftfasten, getrau mich aber nicht.
Habe Angst vor Kopfschmerzen und Hunger.
Hat jemand Erfahrung, oder macht jemand mit?
Info wäre toll.
LG
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Benutzerbild von MIEZIKATZ

Hallo kalili :wink:
es gibt "Fastenwandern für Gesunde" ,da kannst Du Dich mal im Internet schlau machen.
beim Wandern geht es halt darum,dass während der Fastenzeit keine Muskeln abgebaut werden. Schau auch mal hier
http://www.fastenzeit.com/fasten-anleitung.html
ich habe insgesamt schon 13 x gefastet, allerdings in einer Gruppe unter Anleitung, und später auch 2 mal alleine aber in der Gruppe macht es wesentlich mehr Spaß. Es kommt dann auch schon mal zu Fastenkrisen und dann ist man froh Gleichgesinnte um sich zu haben. Meine erste Fastenzeit nach Buchinger war ganz hier in meiner Nähe und dauerte nur 5 Tage, es war die Hölle. Ich hatte Migräne, musste mich erbrechen und und und..... Ab dem 3. Tag ging es dann bergauf und irgendwann denkt man das könnte immer so weiter gehen. An Karfreitag war dann Fastenbrechen mit einem Apfel. Die ersten Fastentage hatte ich mir geschworen mich nie mehr auf so etwas einzulassen, aber schon eine Woche nach den Aufbautagen meldete ich mich auch schon gleich zum nächsten Fastenwandern im Herbst auf Mallorca an. :oo
Der Grund: ich hatte mich noch nie so wohl gefühlt, ich war voller Elan und Tatendrang und dazu noch 5 kg leichter. Seitdem habe ich jährlich gefastet, manchmal sogar 2x im Jahr. Du fühlst Dich danach wie neu geboren und die Beschwerden werden immer seltener, bis Du irgendwann gar keine mehr hast :D Als Erstfaster würde ich Dir allerdings raten es in einer Gruppe zu tun. Manchmal bietet die Volkshochschule oder ein anderer Anbieter das auch ambulant an: man fastet zu Hause und trifft sich 2x in der Woche zum Gespräch. Es gibt aber auch Obst- und Gemüsefasten, das sich dann über 4 Wochen hinzieht. In dieser Zeit gibt es dann nur Rohkost aber auch 2 Treffen in der Woche. Ich finde das eine moderatere Form des Fastens, die mir persönlich besser gefällt :thumbup:
also ich kann Dir nur dazu raten: MACH DAS und lass Dich von den ersten 2 Tagen nicht unterkriegen, das wird schon :thumbup:
liebe Grüße
Miezikatz :wink:
wir können die Welt nur retten,
wenn wir aufhören Tiere zu töten
Albert Schweitzer

ich bin Leben, das leben will
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2 mal bearbeitet
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Michael

Hallo Kalili

Machst du fasten aus religiösen Sicht oder dem Körper zuliebe?
Woher kommt fasten?
Fasten ist ein fester Bestandteil aller Religionen. Der Gläubige soll sich durch das Fasten wieder mehr auf seinen Glauben konzentrieren und Gott näherkommen. Alle großen Religionsstifter haben eine Phase des Verzichts erfahren. Mohammed fastete, bevor ihm der Koran offenbart wurde, Moses stieg auf den Berg Sinai und fastete 40 Tage, bevor er Gottes Wort empfing, und Jesus zog sich vor seinem öffentlichen Wirken 40 Tage zum Fasten in die Wüste zurück. Auch heute noch gibt es in allen Welt Religion großen Fastenzeit.
Egal ob sieben Wochen ohne Alkohol, Nikotin, Süßigkeiten oder Fernsehen, die Menschen sollen die Zeit nutzen, ihren Lebensstil zu überdenken und neue Perspektiven zu finden.

Und hör auf „Miezikatz“
In der Gruppe geht’s es viel viel besser. Was sie sagt und macht macht Sinn. Da wir ein Teil der Natur sind sollten wir nicht unbedingt zwischen November und Februar fasten. Schau sie dir an. Alles ist ruhig, im Winterschlaf.

Grüssli Michael :wink:
Gesperrt wegen Trolling.
Benutzerbild von Nefasu
Supporter: Optimist

Hallo Kalili,

ich habe zwar nicht sonderlich viel Erfahrung, dafür kann ich dir jedoch Feedback aus der Sicht eines Neueinsteigers geben :thumbup:

Meine erste Saftfastenwoche habe ich vor etwa 6 Monaten, meine letzte vor ca. 2 Wochen erfolgreich abgeschlossen.


Kopfschmerzen hatte ich ausschließlich in den ersten 2 Fastentagen der ersten Fastenphase.
Kopfschmerzen entstehen während der Fastenzeit wohl hauptsächlich durch (industire) Zucker- und Koffeinentzug (die beiden größten, negativen, Einflussfaktoren auf unsere Gehirnrezeptoren).
Da ich die erste Fastenphase als Neustart für ein "cleanes" Essen (ohne zusätzlichen Zucker und mit nur wenig Salz) durchgeführt hatte, sind bei mir in den nachfolgenden Fastenperioden keine Kopfschmerzen mehr aufgetreten.

Zum Einstieg (und für Struktur) in die Fastenthematik, kann ich die Homepage http://www.fastenzeit.com/fasten-anleitung.html wärmstens empfehlen.

Diese hat glücklicherweise auch keinen Bezug zu irgendwelchen religiösen Institutionen oder Geisteshaltungen :thumbup:


Während der Fastenzeit wirst du, wie so viele Menschen vor dir, zu der Erkenntnis gelangen, dass "Hunger" wie wir ihn kennen lediglich das natürliche Körpergefühl eines leeren Magens beschreibt.
Wirklichen Hunger würdest du nur bekommen, wenn dein Körperfettanteil gefährlich nierige Werte annimmt (als Frau <21%) und dadurch dein Stoffwechsel herunterfährt, du also buchstäblich verhungern würdest.

Dies ist jedoch bei sorgfältiger Planung und maximal empfohlener (unbetreuter) Fastenzeit von 2 Wochen nur bereits bei einem sehr (!) niedrigen Asugangsgewicht überhaupt im Bereich des Möglichen.
Zumal auch durch Saftfasten immernoch eine solide Menge Kalorien (ca. 500kcal / Tag) aufgenommen wird :)


Das im Gegenzug zum leeren Magen gewonnene Gefühl der geistigen Klarheit und körperlichen Energie ist mMn. jedoch die minimalen, und nur sporadisch auftretenden, Unnanehmlichkeiten durchaus Wert.

Ob du nun alleine oder in der Gruppe fastest hängt wiederum von deiner Persönlichkeitsstruktur ab.
So wäre es z.B. für einen Misanthropen wie mich nur bedingt wie gar nicht entspannend im Verbund zu fasten, während es für einen Philanthropen dadruch erst zu einer porsitiven Erfahrung werden kann :thumbup:

Grüße,
Falk
"Wir sind, was wir denken.
Alles, was wir sind, entsteht in unseren Gedanken.
Mit unseren Gedanken erschaffen wir die Welt."
Siddhartha Gautama "Buddha" (560 - 480 v. Chr.)

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(Wenn du in Eile bist, dann gehe langsam - japanisches Sprichwort)

"Ich habe keine Zeit dafür" ist nur eine Umschreibung für "Es ist mir nicht wichtig genug".
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4 mal bearbeitet
Benutzerbild von kalili

Vielen Dank Ihr Lieben.
Als ich vor ca. 25 Jahren für 10 Tage gefastet habe, hatte ich unerträgliche Migräne.
Danach habe ich es nie wieder versucht.
Ich denke, dass wird jetzt nicht mehr so schlimm werden, da ich selten Zucker, Salz und Kaffee zu mir nehme und seit fast 2 Jahren roh vegan lebe.
Ich werde es wohl in einer Gruppe machen (vielleicht finden sich sogar Leute im Forum)
denn ich mag den Gedankenaustausch und freue mich auf nette Gesellschaft.
Auch hat sich jetzt mein Yogacoach gemeldet und hatte prompt die gleiche Idee zu fasten,
aus medizinischen Gründen.
Irgendwie kommt das Eine zum Anderen und es scheint alles zu passen.
Liebe Grüße
herzlichen Dank



Benutzerbild von CocoX16

Zitat kalili:Hallo,
wer hat schon öfters gefastet?
Ich würde gerne wenigstens eine Woche Saftfasten, getrau mich aber nicht.
Habe Angst vor Kopfschmerzen und Hunger.
Hat jemand Erfahrung, oder macht jemand mit?
Info wäre toll.
LG


Hallo,
ich habe bisher einmal Saftfasten gemacht. Ich habe mir dafür einen Entsafter gekauft und mein Obst und Gemüse schon für 2 Tage gepresst. Mein Saftfasten ging über 3 Tage, fand dies für den Einstieg sehr passend. Ich habe ca. 4-5 Gläser Saft pro Tag getrunken und nebenbei 1-2 mal täglich eine Darmspülung durchgeführt.
Danach habe ich mich super gefühlt. 3 Tage gingen ohne Probleme. Achte am besten darauf 2 Tage vor und nach dem Saftfasten nur leichte Kost zu dir zu nehmen und möglichst auf Koffeinhaltige Getränke wie Cola oder Kaffee zu verzichten.

LG Anna
Benutzerbild von Vegbudsd

Jepp, oder ganz einfach mal die Seele baumeln lassen und essen, was einem schmeckt. Das Ganze vegan (ob roh oder gekocht - egal) und schon ist die Welt in Ordnung! Ohne Kopfschmerzen und Migräne - wobei ich keineswegs davon überzeugt bin, dass Migräne durch Saft - oder sonstiges Fasten hervorgerufen wird. Evtl. wird ein bereits begonnener, aber noch nicht bemerkter Anfall verstärkt.

Gerade hatten wir veganen Nudel-Käseauflauf, dazu eine leckere Tafel vegane Schokolade als Nachtisch. Kaffee habe ich keinen getrunken, dafür eine leckere Tasse heißen Kakao mit Sojamilch. Das war sehr schmackhaft. Und schau guck einer: Keinerlei Hungergefühl mehr und auch keine Kopfschmerzen. Lediglich zuviel Gesamtgewicht - aber das bekomme ich sicher dank JoJo-Effekt nicht mit irgendeiner Fastenkur weg.

Trotzdem: Lasst Euch bloß nicht von Eurem Tun abhalten - Glaube versetzt Berge und wer heilt hat Recht.
Unser Ziel ist eine für Landwirte auskömmliche Landwirtschaft und schmackhafte, gesunde Ernährung, ohne Tierleid und ohne Tiertod!
Benutzerbild von MIEZIKATZ

Hallo Vegbudsd :wink:
also ich könnte mir Dich "rund und gesund" :D vorstellen, wenn ich das so lese, aber das tut nichts zur Sache ich möchte hier nur klarstellen: beim Fasten geht es in erster Linie nicht um eine Gewichtsreduktion, sondern um ein kritisches Hinterfragen, des eigenen Essverhaltens, bzw. eine Korrektur der Essgewohnheiten nach dem Fasten. Ohne eine konsequente Ernährungsumstellung nach dem Fasten macht fasten eigentlich keinen Sinn. Die paar Kilos, die man beim Fasten verliert sind meistens schneller wieder drauf, als sie weg waren und dann noch ein paar mehr :surprise: man darf ja auch nicht davon ausgehen, dass vegan immer gesund ist, es gibt bestimmt auch sehr viele ungesunde vegane Sachen, hauptsächlich industriell hergestellte Lebensmittel. Ich halte es da nach Dr. Bruker: meide weißes Mehl und Zucker, iss nichts, für das Werbung gemacht wird (oder hast Du schon mal gesehen, dass für Obst und Gemüse Werbung gemacht wird) und vermeide Nahrung, die aus der Fabrik kommt :oo hier noch was zum Nachlesen
http://www.forum-ernaehrung.at/ernaehrung/diaeten/detail/news/detail/News/vollwertkost-nach-mo-bruker/
mein Mann und ich nennen unsere Ernährungsweise "vollwert-vegan" :thumbup:
liebe Grüße :wink:
Miezikatz
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Albert Schweitzer

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inmitten von Leben,das leben will
AlbertSchweitzer


Veg-Badge

1 mal bearbeitet
Benutzerbild von kalili

Natürlich hast du Recht, liebe Miezikatz,
Vegbudsd hat aggressive Gedankengänge...
Das Fasten fördert Selbsterkenntnis, körperliche, seelische und geistige Vervollkommnung und kann manche Krankheit heilen, ohne Präparate.
Ich freu mich drauf und bin gespannt was mit mir passiert.
LG
Kalili
Benutzerbild von Vegbudsd

@ kalili
Erst mal ganz und gar unaggressiv (wie eigentlich immer) ein fröhliches Hihalloo,

Meine Antwort kam aus dem Bedürfnis heraus, Dir die Ängste nehmen zu wollen. Auch ohne Fasten kann es Mensch tatsächlich gut gehen. Und es stimmt natürlich ebenso, dass Fasten einem auch richtig gut tun kann.

Mir fielen jetzt nur ein zumindest widersprüchlich wirkende Hinweise von Dir auf:

Zitat: "Habe Angst vor Kopfschmerzen und Hunger."
und
Zitat: "Das Fasten fördert Selbsterkenntnis, körperliche, seelische und geistige Vervollkommnung und kann manche Krankheit heilen, ohne Präparate."

Oder habe ich das falsch verstanden?


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