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Sind wir Allesfresser?

12.08.2017, von , 8 Beiträge
Benutzerbild von dandedilia
Sind wir Allesfresser?

Guten Morgen :angel:
Ich frage mich schon länger ob wir Allesfresser sind. Ich tendiere eher dazu, dass wir zwar alles verdauen können, also auch Fleisch, aber dass es noch lange nicht heißt dass das unsere Nahrung ist oder dazu gehört. Wie seht ihr das?
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Habe mir noch keine Gedanken gemacht :)
Benutzerbild von JJSunshine

Der Mensch ist ein Frugivore. Das bedeutet das wir am besten mit Früchten als Nahrung klar kommen. Der Mensch ist aber auch ein Wunder der Natur, wir können Stärker verarbeiten in Zucker und wir können auch Fleisch verdauen. Am besten also schön viel Obst und Gemüse essen und alles ist gut. Fleisch und andere Tierprodukte tun dem eigenen Körper und den anderen Lebewesen nicht gut, also einfach die Finger davon lassen. ;-)
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Benutzerbild von kilian

Hallo,

Allesfresser sind wir schon gar nicht.
Allesfresser äßen auch Einkaufswägen, Batterien und Flugzeuge.

Viele Menschen essen das Fleisch einiger weniger, ausgewählter Tierarten: Rinder, Schweine, Hühner usw. aber keine Nashörner, Fledermäuse oder Schmusekaninchen.

Unser Körper kann Fleisch verdauen, aber es ist krebserregend. Unser Körper kann auch jahrelang rauchen. Deshalb sind wir aber keine Raucher von Natur aus (und das, obwohl auch Urmenschen bereits geraucht haben sollen).

Viele Grüße

Kilian
"Von nichts sind wir fester überzeugt als von dem, worüber wir am wenigsten Bescheid wissen" (Michel de Montaigne)
Benutzerbild von Nefasu

Hallo dandedilia,

wenn du die Übereinstimmung unsere Physiologie mit der biologischen Definition meinst, dann sind wir wohl "Allesesser", oder auch "Omnivoren" oder "Pantophagen":
Zitat Seite „Allesfresser“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 5. Juni 2017, 20:20 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Allesfresser&oldid=166118305 (Abgerufen:15. September 2017, 15:28 UTC) :Als Allesfresser, Omnivore [...] oder Pantophage [...] werden Tiere bezeichnet, deren Nahrung sich aus verschiedenartiger Kost aus Pflanzen und Tieren zusammensetzt.
[...]
Das „Allesfressergebiss“ zeichnet sich durch bunodonte Zähne aus, Backenzähne, die mit Höckern versehen sind. Sind vier Höcker vorhanden sind die Zähne oligobunodont [...], bei mehr Höckern sind sie polybunodont [...].

Omnivoren sind keine taxonomische Gruppe, sondern umfassen diverse nicht näher miteinander verwandte Arten. Typische Vertreter sind beispielsweise Ratten, Schweine und der Mensch. Auch Bären, die zu der Ordnung der Raubtiere zählen (Carnivora), sind überwiegend Allesfresser.

Omnivorie ist nicht immer beabsichtigt. So nehmen Kühe beim Fressen von Gras zwangsläufig auch im Gras minierende pflanzenfressende Insekten auf. Kühe und andere Weidegänger sind demnach streng genommen keine reinen Herbivoren (Pflanzenfresser), sondern Omnivoren.


Dabei sei natürlich zu beachten, wie Kilian bereits ausgeführt hat, dass die Fähigkeit alles essen zu können nicht gleichgesetzt alles essen zu müssen oder gar zu einem Sein-Sollen-Fehlschluss zu gradieren :thumbup:


Das gerne so häufig geteilte Bild bzgl. dem Gebissvergleich des Menschen zu anderen Tieren[*1], sowie der daraus fälschlicherweise abgeleitete Fehlschluss wir seien Frugivoren, ist zwar physiologisch krroekt (solange dieser spezifische Teil unseres Körpers isoliert betrachtet wird), zeigt jedoch nur eine historische Korrelation aber keine Kausalität auf!

Ganz abgesehen davon, dass für den plakativen und voreingenommenen "Omnivoren" Vergleich ein Tier mit karnivorem Evolutionshintergrund herangezogen wurde anstatt z.B. ein omnivores Tier mit herbivorem Evolutionshintergrund (z.B. ein Schwein[*2]) und das Frugivore Gebiss in sehr engem, evolutionsbiologisch, verwandschaftlichen Verhältnis zu unserem steht, anstatt z.B. etwas abstrahierend mit dem, ebafalls frugivoren, Gorilla zu vergleichen[*3] :crazy:


Unser Gebiss verrät letzendlich nur, dass unser definitiv omnivores Verdauungssystem (wenn ganzheitlich betrachtet) sich aus einem Frugivoren (sprich dem des Affen) entwickelt hat ;)

Jeodch soltle man sich trotz aller Definitionen ein immer vor Augen halten:
Diese Klassifizierung wurde von Menschen festgelegt und ist in soweit fehlbar, als dass Menschen von sich selbst als omnivores Tier ausgehen.
Somit könnte sich beipielsweise auch zukünftig herausstellen, dass diese Klassifikation falsch ist, da der Ausgangspunkt (der den Mensch als Omnivor beschrieb) bereits falsch definiert wurde ;)

Grüße,
Falk

[*1] http://vinyasavita.com/wp-content/uploads/2014/11/05_Humans_Are_Frugivores_750.jpg
[*2] http://www.w-l-verlag.de/images/stories/virtuemart/product/E0-Schwein-Sch%C3%A4del.jpg
[*3] http://i.dailymail.co.uk/i/pix/2013/03/17/article-0-18BA466D000005DC-947_634x487.jpg
"Wir sind, was wir denken.
Alles, was wir sind, entsteht in unseren Gedanken.
Mit unseren Gedanken erschaffen wir die Welt."
Siddhartha Gautama "Buddha" (560 - 480 v. Chr.)

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急がば回れ。
(Wenn du in Eile bist, mache einen Umweg - japanisches Sprichwort)

"Ich habe keine Zeit dafür" ist nur ein anderer Begriff für "Es ist mir nicht wichtig genug".

6 mal bearbeitet
Benutzerbild von Skadoosh80

Das Video erklärts eigentlich ganz gut. Finde ich

https://www.youtube.com/watch?v=Z4NsMiOMmCY&t=20s
"Protecting the weak is the first step to enlightenment and being truly civilized."
Gary Yourofsky

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Benutzerbild von Hinterfrager

Meine persönliche Meinung; wir wurden von der Evolution (wer will auch von einer Gottheit) mit der Fähigkeit ausgestattet AUCH tierisches Eiweis zu verwerten - um Notzeiten/Notsituationen und für uns nicht optimale Lebensräume zu überstehen. Daher sind wir trotz unserer sonstigen bescheidenen Attribute so erfolgreich gewesen, so jeden Lebensraum zu besiedeln und uns zu vermehren.
"Darüber, wer die Welt erschaffen hat, läßt sich streiten. Sicher ist nur, wer sie vernichten wird."
George Adamson
Benutzerbild von Skadoosh80

Also ich vermute mal stark, wie gesagt, so genau hab ich mich da nicht eingelesen, bzw gibts ja auch vermutlich keine wirklichen Hinweise oder Beweise dafür, keine Ahnung. Aber auf jeden Fall, nehme ich einfach mal an, das der Mensch erst auf Fleisch zurückgegriffen hat, als er keine andere Möglichkeit hatte. Denke mal eine Eiszeit könnte so etwas bewirkt haben. Aber wer weiß schon, wie sich das über die Jahrtausende entwickelt hat. :crazy:
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Gary Yourofsky

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