Studie: Vorurteile gegen Veganer und Vegetarier

Erstellt 29.01.2019, 20:33 Uhr, von kilian. Kategorie: Allgemein vegan. 6 Antworten.

Studie: Vorurteile gegen Veganer und Vegetarier
29.01.2019, 20:33 Uhr
Hallo,
ist zwar nicht mehr ganz neu, aber vielleicht auch ganz spannend:
https://journals.sagepub.com/doi/abs/10.1177/1368430215618253
Eine Studie, die zeigt, dass gegen Veganer und Vegetarier mehr Vorurteile bestehen aus gegenüber anderen Gruppen.
Männliche Veganer waren davon offenbar am meisten betroffen. Ethisch und ökologisch motivierte Veganer stärker als gesundheitlich motivierte. Und Vorurteile korrelierten offenbar mit rechter Gesinnung.
Viele Grüße
Kilian
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Hey,

Vegan leben für nur 140 Euro im Monat! Weiterlesen!

Viele Grüße!
29.01.2019, 21:56 Uhr
Ich fand es ja schon krass als ich mit meinem Partner angefangen hatte mich vegan zu ernähren. Auch wenn natürlich auch teils die fürsorgliche Besorgnis drin steckte (also bei Familie, usw.), aber teils war es schon nervig. :rolleyes:

Und ich war erstaunt wie viele Vorurteile sich in so kurzer Zeit bilden konnte. Kann ja hier mal ein paar auflisten:

- "Bekommst du keine Mängel?"
- "Also ich könnte das ja nicht. Vegetarisch ja, aber vegan ist zu extrem."
- "Wenn dann ganz oder gar nicht." (kam von nem Kumpel da ich ausnahmsweise halt im Lokal auf Verdacht mir Süß-Sauer drauf getan habe. :| Dafür esse ich aber auch 90-95% des Jahres rein vegan/bei veganer Ernährung sind alle mega pingelig und bedacht :crazy: ).
- "Veganer kaufen nur teuren Kram." (Das meiste an Vorurteilen kam allerdings von meiner Mutter :rolleyes: ).
- "Veganer sind nervig und missionieren einen."
- "Veganer müssen ständig über ihr Essen reden." (Muss ich echt widersprechen da ich schon vorher gerne übers Essen geredet habe. Aber, dass ich nur darüber rede wäre mir neu. Hab ja auch noch andere Interessen in meinen Leben. :angel: )

So oder so musste ich mir auf jeden Fall schon eine Menge anhören. Das war jetzt nur ein kleiner Teil davon. Aber mich hat es echt geschockt wie komisch man teils behandelt wurde wegen seiner Ernährung. Dieses "Aliengefühl" was man da am Anfang empfindet war bei mir auch sehr stark. :wtf: Ich hoffe halt, dass sich mein Umkreis auch dann mal daran gewöhnt.

Der nervigste Satz für mich war aber eher: "Vermisst du nicht Fleisch und Milch?" Nee... überhaupt nicht. Wir waren halt beim Asiaten und da gabs am Buffett auch gegrilltes Fleisch, aber dem bin ich penibel ausgewichen da ich den Gedanken einfach nicht ertragen konnte, dass da mal ein Lebewesen dahinter war. :-(

So sind jedenfalls meine Erfahrung bei dem Thema.
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29.01.2019, 22:09 Uhr
Ich finde die Formulierung interessant, dass ich als total sanftmütiges Wesen gemäß Studie 1 durch das schlichte Nicht-Verspeisen bestimmter Lebensmittel eine "vegane Bedrohung" darstelle :lol:

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30.01.2019, 17:53 Uhr
Hallo Catnessy
Veganer stellen eine Bedrohung für Nichtveganer da, weil sie an das verschüttete Gewissen , dass es eben schlecht( oder unheilsam ist-lt. Buddha) ist, ein anderes Wesen für ihre eigenen Gelüste leiden und sterben zu lassen, erinnern. :lol:

In dem gleichen Modus ist ja auch Frau Klöckner, wenn sie verlangt, dass die Tierschützer, die die unheilvollen Behandlungen der Schweine- , Rinder -etc-Züchter aufdecken bestraft werden, aber nicht die Täter !
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30.01.2019, 21:53 Uhr
Hallo METTA,


ja, einfach vom Verständnis her ist mir klar, weshalb wir fiesen, Brote entwurstenden Veganer gern als Bedrohung betrachtet werden...
Woran ich dachte ist, dass es sich für mich selbst halt nicht so anfühlt, als würde ich jemanden mit meiner Lebensweise bedrohen wollen, weißt du? :D
Ich mache niemandem Vorwürfe, dränge keinem was auf oder nehme ihm das Schnitzel weg oder die Sahne aus der Torte, reagiere freundlich auf meine Speise betreffende Reaktionen, schwebe nicht vor lauter Selbstgerechtigkeit einen halben Meter über dem Boden - und bin also trotzdem ein wandelnder Vorwurf, das ist mir bewusst, ja ;)
Weil meine Beweggründe ja ethischer Natur sind und ich auch irgendwie den Umweltschutz nebst Klimawandel im Blick habe, bin ich gemäß der Studien ziemlich unterste negative Schublade :lol:


Früher hab ich auch gedacht, Veganer müssten total bescheuert und völlig lebensfremd sein... Jetzt kommt mir die Lebensweise völlig normal vor, und mir fällt schwer zu verstehen, weshalb die Menschen um mich herum ihrerseits nicht verstehen, dass ein Umdenken mehr als überfällig ist... oder dass die eigentliche, reale Bedrohung von ihnen selbst ausgeht... von der Rücksichtslosigkeit, mit der Tiere und unser schöner, überlebenswichtiger Planet behandelt werden.

Na ich bitte dich... bei Nacht und Nebel Tierqual aufzudecken, die vom Veterinäramt und "Tierschutzgesetzen" gedeckelt werden soll, ist doch frech und stellt schließlich eine Bedrohung der billigen Fleisch- und Milchproduktion dar :rolleyes:
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31.01.2019, 07:08 Uhr
Früher hab ich auch gedacht, Veganer müssten total bescheuert und völlig lebensfremd sein... Jetzt kommt mir die Lebensweise völlig normal vor, und mir fällt schwer zu verstehen, weshalb die Menschen um mich herum ihrerseits nicht verstehen, dass ein Umdenken mehr als überfällig ist... oder dass die eigentliche, reale Bedrohung von ihnen selbst ausgeht... von der Rücksichtslosigkeit, mit der Tiere und unser schöner, überlebenswichtiger Planet behandelt werden.

Stimmt! Mir gings genauso. Als ich vor 20 Jahren mit meiner Frau zusammenkam, war eine ihrer Freundinnen Veganerin. Damals dachte ich mir, dass ist schon voll extrem und bescheuert. Allerdings hatte ich da noch daran gedacht, dass man auf ALLES verzichten muss. Gar kein Kuchen, keine Schoki, usw. Außerdem wusste ich damals noch nicht wie es in der Tierhaltung abgeht. Wir haben sie relativ selten gesehen, aber sie hat auch nie über ihr essen geredet. Und ich hab nicht gefragt.


Tja, jetzt denke ich auch anders drüber. Übrigens haben wir jetzt 15 Jahre nichts mehr von ihr gehört, bis sie an der Einschulung unserer Tochter wieder aufgetaucht ist - mit ihrer Tochter ;) . Sie ist jetzt keine Veganerin mehr, aber zumindest Vegetarierin.
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31.01.2019, 11:19 Uhr
Veganer stellen insofern eine "Bedrohung" für Allesesser dar, als sie ihr Weltbild erschüttern – und zwar allein durch ihre Existenz. Die Welt, in der wir leben, gaukelt uns vor, wir bräuchten tierische Produkte. Und wer sich nie damit auseinandergesetzt hat, glaubt das auch, weil es alle anderen ja auch so machen.
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