Umgang mit "Vegan-Kritikern"/blöden Sprüchen

Erstellt 26.09.2016, 22:21 Uhr, von thegreenway. Kategorie: Allgemein vegan. 236 Antworten.

27.10.2019, 20:37 Uhr
Uff... man denkt bei so einem Umfeld wie meinen ist man relativ vor solchen Sprüchen verschont, aber nee... heute hatte ich mein Rezept (die veganen Rouladen aus dem Essensthread) in meinen Status gepostet. Und natürlich wurde total auf das Wort "Rinder" abgezielt obwohl ich dahinter vegan geschrieben habe. Hab ich auch der Person dann gesagt (ist halt aus meinem Bekanntenkreis). Ironischerweise hatte ich ähnliche Posts schon öfter gemacht, aber wahrscheinlich hat die Person das Wort "Rind" (also Tier) getriggert. :crazy:

Klar, ich hätte auch nur Rouladen schreiben können, aber ach Mann... ist das so dramatisch? Ich denk mir nur warum man bei solchen Themen künstlich Probleme erschaffen will wo keine sind. Ist ja dieselbe Geschichte wie der Soja/Hafer/Reisdrink. Das ist nicht okay, aber Scheuermilch bleibt? O_o

Entschuldigt, ich musste einfach mal meine Wut etwas rauslassen. Es nervt einfach, dass man als Veganer ständig darauf achten muss seine Mitmenschen nicht zu triggern. Pflanzliche Varianten muss man für manche Mischköstler einfach komplett unbenennen. :rolleyes: Als ob es nichts Wichtigeres auf diesem Planeten gäbe.
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Strohhalme aus Glas
27.10.2019, 20:42 Uhr
Zitat PuschelQueen:Klar, ich hätte auch nur Rouladen schreiben können, aber ach Mann... ist das so dramatisch? Ich denk mir nur warum man bei solchen Themen künstlich Probleme erschaffen will wo keine sind. Ist ja dieselbe Geschichte wie der Soja/Hafer/Reisdrink. Das ist nicht okay, aber Scheuermilch bleibt? O_o


Mit der Pflanzenmilch, also die, die Bäume absondern, ist es das gleiche. Darf auch weiterhin Milch heißen. Verstehe die Logik mancher Menschen einfach nicht. Veganes Fleisch wird sicherlich auch noch umbenannt, wartets mal ab. Manchmal schäme ich mich, ein Mensch zu sein, wenn ich sehe, wie dumm ich manchmal bin und wieviel dümmer viele andere sind.
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27.10.2019, 21:14 Uhr
@Chipskunk: Ja, ich weiß noch wo ich diese Debatte wegen der Bouletten gelesen habe. Dabei ist das doch genau so ein Begriff wie Wurst was lediglich die Form ausdrückt. Aber manche haben einfach keine anderen Sorgen im Leben. :rolleyes:

Bin einfach froh, dass ich mich hier auch mal aussprechen kann. Im Normalfall kann ich ganz gut mit so was umgehen, aber es gibt Momente wo es mir einfach zu viel ist. Als Veganer muss man sich manchmal so unfassbar viel Blödsinn anhören und dann wundern sich die Leute wenn man doch mal genervt ist. Ich versuche zumindest immer friedlich und ruhig an jedes Gespräch ranzugehen. ;)
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28.10.2019, 12:30 Uhr
Bei mir ist es eher umgekehrt - ich nerve die Leute, weil ich sie darauf aufmerksam mache, dass sie noch immer dieses Zeug essen und wie religiös gesteuert gegen alle Vernunft daran schon fast pathologisch festhalten...

Nein, ich missioniere nicht -aber ich mache auch keinen Hehl daraus, was ich darüber denke.
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28.10.2019, 12:42 Uhr
Sowas handhabe ich meistens genauso wie die Drängler auf der Autobahn hinter mir:

Je mehr sie sich aufregen, desto breiter wird mein Grinsen :D (wieviel ist hier nochmal? 120? Na dann kann ich ja noch bissle langsamer fahren :D )

Ansonsten haben die meisten eigentlich inzwischen aufgehört mit mir zu diskutieren. Sie wissen, dass sie den Kürzeren ziehen weil die Logik auf unserer Seite ist. Und wenn tatsächlich mal keine Logik durch die omnivore Schädeldecke dringt, dann die ethische Seite. Daran lässt sich auch mit irgendwelchen dahergeholten Argumenten nicht rütteln.

Ich missioniere ebenfalls nicht, aber wenn mich einer angehen will, dann verteidige ich mich ;)
2x bearbeitet

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28.10.2019, 15:23 Uhr
Je mehr sie sich aufregen, desto breiter wird mein Grinsen :D (wieviel ist hier nochmal? 120? Na dann kann ich ja noch bissle langsamer fahren :D )
Geht bei vegan sehr gut, aber im Straßenverkehr ergibt sich daraus eine Potenzierung der Gefährdungslage für alle möglicherweise davon betroffenen, jedoch an dem ursächlichen Geschehen unschuldigen Verkehrsteilnehmer. Deshalb mache ich sehr bewusst solchen "Kraftmeiern" und "Dränglern" Platz (auch wenn ich eigentlich schon am Ende der erlaubten Geschwindigkeit fahre), selbst dann, wenn ich vorübergehend mal hinter einem LKW mit 80 hinterhertuckern muss.

Der "Dränler" fühlt sich dann gut, kommt für sich sehr viel schneller an das Ende des nächsten Staus und ich und die anderen Verkehrsteilnehmer haben ihre Ruhe...

Ansonsten volle Zustimmung
1x bearbeitet

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28.10.2019, 16:57 Uhr
Wobei das demonstrative Linksfahren von langsameren Verkehrsteilnehmer auch gegen das Rechtsfahrgebot in Deutschland verstösst. Das vergessen leider die meisten. Vor allem bin ich ja nicht da, um andere zu erziehen - wie in diesem Fall: Du darfst nur 120 fahren.
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28.10.2019, 17:14 Uhr
Das ist übertragen auf unsere Essgewohnheiten in etwa vergleichbar mit dem permanenten Zumüllen mit Fleischistenpornos am Wochenende in den Blättchen der Läden sowie in besonders aufgebauten Anpreisungsdisplays innerhalb der Läden. Man schaue sich nur die meterlangen Präsentationskühlregale an, in denen fast ausschließlich tierbasierte Produkte präsentiert werden, während die veganen Produkte am liebsten nur als "Bückware" angeboten werden. Das erinnert mich sehr an mutwilliges Drängeln oder permanent provozierendes Linksfahren.

Wäre schön, wenn die veganen Produkte wie es ja auch teilweise geschieht, einfach sowohl in einem speziellen Regal als auch zwischen den anderen Produkten der gleichen Art z.B. Väse zu Käse, Vurst zu Wurst usw. gestellt würden. Es wäre schön, wenn die vegane Ernährung endlich gleichberechtigt präsentiert würde und nicht immer irgendwie verschämt "um die Ecke rum" versteckt würde.

Aber wie schon beim Mauerfall und Atomausstieg:

"Nichts ist unmöglich!"
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29.10.2019, 06:59 Uhr
Geht bei vegan sehr gut, aber im Straßenverkehr ergibt sich daraus eine Potenzierung der Gefährdungslage für alle möglicherweise davon betroffenen, jedoch an dem ursächlichen Geschehen unschuldigen Verkehrsteilnehmer. Deshalb mache ich sehr bewusst solchen "Kraftmeiern" und "Dränglern" Platz

Ich mache schon auch Platz wenn es geht. Wenn ich aber nicht nach rechts fahren kann weil dort gerade besetzt ist, dann lasse ich mich nicht dazu nötigen meine Geschwindigkeit für so jemanden zu erhöhen oder "drängle" mich in eine sowieso zu enge Lücke. Du hast schon recht, möglicherweise erhöht sich die Gefährdungslage, die Ursache bin aber nicht ich, sondern der hinter mir. Und das wird sich auch nicht ändern wenn er mich "weggedrängelt" hat, denn wenn er an mir vorbei ist, drängelt er schon beim nächsten.

Du siehst, die potentielle Gefährdungslage mag sich vielleicht durchs Platzmachen in deinem direkten Umfeld geklärt haben, sie besteht aber weiter - ein paar hundert Meter weiter vorne. Bei extremen Situationen die tatsächlich eine Gefährdungslage provozieren neige ich auch gerne mal dazu ein Kennzeichen zu notieren um dann eine nachhaltige erzieherische Maßnahme zu veranlassen ;) .
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29.10.2019, 17:58 Uhr
[quote=habanero79]
Bei extremen Situationen die tatsächlich eine Gefährdungslage provozieren neige ich auch gerne mal dazu ein Kennzeichen zu notieren um dann eine nachhaltige erzieherische Maßnahme zu veranlassen ;) .


Warum meinen Menschen, andere Erwachsene immer erziehen zu müssen? Noch dazu bringt es dem Normalbürger nichts, dass Kennzeichen zu notieren, da im Falle eines Falles Aussage gegen Aussage steht. Du bist Polizist?! Da sieht das eventuell anders aus??
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