Umgang mit "Vegan-Kritikern"/blöden Sprüchen

Erstellt 26.09.2016, 22:21 Uhr, von thegreenway. Kategorie: Allgemein vegan. 236 Antworten.

29.10.2019, 19:43 Uhr
Zitat Dana:

Warum meinen Menschen, andere Erwachsene immer erziehen zu müssen? Noch dazu bringt es dem Normalbürger nichts, dass Kennzeichen zu notieren, da im Falle eines Falles Aussage gegen Aussage steht. Du bist Polizist?! Da sieht das eventuell anders aus??


Liebe Dana, das sehe ich anders. Zwar neige ich nicht dazu, Menschen anzuzeigen, aber wenn das Fahrverhalten in Richtung auf Gefährdung geht, ist es sicher sinnvoll, dafür zu sorgen, dass das Verhalten zumindest hinterfragt wird - auch wenn letztlich keine Verurteilung stattfindet.

Die Berechtigung daraus leite ich daher ab, dass der Täter mir gegenüber durch sein Verhalten eine Grenzüberschreitung begeht, die ich mir keineswegs gefallen lassen muss. Die erzieherische Wirkung wird dadurch erzielt, dass er/ sie bemerkt, dass dieses Verhalten nicht unwidersprochen bleibt und selbst behördlicherseits überprüft wird. Wenn das bei ein und dem selbst Menschen häufiger auftritt und es passiert tatsächlich mal ein Unfall durch solches Verhalten, spielen solche Voranzeigen ebenfalls eine Rolle.

Vor allem aber bleibt die unangenehme Tatsache, dass man sich erklären muss und ggf. entweder Verantwortung übernimmt und sein Fehlverhalten zugibt, oder eben lügt. Beides nicht sehr angenehm. Innerstädtisch neige ich auch manchmal dazu, per Stimme auf direkte Kommunikation umzuschalten - und ich kann ziemlich laut sein. :green:
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Hi,

was hältst Du davon? :star:

LG!
30.10.2019, 07:56 Uhr
Ich fahre im Jahr ca. 60000 km und wenn ich mich über jeden aufregen würde bzw. mir irgendwelche Kennzeichen notieren würde, käme ich zu nichts anderes mehr. Noch dazu haben wir hier "Schweizer-Schwemme", die auf deutschen Autobahnen "mal so richtig die S.. rauslassen können". Da wäre ich wirklich den ganzen Tag beschäftigt. Aber so setzt jeder andere Prioritäten.
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30.10.2019, 09:35 Uhr
Ich stimme da Vegbudsd absolut zu.

Dana, wie ist das in deinem Alltag? Lässt du dich da auch beleidigen, beschimpfen oder zu irgendwas nötigen? So wie ich dich kenne bestimmt nicht. Du wirst zumindest den Mund aufmachen und demjenigen sagen, dass es nicht okay ist wie er sich verhält. Auf der Autobahn geht das schlecht. Du weißt weder wer das war, noch hast du die Möglichkeit ihn anzuhalten und drauf anzusprechen. Alles was du kannst ist das Kennzeichen zu notieren.

Ich zeige auch nicht jeden an, aber sehr wohl wenn es extrem wird. Wenn mir auf der Autobahn auffährt, so dass ich nicht mal mehr seine Motorhaube sehe und dabei ein Lichtorgelkonzert nach Bon Jovi-Art abfeuert, dann neige ich schon dazu mal was aufzusetzen. Genauso zum Beispiel wenn jemand meint in einer Kurve unbedingt überholen zu müssen, dabei das geltende Überholverbot missachtet und dadurch der Gegenverkehr auch noch zu einer Notbremsung gezwungen wird. Da hab ich kein Mitleid mehr.

Ja Dana, ich bin Polizist, aber dass dadurch meine Aussage mehr Gewicht hat wage ich zu bezweifeln und das möchte ich auch nicht. Ich bin auch nur ein Mensch wie jeder Andere der eben ein wenig mehr über Stafgesetze oder Ordnungswidrigkeiten weiß. Deswegen laufe ich auch nicht durch die Gegend und zeige alles an was bei 3 nicht auf dem Baum ist. Ehrlich gesagt bin ich froh wenn ich meine Ruhe habe und tendiere mehr dazu "die Kirch im Dorf" zu lassen.

Trotzdem finde ich, dass solchen Leuten definitiv klargemacht werden muss, dass es so nicht gehen kann. Auch wenn in dem einen Fall jetzt gerade nichts passiert ist, wenn der aber so weiter macht - und das wird er, denn niemand sagt ihm das es falsch ist - dann ist es wahrscheinlicher, dass in Zukunft etwas tragisches passieren wird. Und glaub mir, ich hab in meinem Leben genug gesehen was nicht hätte passieren sollen - gerade wegen solchen Menschen. Vielleicht würdest du auch anders drüber denken wenn du beim Spurensichern nach einem Verkehrsunfall überlegst ob da jetzt Hirnmasse oder Muskelfleisch an der gesplitterten Frontscheibe klebt. Genausowenig Spaß macht es auch bei einer Mutter zuhause zu Klingeln und ihr mitzuteilen, dass sich ihr 20-jähriger Sohn mit seiner neuen Rennmaschine (Motorrad) mit knapp 200 Sachen um einen Baum gewickelt hat. Sehen könnte sie ihn aber gerade nicht, weil er erst mal wieder zusammengenährt werden muss.

Wie auch immer. Es muss ja auch nicht immer sein, dass daraus eine Strafe folgt und das ist auch nicht der Grund warum ich es richtig finde da Anzeige zu erstatten. Ist das Fahrzeug ein Firmenfahrzeug, erhält erst mal die Firma Post in der es drum geht den Fahrer zu ermitteln. Der Chef bekommts also mit. Der Fahrer bekommt anschließend eine Einladung zur Polizei in der er sich erklären muss. Danach geht die Zitterpartie los. Kommts zur Verhandlung, gibts eine Strafe, gibts Fahrverbot, was kostet es? Brauche ich einen Anwalt?

Sein unüberlegtes, läppisches Verhalten, was nicht mal zwei Minuten gedauert hat kostet ihn nun Zeit, Nerven und Geld - und vielleicht sogar einen Führerschein für eine gewisse Zeit. Und genau so muss es sein, damit Schlimmeres verhindert werden kann. Wenn sich Menschen nicht ordentlich benehmen, müssen sie es lernen und eben auch als Erwachsene noch erzogen werden. Ansonsten wären Gesetze ja wohl überflüssig denn die regeln nun mal die "Erziehung der Erwachsenen".

Meine Meinung.
3x bearbeitet

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31.10.2019, 20:10 Uhr
Es ist jetzt nicht zwingend Kritik an die Ernährung an sich, aber seit Neuesten geht mir jemand aus meiner Familie sehr auf die Nerven. Immer wenn am Telefon ein Gespräch übers Essen kommt wird auch gleich die Frage gestellt ob das überhaupt vegan geht. Mittlerweile haben wir der Person gut erklären können, dass vieles, wenn nicht sogar fast alles auch vegan geht (Beispiel: Kürbiscreme. Das geht ja auch super vegetarisch oder halt vegan). Uff... :crazy:

Als ob man für alles Fleisch bräuchte. Die Person ist an sich sehr lieb und hat das nicht mal böse gemeint, aber die Fragerei geht einem irgendwann einfach auf den Keks. :-/

Ansonsten hab ich nichts gegen das Interesse am Thema selber. Sie hat ja auch selber schon viel Veganes gegessen und probiert, aber es muss doch nicht ständig breit getreten werden.
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01.11.2019, 07:37 Uhr
Hallo, PuschlQueen,

mir kommt so etwas oft so vor, als seien die Menschen, die so ein Thema immer wieder "auftischen", auch verunsichert. Sie sehen, dass da jemand (Du) aus eigentlich klar einsichtigen Gründen (Recht der Tiere auf Unversehrtheit und Leben) Konsequenzen zieht, und das auch ganz normal praktiziert. Und irgendwo in ihnen selbst wissen die Menschen ja (sofern sie nicht völlig verblödet sind), dass es falsch ist,was sie selbst tun, und das Thema lässt sie nicht los. Ich plädiere da einfach für Gelassenheit...

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01.11.2019, 16:47 Uhr
Kritik an unserer veganen Ernährung haben wir noch nicht wirklich erlebt. Wenn wir, wie auch heute wieder, mal zu Besuch bei meiner Schwester (Fleischereiverkäuferin) sind zum Kaffee die Frage "wollt ihr Milch oder Zucker ?" . Oder vor kurzem "wollt ihr ein Stück Rinderbraten ?". Dann muss ich am Verstand zweifeln, ich habe ihr hin und wieder erzählt dass wir Vegan leben, aber ich glaube sie nimmt es nicht so ernst oder will es nicht wahr haben. Heute haben wir auch einige Zeit bei unseren verstorbenen Angehörigen auf dem Friedhof verbracht. Wie oft haben wir uns schon gefragt ob nicht der ein oder andere noch leben würde wenn sie gesünder gelebt hätten. Oder weniger krank gewesen wären.
1x bearbeitet

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01.11.2019, 16:59 Uhr
Zitat Smaragdgruen:aber ich glaube sie nimmt es nicht so ernst oder will es nicht wahr haben.


Nun, bei ihrem Beruf...

Zitat Smaragdgruen:Heute haben wir auch einige Zeit bei unseren verstorbenen Angehörigen verbracht. Wie oft haben wir uns schon gefragt ob nicht der ein oder andere noch leben würde wenn sie gesünder gelebt hätten. Oder weniger krank gewesen wären.


Davon bin ich überzeugt. Eine Verwandte von uns war extrem übergewichtig (okay, ich habe auch ein paar Pfunde zu viel), war schwer erkrankte Diabetikerin, hing an der Dialyse und hatte bereits einen Unterschenkel amputiert. Aber jeder Rat eines Arztes oder Verwandten oder Freundes, weniger und vor allem gesünder zu essen, schmetterte sie ab, sie lasse sich das Essen nicht verbieten, sie habe ja sonst nichts mehr vom Leben. Kuchen, Rinderbraten, Blutwurst,... dafür lebte sie. Tragisch. Ich hatte sie sehr gern, umso mehr tat es mir leid, zu sehen, wie sie sich selbst langsam umbringt (was sie dann tatsächlich auch getan hat, als sie erblindete).
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04.11.2019, 14:46 Uhr
Ich bin momentan wirklich genervt. Eine Cousine meint ständig, mich mit Informationen über die Gefahren des veganen Lebens informieren zu müssen. So schrieb sie mir heute vom Sohn ihrer Schulfreundin, der schwere Schäden durch vegane Ernährung erlitten habe. Auf Nachfrage erfuhr ich dann, dass dieser Junge an Bulimie leidet, und Jahre lang nur rohes Obst und Salat gegessen hat. Das wird dann aber nicht einer völlig nährstoffmangelhaften Ernährung angelastet (wobei der Mangel durch das Erbrechen auch noch weiter verstärkt wird!), sondern der veganen Ernährung. Ich fragte sie heute, warum sie so unter ihr Niveau gehe (sie ist Naturwissenschaftlerin!!!), und völlig unlogisch Ursache und Wirkung durcheinander quirle. Nun ist sie beleidigt und nannte mich vorhin am Telefon "radikal".

Mit einer Freundin führe ich ähnliche Diskussionen, aber diese ist wenigstens für Argumente offen und denkt auch über das, was ich schreibe, nach. Leider spielen Tiere, Tierwohl etc. für sie überhaupt keine Rolle, wobei ich da keine böse Absicht unterstelle. Sie ist überzeugte Christin, und im Christentum ist das Wohl des Tieres ja generell eher sekundär (oder tertiär...).

Seit ein paar Tagen ist mit solcherart Diskussionen wirklich der Wurm drin. Das hatte ich als Vegetarier seit 30 Jahren nicht mehr. Das Blödeste war ein Bekannter, der mir sagte, ich würde mir meine Zukunft versauen und das keine 20 Jahre überleben. Da musste ich wirklich herzhaft lachen. Hallo???!!! Ich gehe auf die 70 zu, und wenn ich mit 85 sterbe, soll es mir recht sein.
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04.11.2019, 15:02 Uhr
Hehe, lass dich nicht runter machen, du armer mangelernährter Veganer :D . Schon komisch, sobald jemand vegan lebt und irgendwas schief läuft ist der Veganismus schuld. Da stürzt sich jeder wie ein Aasgeier drauf ohne die Umstände zu berücksichtigen. Verrückte Welt.

Dabei könntest du auf jeden derartigen Vorfall mindestens 20 Fälle von Krebs / Herzinfarkten etc. dagegenhalten. Das interessiert komischerweise niemanden.

Inzwischen finde ich es eigentlich ganz lustig wenn jemand mit mir diskutieren möchte. Ich habe mittlerweile bei so ziemlich allen Argumenten entsprechende Gegenargumente und Quellenangaben parat, weshalb mich so einfach niemand ins Boxhorn jagen könnte. Ich werde irgendwann die nächsten Wochen auch nochmal mein Blut checken lassen, dann ist der letzte Check knapp ein Jahr her. Dann braucht mir keiner mehr mit Nährstoffen kommen ;) . Übrigens wird das wohl beim Kinderarzt passieren weil bei unseren Kindern ebenfalls mal die Werte checken lassen wollen. Bin schon mal gespannt.
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04.11.2019, 16:19 Uhr
Na, da bin ich ja gespannt, wie Deine Blutwerte sein werden... Eigentlich bin ich auch um Argumente und Argumentierfähigkeiten nicht verlegen. Aber wenn hochgebildete Menschen so einen Unsinn reden und anscheinend noch nicht einmal raffen, was für einen Unsinn sie sagen bzw. schreiben, dann erschüttert mich das einfach.
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