Vegan in der Mittagspause

Erstellt 17.07.2018, 22:33 Uhr, von julimu. Kategorie: Allgemein vegan. 14 Antworten.

Vegan in der Mittagspause
17.07.2018, 22:33 Uhr
Hallo ,


ich bin neu hier, 24, Student und Werkstudent und stelle meine Ernährung nun von vegetarisch auf vegan um. Nachdem daheim alles umsortiert und umstrukturiert wurde, stelle ich mir nun die Frage, was ich in den Mittagspausen meiner Arbeit (Supermärkte in der Nähe) oder in den Pausen in der Universität (wenig und unansprechendes veganes Mensaessen) essen soll.
Geht das am einfachsten tatsächlich indem man sich Essen von zu Hause mitnimmt oder habt ihr Tipps, beispielsweise wenn ich in der Mittagspause in den Rewe gehe.


Würde mich sehr über Tipps freuen,


Gruß Julius
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Hi,

was hältst Du davon? :star:

LG!
18.07.2018, 07:26 Uhr
Hallo Julius,
Erst mal ein herzliches Willkommen hier. Wenn du dich ein bisschen quer durchs Forum liest, findest du sicher viel gute Tipps für den Anfang.
Zu deiner Frage: Hast du auf deiner Arbeit die Möglichkeit, einen Kühlschrank und/oder Mikrowelle zu benutzen? Das wäre schon mal von Vorteil.
Erfahrungsgemäß ist es sinnvoller, zu Hause was vorzubereiten. Im Supermarkt findest du zwar das ein oder andere Vegane, aber ein ausgewogenes Mittagessen kannst du da eher nicht fertig kaufen. Ich nehme viel Rohkost mit zur Arbeit: Tomaten, Gurkenscheiben, Möhrensticks, Paprikastreifen, Kohlrabiwürfel etc. Dazu vielleicht mal einen Dip aus Sojajoghurt und Kräutern. Falafel lassen sich auch gut kalt essen. Äpfel und Bananen lassen sich auch gut mitnehmen. Wenn du eine Mikrowelle zur Verfügung hast, kannst du gut Eintöpfe vorkochen.
Bestimmt bekommst du hier noch mehr gute Anregungen.
Liebe Grüße Biophilie
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18.07.2018, 07:34 Uhr
Hallo Julius,
ich finde es am einfachsten, vorbereitetes Essen von zu Hause mitzubringen. Ich bereite mir meistens am Vorabend schon einen Salat vor, z.B. Kidneybohnen oder Linsen mit Gemüse drin und bzw. oder Tofu. Das sättigt und schmeckt gut. Oder ein Brot mit veganem Brotaufstrich wie Houmous oder Avocadocreme. Du kannst dir auch vegane Brotaufstriche kaufen, wenn du zum selbst machen keine Zeit hast. Ich habe da im Reformhaus ganz leckere gefunden.Liebe Grüße und berichte mal, wie es läuft!
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18.07.2018, 07:47 Uhr
Hallo :wink:

ich hole mir in solchen Situationen meistens Brot mit veganem Brotaufstrich (da musst du dich mal durchprobieren, es gibt sooo leckere :clap: ) mit, aber ich denke jeden Tag ist das irgendwann langweilig. In meinem Ferienjob habe ich dann allerdings bei 8 Stunden Sichten immer noch einen halben Liter grünen Smoothie mitgenommen, der ist sehr sättigend.
Wenn du auf deiner Arbeit eine Mikrowelle o.ä. zur Verfügung hast kannst du ja wie oben schon geschrieben einen Eintopf zu Hause vorkochen und auf der Arbeit aufwärmen.

Wenn du in den Pausen Zeit hast in den Rewe zu gehen ist das super, aber auf dauer bestimmt sehr teuer wenn du dir immer Fertigprodukte kaufen würdest.
1x bearbeitet

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18.07.2018, 10:12 Uhr
Hallo Julius,

Zitat julimu:Geht das am einfachsten tatsächlich indem man sich Essen von zu Hause mitnimmt

Ein paar Anregungen für schnelles Essen findest du u.a. in folgendem Beitrag:
https://www.vegpool.de/forum/vegan-kochen-backen/flotte-fruehstuecke-fuer-eilige-veganer-1.html

Insbesondere Bichermüsli, Roll-Ups und Wraps haben mich in den ersten Monaten meines Vegan-Einstiegs auf Kurs gehalten :thumbup:

Die meisten Abendessen schmecken aber auch kalt im Büro ziemlich gut (einfach die doppelte Menge kochen) :D

Zitat julimu:habt ihr Tipps, beispielsweise wenn ich in der Mittagspause in den Rewe gehe

In meiner früheren reiselastigen Tätigkeit habe ich praktisch von Supermarkt-Futter gelebt und habe dabei einige Erfahrungen sammeln dürfen:

- Vegane Dips findet man fast überall (z.B. Hummus), kombiniert mit der Backwarenabteilung hat man ein schnelles Mittagessen

- Eine Salat-Box ohne Dressing kann man einfach mit z.B. Cashewkernen und
Erdnüssen aufwerten[*1]

- Es gibt mittlerweile recht umfangreiche Abteilungen mit veganen Kühlprodukten: Falaffel, Tofu-Wiener und manche "Burger" kann man u.a. auch kalt mit Ketchup, Senf oder "Mayo" genießen (z.B. von "Gourmet Garden" - Vorsicht Nestlé)

- Eine Packung Studentenfutter macht durchaus nachhaltig satt und deckt den Kalorienbedarf des halben Tages

- Die fremdländischen Abteilungen halten manche Delikatesse bereit: U.a. mit Mandeln gespickte Oliven, türkische Weinblattaschen und russische geröstete Kichererbsen im Teigmantel

- Sojajoghurt gibt es praktisch in jedem Laden, etwas frisches Obst (oder einen Mischobstbecher) dazu


Natürlich darf man sich darauf einstellen, dass Essen aus dem Supermarkt weitaus teurer ist (im Durchschnitt Faktor 2 - 3) als sich selbst Essen mitzubringen.


Wichtig wäre noch zu erwähnen, dass man anfangs ruhig etwas mehr als üblich essen sollte, da die Kaloriendichte gemüsehaltiger Mahlzeiten i.d.R. etwas geringer ist ;)

Liebe Grüße,
Falk

[*1] Gegen Ende meiner früheren Tätigkeit waren sogar einige vegane Dressings im Edeka und Rewe vorhanden

3x bearbeitet

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18.07.2018, 12:27 Uhr
Hallo, Julimu,

bei uns in der Mensa gibt es generell immer Mittwochs ein Mittagsgericht komplett vegan, an allen anderen Tagen lässt sich das vegetarische Menü auf Nachfrage fast immer "veganisieren", indem ich dann z.B. Tomatensoße statt Bechamelsoße nehme. Wenn das nicht geht, bediene ich mich an unserem Salat-Büffet, das (für Mensa-Fraß) erstaunlich gut ist. Sonst bleibt dann noch Nudeln mit Ketchup.

Für unterwegs packe ich mir immer einen Snack von zu Hause ein, belegte Brötchen, vegane Hackbällchen, Falafel, Paprika, Apfel, Müsli-to-go mit Soja-Jogurt etc. Reste vom Abendessen sind in meinem Fall leider unpraktisch, weil ich vor Ort weder Kühlschrank noch Mikrowelle habe.
Wenn ich etwas Zeit habe, mache ich mir gerne Apfel-Poffertjes mit Zimt und Zucker, dazu ein Glas Apfelmus oder Pflaumenmus zum Dippen.

Schnelle Snacks für unterwegs gibt es inzwischen in fast allen Supermärkten, man muss aber manchmal lange suchen.
Ansonsten gibt es in vielen Städten inzwischen auch Imbisse u.ä., die auch vegane Speisen im Angebot haben, bei uns z.B. das Salädchen, und ein rein vegetarischer Döner-Imbiss, und noch ein paar andere. Preislich liegen die im gleichen Bereich wie die für Fleischfresser.

Geh einfach mal mit offenen Augen in der Mittagspause durch die Fußgängerzone, und du findest bestimmt diverses Veganes für unterwegs. Trotzdem im Zweifelsfall lieber selbst mitbringen.
Und, wie Nefasu schon sagte, vegane Portionen fallen meistens größer aus, sättigen dann aber nachhaltiger.

P.S.: ... Hinter Garden Gourmet steckt tatsächlich auch Nestle ... !?!? Im Kleingedruckten auf der Rückseite steht kein Hinweis ... man kann echt keinen Konzern mehr ärgern ... eine Produktreihe weniger, die ich ruhigen Gewissens kaufen kann ...
2x bearbeitet

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20.07.2018, 10:47 Uhr
Ja, da sind so einige unserer "altbekannten" Firmen und weniger bekannten Firmen hinter den tollen PseudoVegan produkten aus dem Supermarkt. Die eines tages auf einem schlag ihren weg ins Regal gefunden haben. Alle Produkte sind natürlich "Fleischähnlich" aufgebaut. Einige machen aber keinen Hehl daraus wie z.B. Lügenwalder Mühle. Wir sollen wohl nie den "guten Fleischgeschmack" vergessen.
Tja, so is das. Wie auch Monsanto schon kräftig im Biobereich ihre schimmligen Finger im spiel haben. :crazy:
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20.07.2018, 19:59 Uhr
Ja, die Produktreihen, in denen sich Monsanto versteckt, die kenne ich zum Teil schon ... finde ich unmöglich, so etwas ...

Gibt es eigentlich so etwas wie einen Info-Ratgeber, welche Marken wirklich Bio & vegan sind bzw welche Konzerne sich hinter den Pseudo-Produkten verstecken? Für das Handy hab ich "Animal's Liberty", aber die App geht mir leider nicht weit genug ins Detail, vor allem bei ökologisch bedenklichen Zusätzen (die aber vegan sind), und hauptsächlich Kosmetik und Putzmittel, Lebensmittel nur einzelne Produkte.
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21.07.2018, 06:58 Uhr
Zitat Backfix:Ja, da sind so einige unserer "altbekannten" Firmen und weniger bekannten Firmen hinter den tollen PseudoVegan produkten aus dem Supermarkt. Die eines tages auf einem schlag ihren weg ins Regal gefunden haben. Alle Produkte sind natürlich "Fleischähnlich" aufgebaut. Einige machen aber keinen Hehl daraus wie z.B. Lügenwalder Mühle. Wir sollen wohl nie den "guten Fleischgeschmack" vergessen.
Tja, so is das. Wie auch Monsanto schon kräftig im Biobereich ihre schimmligen Finger im spiel haben. :crazy:


Ich frage mich immer, warum man gleich mit der "Moralkeule" kommen muss. Es gibt doch viele verschiedene Gründe, warum man auf Fleisch verzichtet. Deshalb kann man doch trotzdem den "Fleischgeschmack mögen". Für solche Menschen ist es doch schön, wenn es nachgebaute Produkte gibt, die den Fleischgeschmack imitieren. Letztendlich ist es doch nur wichtig, ob das Produkt vegan ist, wie es schmeckt und inwieweit man verarbeitete Lebensmittel (die es auch zuhauf im omnivoren Bereich gibt) zu sich nehmen will. Ich persönlich finde es nicht schlecht wenn die großen Player auch auf den veganen Zug aufspringen, da sie eine viel größere Reichweite haben und somit auch bessere Möglichkeiten haben, die vegane Ernährung in der Bevölkerung bekannt zu machen. Man muss sich einfach vor Augen führen, dass kleine Unternehmen in der heutigen Lebensmittelbranche es sehr schwierig haben. Dass kann man schlecht finden, aber es wird sich nicht ändern. Allein dass die oben genannte Mühle ein vegetarisches Sortiment aufgenommen hat, hat in der Branche großen Wirbel verursacht und dazu geführt, dass andere Firmen sich ebenfalls mit dem Thema (und vor allem mit den daraus resultieren Umsatzmöglichkeiten) auseinander gesetzt haben und auch vegetarische Ranges mit aufgenommen haben. Selbst die Edeka hat jetzt vegane Eigenmarken im Programm. Eine Entwicklung, die immer einen Anstoß von außen braucht. Wenn diese Entwicklung vom Verbraucher boykottiert wird, fliegen solche Produkte ganz schnell wieder aus dem Programm und wir werden wieder in Nische gedrängt, wo wir herkamen. Also auch mal offen sein, für neue Entwicklungen, denn nur so kann die vegane Bewegung weiter wachsen und in der Mitte der Gesellschaft ankommen.


In der heutigen globalisierten Welt ist es sehr schwierig nachzuvollziehen, welche Produkte zu welchem Konzern gehören, noch dazu weil nicht gesagt ist, dass alle Produkte einer "Marke" zum gleichen Konzern gehören. Da kann es sein, dass ein Produkt von einem anderen Konzern hergestellt wird, weil dieser eben nur die Rechte für dieses eine Produkt gekauft hat.
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21.07.2018, 07:54 Uhr
Hallo, Dana,

ich gebe dir da teilweise recht, denn die Tatsache, dass immer mehr Konzerne ihre eigenen vegetarischen / veganen Produkte auf den Markt bringen, macht vegan zu leben sozusagen massentauglich, weil es diverse Omnivoren dazu bringt, auch mal Vegetarisches auszuprobieren.
Außerdem kennt das wohl jeder von uns, dass man mal Jachter auf Rührei mit Speck oder Fischstäbchen hat, deswegen finde ich es gut, dass wir die Möglichkeit haben, Vleischeslust in vegan befriedigen zu können.

Gleichzeitig sehe ich das aber auch mit gemischten Gefühlen, wie ich in einem anderen Thread bereits geschrieben habe. Denn: nur weil vorne "Bio & Vegan" drauf steht, heißt das noch lange nicht, dass die gesamte Herstellungskette eines Produktes tatsächlich meinen Vorstellungen von ökologisch und tierfreundlich entspricht. Außerdem könnte es dazu führen, dass dadurch die "kleinen" Hersteller, die wirklich mit Leidenschaft und Überzeugung hinter ihrer Produktreihe stehen, wieder vom Markt verdrängt werden.

Daneben gibt es ja auch noch diverse Hersteller, die zwar bio & vegan produzieren, das aber nicht extra auf die Verpackung drucken, z.B. um sich die Kosten für das Siegel zu sparen, oder weil sie sich nur zu 99% sicher sind, dass ihr Produkt vegan ist.

Deswegen wünsche ich mir einen möglichst ausführlichen Info-Ratgeber (kostenfrei und für jeden zugänglich), damit sich jeder selbst entscheiden kann, ob er/sie ein Produkt ruhigen Gewissens kaufen möchte oder nicht.

Sorry, Julimu, dass wir ein wenig vom Thema abgekommen sind ... ;-)
1x bearbeitet

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