"Vegan Shaming"

Erstellt 31.12.2021, von kilian. Kategorie: Allgemein vegan. 9 Antworten.

"Vegan Shaming"
31.12.2021
Was ist "Vegan Shaming" - und wie geht man am besten damit um?
https://www.vegpool.de/magazin/vegan-shaming.html
Wie seht ihr das? Wie reagiert ihr auf Aggressionen und Provokationen?
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31.12.2021
Wie ich schon vorher mal schrieb.
Für mich ist eine (wenn möglich) gelassene Reaktion mit einer Portion Selbstironie die beste Antwort. Die Einstellung "Ich bin im Gegensatz zu dir der Weltverbesserer" treibt eigentlich nur die Aggressionsspirale nach oben. Somit ist keiner Seite geholfen.

Meine Erfahrung zeigt, wenn das (fleischige) Gegenüber ehrlich der Meinung ist, der Veggie/Veganer ist ja trotz seiner "komischen" Ansichtsweise ganz cool bzw. in Ordnung, dann bekommt man auch eine zufriedenstellende bis gute Kommunikation in Sachen vegan hin. Man ist dann nicht mehr das "Feinbild", das einem was wegnehmen möchte, sondern jemand, der vielleicht gar nicht so verkehrt mit seiner Einstellung ist.

:wink:
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31.12.2021
Mir begegnet in letzter Zeit vermehrt eine starke Ablehnung veganer Ersatzprodukte von Seiten flexitarischer Omnis (aus gesundheitlichen und finanziellen Gründen). Mit ethischen Argumenten brauche ich dort gar nicht ankommen und auch wenn ich ehrlich überzeugt bin, dass Ersatzprodukte mindestens gleich schlecht, meist aber besser für die Gesundheit sind als die tierischen und auch in Bezug aufs Klima die Ersatzprodukte die Nase vorn haben, ärgere ich mich zumindest im Stillen. Erst recht, wenn Selbermachen als Nonplusultra dargestellt wird, vom Mann dessen Frau fürs Selbermachen zuständig ist ;-)
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31.12.2021
Vegan shaming prallt mittlerweile an mir ab 😎
Ich lächle drüber und des wars.
Auf dumme Kommentare antworte ich gar nicht erst :wink:
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01.01.2022
Eine Möglichkeit vielleicht, Provokationen entgegen zu wirken.

Wir sind ständig Provokationen von "Andersdenkenden" ausgesetzt. Viele von denen fühlen sich selbst einfach besser, wenn sie Angehörige anderer Gruppen versuchen, lächerlich zu machen. Ihr ansonsten mickriges Ego wird dadurch gestärkt.

Nun ist es aber so, dass von diesen Menschen, immer wieder die selben Provokationen oder Witze kommen. D. h. man kann sich selbst gut darauf vorbereiten, in dem man sich entsprechende kurze und schlagkräftige Antworten zurecht legt, die allerdings keinen Ansatz für eine weitere Diskussion geben sollten. Es ist meines Erachtens wichtig, vorher schon eine Antwort durchgespielt zu haben. Denn nicht jeder ist gleichermaßen so reaktionsschnell, auf eine Provokation gekonnt zu reagieren (oder man hat auch nicht jeden Tag dieselbe psychische Form).

Beispiel: ich hatte einen unsympatischen Kollegen, der eigentlich jeden nur provozieren wollte. Also gings auch einmal um meine Ernährung. Auf seine entsprechende (provozierende) Frage antwortete ich:
"Ich gebe dir gerne Antwort, wenn es dich wirklich interessiert. Sei aber ehrlich, wenn du nur provozieren möchtest, dann möchte ich dir nicht antworten. Denn dann interessierst du dich nicht wirklich für die Antwort. Das ist übrigens auch der Grund, weshalb ich dich nichts frage."
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01.01.2022
Hallo,
ich bin ja nicht nur Veganer. Ich definiere mich auch nicht so.
Eigentlich bin ich eine stolze Oma von zwei wunderbaren Enkelkindern die eben keine tierischen Produkte verwendet.
Warum ich das nicht tue kann man mit mir diskutieren, muss man aber nicht.


Liebe Grüße,
schoko-oma


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01.01.2022
Hallo schoko-oma ,
Diskutieren denn Deine Enkel darüber mit Dir , oder - wenn diese noch zu klein sind - Deine Kinder ?
Den letzten Satz finde ich sehr gut, denn man muss ja wirklich nicht alles ausdiskutieren. :thumbup:
Dir noch ein gutes und gesundes neues Jahr !
METTA

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02.01.2022
Hallo Metta,
ja,die Enkel sind noch zu klein, sie sind 5Jahre und 1,5 Jahre alt. Mein Sohn fand vegan zu leben vor einem halben Jahr noch total übertrieben, er hat dann mir zu liebe aber dann Döner gegen Falafelrolle ausgetauscht und für gut befunden. Dann habe ich ihm seinen gelebten Nudelsalat mit Frikadellen veganisiert präsentiert und ich habe ihn an der Angel 😂
Jetzt muss ich sehen, dass ich richtig gute Sachen für die kommende Grillsaison bastel, das wird nochmal eine Herausforderung. Aber er ernährt sich inzwischen vorwiegend vegan und wir haben was woran wir gemeinsam arbeiten können, ich bin da sehr glücklich.
Meine Schwiegertochter lehnt das ganze noch ab, aber das darf sie ja,
Meine grosse Enkeltochter, hat mir Weihnachten erzählt, dass ihr Papa kein Fleisch mehr isst, weil er keinem Tier weh tun will.
Ich denke also, das es nicht mehr lange dauert bis in der Familie Fleisch essen zur Ausnahme wird.😉

Liebe Grüße
schoko-oma,
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10.01.2022
,,Vegan-Shaming" ist wie das Mobbing bzw. die Albernheiten der Meiner Mitschüler: Wird man beleidigt, beleidigt man einfach zurück, aktuelles Prinzip, leider. Vegan-Shaming ist, finde ich genau so, nur in indirekt.

Frohes Neues! :star:
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10.02.2022
Ich schließe mich den Vorgängern an.
Die Menschen offenbaren ihre eigenen Lücken und Schwächen, wenn sie andere versuchen zu provozieren und klein zu machen.
Nie diskutieren, eher offene Gegenfragen stellen und sie zum Nachdenken bringen. :thumbup:

Oftmals sind die Menschen unzufrieden mit sich selbst. Bsp.: Übergewicht, Angst sich selbst zu sein, unterwerfen sich sehr schnell anderen Menschen, die sie "cooler, toller, aggressiver etc." finden, verlieren dabei ihr eigenes "ich" und möchten lieber von Masse gemocht werden.

Selbstfürsorge ist so wichtig :heart:

Sehr viele sind so oder so nicht hoch gebildet und auch nicht in der Lage nachzudenken. Die Meisten sind sich gewohnt einfach die Gesellschaft zu kopieren: einfach, bequem, keine Hirnzellen benutzen.


Mit dem Menschen-Typ bin ich als Insividualist, Sozialwissenschaften und Wissenschafts-begeisterte noch nie zurecht gekommen, deshalb verschwende ich auch meine Energie nicht. :star:
Einfach kalt die Grenze setzten :idea:

Viele Veganer sind sehr empathische Menschen. Wichtig finde ich, dass empathische Menschen verstehen, dass es okay ist nicht allen helfen zu wollen und können. Zum Selbstschutz :heart:
1x bearbeitet

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