Vegan so gut es geht?

Erstellt 16.11.2019, 18:28 Uhr, von Boris. Kategorie: Allgemein vegan. 30 Antworten.

Vegan so gut es geht?
16.11.2019, 18:28 Uhr
Hi,
der Gelatine-Beitrag hat einen Gedanken aufgegriffen den ich schon öfters hatte.
Wie vegan kann man sein?
Ich hab kürzlich die China Study gehört. Da ist im Schlussatz, dass man es nicht allzu verbissen sehen sollte.

Ich frage mich mitunter wie viel man so tun kann und auch will.
Ich meide tierische Produkte so gut ich kann.
Gestern war ich zum essen eingeladen. Hab dan Penne al Arabiata genommen (wie auch immer man das schreibt :) ) was ich nicht erwartet habe war der Parmesan IN der Soße.
Heute den ganzen Tag draussen und Garage bei nem Freund gebaut, da gab es dann zum Kaffee ein Stück Kuchen.

Finde ich auch nicht doll, aber ich sehe es jetzt nicht soooo verbissen. Ich selber kaufe so gut es geht nichts mit tierischen Produkten. Ich denke da kann man was ausrichten.
Fleisch würde ich nicht essen. Aber bei sowas drücke ich manchmal noch ein Auge zu.
Das pendelt sich auch noch ein. Das Umfeld muss sich ja auch dran gewöhnen.
Ich denke irgendwo muss man auch Abstriche machen. Wenn man im Etikettenkleber von Flaschen Kasein nutzt....man rutscht da immer mehr rein, aber mehr als drauf achten kann man doch auch nicht tun.

Den Kuchen hat uns meine Frau gebracht. Und sie hat wirklich gesucht und auch die Zutatenliste gelesen. Finde ich toll und ich glaube genau da ist der Punkt an dem man was ändert.

Denke ich... :rofl:
4x bearbeitet

antworten | zitieren |
Hi,

was hältst Du davon? :star:

LG!
16.11.2019, 19:03 Uhr
Wenn man es zu sehr versucht, scheitert man an Resignation. Macht man es halbherzig, bringt es nicht viel. Goldener Mittelweg: https://www.vegpool.de/magazin/vegan-pareto-prinzip.html Ein bisschen Anstrengung ist es wert.
antworten | zitieren |
16.11.2019, 19:06 Uhr
Das klingt vernünftig.
Ich glaube so Nebenprodukte sind auch eben nur Nebenprodukte die eben verwertet werden weil sie da sind.
Verrändern kann man nur wenn man vorne anfängt.
antworten | zitieren |
16.11.2019, 19:12 Uhr
Ich sehe das auch nicht so eng. Wenn ich irgendwo eingeladen bin oder mal essen gehe, darf es auch vegetarisch sein. Wenn es vegan geht freue ich mich natürlich und alles was ich kaufe ist vegan. Meine Schwiegermutter war aber ganz erleichtert, als ich ihr gesagt habe, es ist schon in Ordnung wenn sie für mich nicht vegan kocht.
Es muss nicht alles perfekt sein. Das was wir nicht mehr kaufen, macht schon einen großen Unterschied.
antworten | zitieren |
16.11.2019, 19:16 Uhr
Das glaube ich eben auch.
Vegetarisch ist in Ausnahmefällen ok.
Es ändert ja nichts mehr wenn das Zeug gekauft IST, nachträglich ändert es ja nichts mehr, und wenn man das so selten "durchgehen lässt" wie es eben geht dann passt es...eben so gut es geht😁
antworten | zitieren |
16.11.2019, 20:21 Uhr
Hallo Boris
ja es geht wahrscheinlich nicht immer so 100% da hast Du recht, mir gelingt es manchmal auch nicht und wenn ich mich bei irgend einem Produkt verkauft habe, werfe ich das auch nicht weg. Ein Bekannter von uns hat uns letztes Jahr Quittenmarmelade geschenkt, da er kein Veganer ist, nehme ich an, dass er normale Gelatine benutzt hat für die Marmelade, aber die habe ich dann trotzdem gegessen, da er sie sicher mit Liebe zubereitet hat. :heart:

Lieben Gruß
METTA
antworten | zitieren |
16.11.2019, 20:33 Uhr
Zitat METTA:Ein Bekannter von uns hat uns letztes Jahr Quittenmarmelade geschenkt, da er kein Veganer ist, nehme ich an, dass er normale Gelatine benutzt hat für die Marmelade

Gelierzucker ist in der Regel mit Pektin. Vermutlich war die Quittenmarmelade also vegan. Vielleicht schmeckt die so noch besser :thumbup:
antworten | zitieren |
16.11.2019, 23:30 Uhr
Ich versuche mich immer anzustrengen bei allem was mit Tierleid zu tun hat (Ernährung, Kleidung, Kosmetik, ..). Man kann zwar nicht alles 100% richtig machen, aber ich würde trotzdem keine Grundsätzlichkeiten zulassen, wie jeden Sonntag darf ich ein Stück Kuchen essen oder sowas. Klar, das ist jetzt nicht so tragisch, aber ich hätte Angst mir dann erstens selbst nicht mehr treu zu sein und zweitens auch die wichtige Message nicht klar genug weiterzugeben, es könnte fast heuchlerisch bei anderen Leuten ankommen oder stark verharmlost. Ich versuche daher ein klares Statement abzugeben. Wenn sich jemand mit einem Kuchen oder sonstigem Mühe gegeben hat, bedanke ich mich herzlich dafür und mache höflich klar wieso ich das trotzdem nicht essen mag. Beim nächsten Mal haben diese Menschen nachgedacht und es besser gemacht. Früher habe ich auch immer solche Ausnahmen gemacht und das hat dazu geführt, dass niemand sich Gedanken gemacht hat.
antworten | zitieren |
17.11.2019, 07:19 Uhr
Hmmm...ich denke es kommt auch etwas auf das Umfeld an.
Wir wohnen hier aufm Dorf. Sowas wie vegane Bäcker usw. gibt es nicht. Hier ist vegetarisch schon revulotionär.

Ich merke, dass meine Frau sich Gedanken macht. Das ist der erste Schritt.

Ich denke eben weil ich vorher so ein Fleisch-Junkie war und die Leute mich so kennen rattert es in den Köpfen eh los😁


Ich bin in einer recht amüsanten Facebookgruppe.
Bei manchen Dingen hört es aber irgendwo auf. Wenn es so ins Omni-Bashing übergeht schiesst es irgendwie am Ziel vorbei finde ich.
Wenn man Themen startet nur um sich über Omnis aus dem persönlichen Umfeld zu echauffieren ist niemandem geholfen, außer vielleicht dem eigenen Ego das offensichtlich Bestätigung und Streicheleinheiten braucht.
Ich würde sogar fast behaupten genau das sind diese militanten, abgedrehten, extemen Veganer die eigentlich genau das Gegenteil von dem erreichen was sie vermeintlich wollen.
Aber wie sagt man so schön nicht weit weg von hier? "Jeder Jeck is anners"


1x bearbeitet

antworten | zitieren |
17.11.2019, 08:07 Uhr
Ich schrieb es irgendwo schon mal, dass ich versuche, "so vegan wie möglich" zu leben. Wenn aber z.B. ein Gastgeber nicht weiss, dass ich vegan lebe, sondern nur auf dem langjährigen Stand ist, dass ich vegetarisch lebe, und wenn dieser Gastgeber extra für mich/uns vegetarisch gekocht hat, dann esse ich das auch. Wie ich auch schon mehrfach sagte, möchte ich mich sozial nicht selbst ausgrenzen. Das wären dann nicht die "bösen Omnivoren", die mich ausgrenzen, sondern ich selbst. Allerdings passiert so etwas selten, da nahezu alle Menschen, die mir so nahe stehen, dass sie mich einladen, wissen, dass ich seit einigen Monaten vegan lebe.

Auch bei Medikamenten mache ich Ausnahmen, denn ich nehme keine Wohlfühl- oder Lifestyle-Pillen, sondern Medikamente, die mich am Leben erhalten. Wer DAS kritisiert, soll erst einmal selbst in so eine Situation kommen, ob er dann bereit wäre, lieber zu sterben als ein Medikament zu nehmen, das im Tierversuch erprobt wurde oder Gelatine enthält.

Klar, wenn es vegane und tierversuchsfreie Alternativen gäbe, wäre ich sofort bereit, würde dafür sogar mehr zahlen, sofern die Kasse das nicht zahlt. Aber für manches gibt es (noch) keine Alternativen. Und nochmal: Ich rede hier nicht von Pipikram, kosmetischer Medikation etc. Ich rede von wirklich schweren Krankheiten.
antworten | zitieren |

Nächster Thread:

Junger Veganer sucht Erfahrungen

Weiterlesen:

Forensuche

Werde Teil der Community

Melde Dich jetzt an und werde Teil einer der freundlichsten veganen Communities. Kostenlos.
Jetzt registrieren
Renderzeit: 0 Sek.