Vegan und die Wirtschaft

Erstellt 04.05.2017, 19:07 Uhr, von veggie79. Kategorie: Allgemein vegan. 33 Antworten.

05.05.2017, 13:24 Uhr
Und ein P.S.: zu "ich leide wie ein Hund": mein Beileid! Es ist schwer, auf Dinge zu verzichten, die man gerne isst und die einem Freude bereiten, aber vegan Leben ist auch nicht schlimm, wie es einem immer vorgezeichnet wird. Es ist einfach eine Umstellung von Ernährung und Gewohnheit und hat eben andere Vielfalt als Fleisch+Beilage in verschiedenen Ausführungen. Und wenn es dir dadurch besser geht, ist es das hoffentlich wert. Ich kann dich trösten: irgendwann geht es in die Routine über und man isst sein Zeug ganz normal und muss nicht täglich dem Steak und dem Burger und Süßigkeiten hinterherweinen.

zu: haben wir keine dringenderen Probleme?
--> das ist genauso wie Jonnys "aber was ist mit den Indigenen die für Tofu sterben?" ein totales nicht-Argument, das sich erst gar nicht mit dem Problem beschäftigen möchte und es deshalb einfach ohne weitere Stellungnahme wegschiebt, das nennt man Whataboutism. Das trifft man in politischen Debatten auch viel: NS-Aufarbeitung beispielsweise. Wieso sollten wir uns irgendwie damit beschäftigen? Die USA foltern Leute! und die Russen waren früher noch viel schlimmer als wir! Machts das besser? Hat das was miteinander zu tun? Irgendwie nicht, soll aber sagen: solange der andere Mist bauen darf darf ich das gefälligst auch! Schonmal Kinder gehabt? Die argumentieren auch so. Das dreckige Geschirr in der Spüle beim Paarstreit wird auch nicht plötzlich besser, nur weil auch die Wäsche nicht gewaschen wurde, es lenkt aber vom Vorwurf ab "warum hast du nicht abgewaschen? Es sieht hier aus wie Sau!" " Und du hast die Wäsche nicht gemacht, also beschwer dich nicht!"
Die dringenderen Problem sind da einfach noch ein Haufen mehr an "aber das läuft auch schief", damit kann man alles wegschieben, was einem gerade nicht in den Kram passt und nicht unmittelbar die Apokalypse oder einen Weltkrieg produziert und erstickt jegliche Debatte. (wobei Massentierhaltung ja an der Front von Klima und Ressourcen auch gut mithalten kann, aber da kann dir eine der Dokus bestimmt einen schöneren Überblick geben)
Worum es mir geht: bei jedem Thema, das einem halt einfach Wurst ist, zu sagen: wir haben andere Probleme! Das hilft niemandem und sagt einfach nur: du bist nicht ernst zu nehmen, dein Problem ist gar keines, deswegen muss man darüber auch nicht reden. Bevor man das in eine Debatte trägt, hält man sich halt einfach raus und löst die großen Probleme^^
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Strohhalme aus Glas
05.05.2017, 19:59 Uhr
Aloha

also ich würde mir da generell wenig Sorgen um diese Arbeitsplätze machen. Gerade als Softwareentwickler sollte dir (bin mal so unhöflich und nutze das du) doch eigentlich klar sein, aus welcher Richtung der größere Arbeitsplatzvernichter kommt. :D
Die Arbeitsplätze in der Tierindustrie würden in anderen Bereichen wieder entstehen. Warum? Weil es in der Tierindustrie ja nicht nur um die "Lebensmittelproduktion" geht sonder auch die ganzen Nebenbereiche, Pharmaindustrie usw. Wenn man Veganer wird und sämtliche Tierprodukte ablehnt, kommt man nicht schlecht ins Staune, wo überall Tier mit drin ist. Dafür müssen andere Ressourcen genutzt werden. Also denke ich mal, das hier dann wieder mehr Arbeitsplätze entstehen.
Aber sind wir mal ehrlich, bevor die Welt von heute auf morgen Vegan wird, haben wir vorher schon Maschinen, die alle Arbeit erledigen xD.

Ich für meinen Teil, kann es heute, auch wenn ich noch nicht solange Vegan lebe, (Fleisch esse ich schon seit Jahren nicht mehr, obwohl ich das auch immer ordentlich gefuttert habe, wofür mich heute mein Gewissen plagt) seit ein paar Wochen, nicht mehr nachvollziehen, wie man "nicht" Vegan leben kann. Ok ich hab mir echt tagelang sämtliche Infos reingezogen, vom ethischen bis hin zum gesundheitlichen Aspekt. Und es gibt halt wirklich nicht ein Argument, was gegen den Veganismus spricht. Aber ok, das gehört hier wohl nicht in die Diskussion. Bin schon wieder abgeschweift xD
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05.05.2017, 21:33 Uhr
Ich lebe ja auch aus gesundheitlichen Gründen ohne Essen vom Tier. Und den Geschmack hat man uns anerzogen damit wir brave Konsumenten sind. Erst eine Ernährung die auf lange Sicht krank macht. Dann Medikamentenabhängigkeit, und wenn die nicht mehr helfen viele Operationen und Pflegefall. So wird gut und sicher an uns verdient. Ich hatte auch nicht im Alter von 18 Jahren Gicht. Das dauert schon Jahrzehnte bis die meisten Krankheiten sich durch Beschwerden bemerkbar machen.
Ich für meinen Teil nutze die Erkenntnisse der Medizin für mich aus. Was braucht mein Körper an Lebensmitteln wirklich und wo kommt das am besten her. Wir sind in der Lage erstklassiges B12 herzustellen, also warum soll ich das nicht verwenden. Das Problem mit den Veganern ist doch die Effizienz die in dieser Ernährung liegt. Man kann sich einfach mit frischen Produkten ernähren die auf unseren Feldern wachsen. Das Problem ist der der anerzogene Geschmack. Und das ist wirklich anerzogen. Früher habe ich sehr gern Schokolade gegessen. Das fällt heute fast weg. und in ein paar Jahren werde ich keine mehr anfassen. Es ist ja die Verführung durch andere. Die Fleisch und Milchindustrie ist ein gigantischer Milliardenmarkt den es mit allen Mitteln zu schützen gilt. Und bei soviel Geld ist jedes Mittel recht zu diffamieren was den Gewinn beeinträchtigen könnte. Am besten ist wirklich die Soja Lüge. Man streitet sich ob über 80 oder 90 Prozent des weltweiten Sojaanbaus für Tiernahrung angebaut werden. Auf jeden Fall würde nicht ein Baum im Urwald für Soja als Nahrungsmittel für Menschen gefällt werden müssen. In Deutschland wir der meiste Mais und das meiste Getreide inzwischen für Biosprit und Tierfutter angebaut.
Also der Urwald wird auch abgeholzt damit wir Porsche fahren können.
Beruflich bin ich leider auch drei mal in der Woche auf ein Auto angewiesen Dank der dummen deutsche Autopolitik. Meinen Benzinverbrauch wird ein Porsche aber nie unterbieten.
Für meine Gesundheit hoffe ich das ich noch rechtzeitig die Kurve gekriegt habe und in 30 Jahren nach gut zu Fuß bin. Ich werde es genießen meine Bekannten, falls die noch leben, mit ihren Rollatoren zu bewundern. Dabei haben die doch so gesund gelebt. Alles gutes Bio vom Schwein, und trotzdem einen Bypass. Die gute Milch und doch eine Insulinpumpe.
Die Informationen und Beispiele sind alle Dank Netz verfügbar. Man kann sie nutzen. Wenn es zu spät ist hilft kein Jammern. Das man mit Spritzen, Tabletten und Operationen alles heilen kann ist nur ein feuchter Traum von dummen Medizinern.

Und der Geschmack ist eine Frage der Kochkunst. Ich hoffe das sich ein paar Sterneköche mal einen Rück geben und sich an vegane Gerichte aus unseren Regionen heranmachen.
Nicht aus exotischen Zutaten, sondern vom Acker um die Ecke. Die Gewürze dazu können ruhig wie vor Jahrhunderten aus aller Welt kommen.
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05.05.2017, 22:35 Uhr
Richtig. Letztendlich ist es wie in den meisten Fällen der Medizin. Es wird Smpthombehandlung betrieben. Zumindest bei den chronischen Krankheiten. Die sind ja die, die uns das Genick brechen. Wer sich mit der Materie auseinandersetzt, kann über unsere "normale" Ernährungsgewohnheiten, eigentlich nur den Kopf schütteln. Und es ist ja kein HokusPokus, es ist ja vieles und wird immer noch vieles durch fundierte wissenschaftliche Studien belegt.
Für mich gibts nichts anderes mehr. Und es gibt soviel zu entdecken in der veganen Küche. Ich für meinen Teil, der teilweise mehrer Tafeln Schokolade am Tag verdrückt hat, früher gerne Fleisch gegessen hat und gerne Milchshakes trank, habe überhaupt kein Bedürfniss mehr nach solchen Sachen. :lol:
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