vegane Geschenke

Vegan und Glücklich

Erstellt 06.08.2016, 00:45 Uhr, von Aubergina. Kategorie: Allgemein vegan. 14 Antworten.

Vegan und Glücklich
06.08.2016, 00:45 Uhr
Hallo,

nachdem ich eine Weile nur sporadisch online war, habe ich mich jetzt durch den ein oder anderen Thread gelesen.
Dabei kam mir die Frage ob es hier überhaupt jemanden gibt der vegan und glücklich ist.
Manchmal fand ich auch, dass sich einige das Leben selbst schwer machen ;)
Ich bin mit 45 Jahren erst sehr spät vegan geworden. Das heißt Familienplanung, Berufswahl, fester Freubdeskreis und andere soziale Kontakte - alles schon entschieden und abgeschlossen.
Vielleicht macht es das für mich leichter?
Nur weil ich vegan geworden bin will ich nicht mein bisheriges Leben komplett in Frage stellen
Ich mag meinen unveganen Beruf als HEP, finde meine Kinder super, auch die unveganen und ich habe super tolle Freunde (gut da gab es schon mal Konflikte).
Ich benutze für den wöchentlichen Großeinkauf das Auto ohne mir Gedanken darüber zu machen ob dabei ein paar Insekten sterben.
Ich liebe Spaziergänge durch den Wald ohne auf jedes Tierchen auf dem Waldboden zu achten.
Ich benutze unvegane Sachen, die ich vor mein vegan sein angeschafft habe weiter.
Ich finde mein Leben so wie ist schön. Ich möchte vegan sein aber nicht so verbissen. Einfach und unkompliziert ohne auf "mein altes Leben" zu verzichten.
Natürlich gehören Veränderungen zum Leben dazu. Aber für mich ist das auf keinen Fall mich so zu verbiegen um 100% (in diesem Fall vegan) perfekt zu sein.

Lg Aubergina
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Hi,

was hältst Du davon? :star:

LG!
07.08.2016, 09:10 Uhr
Super, Aubergina, danke für diesen Beitrag. Du sprichst mir aus dem Herzen! :heart:
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07.08.2016, 11:45 Uhr
PS: Analog dazu möchte ich euch das Lied vom fröhlichen Veganer nicht vorenthalten :)
https://m.youtube.com/watch?v=3pzU5rrXxX0
Nehmt's leicht!
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07.08.2016, 22:20 Uhr
Liebe Aubergina,

ich sehe das genauso. Ich denk immer: Jeder so wie er will. Wenn andere damit zufrieden sind, wenn sie "streng" vegan leben, dann freut mich das. Für mich ist meine Art und Weise die angenehmste/beste.

Ich denke es ist dann nicht mehr gut vegan zu leben, wenn man ständig das Gefühl hat, mann MÜSSE dies oder jenes tun (oder eben lassen). Das wäre mir viel zu lästig.

Danke für deinen Post!
Jonna
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08.08.2016, 11:28 Uhr
Ich würde das Thema eher von einer anderen Seite anschneiden: jemand, der vegan wird, ist (zumeist) ein sehr reflektierter Mensch; Hinterfragt Traditionen, Gewohnheiten und vieles von dem, was ihm sonst so den ganzen Tag über den Weg läuft. Deswegen trifft er auch eine bewusste Entscheidung: nämlich sich vegan ernähren, da er die Zusammenhänge verstanden hat und in eine Änderungs-Handlung kommen möchte. Das Hinterfragen hört aber natürlich nicht auf, sondern geht stets weiter und "Mensch" versucht dann stetig besser zu werden, hinterfragt wieder usw... ein endloskreislauf. Das hört auch nicht beim Essen auf sondern geht in anderen Lebensbereichen weiter.
Und genau hier ist wohl der Unterschied festzumachen: die einen Hinterfragen alles bis ins kleinste Detail und andere sind völlig zufrieden mit einer erreichten Veränderung.

Vermutlich ist es egal welchen Weg man wählt, wichtig ist nur, dass man den Spaß am Leben nicht verliert und ich würde behaupten, den meisten Veganermenschen* gelingt das.

So haben diverse Menschen ja bereits festgestellt: "wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein".

Also lasst uns stets "besser werden" (darf jeder für sich definieren) und dabei weder den Blick aufs "große Ganze", noch den Spaß verlieren.

* fand das eben erfundene Wort irgendwie lustig :D

1x bearbeitet

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08.08.2016, 11:31 Uhr
Ich wäre glaube ich mit dem Veganismus an sich nicht unglücklich - wenn nicht mein Umfeld damit total unglücklich wäre Oo es gibt wirklich ganz genau 0 Menschen, die das irgendwie positiv finden, sondern wenn darüber geredet wird, wird versucht, mich total auszuhebeln - und dann macht die ganze Übung irgendwie keinen Spaß mehr :/
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08.08.2016, 11:39 Uhr
Hallo Jonna,
Es geht wohl nicht darum streng vegan leben zu müssen, sondern es geht es erster Linie um die Entscheidung vegan leben zu wollen. Mich würde interessieren, was Du damit meinst, mit Deiner Art und Weise vegan zu leben und wie Du es praktisch umsetzt.
Bei vielen Beiträgen habe ich das Gefühl, daß Veganer nicht anecken wollen und sich dann lieber in geselliger Runde verbiegen, d. h. mit Mischköstlern gerne durch oberflächliche Gespräche Kontakt halten, damit sie noch dazugehören. Mir fehlt in diesem Forum die Tiefe, d. h. in Verbindung zu sein mit der inneren Stimme, die jedem innewohnt. Sie sagt Dir, was richtig und was falsch ist. Danach kann jeder auch auf anderen Gebieten handeln.
Darum halte ich es für gut, sich aus Gründen der Authentizität mit veganen Menschen zusammenzutun, bzw. zu treffen. Das geht durch Anzeigen aufgeben in regionalen Zeitungen oder durch Aushänge in Biomärkten etc. Ich bin zu Menschen generell freundlich. In meinem privaten Umfeld kann ich es mir aussuchen, mit wem ich näher in Kontakt kommen will.
Ich möchte mich wohlfühlen und mit Menschen zu tun haben, die ethisch und moralisch Ihre Überzeugungen leben. Sicherlich wird das ein oder andere noch zu verbessern sein. Sobald ich mir dessen bewusst bin, kann ich ja auch anders handeln. Wir können ein Leben lang immer etwas dazu lernen und es dann umsetzen, wenn wir wollen.
Wichtig finde ich mit einem Freund oder Partner zusammenzusein, der meine Werte teilt. Es erleichtert das Leben ungemein.
Irmgarda

1x bearbeitet

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08.08.2016, 16:15 Uhr
Ich bin eigentlich relativ oft nicht glücklich. Was aber nichts damit zu tun hat, dass ich dieses Vegan-Sein zu verbissen sehe. Vielmehr liegt es daran, dass ich allzu oft fassungslos bin über die Grausamkeit des Menschen. Ich verstehe nicht, warum der Mensch den Tieren soviel Gewalt zufügen kann und warum er unsere Erde zerstört. Diese Gedanken plagen mich bei vielen Gelegenheiten und irgendwie habe ich deshalb auch den Glauben an die Menschheit verloren.
Natürlich bin ich nicht vegan geboren worden, aber wenn ich schwarz auf weiß sehe, was der Mensch Tier und Natur antut, dann versuche ich doch mein Möglichstes, dieses Unrecht zu verhindern, zu mindern, abzuwenden. Der gesunde Menschenverstand lässt einem doch gar keine andere Wahl! Möchte man meinen. Aber nein. Stattdessen wird munter weiter Fleisch, Fisch, etc gemampft, als gäbe es all die Verbrechen an Umwelt und Tier nicht. Als gäbe es kein Morgen mehr. Als hätten wir noch 5 Welten zur Verfügung. Oder aus welchen Gründen auch immer. Skrupellosigkeit, Ignoranz, Profitgier. Das sind die Charaktereigenschaften, die scheinbar den Großteil der Menschheit ausmachen. Ich sehe eigentlich keine Zukunft mehr für unseren wunderschönen Planeten. Und das macht mich traurig. Und deshalb bin ich auch oft ein trauriger Veganer.
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08.08.2016, 16:50 Uhr
Hallo Moni,

ich fühle mit dir ..

Zitat Ejala:Ich sehe eigentlich keine Zukunft mehr für unseren wunderschönen Planeten.

Der Mensch ist die einzige Hoffnung unseren Planeten und das Leben (evtl. sogar im gesamten Universum) zu erhalten, doch momentan scheint es wahrscheinlicher, dass der Mensch in seiner zerstörerischen Art verblühen wird, bevor Vernunft und Verstand Knospen bilden :|

Eine ethische Vorstellung zu leben wird bereits seit der frühen Antike (evtl. sogar noch früher) gelehrt und verbreitet, findet aber in einer stumpfen und emotional ungebildeten Gesellschaft keinen Anklang..


Eine ethische, friedliche und liebevolle Gesellschaft wäre in unserer Welt aber - leider - auch nicht überlebensfähig. Sie könnte, so sie wahrhaftig friedlich und ethisch ist, ohne Widerstand von jeder zerstörerischen und gewaltbereiten Gesellschaft übernommen, ausgebeutet und ausgemerzt werden.

Grüße,
Falk
2x bearbeitet

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08.08.2016, 22:24 Uhr
Ein Gedanke dazu:
Meint ihr wirklich, dass die "Welt untergeht", wenn es den Menschen nicht mehr gibt?
Wieso nicht eher anders herum: Die Erde kann gut ohne Mensch - kam vor dem Menschen gut klar und kann es danach ebenso; alles kommt wieder in sein natürliches Gleichgewicht.
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