Veganer und Heimtiere

Erstellt 13.04.2016, 09:38 Uhr, von Medi. Kategorie: Allgemein vegan. 57 Antworten.

23.06.2017, 18:48 Uhr
Ich nicht ganz, denn wilde Katzen gibts genug in Deutschland.. oder sagen wir eher, verwilderte, denen es damit eigentlich nicht wirklich gut geht. Dank diverser Halter, die ihre Miezen "nur einmal werfen lassen wollen" oder nicht kastrieren, aus welchen Gründen auch immer, und auch dank der Menschen, denen die Tiere zu teuer oder sonstwie überdrüssig werden und die sie dann einfach raus setzen. Aber das ist auch der einzige Punkt, wo ich widersprechen muss, alles andere würde ich so auch unterschreiben.

Veganforlife, meine Katzen gar nicht zu füttern würde ich mich nicht trauen. Denn es gibt leider auch genug Idioten, die vergiftetes Zeug auslegen, und es gibt wieder andere, die auf die chemische Keule schwören, wenn Mäuse oder schlimmer, Ratten in der Gegend sind. Eine Katze, die ein vergiftetes Tier fängt und frisst, lebt auch nicht allzu gesund damit, leider. Aber diese Tiere sind leichte Beute... und nicht immer ist der Instinkt der Katze gut genug, um das nicht auszunutzen. Vor allem, wenn sie Hunger schiebt. Daher mache ich lieber den Abstrich und ernähre meine Katze so, wie sie es braucht - auch wenn das bedeutet, dass ich dafür Fleisch bzw. Dosenfutter kaufen muss.


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Hi,

was hältst Du davon? :star:

LG!
24.06.2017, 09:39 Uhr
Xhari, das war nicht auf wild lebende Katzen bezogen die "aus Spass" geworfen wurden. Eher auf Pferde und Kaninchen.

Wild lebende Katzen hier, sind ja leider vom Menschen gemacht und das finde ich überhaupt nicht gut. Ich kriege auch regelmässig die Krise wenn jemand einen unkastrierten Kater hat und den raus lässt (oder sich absichtlich einen Kater holt, weil den muss man ja nicht kastrieren, kostet ja Geld).

Ich habe eine Bekannte die bei der Katzenhilfe arbeitet und kenne mittlerweile die MA im Tierheim sehr gut, oft kommen leider sehr verwilderte Katzen, die keine Chance auf ein Zuhause haben, weil jeder eine Katze haben mag zum Schmusen, leider.

Wir haben 2 von denen aus dem TH geholt, wir sind ja nur zu zweit, beide Erwachsen und lassen die Katzen dann selber entscheiden.
Die erste, unsere Ronja, war vom ersten Tag an plötzlich sehr zutraulich hier bei uns und hat sich gefreut wie sonstwas, das sie ein Zuhause hat und im TH ist sie zu niemandem hin und sass nur unterm Schrank. Das ist die dankbarste Katze der Welt.
Der kleine, unser Harley, kam ca. 1 Jahr später. Auf den wurden wir im Katzenzimmer im TH nur aufmerksam, weil er aus einer Höhle gefaucht und gespuckt hat, zuguter letzt hat er dann die Pflegerin zerkratzt beim Versuch ihn da rauszuholen, er war 11 Wochen alt.
Wir haben ihn dann mitgenommen, weil seine Chancen auf ein Zuhause gegen 0 waren.
Es wurde besser, aber er ist immer noch keine Streichelkatze (wird jetzt 3) er kommt her wenn er schmusen will, aber zwischendurch anfassen, das geht gar nicht.
Aber das ist okay, er liebt seine Ronja und fühlt sich wohl.

Die 2 anderen sind beide schmusig, die erste hat ja mein LG mitgebracht beim Einziehen, ganz liebes Tier und der letzte der einzog jetzt im März, gehört meiner Freundin, ein 11 Jahre alter Kater dessen Kumpel gestorben ist und meine Freundin aber keine zweite Katze mehr wollte, er lebt nun bei uns und ist auch nicht der einfachste, da er echt ein paar Macken hat.

Ich versuche wenn ich mir ein TIer hole, den Tierschutz zu unterstützen, meine Kaninchen sind ja auch allesamt nicht zahm und die 2 ohne Zähne, waren ja auch Ladenhüter.



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24.06.2017, 12:18 Uhr
Zitat Bellinchen:Xhari, das war nicht auf wild lebende Katzen bezogen die "aus Spass" geworfen wurden. Eher auf Pferde und Kaninchen.

Wild lebende Katzen hier, sind ja leider vom Menschen gemacht und das finde ich überhaupt nicht gut. Ich kriege auch regelmässig die Krise wenn jemand einen unkastrierten Kater hat und den raus lässt (oder sich absichtlich einen Kater holt, weil den muss man ja nicht kastrieren, kostet ja Geld).


Ich hatte das gleich richtig verstanden, den von Natur aus lebende, wild Katzen, gibt es in Deutschland so nicht mehr.
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25.06.2017, 10:35 Uhr
Da hast du recht. Aber ich hatte das große Glück, ein altes einsames Bauernhaus zu bewohnen. Ein Eldorado für die Tiere, die ich begleiten durfte und mich und meine Leben damals. Ganz ehrlich würde ich, nachdem ich den direkten Vergleich sehe z.B. zu der völlig überfressenen Hauskatze meiner Schwester und meinen lebenslustigen Katzen von damals Katzen nicht mehr anders halten wollen.
Alles Gute und lg
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18.04.2020, 12:54 Uhr
Die Haltung eines Pferdes belastet die Umwelt pro Jahr so stark wie ein 23.500 Kilometer langer Roadtrip


Eine Katze entspräche 1.500 Kilometern, ein Hund 3.700 Kilometern

Wird hier behauptet: https://www.katapult-shop.de/buecher/85/atlas-102-gruene-karten-zur-rettung-der-welt
Die Berechnung dazu fehlt zumindest in der Vorschau. Logisch ist natürlich, dass ein großes Tier mehr Ressourcen verbraucht als ein kleines. Ob hier der hohe Ressourcenverbrauch für die Fleischerzeugung zur Fütterung der Fleischfresser bereits ausreichend berücksichtigt wurde?

Wenn man sich noch weiter durch die Karten durchklickt: jährlich sterben ca 100 Millionen Vögel durch Hauskatzen.

Unabhängig von der genauen Berechnung sind das also Auswirkungen der Haustierhaltung (selbst bei veganen Haustieren) auf Klimawandel (Klimakrise) und Artenvielfalt.
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19.04.2020, 14:53 Uhr
Hallo LiveVegan
also es gibt schon noch Wildkatzen, der BUND versucht sich für sie einzusetzen:
https://www.bund.net/themen/tiere-pflanzen/wildkatze/europaeische-wildkatze/fachbereich/

Wegen Veganer und Heimtiere:
Was anderes, falls Ihr es noch nicht mitbekommen habt. : Der kleine weiße Stier Ferdinand ist jetzt endlich zu Hause im Erdlingshof nach einer aufregenden Verfolgungs- bzw Aufspürungssuche. Habe heute einen Newsletter erhalten von Erdlingshof ! Er war ja aus dem Todeskasten entflohen und sein Besitzer hat ihn für den Erdlingshof freigegeben. :thumbup:

https://www.erdlingshof.de/category/aktuelles/
Lieben Gruß
METTA



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19.04.2020, 15:45 Uhr
[quoteUnabhängig von der genauen Berechnung sind das also Auswirkungen der Haustierhaltung (selbst bei veganen Haustieren) auf Klimawandel (Klimakrise) und Artenvielfalt.][/quote]

Diese Berechnungen irritieren mich immer etwas. Pferde und Katzen gab es ja auch früher als Wildtiere, zu einem Zeitpunkt, als die Erde noch nicht überhitzt war. Ist es nicht so, dass der Mensch sehr viele Tiere ausgerottet hat, um sich selbst zur gleichen Zeit unkontrolliert zu vermehren? Dann sollte man diese Berechnungen doch auch pro Mensch erstellen und mal den Vergleich in tatsächlichen Stückzahlen anstellen.


Jetzt den Tieren ihre Daseinsberechtigung abzusprechen, nur damit die Menschen noch mehr Platz für sich beanspruchen können, kommt mir sehr unrecht vor. Es sollte doch ein ausgewogenes Miteinander herrschen auf der Erde.
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19.04.2020, 17:22 Uhr
Zitat Crissie:
Jetzt den Tieren ihre Daseinsberechtigung abzusprechen, nur damit die Menschen noch mehr Platz für sich beanspruchen können, kommt mir sehr unrecht vor. Es sollte doch ein ausgewogenes Miteinander herrschen auf der Erde.

Ich bin für die Erhaltung von Lebensräumen von Wildtieren. Wenn wir als Menschheit diesen Lebensraum schon allein für uns selbst immer mehr verringern und zerstören und durch menschenverursachten Klimawandel und Flächenumnutzung die Artenvielfalt immer mehr reduzieren, dann ist jedes einzelne Haustier pure Dekadenz und ebenso ein nicht zu unterschätzender Beitrag zu Welthunger, Klimawandel und Artensterben.

Zur Erinnerung, wir haben allein in Deutschland ca 22 Millionen Hunde und Katzen, die überwiegend sicher nicht vegan ernährt werden. Pferde sind vermutlich nicht ganz so verbreitet (kosten ja auch immens viel Geld in der Anschaffung und Haltung), aber auch die meisten Pferde sind keine Wildpferde, sondern gezüchtete Haustiere, die ohne den Schutz, die Fütterung, die Pflege und die tierärztliche Versorgung durch den Menschen entweder gar nicht oder nicht besonders gut überleben würden. Und wenn man sich die Umweltbelastung durch Ressourcenverbrauch, Transport und Emissionen ansieht, dann kann ein veganer Pferdehalter ökologisch eben durchaus auch mal schlechter sein, als so mancher autofahrende Omnivore. Tierethisch (tierrechtlich) ist jede Tierhaltung und -zucht zum aussschließlichen Vergnügen des Menschen sowieso zweifelhaft.

Gerettete Tiere nehme ich hier aus, sofern deren Besitzer darauf achten, auch nicht indirekt Züchtungen zu unterstützen.
3x bearbeitet

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