Veganes Hundefutter

Erstellt 28.04.2018, 22:01 Uhr, von dandedilia. Kategorie: Allgemein vegan. 96 Antworten.

03.05.2018, 10:57 Uhr
@ dandedilia

Hihallo und guten Morgen,

damit ich es richtig verstehe: Welchen Unterschied macht es für Dich, das bei Dir lebende Tier zu töten, oder ihm Leid zuzufügen und den Tieren, die Du im Laufe des Lebens des bei Dir lebenden Tieres verfütterst?

Worin genau besteht für Dich der Unterschied in der Berechtigung ein gutes und tiergerechtes Leben leben zu dürfen - oder eben nicht?

Bitte nicht falsch verstehen, ich möchte niemanden anklagen! Mir geht es darum zu verstehen, weshalb wir diese Unterschiede machen.

Einen Hinweis haben die Leute vom Funkkolleg Biologie und Ethik vom hessischen Rundfunk in der Folge 21 "Züchten, erforschen, schlachten: wie darf ich mit Tieren umgehen?" gegeben. Wie ich finde sehr hörenswert.

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Hi,

was hältst Du davon? :star:

LG!
03.05.2018, 11:37 Uhr
Ich antworte nachher mal etwas ausgiebiger. Jetzt gerade ist schlecht. Bin arbeiten. :crazy:
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03.05.2018, 12:05 Uhr
Hallo Vegbudsd,

Zitat Vegbudsd:Welchen Unterschied macht es für Dich, das bei Dir lebende Tier zu töten, oder ihm Leid zuzufügen und den Tieren, die Du im Laufe des Lebens des bei Dir lebenden Tieres verfütterst?

Worin genau besteht für Dich der Unterschied in der Berechtigung ein gutes und tiergerechtes Leben leben zu dürfen - oder eben nicht?

Die Antworten auf diese Fragen findest du in dem Buch "Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen":
https://www.buecher.de/shop/umweltpsychologie/warum-wir-hunde-lieben-schweine-essen-und-kuehe-anziehen/joy-melanie/products_products/detail/prod_id/37159610/

Die psychologischen Verdrängungs- und Rechtfertigungsprinzipien sowie Konstruktion von Erlaubniskonstrukten und Argumentationsblasen wie "Natürlichkeit" oder "Artgerechtheit" (welche ihren Ursprung nicht in der messbaren Realität, sondern in subjektiven Gefühlen sowie der Idealisierung subjektiver Wertevorstellungen haben) sind auf jede Situation übertragbar, welcher eine (bewusste oder unbewusste) nicht-dedizierte, inhärente oder postfaktische Überzeugung zugrunde liegt :thumbup:

Diese Phänomene trifft man somit nicht nur bei Karnisten an, sondern bei jedem Individuum, welches (bewusst oder unbewusst) die Prüfung der eigenen Glaubenssätze vermeidet, um nicht am eigenen (vergangenen, gegenwärtigen oder zukünftigen) Handeln zu zweifeln oder sogar einen Aspekt der eigenen Identität zu unterminieren.
Somit erliegen auch Veganer (in manchen Teilgebieten sogar stärker als Karnisten) psychologischen Selbstschutzmechanismen und hinterfragen inhärente Wertevorstellungen oder unlogische Geisteskonstrukte oftmals nicht., bzw. erkennen die enthaltenen Inkongruenzen erst gar nicht :crazy:

Dies gilt praktisch für jedes Handeln auf Grundlage von Erfahrungen sowie damit verknüpften Emotionen, wodurch auch der (oftmals zutreffende) Eindruck entsteht, dass emotional unbeteiligte Personen einen klareren Blick besitzen (z.B. u.a. Psychologen):
Unabhängig von exemplarischen Themen wie Veganismus, Haustierernähung oder Kindererziehung.

Liebe Grüße,
Falk
13x bearbeitet

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03.05.2018, 21:17 Uhr
Wenn man zwei Menschen hat, die komplett eine andere Meinung vertreten macht eine Diskussion keinen Sinn finde ich. Deswegen lasse ich es lieber mal. Schönen abend noch :thumbup:
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03.05.2018, 22:47 Uhr
@ dandedilia
👍👌
Lg
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04.05.2018, 16:45 Uhr
Irgendwas habe ich am Wort Diskussion wohl völlig falsch verstanden ;)

Das sagt Wikipedia zum Thema Diskussion:

"Eine Diskussion ist ein Gespräch (auch Dialog) zwischen zwei oder mehreren Personen (Diskutanten), in dem ein bestimmtes Thema untersucht (diskutiert) wird, wobei jede Seite ihre Argumente vorträgt. Als solche ist sie Teil zwischenmenschlicher Kommunikation.

Das Wort Diskussion stammt vom lat. Substantiv discussio „Untersuchung, [...] Prüfung“[1] ab. Das Verb dazu heißt discutere und bedeutet „eine Sache diskutieren = untersuchen, erörtern, besprechend erwägen“. [2] "

@ Nefasu: Vielen Dank für diese gut fundierte Antwort! Das erklärt vieles.


Diese Antwort erhielt ich aber auch:

" Wenn man zwei Menschen hat, die komplett eine andere Meinung vertreten macht eine Diskussion keinen Sinn finde ich. Deswegen lasse ich es lieber mal." (würde es mehr Sinn ergeben, in einer Diskussion die andere Meinung nicht zu hinterfragen?)

...auf diese Frage:

"Welchen Unterschied macht es für Dich, das bei Dir lebende Tier zu töten, oder ihm Leid zuzufügen und den Tieren, die Du im Laufe des Lebens des bei Dir lebenden Tieres verfütterst? Worin genau besteht für Dich der Unterschied in der Berechtigung ein gutes und tiergerechtes Leben leben zu dürfen - oder eben nicht? ... Mir geht es darum zu verstehen, weshalb wir diese Unterschiede machen."
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04.05.2018, 17:11 Uhr
Es verirren sich halt immer wieder Personen hierher, die nicht merken, dass das hier ein veganes Forum ist.
Ich schreibe auch nicht auf einer Plattform der Metzgerinnung über meine Ethik, und wundere mich dann, dass dort alle anderer Meinung sind :rolleyes:
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04.05.2018, 18:10 Uhr
@Biophilie Da hast Du natürlich auch Recht.

Aber diese Diskussion um Tiere kaputt zu machen, um sie dann bröckchenweise an das im eigenen Haushalt oder im Tierheim lebende Tier zu verfüttern, ist nach meiner Erfahrung auch in Kreisen mit Veganern keineswegs ein zu Ende gedachtes Thema.

Deshalb interessiert mich auch die persönliche Einstellung insbesondere von Veganern, die ihre Tiere dennoch mit anderen, mutwillig getöteten Tieren füttern. Wie blendet man die Verantwortung für das getötete Tier aus, fühlt man dabei überhaupt etwas, ist es einem völlig egal, nur weil man das andere Tier im Fressnapf nicht kannte?

Die von Nefasu dankenswerterweise gelieferten Antworten haben da schon viele Ansätze geliefert. Allerdings treffen diese Argumente ja nur teilweise auf vegane Tierhalter zu - denn diese haben zumindest für sich selbst entschieden, keine Tiere mehr zu töten bzw. töten zu lassen um sie selbst zu vertilgen. Manche dieser Veganer werfen allerdings teilweise entschieden und unbeirrbar den Verfechtern veganen Tierfutters völlig problemlos Tierquälerei vor.

Ich finde, das Thema gehört deshalb genau hier her.
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04.05.2018, 20:06 Uhr
Ihr geht immer davon aus, dass jemand vegan aus ethischen Gründen lebt. Dies ist allerdings nicht immer zutreffend. Man kann ebenfalls aus gesundheitlichen oder religiösen Gründen vegan leben. Je nach Intention kann die Beantwortung der Frage nach veganem Hundefutter anders ausfallen.

Zitat Biophilie:Es verirren sich halt immer wieder Personen hierher, die nicht merken, dass das hier ein veganes Forum ist.


Diese Aussage impliziert, dass man sich hier nur anmelden darf, wenn man sich aus rein ethischen Gründen vegan ernährt.
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04.05.2018, 20:24 Uhr
Meiner Meinung nach muss man unterscheiden zwischen vegan essen und vegan sein. Man kann durchaus aus nur gesundheitlichen Gründen vegan essen. Aber vegan sein, heißt für mich: durch nichts, aber auch wirklich gar nichts in unserer Macht stehende zu Tierleid beizutragen.
Für das gequälte, missbrauchte, getötete Tier macht es jedenfall keinen Unterschied, ob es von Menschen gegessen, als Kleidung getragen oder an Hunde verfüttert wird.
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