Veganes Hundefutter

Erstellt 28.04.2018, 22:01 Uhr, von dandedilia. Kategorie: Allgemein vegan. 96 Antworten.

04.05.2018, 20:34 Uhr
Zitat Biophilie: Aber vegan sein, heißt für mich:


Und das ist die zentrale Aussage. Es gibt verschiedene Definitionen, die jeder für sich entscheiden muss. Ich für mich, habe mich entschieden, nicht über die Lebens- und Essweise anderer zu richten, da mir dies nicht zusteht.
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Hi,

was hältst Du davon? :star:

LG!
05.05.2018, 00:20 Uhr
Vielleicht soll diese Frage um Himmels Willen wieder in den Hintergrund gedrängt werden? Es soll Agenturen geben, die so was für ihre Auftraggeber in Foren gegen Geld durchführen...

Definition "vegan" hin oder her - macht doch dafür mal einen neuen Thread auf - falls es den nicht schon gibt... Und es geht hier nicht um Be- oder Verurteilung von den Ernährungsentscheidungen von Veganern oder Fleischisten.

In diesem Thread hier geht es tatsächlich um die Frage nach "veganem Hundefutter" und daraus hat sich die Frage entwickelt, weshalb Veganer beim Füttern "ihrer" Tiere Unterschiede zwischen den zu fütternden und den verfütterten Tieren machen - und deshalb scheinbar völlig hemmungslos Tiere zerstören lassen, um sie zu verfüttern.

Diese Frage wird - außer von Nefasu - mit großer Nachhaltigkeit nicht beantwortet. Schade. Im Gegenteil: Jede Erklärung wird tunlichst vermieden.

Oder gibt es dafür tatsächlich keine Erklärung, die den tierfütternden/ tierzerstörenden Menschen dazu berechtigt, so zu handeln?


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05.05.2018, 05:30 Uhr
Mein Hund mag übrigens das Vegane Hundefutter nicht. Deswegen wird er auch wieder Fleisch bekommen. Ich habe noch Zwei Dosen davon, und werde es auch in den nächsten Tagen noch einmal versuchen. Wenn es meinen Hund aber nicht schmeckt, werde ich ihn das beim besten willen nicht aufdrängen.

LG
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05.05.2018, 06:48 Uhr
Ich kann meinen Beitrag nicht mehr bearbeiten, deswegen mache ich mal hier weiter. Wenn man sich einen Hund an schafft, muss man auch damit leben dass er Fleisch isst. In der Zeit als ich noch "normal" gegessen habe, ist mein Hund in mein Leben getreten. Ich sehe es nicht ein, dass ich aufgrund meiner Ernährung auch meinen Hund anfange Vegan zu ernähren. Das hätte ich mir alles vorher überlegen können. So sehe ich das auch bei Katzen. Entweder man akzeptiert dass es Fleischfresser sind oder man gibt sie ab, oder schafft sich sie nicht an. Ich mag es nicht anderen meine Ernährung aufzudrängen. Hunde und Katzen sind Fleischfresser. Okay, Hunde sind Allesfresser, trotzdem tendieren sie eher zu Fleisch und deswegen werde ich weiterhin Nassfutter verfüttern. Ich habe es versucht, er mag es nicht und damit ist bei mir das Thema Veganes Nassfutter durch :thumbup:
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05.05.2018, 08:27 Uhr
Hallo dandedilia,

Zitat dandedilia:So sehe ich das auch bei Katzen. Entweder man akzeptiert dass es Fleischfresser sind oder man gibt sie ab, oder schafft sich sie nicht an.

Es gibt noch mannigfaltig andere Möglichkeiten, welche du nicht bedacht hast oder nicht bedenken wolltest, weil sie mit deinen persönlichen Moralvorstellungen evtl. nicht übereinstimmen:
- Man akzeptiert nicht, dass es Fleischfresser sind und füttert sie karnivor
- Man akzeptiert nicht, dass es Fleischfresser sind und füttert sie vegan
- Man akzeptiert, dass es Fleischesser sind und füttert sie trotzdem vegan
uvm.

Dabei ist jede Aussage ein Spiegel der vorhandenen inhärenten Wertevorstellungen und besitzt keinerlei logische, ethische oder argumentative Relevanz.

Zitat dandedilia:Ich mag es nicht anderen meine Ernährung aufzudrängen.

Diese Aussage ist heuchlerisch...
Man drängt seinen Tieren (bei der Hausfütterung) immer und zwangsläufig eine Ernährungsweise auf!

Ob man nun dem Hund eine Dose Chappi, BARF Rindfleisch oder veganes Futter zur Verfügung stellt:
Das Haustier hat niemals eine Wahl oder die Möglichkeit selbst zwischen allen verfügbaren Optionen wählen, da immer die Präferenzen (z.B. Einkaufs- und Lebensgewohnheiten) des Halters das verfügbare Futter diktieren.

Zudem zwängt jeder Tierhalter dem Haustier Verhaltensweisen auf, welche gegen die Interessen des Tieres stehen[*1].
Das Haustier darf ...
... einen bestimmten Lebensbereich nicht verlassen
... den eigenen Ausfenthaltsort nicht frei wählen
... die eigenen Triebe nicht uneingeschränkt ausleben (z.B. wg. Kastration, Leinenzwang, etc.)
... die Nahrungsbeschaffung nicht selbst übernehmen
... anderen Lebewesen keinen Schaden zufügen

Aus gutem Grund nimmt man Hunde z.B. an die Leine, damit diese andere Menschen oder Hunde nicht beißen.
Sprich: Man schränkt die Interessen eines Haustiers ein, um andere Lebewesen und es selbst vor Schaden zu bewahren.
Dies unterscheidet sich sowohl logisch als auch ethisch in keiner Weise von einer veganen Fütterung.

Zitat dandedilia:Hunde und Katzen sind Fleischfresser.

Hunde sind inzwischen, bewiesenermaßen, Omnivoren[*2]: https://www.vegpool.de/forum/allgemein/vegane-hunde-1.html

Ansonsten unterliegst du mit diesem Argumentandum der metaethischen sog. Sein-Sollen-Dichotomie, wonach
Zitat https://de.wikipedia.org/wiki/Humes_Gesetz:nicht von einem Sein auf ein Sollen geschlossen werden kann bzw. nicht von einer Menge rein deskriptiver Aussagen ohne weiteres auf normative oder präskriptive Aussagen logisch geschlossen werden kann.

Die Aussage "Katzen sind Fleischfresser" hat somit keine argumentative Gültigkeit.

Zumal Katzen auch, nachweislich und wie schon häufig belegt, mit einer veganen Ernährung gesund und mangelfrei ernährt werden können:
vgl. z.B. u.a. https://www.vegpool.de/forum/nachrichten-aktuelles-termine/darum-sollte-man-katzen-nicht-vegan-ernaehren-1.html

Liebe Grüße,
Falk

[*1] Abhängig von der Spezies
[*2] Sprich in dem Maße Karnivoren mit omnivorem Metabolismus, wie Menschen Frugivoren und Schweine Herbivoren mit omnivorem Metabolismus sind
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05.05.2018, 09:40 Uhr
Natürlich hat mein Hund die Wahl. Und die Wahl ist eben Fleisch wie ich gestern festgestellt habe. Ich bin mir auch zu 100% sicher, dass mein Hund das Fleisch isst, wenn ich ihn 2-3 verschiedene Futter Sorten vor die Nase stelle. Also mit aufdrängen hat das nichts zu tun... Und ich bleibe dabei. Hunde und Katzen werden immer Fleisch bevorzugen wenn man ihnen Veganes und "normales" Futter vor die Nase stellt. Das liegt einfach daran dass sie Fleischfresser sind. Punkt Ende :thumbup:
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05.05.2018, 10:28 Uhr
@ Biophilie
:clap: :clap: :clap: :thumbup: :thumbup: :thumbup: :heart: :heart: :heart:
da hast Du aber den Nagel auf den Kopf getroffen :oo
liebe Grüße :wink: Miezikatz :heart:
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05.05.2018, 10:31 Uhr
Es gibt auch für Menschen immer mal wieder Situationen, in denen das Lieblingsessen nicht verfügbar ist. Dann essen wir ohne Mangelerscheinungen etwas anderes und sind, wenn die anderen Umstände passen, dennoch glücklich. Hinzu kommt, dass Geschmack auch viel mit Gewöhnung zu tun hat.
Im Interesse der Abwägung der Interessen aller Beteiligten ist es daher besser, einen Hund, der das problemlos verträgt, fleischfrei zu ernähren und ihm ansonsten ein möglichst schönes Leben zu ermöglichen, aber dabei gleichzeitig das ungleich höhere Leid einer ungleich größeren Zahl von Lebewesen zu vermeiden.
Die Argumentation: "dem Hund schmeckt halt Fleischfutter besser" ist vergleichbar mit von menschlichen Nichtveganern (und wird auch durch stumpfes Wiederholen nicht richtiger) und man muss diese Einstellung zwar tolerieren, aber nicht akzeptieren.
Wenn ich es richtig verstanden habe, war es bei dir, dandelilia, genau ein Versuch mit genau einer Sorte Hundefutter? Wie wäre es denn mit weiteren Versuchen mit verschiedenen Sorten und das auch über einen längeren Zeitraum?
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05.05.2018, 12:07 Uhr
Hallo dandedilia,

Zitat dandedilia:Natürlich hat mein Hund die Wahl.

Wie bereits angesprochen:
Dein Hund ist abhängig von deinen Lebensumständen. Wo du einkaufen gehst, wieviel Geld du für die Verpflegung aufwenden kannst und welche Ernährungsweise deines Haustieres du für richtig hälst grenzen die "Wahlmöglichkeiten" des Hundes bereits entscheidend ein.

Wenn dein Hund dann evtl. noch gerne ein anderes Haustier, Menschen oder Wildtiere jagen und verspeisen würde werden ihm durch dich ebenfalls die geltenden gesellschaftlichen und rechtsstaatlichen Beschränkungen aufgezwungen.

Somit hat dein Hund nicht die Möglichkeit nach seinen eigenen Präferenzen zu wählen sondern ist von der dir verfügbaren Auswahl sowie gesellschaftlichen und rechtlichen Konventionen unterworfen. (z.B. u.a. der von dir zur Verfügung gestellten Sorte veganem Hundefutter aus hunderten möglicher Produkte)

Zitat dandedilia:Ich bin mir auch zu 100% sicher, dass mein Hund das Fleisch isst, wenn ich ihn 2-3 verschiedene Futter Sorten vor die Nase stelle.[...]
Hunde und Katzen werden immer Fleisch bevorzugen wenn man ihnen Veganes und "normales" Futter vor die Nase stellt.

Und wenn ich meiner 5-jährigen Nichte eine Schale Gummibären und einen Kopf Grünkohl hinstelle, dann wird sie immer die Gummibären bevorzugen.
Sollte man daraus also schließen, dass Gummibären die gesündeste Nahrung des Menschen sind?

Du unterliegst hier also erneut hier der Sein-Sollen-Dichotomie, sowie einem logischen Fehlschluss:
Nur weil es so ist heißt es noch lange nicht, dass andere Möglichkeiten ausgeschlossen sind oder gar mono-kausale Erklärungsmuster ausreichen, um aus einer Korrelation (Hund / Katze präferiert Fleisch) eine Kausalität abzuleiten (Hund / Katze sollte nur Fleisch essen).

Zumal in einem komplexen System (Lebensmittelindustrie und Abstimmung der Lebensmittel auf spezifische Geschmacksrezeptoren, physische Resorptionsfähigkeit des Lewebesen, Möglichkeiten der Supplementierung) eine Kasualität niemals aufgrund einer Korrelation zu einem Teilsystem belegt werden kann.

Dein Argument "Mein Hund präferiert Fleisch über Gemüse" lässt somit nicht die Schlussfolgerung zu "Hunde sind Fleischfrsser".
Zumal dies bereits wissenschaftlich widerlegt ist und Hunde metabolisch eindeutig zu den Omnivoren zählen.

Auch das Argument "Katzen sind Fleischfresser" lässt nicht die Schlussfolgerung zu, dass "Katzen nicht vegan ernährt werden können" (eine lgoische Schlussfolgerung kann niemals aufgrund einer einzelnen Prämisse erfolgen), zumal man das System in seine Einzelteile zerlegen und auf Basis dessen argumentieren kann:
1. Prämisse: "Wenn die vegane Nahrung den Nährstoff- und Energiebedarf eines Lebewesens deckt ist das Lebewesen gesund"
2. Prämisse: "Eine Katze ist ein Lebewesen"
Schlussfolgerung: "Wenn vegane Nahrung den Nährstoff- und Energiebedarf der Katze deckt ist die Katze gesund."
Dass vegane Nahrung, mithilfe von Supplementation, den Nährstoffbedarf einer Katze decken kann ist ebenfalls wissenschafltich, und bisher zweifelsfrei, belegt:
https://avmajournals.avma.org/doi/abs/10.2460/javma.2004.225.1670

Zumal auch handelsübliches Billig-Katzenfutter (od. Hundefutter) keine nährstoffrelevante Menge an tierischen Bestandteilen aufweist und der nährstoffrelevante Anteil zu einem Großteil aus geannten Supplementen bestehen kann.
Dies ist auch durchaus Logisch: Normalerweise kochen Katzen ihre Nahrung nicht und es gibt nur wenige Katzenrudel, welche es mit einem ausgewachsenen Rind aufnehmen würden :thumbup:

Liebe Grüße,
Falk
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05.05.2018, 12:29 Uhr
@ dandedilia :clap: :D

Bravo! Ich finde meinungsstarke Menschen immer sehr interessant - und Danke, dass Du Dich der Diskussion stellst...

Ich bin mir allerdings ziemlich sicher, dass Deine Meinung sofort umschlägt, sollte mir in den Sinn kommen, Deinen Hund töten und ihn an meine Katzen verfüttern zu wollen. Oder irre ich hier?

Die Tierhalter von angeblich nur Fleischfressern haben scheinbar keinerlei Problem damit, meine Lieblingstiere aus den Ställen zu holen, sie abzumurksen uns sie ihren Lieblingen in den Fressnapf zu kippen. Abgesehen von der derzeitigen Gesetzeslage:

Was berechtigt zu diesem Verhalten, wie wird das gerechtfertigt? Wie willst Du das meinen Lieblingen und mir erklären, dass Du ihnen das Leben und mir meine Lieblinge nimmst?
Oder hat ausschließlich Dein Lieblingstier das Recht auf völlige Befriedigung seiner Bedürfnisse, und alle anderen sind egal?

Wo genau liegt für Dich der Unterschied?
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