Was bringt persönliches Engagement wirklich?

Erstellt 20.01.2022, von kilian. Kategorie: Allgemein vegan. 9 Antworten.

Was bringt persönliches Engagement wirklich?
20.01.2022
Sind die großen Themen nicht Aufgabe der Politik?
Ein Plädoyer für den persönlichen Einsatz:
https://www.vegpool.de/magazin/persoenliches-engagement-sinnvoll-oder-nicht.html
Wie seht ihr das? Welche Veränderungen konntet Ihr schon erzielen?
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20.01.2022
Danke Kilian, für diesen Aufschlag!


Finde es sehr ermutigend, sowas hier zu lesen!

Personliches Engagement und Vorleben ist tatsächlich der einzige Weg, der im Zusammenwirken mit anderen Menschen, die ähnlich handeln, der zwar zu langsam angesichts des unendlichen und massenhaften Tierleids, aber eben doch schneller und schneller werdend zu einer gesamtgesellschaftlichen und politischen Veränderung führt.
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20.01.2022
Ich sehe das genauso - persönliches Engagement und Vorleben bringen die vegane Bewegung weiter. Nach „Katastrophen-Klöckner“ habe ich die Haltung eingenommen „Verlass dich auf die Politik und du bist verlassen“… leider ist Geduld nicht meine Stärke 🙈😅

Auch, wenn ich jetzt nach 4 Monaten niemanden für eine vollständige vegane Lebensweise begeistern konnte, habe ich zumindest 2 People dahin gebracht, öfter mal auf die tierleidfreie Variante zurückzugreifen und ein paar Kosmetika/Pflegeprodukte auszutauschen.


Immerhin ein kleiner Erfolg 🐭🐰🐷🐮🐥🐒🐝🐬🐄🐖🐑 🌱 🌱🌱
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21.01.2022
„Verlass dich auf die Politik und du bist verlassen“

Entschuldige bitte, aber hier widerspreche ich ausdrücklich!

Politik wird zumindest in unserem Land nach dem WIllen der Mehrzahl seiner Bürger gemacht und nicht nach dem Willen von Minderheiten, die jedoch von den Mehrheiten mit berücksichtigt werden sollten.

Wenn also eine Regierung, die von der Mehrheit der Wahlberchtigten immer wieder ins Amt gewählt wird nicht in der von Dir oder mir gewünsc hten Weise regiert, können sich ihre Wähler durchaus auf sie verlassen. Nur wir als Minderheit eben nicht. Dass wir eine Minderheit sind, liegt jedoch nicht zu allererst an den gewählten Politikern, sondern vielmehr an denen, die sie wählen. Also sollte Dein Satz vielleicht eher lauten: Man kann sich auf die Mehrheitswähler in unserem Land insofern verlassen, dass sie nicht meinem WIllen entsprechend wählen.

Deren Verhalten, eine bestimmte Partei oder bestimmte Parteien lieber zu wählen, die eine Politik betreiben die auch der der anderen Parteien wirderspricht, zumindest jedoch von diesen nicht so gemacht würde, ebendiesen anderen Parteien mit zur Last zu legen ist nicht wirklich logisch und auch nicht sinnvoll.

Es ist die Mehrheit der Wähler, die letztlich für die Politik eines Landes verantwortlich sind- definitiv nicht die Oppositions-Parteien, die eine andere Politik (vielleicht sogar in Deinem oder meinem Sinn) machen würden.

Da die meisten Menschen Tierschutz nur als "Nebenthema" der Politik betrtachten, erst recht vegane Ernährung, wird nicht schnell zu erwarten sein, dass dafür Mehrheiten zustande kommen.


Deshalb wird von der derzeitigen Ampel-Koalition, namentlich vor allem durch die Grünen aber auch durch die SPD (FDP ist da eher auf Seiten der Tiergefangenhalter, was die Sache etwas erschwert) versucht, das Thema über die Reduktion der Tiere in Gefangenschaft über deren Klima- und Umweltfußabdruck politisch zu bearbeiten und dadurch eine Reduktion der Gefangenentierzahlen zu erreichen. Sehr komplex und nicht wirklich einfach. Derzeit bringt gerade die CDU-geführte Landesregierung aus NRW einen Gesetzesentwurf im Bundesrat ein, der das Thema "Tierwohl" bearbeitet - sozusagen die Fortsetzung klöcknerscher Tierschutzverweigerungspolitik.


Das nur allen Politikern in die Schuhe zu schieben, die zum Teil heftig dagegen sind, wäre ungerecht und der Sache nicht angemessen.

Man kann sich auf die Politiker verlassen, die man wählt.


Ob die die Politik dann auch durchsetzen können, steht leider/zum Glück demokratiebedingt auf einem anderen Blatt.


Wollen wir aber wirklich deshalb die Demokratie in Frage stellen, oder versuchen wir weiterhin mehr und mehr Menschen davon zu überzeugen, dass vegane Lebensweise einfach die bessere für Menschen, Tiere, Klima und Umwelt ist?


Das erste führt nach aller Erfahrung für sehr viele Menschen in schlimme Lebensverhältnisse (ob es dann für Tiere wirklich besser würde, sei dahin gestellt), für wenige würde es eine übergroße Machtfülle bedeuten.


Darauf allerdings könnte man sich verlassen.
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21.01.2022
Ich gebe dir Recht, dass die Mehrheit die Politik bestimmt. So funktioniert unsere Demokratie, die ich nicht in Frage stelle.


Allerdings bleibe ich bei meiner Aussage/Auffassung, die auf sehr persönlichen und negativen Erfahrungen basiert und ich hier nicht näher erörtern möchte.
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21.01.2022
Ich denke , es hängt sowohl vom persönlichen Engagement als auch von den Parteien ab, die man dann wählt. Denn nur durch das persönliche Engagement von vielen Veganer*innen ist dieses Thema nach und nach wichtiger geworden und jetzt gibt es ja seit Jahren auch den Veganuary. Der wäre bestimmt nicht möglich, wenn sich niemand dafür engagiert hätte, niemand wie ARIWA auf die Straße für das Schließen von Schlachthöfen oder gegen die Milchpolitik gegangen wäre, es keine vegan society in England gegeben hätte etc. Und auch wenn es damals -2013- Sturm gegen den Vorschlag der Grünen gegeben hat, einen Veggietag einzuführen, gibt es doch heute schon in vielen Mensas und Kantinen vegane Gerichte. :heart: :thumbup:

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21.01.2022
Es muss eine dynamische Balance geben zwischen individuellem Engagement und politischen Entscheidungen.


Ich denke mir, dass es evtl. einige Schlüsselpunkte gibt, an denen sich das persönliche Engagement multiplizieren kann: auf der Ebene von Schule oder Arbeitsplatz kann man zB auch als Einzelperson mit gewisser Erfolgsaussicht für ein veganes Angebot in der Kantine kämpfen oder für Strom sparen, für einen Tauschring von Kleidung etc.
Wenn sich dann eine Initiative in der Stadt durchsetzen kann, dann kann eine ganze Stadt überregional als Vorbild dargestellt werden, wie aktuell Coesfeld mit dem Windpark, an dem die BürgerInnen beteiligt sind.


Das wiederum macht aus dem sonst uninteressanten Coesfeld eine Beispielregion und zieht vielleicht sogar Leute an. Ähnlich die Wandlung von Kopenhagen zur Fahrradstadt. Statt nur Angst zu erzeugen vor dem Verlust des Gewohnten können die Leute nun ein schönes Neues beobachten.


So kann man doch auf einer Ebene, bei der man als Einzelperson merkbar aktiv ist, Dinge mit erreichen, nach denen sich andere sehnen. Und die anderen ermutigen.


Die Politik muss gucken, was die Leute wollen. Daher ist ein Zeigen des Willens oder ein Vorleben wichtig. Im eigenen Umfeld ziehen wir doch offenbar auch genug Leute mit, sonst wäre das ständig wachsende Vegansortiment nicht zu erklären. Die Flexitarier sind vielleicht die wichtigste Gruppe, die bei großer Zahl wirklich die Nachfrage komplett kippen könnte.


Es tut sich was. Spät, vielleicht zu wenig, aber dranbleiben sollte man.

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08.02.2022
Hallo ihr Lieben,
wenn der Einzelne nur dann etwas tut wenn alle etwas tun, dann handelt Niemand.
Die Politik richtet sich nach ihren Wählern und nicht umgekehrt.
Wie also Kennedy schon gesagt hat:"Frage nicht was dein Land für dich tut, frage dich was du für dein Land tun kannst." In unserem Fall für die Tiere, den Klimaschutz und gegen den Hunger in der Welt.


Liebe Grüße
schoko-oma,
1x bearbeitet

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10.02.2022
Nur schon am Bewusstsein zu kratzen und zu zeigen wie leicht es ist an Infos zu kommen und sein Leben umzugestalten, ohne Druck, hilft enorm!
Und das Vorleben, ein Beispiel sein.

Hut ab an Menschen die sich auf sachliche und leicht verständliche Weise gegen Ausbeutung und Leid kämpfen.

Ich habe bisher lediglich erreicht, dass sich 3 Personen selbstständig dafür interessiert und es ausprobiert haben.

...wobei eine Person seltsamerweise jetzt voll in die entgegengesetzte Richtung ist und Umweltthemen belächelt. Beim Wort Klima und Klimawandel und Aktivismus, Proteste, dreht die Person total durch.
Idk was da geschehen ist 😅
Habt ihr das Mal erlebt?
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10.02.2022
Hallo Sanura
vielleicht ist diese eine Person an Quellen gekommen, die die Klimakrise leugnen und hat sich darin vertieft. Da gibt es ja auch unter den Coronaleugnern und Rechten viele, die denken, dass der Klimawandel nicht menschengemacht ist.
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