Was haltet ihr von der V-Partei?

Erstellt 13.05.2017, 01:30 Uhr, von Berlinerin. Kategorie: Allgemein vegan. 61 Antworten.

Was haltet ihr von der V-Partei?
13.05.2017, 01:30 Uhr
Heute begegnete mir ein Mitglied der V-Partei in einem veganen Café, er berichtete mir, dass sie noch Unterschriften sammeln und drückte mir einen Flyer in die Hand...Mir kam die Info gerade passend, da sie ja auch morgen vor dem Brandenburger Tor stehen werden, wo ich kurzfristig hoffte, hier Begleitung zu finden....

Was denkt ihr über die Partei - sollte man als Veganer diese Partei unterstützen? Der Flyer liest sich erstmal gut. Was sind denn die wichtigsten Merkmale, und was unterscheidet die nun wieder von der Tierschutzpartei?


Ich bin gespannt auf Eure Einschätzung!

Gruß zur Nacht,
die Berlinerin
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Hi,

was hältst Du davon? :star:

LG!
13.05.2017, 11:39 Uhr
Hallo Berlinerin,

Zitat Berlinerin:und was unterscheidet die nun wieder von der Tierschutzpartei?

diese Frage habe ich auf der letzten Messe (VeggieWorld in Rhein-Main) am Stand der V-Partei ebefalls gestellt und schaute auf einmal in eine Menge verwirrter Gesichter.
Viele hatten von der Partei "Mensch Umwelt Tierschutz" noch nicht einmal gehört und inwieweit sich das Parteiprogramm von dieser unterscheidet haben sie sich versucht ad-hoc noch zusammen zu schustern.

Es wirkte insgesamt noch nicht sehr organisiert, aber ich denke einer neuen Partei kann man soetwas doch durchaus noch zugestehen ;)

Auch wenn meine Wahlentscheidung sich momentan nicht ändert, schadet es sicherlich nicht auch andere Parteien zu unterstützen, welche den eigenen Überzeugungen ebenfalls nicht entgegenwirken, wie es doch momentan so viele, der Wirtschaft unterworfene Parteien, regelmä0ig machen :thumbup:

Grüße,
Falk
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13.05.2017, 14:05 Uhr
Hallo Berlinerin,

ich habe mich ein klein wenig mit der V-Partei beschäftigt und generell ist sie nicht schlecht, mMn, allerdings sind ihre Werbeslogans auch etwas weit hergeholt. Sie werben gerne damit, dass, wenn alle sie wählen würden, sofort alle Schlachthäuser abgeschafft würden, was ich für absolut so nicht umsetzbar halte, so, wie sie sich das gern wünschen würden, und ich natürlich auch.

Und ob ich so einer unbedarften Partei, für den Fall der Fälle, eine Regierungsverantwortung zutrauen würde, ist fraglich.

Aber jeder fängt mal klein an und deshalb halte ich diese Partei auf jeden Fall für unterstützungswürdig.
1x bearbeitet

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13.05.2017, 14:49 Uhr
Ich hatte die V-Partei bei der Veggie-Messe in Stuttgart gesehen. Sie machten mir allerdings auch keinen sehr kompetenten Eindruck. Mir stellt sich halt immer wieder die Frage, ob ich meine mir doch wertvolle Wählerstimme einer Partei geben soll, die unter 0,XXX % schafft oder lieber überlege, welche der Parteien, die wirklich etwas bewegen können, mir und meinen Ansichten am nächsten ist.
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13.05.2017, 15:02 Uhr
@ Falk - so hatte ich es mir von den Piraten auch erhofft und wie schnell haben die (zumindest einige Funktionäre) ihre Seele verkauft.

@ Tanni - wenn es um Wahlversprechen geht, würde ich "Die Partei" wählen aber nur wenn wieder "Freibier für Alle" - wir machen Politik in der Wirtschaft und nicht die Wirtschaft macht die Politik ins Programm kommt :lol:

Zum Thema - ich kenne diese Partei nicht, wer sie wählen möchte soll sie wählen - besser als garnicht zu wählen ;)
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13.05.2017, 15:20 Uhr
Wenn sie noch Unterschriften sammeln, bedeutet das vermutlich, dass sie die Unterschriften noch brauchen, um überhaupt zur Wahl zugelassen zu werden. Und so etwas würde ich im Sinne der Demokratie für jede Partei unterschreiben, die meinen Interessen nicht zuwiderläuft.

Momentan würde ich meine Stimme allerdings für keine Ein-Themen-Partei abgeben wollen (so lange es noch Parteien gibt, mit denen ich in deutlich mehr Themen übereinstimme). Ein-Themen-Parteien sind vermutlich nützlich als Alternative für Leute, die sonst gar nicht wählen würden. Und sie geben den Mehr-Themen-Parteien vielleicht ein paar Impulse.
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13.05.2017, 17:06 Uhr
Hallo Berlinerin,

ich lese grad zum ersten Mal von der Partei. Ich finde es gut, dass es solche Parteien gibt, jedoch sehe ich ebenfalls ein Problem darin, sich nur auf ein Thema zu fixieren (Gibt ja schließlich viele Bereiche, in denen sich einiges verbessern müsste).


Aber es ist schön zu sehen, dass sich etwas in die richtige Richtung bewegt (auch mit der TIerschutz-Partei). ;)


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15.05.2017, 16:31 Uhr
Hi, ich danke Euch für Eure Einschätzungen!
Im Grunde ja ermutigend!

Und "JA", es geht aktuell um Unterstützungsunterschriften, um überhaupt zur Bundestagswahl zugelassen zu werden.


Aber der Einwand, seine Wähler-Stimme dann auch möglichst wirksam einzusetzen, ist ebenfalls sehr berechtigt. Ich würde sie allerdings nicht als "Ein-Themen-Partei" sehen. Ebenso wenig wie die Partei "Mensch Umwelt Tierschutz". Schade aber auch zu hören, dass sie noch etwas konfus wirkten. Nun ist ja noch etwas Zeit, man kann sie ja noch etwas beobachten.


Wie heißt es so schön: wer die Wahl hat - hat die Qual.
In diesem Sinne, Hauptsache wählen gehen!
Liebe Grüße
dB

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15.05.2017, 19:23 Uhr
Die Grünen sind, wenn ich mich recht erinnere, ja auch einmal als Ein-Themen-Partei gestartet (Anti-Atomkraft). Da hat sich ja dann auch eine größere Themenwiese gebildet. Im Grunde spricht nichts dagegen, kleinere Parteien mit einem positiven Anliegen in ihren Anfängen zu unterstützen. Und manchmal braucht es auch gewisse Impulse von Ein-Themen-Parteien, damit die Großen das auch merken und in ihr Programm einbauen. Viele Themen der Piraten finden sich bspw. jetzt auch bei den Etablierten. Umgekehrt hat das ja leider auch bei den rechten und rechtsradikalen Parteien geklappt, siehe CSU und Co. Da weiß man manchmal nicht mehr, wer das Original und wer die Kopie ist. Und am Ende ist ein breites Spektrum auch wichtig für den demokratischen Prozess. Ein Zwei-Parteien-Staat wie in den USA, wo man sich nur noch anschreit und alles schwarz-weiß sieht, kann wirklich nicht das Ziel sein.
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16.05.2017, 09:11 Uhr
Hallo, ich bin Regina
und seit ca 4 Wochen in der V Partei im Landesverband Bremen. Erstmal Danke für Euer Interesse. Ich selbst bin in die V Partei eingetreten, weil ich etwas verändern möchte und die Themen wie Umweltschutz und vor allen Dingen auch Tierrechte nicht mehr in der aktuellen Politik ausreichend vertreten sehe. Ich bin 44 Jahre alt und habe 2 Kinder. Wir leben zu Hause komplett vegan und meine Tochter (9) lebt seit ca 6 Wochen auch ausserhalb vegan. Unser Sohn ißt bei seinen Freunden omnivor. Seitdem ich mich mit den Zusammenhängen der Massentierhaltung auf unser Klima und der ganzen unvorstellbaren Tierquälerrei beschäftigte, hatte ich das Bedürfnis mich einzubringen und zumindest zu versuchen etwas zu verändern. Ich möchte einfach nicht später zu meiner Tochter sagen müssen, ich hätte es nicht versucht.
Und nun zu V Partei:
Es stimmt, wir sind eine ganz junge Partei. Den Landesverband Bremen gibt es erst seit ca 3 Wochen und den Bundesverband seit etwas mehr als einem Jahr. Auch bin ich mit eine der ältesten im Landesverband Bremen. Wir sind also in der Regel Menschen, die vorher noch nicht oder noch nicht viel aktive Politik betrieben haben und müssen vieles noch erst lernen. Wir machen diese Arbeit ehrenamtlich und bekommen kein Geld dafür und deswegen bitte ich einfach darum, uns den ein oder anderen Fehler, die ein oder andere Unprofessionalität etwas nachzusehen.
Wir treten explizit nicht als Ein-Themen Partei an. Unsere Themen reichen von Tierrechte, über Umweltschutz, dem Bedingungslosen Grundeinkommen zu dem Stop von Waffenexporten.
Uns ist auch klar, dass wir die Massentierhaltung nicht von heute auf morgen beenden können. Wir möchten aber gerne Alternativen aufzeigen und Aufklärung betreiben. Ausserdem wäre es wichtig, dass zum Beispiel Pflanzenmilch endlich nicht mehr mit 19% versteuert wird.
Der Weg ist das Ziel und alles beginnt mit einer Idee. Das komplette Programm kann man sich übgrigens auf der Webseite herunterladen.
Desweitern beobachten ich schon jetzt, dass nur weil wir da sind, unsere Themen von größeren Parteien aufgegriffen werden, was mich persönlich sehr freut.

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