Abnehmen gesund, vegan und "langsam"

Erstellt 22.09.2016, 15:15 Uhr, von MelX. Kategorie: Gesund vegan leben. 79 Antworten.

19.01.2017, 14:53 Uhr
Hallo Elke,
schön von dir zu lesen und danke für deine ausführlich Schilderung!
Das vegane Essen wird deinen Gelenken auch gut tun.
Bei mir wirkt es jedenfalls, auf tierisches Eiweiß zu verzichten, nehme seit einem Jahr keine Medis mehr.
Und der Ibu Verbrauch ist bei mir fast gen null gegangen!
WW habe ich auch mal gemacht und 3 Jahre gehalten, hätte ich dann nicht die Cortisonkur
machen müßen, hätte ich es auch sicherlich weiter gehalten.
Mir kam es nicht schwer vor, da vieles zur Gewohnheit wurde. Also was welche Punkte hatte etc.
Ich denke, das es immer eine Art Kontrolle geben muss, für Leute, die ihr Essverhalten nicht
zügeln können. Und ob es da dann WW oder Kalorienzählen ist, ist da einerlei!
Und auch das mit der vielen Bewegung kenne ich, da auch ich nicht wirklich abgenommen habe,
allerdings fördert Sport mehr Hunger und uns dann zum noch mehr essen :lol:
Aber ich will ja nicht belehren :rolleyes:
Aber was ich dir mitgeben will.......
Auch bei mir purzelten die Pfunde nur so, letztes Jahr, als ich angefangen habe vegan zu essen.
Bis ich dann die Vielfältigkeit des veganen Essens kennengelernt habe :lol:
Die Anfangs 10 Kg die ich verlor , haben dann Dank Nüsse (als Muss, Sossen etc), Avocado, und leider auch Ersatzprodukte wieder auf meine Hüften gefunden :wtf:
Natürlich war das wie immer meine eigene unkontrollierte Esslust, aber ich möchte dich warnen.
Vielleicht kann ich dadurch dir die gleiche "Falle" ersparen.
Ich freu mich jedenfalls für dich, das du abnimmst und dabei vegan isst :clap:
Und du wirst sehen, deine Gelenke werden es dir auch danken, nicht nur wegen dem Gewicht!

So bevor ich schon wieder nen Roman anfange, sag ich erstmal Tschüß
Wir lesen uns Elke :wink:


@Pummelchen...ich hab dich auch :heart:
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Hey,

Vegan leben für nur 140 Euro im Monat! Weiterlesen!

Viele Grüße!
09.05.2017, 11:01 Uhr
Woow.. das ist ja eine Story.. tut mir echt leid, was du alles durchmachen musstest!


Cortison sollte man so weit möglich sicherlich vermeiden.. die Nebenwirkungen sind einfach zu heftig.


Von einer Eiweißspeicherkrankheit höre ich heute zum ersten Mal, doch auf tierisches Eiweiß verzichte ich auch so gut es geht.


Bin zwar nicht der Fan von Brot und Nudeln, da es meinem Stoffwechsel und allergischen Symptomen ohne Gluten besser geht...


Hey MelX, deine Bilder sehen ja echt klasse aus! :D Deine Schoko-Chili-Tarte auf Dinkel sieht weltklasse aus!! :D Kannst du vielleicht dein Rezept hierzu posten? Das wäre super lieb von dir!!
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09.05.2017, 14:15 Uhr
In einem anderen Forum hat eine Userin, das Buch: "Fettlogik überwinden" wärmstens empfohlen.
Sie leben ebenfalls vegan und hat ihre Ernährung nach dem lesen des Buches soweit reduziert, das ich glaube ich 2-3 Wochen 5 Kilo verloren hat.

Die Schreiberin des Buches war ja ebenfalls mal schwer übergewichtig und hat sich mit dem Thema Fett und Abnehmen eben "hautnah" auseinandergesetzt und schreibt eben auch über ihre Erfahrungen, auf Statistiken und ähnliches bezogen.
Die Leseprobe hört sich toll an, ich liebäugel mit dem Buch auch sehr!

Gruß Silke
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09.05.2017, 15:42 Uhr
Ich muss sagen, dass ich das Fettlogik Buch, das mir jeder allerwärmstens empfohlen hat, ziemlich enttäuschend fand. Je mehr ich darüber nachdenke, macht es mich eigentlich sogar fast sauer^^
Ihre Prämisse ist ja: sie hat einen Doktor (halt in Psychologie, aber Wurst) und daher kann sie das Thema Abnehmen und Ernährung umfassend behandeln, weil Wissenschaft ist ja Wissenschaft und ausserdem hat sie ja selbst abgenommen. Das beides zusammen ist für mich noch nicht das Rezept für "die Wahrheit übers Abnehmen". Ich gebe dem Buch so viel, dass es versucht, sich auf Studien zu beziehen und einfach keine Belege für Dinge wie Hungerstoffwechsel etc findet - das ist doch beruhigend. Sie geht aber einfach so küchenwissenschaftlich ran, dass es mir manchmal die Haare aufstellt :wtf: Klar, sie kennt sich mit Statistik aus, aber ob die angewandten Methoden Sinn machen oder welche Probleme so eine Studie haben könnte - das traue ich ihr in einem anderen Feld einfach nicht zu. Es geht immer hier: Studie die meine Aussage belegt, klares Ergebnis, damit belegt, die, die das nicht tun, die werden angezweifelt.
Für viele spezifische Aussagen, die sie macht, bringt sie nur eine einzige Studie, das scheint ihr genug zu sein (hint: ist es in 90% der Fälle nicht). Das Warum erklärt sie dann mit "einfacher Logik", wobei die nicht in einer logischen Folge besteht, sondern in "weiß doch jeder, ist doch klar" und dann bringt sie immer stark hinkende Vergleiche, so als ob Essen das Gleiche wäre wie Zigaretten oder Drogen (wobei man halt nicht jeden Tag nur eine Zigarette rauchen muss, um zu überleben, man kann einfach gar nicht rauchen, wobei mal leider essen muss, aber halt nicht zu viel). Da ist es dann auch einmal einfach unlogisch, wieso der Körper einfach so auf "Hungerstoffwechsel" schaltet, wenn Nahrung immer als knapp betrachtet werden muss - und wo bekommt der all die Kalorien her, um bei wenig Essen abzunehmen? So weit so logisch. Bei der Aussage: wer zu wenig Wasser trink der lagert ganz viel Wasser ein greift diese Logik auf einmal nicht mehr, und sie scheint das auch nicht weiter unlogisch zu finden, ist halt so. Wer wenig trinkt der lagert Wasser ein wie blöd.
Dann betont sie zwar immer wieder, dass sie ja eigentlich total kalt und nicht wertend vorgeht und nur wissenschaftliche Erkenntnisse nieder schreibt, aber selbst wenn man nicht rotzig seine Meinung von sich gibt, sondern sehr selektiv vorgeht, dann kann man sich manchmal des Anscheins nicht erwehren, dass es doch nicht so kühl und unwertend vor sich geht. Beispiel: sie bringt auch solche Kapitel im Buch unter, wie: Dicke sind Dumm (wobei sie da eine sehr, sehr dünne Studienlage zitiert --> es bleibt mir als Leser also der Schluss nahe, dass sie den größtmöglichen Schockeffekt erzielen will) oder ihre ganzen Aussagen über: Dicke sind hässlich. Da rechnet sie einfach von Schauspielerinnen, die als sexy gelten, den BMI aus und oh wunder- die sind alle nicht dick, ergo ist alles über BMI 21 hässlich? Das ist so eine ad-hoc Analyse, die auch nur den allgemeinen Ton des Buches stützen soll und der allgemein Ton ist im Grunde: es gibt keine Entschuldigung fürs Dicksein, denn dann ist man krank, unfruchtbar, dumm, wenig leistungsfähig, hässlich, nicht erfolgreich und generell bewertet sie dünn sein als tausendmal wichtiger als gesunde Ernährung und Bewegung(wobei das auch gut wäre). Wobei ich ihr da nicht direkt widerspreche, ich finde nur viele der nicht-allgemeinen Aussagen zu schlecht belegt und ein wenig zu dramatisch geschildert. Das wäre in etwas so, wie wenn ich sagen würde: B12 ist wichtig fürs Gehirn, also sind alle veganer dumm, punkt ende aus, ach ja hier ist meine Studie.
Was ich aber am allerschlimmsten finde ist das Gefolge O.o Die User auf ihrer Seite und die sich auf ihr Buch beziehen sind teilweise so hart drauf wie die vom Hildmann - alles was die Hermann sagt ist pures Gold und die reine Wahrheit und alle, die das nicht toll finden oder manche Aussagen schlecht belegt finden, die sind einfach nur beleidigt, weil sie dick sind und die haben alle nicht recht, weil sie einfach dumm sind. Weil Hermann=Wissenschaft=richtig, ergo ist alles andere automatisch falsch.
---> Ein Buch muss kein purer Genuss von Anfang bis Ende sein und es muss mir auch keinen Honig ums Maul schmieren, aber es ist einfach sehr klar, dass sie versucht, Übergewicht, und dazu zählt sie auch oberes Normalgewicht, als das Schlimmste in jeder Hinsicht für einen Menschen zu zeichnen, auch wenn sie immer wie ein Mantra nachschiebt, dass sie nur harte Fakten zusammennimmt und keinem dicken Menschen zu Nahe treten will.
Was ich ausserdem noch nervig finde, ist dass sie in ihrem Buch die Fat-Acceptance-Bewegung so darstellt, als wären das alles böse Frauen, die alle dünnen hassen, wollen, dass alle dick werden und Männern verbieten, dünne Frauen schön zu finden. Analog dazu kann ich auch behaupten, dass alle Veganer Ökoterroristen sind, die ihre Kinder verhungern lassen und Licht essen wollen--> dazu finde ich auch Belege im Netz und in den Zeitungen.
Wie glaube ich vor allem wir Veganer wissen(wobei ich ja nur als Vegetarier gelten kann) könnte man auch ein gesamtes Buch mit haufenweise wissenschaftlichen Belegen und wahrscheinlich fetter DGE-Förderung schreiben mit dem Inhalt: Vegan ist schrecklich, unnötig, ungesund und generell nicht sinnvoll. Man sucht sich oft eben leider nur die Fakten, die man gerne hören will. Ich sehe in dem Buch keine Abwägung, kein kritischer Umgang mit den Studien, die auch die eigene Sicht stützen, stattdessen widmet sie ein ganzes Kapitel damit, alle Studien anzuzweifeln, die Übergewicht nicht negativ bewerten - da wird alles aus dem Arsenal rausgeholt. Bei den Pro-Studien: die stimmen dann halt einfach.
Und das ist mein Problem mit dem Buch :lol:
Man kann es natürlich auch lesen, um sich so schlecht und schuldig und verängstigt zu fühlen, dass man einfach aus Panik vor dem drohenden Tod und totaler Einsamkeit abnimmt, aber mir hat es ausser "es gibt keinen Jojo-Effekt und keinen Hungerstoffwechsel" eigentlich so ziemlich nichts gebracht. Und ihre ständigen Versprechen, sie hat hier nur die harten Fakten und nicht ihre eigene Meinung: dem wird sie nicht gerecht. Und das sage ich nicht nur, weil ich eine dicke Frau bin ;) sondern auch als Akademikerin.
1x bearbeitet

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09.05.2017, 23:52 Uhr
Ich hab Fettlogik inzwischen als Hörbuch gehört, mich dabei nicht schlecht, schuldig und verängstigt gefühlt und auch die ganzen negativen Dinge, die du da herausgelesen hast, nicht so wahrgenommen. Die Wissenschaftlichkeit scheint mir mit der von dem hier im Forum so gehypten McDougall vergleichbar zu sein. Bei dem wirkt auf mich aber seine Guruhaftigkeit und dass er selbst Diätprodukte anbietet unsympathisch und ein wenig dubios.
Ich glaube, beide Bücher in Kombination könnte ich durchaus mit reinem Wissen weiterempfehlen, da sie sich zum Teil widersprechen und man dadurch sein kritisches Denken noch ein bisschen pflegen kann. ;-)
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10.05.2017, 08:41 Uhr
Ich habe ja auch nie behauptet, dass ich McDougall super wissenschaftlich finde (ich habs auch nie gelesen, daher kann ich das nicht sagen) und ich hab mich auch nicht schrecklich gefühlt, als ich das Buch gelesen habe, die Amazonkommentare dazu haben nur diesen Tenor - daher bin ich davon ausgegangen, dass die Leute das an dem Buch toll finden - sie scheinen es ja zu lesen, um sich einen Arschtritt abzuholen und dann endlich mal abzunehmen (und das böse Umfeld will das nicht)
Wers toll findet - findet es toll, das will ich keinem absprechen. Ich finds aus vielen Gründen nicht toll - und das wird man ja wohl noch sagen dürfen :green:
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10.05.2017, 19:01 Uhr
Eure Diskußion hat mich echt neugierig gemacht. Ich muss mich wohl mal über das Buch schlau machen um mir selbst ne Meinung zu bilden..
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10.05.2017, 22:59 Uhr
Ja, ich glaube, das ist auch das Erfolgsrezept für dieses Buch: dass die einen es super finden und die anderen eher gegenteilig und sich alle, die es noch nicht gelesen haben, irgendwann eine Meinung darüber bilden wollen. ;-)
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11.05.2017, 06:36 Uhr
Dann gebe ich eine kurze Zusammenfassung:
Dick sein ist schlecht für den Körper, die Seele und generell alles. Du nimmst ab, wenn du weniger Kalorien zu dir nimmst, als du verbrauchst. Es gibt keinen Hungerstoffwechsel und keinen Jojo-Effekt, du kannst so wenig essen, wie du willst, und dein Stoffwechsel geht einfach nicht kaputt.
Mehr ist nicht drin, was ich jetzt erwähnenswert finde.
Wie gesagt: durch die lange Beweisführung, warum dicke krank, dumm und hässlich sind fühlen sich viele in den Arsch getreten, jetzt endlich abzunehmen, da sie auch gegen Umfelder anschreibt, die behaupten, Frauen sollten dick sein und dick sein ist super. (so ein Umfeld hätte ich gerne mal gehabt :-/ )
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10.06.2017, 12:33 Uhr
Da ewige Diäten leider auch mein Thema sind, muß ich hier mal kurz einhaken.
Sowohl eure Beschreibung als auch die Rezensionen zu dem Buch finde ich ganz schön grenzwertig :wtf: Das hat wirklich was von "Dann soll der Alkoholiker halt einfach aufhören zu trinken und schon geht es ihm besser. Es ist ja auch echt dumm zu trinken". Und gerade die Sache mit dem nicht kaputt zu kriegenden Stoffwechsel... da können sicher reichlich Leute etwas Gegenteiliges berichten!
Und der Körper vergisst nicht.
Ich merke im Moment, wie mein Körper anfängt auszutesten. Die ersten 5 Wochen vegan verliefen noch recht normal, aber jetzt merke ich, wie es mich immer häufiger zu fettigen oder süßen Nahrungsmitteln zieht. Als könnte mein Körper nicht fassen, dass es plötzlich erlaubt ist :lol: Natürlich gebe ich nicht immer nach und behalte das im Auge, aber gerade wegen meiner "Restriktions-Vergangenheit" möchte ich mir nicht mehr alles verbieten. Bisher hat sich mein Gewicht nicht verändert aber ich merke wie plötzlich Hosen wieder besser passen und die "Teddy-Öhrchen" langsam flacher werden. Ich bin schon sehr gespannt wie es weiter geht. Aber vor allem möchte ich meinem Körper alles geben, was ihm gut tut und die blöde Waage vielleicht irgendwann vergessen :rolleyes: Gesund sein ist doch das Wichtigste!
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