Auswahl des Arztes - worauf achtet Ihr?

10.01.2018, von , 14 Beiträge
Benutzerbild von kilian
Supporter: Optimist
Auswahl des Arztes - worauf achtet Ihr?

Hallo,

jeder hat ja andere Vorstellungen von einem guten Arzt. Mich würde mal interessieren, welche Aspekte Euch wichtig sind.

Wie wichtig sind Euch:
- schulmedizinische Behandlungsmethoden
- alternative Methoden
- Sympathie / das Gefühl, verstanden zu werden
- Offenheit / Befürwortung veganer Ernährung
- ...

Die Frage stellt sich mir immer wieder und ich vermute, dass die Vorstellungen hier sehr stark auseinander gehen werden. Umso gespannter bin ich :)

Viele Grüße

Kilian
"Von nichts sind wir fester überzeugt als von dem, worüber wir am wenigsten Bescheid wissen" (Michel de Montaigne)
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Benutzerbild von Planti

Hallo!

Ich bin in der Homöopathie zu Hause und habe mir auch einen Hausarzt gesucht, der zuerst etwas in dieser Richtung ausprobiert, also auch pflanzliche Medizin, bevor er zu chemischen Medikamenten greift wenn gar nichts funktioniert. Das war mir besonders wichtig, da ein Antibiotikum in jungen Jahren meine Magenflora zerstört hat, weil es viel zu aggressiv war und ich seitdem die Finger von scharfen Essen und zu "Fettigem" lassen muss (habe scharfes Essen geliebt xD).
Er fragt mich auch immer genau genau über mein Problem aus und lässt sich Zeit für seine Patienten. Das bedeutet natürlich eine viel höhere Wartezeit, aber das ist es mir Wert.
Er befürwortet vegane Ernährung, so lange ich alle notwendigen Nährstoffe bekomme und keine Mangelerscheinungen entwickel. Sollte er etwas in der Art feststellen, schätze ich, wäre er schon etwas skeptischer :D

Aber, ich bin froh, dass ich bei ihm gut aufgehoben bin und ich guten Gewissens zu meinem Arzt gehen kann. Wenn er in Rente geht, hoffe ich wieder so jemanden zu finden.

Also Zusammenfassung: Mir sind Homöopathie und pflanzliche Medizin wichtig, Chemie nur im äußersten Notfall. Ich schätze es, wenn man sich Zeit für seine Patienten nimmt, auch wenn die Wartezeiten höher werden. Und er muss nicht unbedingt die vegane Ernährung befürworten, aber es ist natürlich super, wenn er es tut.

Viele Grüße :D
Benutzerbild von MIEZIKATZ

Hallo :wink:
wir haben uns einen "veganen" Arzt ausgesucht, nachdem mein Mann nach der Umstellung so peu a peu 25 kg abgenommen hat :oo
Wir haben uns lange Zeit keine Gedanken darüber gemacht.
Als er dann aber bei einer Größe von 1,75m nur noch 51 Komma noch was wog und kein Arzt in unserem Umfeld helfen konnte, haben wir nach einen veganen Arzt gesucht.
Mussten dann aber einen Fahrweg von 100 km in Kauf nehmen.
jetzt geht sein Gewicht "langsam aber sicher" wieder nach oben :D (zur Zeit 57kg) :thumbup:
Ich selbst habe 14 kg abgenommen, was aber ok ist. Ich bin mit meinem Arzt, der sich allerdings in Sachen veganer Ernährung gar nicht auskennt, sehr zufrieden :-)
l. G. :wink:
Elisabeth
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1 mal bearbeitet
Benutzerbild von Sunjo

Beim Allgemeinarzt sind mir vor allem kurze Wege und gute Öffnungszeiten wichtig (bin in einer Gemeinschaftspraxis mit 4 Ärzten - da ist immer jemand da). Und, dass es sich um studierte Mediziner (keine Heilpraktiker) handelt. Homöopathiebefürwortung und sämtlicher Hang zum Esoterismus wären bei mir ein Ausschlusskriterium. Bezüglich der veganen Ernährung hab ich bisher nicht feststellen können, dass das einen Arzt interessiert, wenn man es ihm nicht auf die Nase bindet (ich hatte nie ernährungsbedingte Krankheiten und gehe davon aus, dass die vegane Ernährung dazu beiträgt, dass das so bleibt).
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Benutzerbild von Dana

Ich sehe das ähnlich wie sunjo. Mein (Haus-)Arzt muss für mich erreichbar sein und mir schnell mit den dafür am besten geeigneten Mitteln helfen können. Allerdings sind Homöopathie und der "Hang zur Esoterik" kein Ausschlusskriterium - aber diese Frage hat sich bei mir noch nie gestellt. Ob und wie er dem Veganismus gegenübersteht ist mir egal, da keiner meiner Ärzte weiß, dass ich vegan lebe. Ich gehe doch auch nicht zum Arzt und sage: Guten Tag Herr/Frau Doktor, ich esse Fleisch! Ich frage mich immer, ob da nicht im Unterbewußtsein doch die Angst mitspielt, dass das eine oder andere in der veganen Ernährung doch vielleicht nicht enthalten sein könnte und dass man deshalb unbedingt glaubt, dem Arzt die vegane Lebensweise mitteilen zu müssen. 100 km Fahrstrecke zu einem Hausarzt wäre für mich absolut nicht vertretbar. Der muss einfach kurzfristig erreichbar sein. Etwas anderes ist es, wenn man einen Spezialisten aufsucht. Das ist ja meist nur einmalig (oder zumindest nicht regelmäßig) und deshalb auch planbar. So habe ich im Sommer ein spezielles großes Blutbild bei einer Medizinerin in der Nähe von Frankfurt machen lassen und bin dafür hin und zurück 400 km gefahren.
लोकाः समस्ताः सुखिनो भवन्तु,

Dana

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4 mal bearbeitet
Benutzerbild von Kerstin

Ich habe meinen Hausarzt vor 6 Jahren gewechselt, weil der vorhergehende Arzt nur am Computer hing und ich immer das Gefühl hatte, dass er überhaupt nicht zuhört. Meine jetzige Ärztin ist einfach super. Ein Arzt sollte zuhören und vor allem bei chronischen Krankheiten nicht nur schulmedizinisch heilen wollen. Er sollte vor allem mit dem Patienten zusammen erörtern, welche Medikamente in Frage kämen, dass Für und Wieder erläutern und nicht den studierten Weißkittel heraus hängen lassen, der über Alles erhaben ist.
Ob man sich vegan oder omnivor Ernährt, sollte er nicht unbedingt wissen, solange man keine ernährungsbedingten Mängel oder Krankheiten hat.
LG,Kerstin
„Das beste Fleisch ist immer noch Fruchtfleisch.“
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Netha

Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Ich habe hier vor Ort keinen Hausarzt. Nur einen Internisten, da ich keine Schilddrüsen mehr habe brauche ich alle 100 Tage meine Schilddrüsentabletten. Habe auch nicht die besten Erfahrungen mit den Herrn in Weiß, alles was die bisher konnten war meckern, nur das was schon geschafft ist sah keiner.
Hatte durch meine Schilddrüsenerkrankung massiv zugenommen. Nun habe ich schon mehr als 60 kg wenige, aber das sieht keiner. Bin gespannt was die vegane Ernährung mir in dieser Hinsicht bringt. Bisher ist die Gewichtstendenz nach unten zeigend. :D
User wurde auf eigenen Wunsch deaktiviert.
Benutzerbild von Tanni

Bei mir ist es so, dass ich in erster Linie ein gutes Gefühl haben muss, mein Arzt muss mir sympathisch sein und ich muss ihm vertrauen können. Kurzum - die Chemie muss stimmen.
Außerdem sollte er auf dem neuesten Stand sein, was Medizin und Ernährung angeht.
Ebenso muss er mir im Krankheitsfall noch am selben Tag einen Notfalltermin anbieten können.
Aber auch freundliches Personal ist mir sehr wichtig.
Er darf auch nicht mit Antibiotika um sich schmeißen.
Zuhören, aufklären, Mitgefühl, Verständnis...

All das habe ich für mich gefunden, bei einem Internisten, der selber nicht vegan lebt, aber dem aufgeschlossen gegenübersteht, weil er im Freundeskreis Veganer hat und damit ständig konfrontiert wird. :thumbup:
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I'm Vegan
Because, i want to do more,
than just SAY i love animals
Benutzerbild von rossie

Ich habe seit 20 Jahren den gleichen Hausarzt. Es ist mir wichtig ein gutes Vertrauensverhältnis zum Arzt zu haben und eine Kompetenz ist notwendig.

Da ich ja viele Jahre Vegetarierin war und dann veganerin wurde hat er mich immer unterstützt. Er lehnt zwar meine Lebensweise ab. Bei den Blut Untersuchungen ist er besonders gründlich und er ist immer begeistert über meine Ergebnisse.
Leider brauchte ich auch einige Tabletten, Schilddrüse und Blutdruck. Na ja!!!!
Und Hundebesitzer sind wir beide das verbindet.

LG rossie und Orlando (der ist super drauf und hat keine gutes Verhältnis zum Tierarzt) :green:
Benutzerbild von Dana

Leider ist es bei uns hier (sehr ländlicher Raum) oft gar nicht möglich eine "Auswahl des Arztes" zu treffen, einfach da die meisten Ärzte Aufnahmestopp haben. Erschwert wird die Lage, dass auch immer mehr Hausärzte ihre Praxen ohne Nachfolger schließen. Man muss also u. U. einfach dorthin gehen, wo man genommen wird.
लोकाः समस्ताः सुखिनो भवन्तु,

Dana

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