Calcium-Phosphor-Verhältnis in der Ernährung

Erstellt 27.03.2019, 16:45 Uhr, von kuni. Kategorie: Gesund vegan leben. Eine Antwort.

Calcium-Phosphor-Verhältnis in der Ernährung
27.03.2019, 16:45 Uhr
Hallo,
ich ernähre mich seit einem Jahr vegan, führe ein Ernährungstagebuch und bin auf ein Problem gestoßen. Es geht dabei um das Verhältnis von Calcium zu Phosphor, was laut Studien bei 1,5:1 liegen sollte. Die DGE empfiehlt ja auch 1000mg Calcium und nur 700mg Phosphor pro Tag, was ungefähr dem Verhältnis entspricht.


Wenn ich meine Ernährungstabelle so anschaue, dann bin ich davon leider weit entfernt. Ich liege täglich zwar bei 1000mg Calcium, aber leider auch bei fast 1800mg Phosphor. Ich konsumiere kein Junk Food und nur wenig Processed Food (Haferflocken und manchmal Nudeln).
Doch egal, wie ich meine Nahrungsmittel tausche, es ist schlicht unmöglich, das Verhältnis von 1,5:1 einigermaßen einzuhalten, da nahezu alle Nahrungsmittel mehr Phosphor als Calcium enthalten (Sonnenblumenkerne, Sesam, Nüsse, Äpfel, Bananen, Paprika, Brokkoli, Nudeln etc.).
Die einzigen adäquaten Nahrungsmittel wären Mohn, Grünkohl, Kresse, Orangen und verschiedene Gewürze (z.B. Dill und Petersilie). Aber aus denen lässt sich keine Ernährung zusammenbauen.
Allein schon die Sättigungsbeilagen wie Kartoffeln, Nudeln, Reis haben viel mehr Phosphor als Calcium. Von Haferflocken ganz zu schweigen. Und selbst wenn nur ein Teil des aufgenommenen Phosphors ins Blut übergeht, muss ja der Rest ausgeschieden werden und belastet so die Nieren.

Daher nun meine Frage: Wie schafft man es, das Verhältnis einzuhalten? Denn die Knochengesundheit, die Blutgefäße und die Nieren scheinen von einem Missverhältnis nicht zu profitieren.

Ich freue mich auf eure Antworten.
Gruß,

Kuni
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Hey,

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Viele Grüße!
27.03.2019, 18:47 Uhr
Hallo Kuni,

Zitat kuni:Daher nun meine Frage: Wie schafft man es, das Verhältnis einzuhalten? Denn die Knochengesundheit, die Blutgefäße und die Nieren scheinen von einem Missverhältnis nicht zu profitieren.

Gar nicht.

Das Verhältnis und eine hohe Kalziumaufnahme sind nur für Omnivoren interessant, da diese stark säurehaltige Lebensmittel zu sich nehmen, welche die Knochendichte gefährden und eine massiv erhöhte Kalziumaufnahme überhaupt notwendig machen.

Indigene Stämme in Afrika hatten Kalziumaufnahmen von unter 300mg / Tag und eine vielfach erhöhte Phosphoraufnahme und nicht nur vollkommen gesunde Knochen, sondern Osteoporose war dort gänzlich unbekannt.

Osteoporose - und Knochenprobleme im Allgemeinen - korrelieren stark mit dem Verzehr tierischer Produkte (v.a. rotes Fleisch und Milch).
Sodass knochenbasierte Erkrankungen in der westlichen Welt wesentlich häufiger auftreten als in Entwicklungsländern mit geringem Konsum von Tierprodukten.

Make the connection.

Liebe Grüße,
Falk
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