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HCLF Starch Solution Austausch

12.07.2017, von , 8 Beiträge
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HCLF Starch Solution Austausch

Hallo!
Ich traue mich jetzt einfach mal, dazu einen neuen Thread zu erstellen. Falls es das schon gibt und ich nur zu blöd war es zu finden, dann bitte einfach Bescheid sagen oder löschen ;-)

Seit einiger Zeit versuche ich mich nach Dr. McDougall's "Starch Solution" zu ernähren (vegan natürlich!). Ich habe schon lange das Buch und habe mir viel im Internet angeschaut, aber trotzdem bin ich manchmal etwas verwirrt oder ratlos.
Es wäre mir eine riesige Hilfe, wenn ich mich hier mit Leuten austauschen könnte, die sich ebenso ernähren! Hab das bei einigen bereits im Zusammenhang mit anderen Themen gelesen. Vielleicht mag sich jemand ab und zu die Zeit nehmen mir meine Anfängerfragen zu beantworten?
Dafür wäre ich sehr dankbar!

Liebe Grüße und euch allen einen schönen Tag! :wink:

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Hallo VPower,

nur her mit deinen Fragen :thumbup:

Mir ist zwar kein Forumsmitglied bekannt, das sich strikt nach Starch Solution ernährt, aber Praxiserfahrung ist bei einigen doch vorhanden ;)

Grüße,
Falk
"Wir sind, was wir denken.
Alles, was wir sind, entsteht in unseren Gedanken.
Mit unseren Gedanken erschaffen wir die Welt."
Siddhartha Gautama "Buddha" (560 - 480 v. Chr.)

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(Wenn du in Eile bist, mache einen Umweg - japanisches Sprichwort)

"Ich habe keine Zeit dafür" ist nur ein anderer Begriff für "Es ist mir nicht wichtig genug".
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Danke schon mal Falk für deine Unterstützung!

Aaaalso, hier mal die ersten Dinge, die mir jetzt in den Sinn kommen:

Ich habe (und hatte schon immer) nach den herzhaften Mahlzeiten (außer Frühstück, das muß bei mir immer süß sein) ein unglaubliches Verlangen nach etwas süßem! Also wirklich richtig stark. Und ich fühle mich nicht wirklich satt und zufrieden bevor ich diesem Drang nachgegeben habe. Natürlich versuche ich dies mit gesunden Alternativen zu tun, also Datteln oder ein gesüßter Tee oder Malzkaffee mit Xucker, aber ich hatte ein bisschen darauf gehofft, dass durch die Ernährungsumstellung diese Gelüste endlich nachlassen! So viele berichteten davon, daher habe ich mir da echt große Hoffnungen gemacht. Muß ich einfach geduldiger sein? Oder ändert sich das bei anderen auch nie? Falls es sich nicht ändert, ist das schlimm? Viele Rezepte in Dr. McDougall´s Buch beinhalten ja sogar Nachtisch...

Und ich bin auf einige Leute im Internet gestoßen, die immer wieder davon reden, dass die Fettreduktion das Wichtigste sei, ihre Rezepte enthalten aber fast täglich Avocados oder Nüsse sowie immer wieder Erdnussbutter?! Zählt das alles nicht? Im Buch steht ja eigentlich klar, dass man das meiden sollte, wenn man zusätzlich eine Gewichtsreduktion anstrebt.

Was mir noch so spontan auf dem Herzen liegt sind die Gerichte an sich. Ich habe fast ausschließlich amerikanische Rezepte gefunden, die mir zum Teil entweder nichts sagen oder einfach so gar nicht meinem Geschmack entsprechen. Von den Zutaten, die in den USA vielleicht an jeder Ecke zu bekommen sind, hier aber wenn überhaupt nur teuer und in kleinen Mengen über den online Versand, mal ganz abgesehen. Kennt jemand eine gute Rezeptsammlung, die die Vorgaben der Starch Solution erfüllt aber mehr dem einheimischen Raum angepasst ist? Denn wenn ich zum Beispiel bei *einer online Koch-Plattform* (weiß nicht, ob ich den Namen hier nennen darf?) nach fettarmer veganer Küche suche bekomme ich entweder nur Suppen oder viel mit Tofu oder anderen Fleischersatzprodukten. Die möchte ich aber nicht (bin allergisch gegen Soja :rolleyes: ) und die soll man ja gemäß Dr. McD auch meiden.

Das soll erstmal genug Roman sein für heute! Für alle, die es bis hierhin geschafft haben, danke für´s Lesen!

Habt einen schönen Tag!

Die Vanessa
Benutzerbild von Nefasu

Hallo Vanessa,

Zitat VPower:Ich habe (und hatte schon immer) nach den herzhaften Mahlzeiten (außer Frühstück, das muß bei mir immer süß sein) ein unglaubliches Verlangen nach etwas süßem!
[...]
aber ich hatte ein bisschen darauf gehofft, dass durch die Ernährungsumstellung diese Gelüste endlich nachlassen! So viele berichteten davon, daher habe ich mir da echt große Hoffnungen gemacht.

Bei mir ist dieses Gefühl bis heute nicht verschwunden. Da es allerdings auf einfache (HCLF) Weise z.B. durch Obst oder fettarme Cremes / Sorbets zu stillen ist, empfinde ich es als nicht weiter tragisch diesem nachzugehen.
Der Körper möchte einem damit ja meist etwas mitteilen (z.B. Energiemangel, Glykogenmangel, etc.), was man prinzipiell nicht totschweigen sollte :thumbup:

Wenn ich richtig viel gegessen haben (also meinen Energiebeadrf mehr als gestillt) habe ich dieses Gefühl nicht. Evtl. liegt es also z.T. auch am Kaloriendefizit.

Zitat VPower:Und ich bin auf einige Leute im Internet gestoßen, die immer wieder davon reden, dass die Fettreduktion das Wichtigste sei, ihre Rezepte enthalten aber fast täglich Avocados oder Nüsse sowie immer wieder Erdnussbutter?! Zählt das alles nicht? Im Buch steht ja eigentlich klar, dass man das meiden sollte, wenn man zusätzlich eine Gewichtsreduktion anstrebt.

Ich esse ebenso öfter Nüsse / Samen als bei Mc Dougall erlaubt, da ich zwischenzeitlich kleinere Probleme mit meinem Vitamin E Haushalt hatte.
Möglichst unverarbeitete Lebensmittel mit hohem Fettgehalt sollten zwar nicht im Zentrum stehen, werden von Mc Dougall jedoch nur verboten, weil er Angst hat, die Teilnehmer seines Programms würden diese im Übermaß konsumieren.

Streng "verboten" sind sie nicht, sollten jedoch "im richtigen Maß und nicht täglich" verzehrt werden ;)

Einzig beim Ziel einer (schnellen) Gewichtsreduktion empfiehlt er strikt auf diese Lebensmittel zu verzichten.

Zitat VPower:Was mir noch so spontan auf dem Herzen liegt sind die Gerichte an sich. Ich habe fast ausschließlich amerikanische Rezepte gefunden, die mir zum Teil entweder nichts sagen oder einfach so gar nicht meinem Geschmack entsprechen.

Das Problem hatte ich anfangs ebenfalls, wo ich in meinem Kochen noch sehr von Rezepten abhängig war.
In seinem Buch "Die Highcarb-Diät" ( https://www.vegpool.de/magazin/buch-high-carb-diaet-rezension-mcdougall.html ) ist eine recht gute Auswahl an allen möglichen HCLF Basics vorhanden, ebenso auf seiner Homepage https://www.drmcdougall.com/health/education/recipes/mcdougall-recipes/
Wenn dir diese Rezepte nicht zusagen, weiter zur nächsten Antwort ;)

Zitat VPower:Kennt jemand eine gute Rezeptsammlung, die die Vorgaben der Starch Solution erfüllt aber mehr dem einheimischen Raum angepasst ist?

Du kannst praktisch jedes Rezept ebenso Highcarbisieren, wie du es veganisieren könntest ;)

Statt dem Anbraten in Fett könntest du Marys "Plump-Sauce" benutzen, anstatt Öl in einer Creme halten Bananen her, usw.

Mit ein wenig Phantasie (und Erfahrung in alternativen Kochtechniken / Zutaten) wird jedes Kochbuch zum HCLF-Kochbuch ;)

Ansonsten koche ich zumeist nach dem Baukastensystem:
Gefüllte Wraps, Sommerrollen, div. Dahl's, Sushi und "A grain, a green and a bean"-Bowls sorgen für tägliche Abwechslung und erlauben mir alles zu verwenden, was ich gerade so an frischem Gemüse und Obst im Haus habe :thumbup:

Grüße,
Falk
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"Ich habe keine Zeit dafür" ist nur ein anderer Begriff für "Es ist mir nicht wichtig genug".

1 mal bearbeitet
Benutzerbild von dandedilia

Ich bin auf dieses Buch gespannt. Ich habe mir vor ein paar Tagen die High Carb Diät für 10 Euro bei Amazon bestellt. War irgendwie gebraucht günstig zu haben und da dachte ich mir, bestell es dir mal. Im Internet wird ja sehr positiv darüber berichtet. Ich hab auch aus Neugierde seit dem 5. Juni mich High Carb ernährt und habe bis heute ca. 4-5 Kilo verloren. Also funktioniert das gut, auch wenn ich öfter mal was ungesundes gegessen habe. Ich habe auch immer wieder lust auf etwas süßes gehabt. Diesen Ruf bin ich dann aber auch nachgegangen. Ich glaube wenn man auf etwas versucht zu verzichten, macht das auf dauer unglücklich. Deswegen sollte man sich immer mal wieder etwas ungesundes gönnen. Chips, Süßigkeiten, süße Getränke usw. 5-6 Tage gesund, 1-2 Tage kann man sich mal gehen lassen finde ich. Dafür ist zB das Wochenende sehr gut geeignet.

Ich kenne Menschen die verstehen das einfach nicht, oder wollen es einfach nicht wahrhaben, dass wenn man dauerhaft auf ein gesundes Körpergewicht kommen will, man das nicht mit irgendwelchen Diät Shakes erreicht. Die trinkt man höchstens ein paar Monate und dann fängt alles wieder von vorne an. Eine Ernährungsumstellung ist die einzige Lösung ist meine Meinung.
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1 mal bearbeitet
Benutzerbild von VPower

Also erstmal vielen Dank für die ausführliche Antwort Falk! :-)
Vielleicht mache ich mich auch zu sehr verrückt :crazy: Aber jetzt bin ich hinsichtlich der süßen Gelüste erstmal beruhigt.
Habe ein paar der Rezepte aus dem Buch auch schon ausprobiert und einige waren lecker, wollten aber beim ersten Versuch noch nicht gelingen. Vor allem mit den angegebenen Temperaturen an Herd und Backofen hatte ich zu kämpfen. Und die entstehenden Mengen überfordern zunehmend meine Kapazitäten in Kühl- und Gefrierschrank :wtf:
Wie macht ihr das? Das gilt übrigens auch für die Lagerung der ganzen "Spezialzutaten". Meine halbe Küche steht voll mit Kram und für die Küchenmaschinen, die man am besten alle besitzen sollte, ist schon kaum noch Platz. Arbeite da schon mit einem Rotationssystem, bei dem ich die Geräte ständig auf- und abbauen darf... :lol:

Hab übrigens meine Avocado-Phase jetzt gegen einen Hummus-Phase eingetauscht. Daher auch die Frage nach den Fetten ;-) Nüsse interessieren mich zur Zeit irgendwie gar nicht.

Heute morgen habe ich mich mal wieder auf die Waage getraut und war sehr überrascht, dass ich doch schon gute 3 Kilo abgenommen hab :oo Damit hätte ich nicht gerechnet! Da sieht man, wie einen das Gefühl trügen kann.

Arbeitet ihr mit Essensplänen (auch wegen der Einkäufe) oder zaubert ihr spontan etwas aus dem, was ihr da habt?
Bei den Plänen habe ich öfter das Problem, dass ich dann an dem jeweiligen Tag Hunger auf etwas ganz anderes habe und schnell kann man vor lauter Streichungen und Pfeilen auf dem Plan nichts mehr erkennen. :rolleyes:

Habt ein schönes Wochenende!
Benutzerbild von Skadoosh80

Also kleiner Erfahrungsbericht von mir. Bin ja noch nicht so lange vegan. Ich halte auch nicht strikt das Mcdougall-System ein. Naja auf Fett wird möglichst verzichtet, bisher sinds so 12 kg die ich abgenommen habe. In 2 1/2 - 3 Monate. Ok, ich gehöre wohl auch zu denen, die auch keinen bedarf an Zuckerhaltigem haben. Wobei ich vor meiner Zeit als Veganer, jeden Tag nur so süßes in mich reingestopft habe. xD
Obst regelt da echt viel. Morgens gibts bei mir immer lecker Haferflocken mit abwechselnden früchten und HaferMILCH (friss das Milchindustrie!!!) :lol: :clap: Ok ab und an hol ich mir mal ne vegane Schokolade.
Aber wie gesagt, das meiste macht eben das Fett aus, was man ja größtenteils weglässt. Man darf ja nicht vergessen, das ja in so vielen Lebensmittel zusätzlich Fett mit drin ist, wo man im ersten Augenblick gar nicht drüber nachdenkt.
Ich persönlich sehe das auch so, das der Körper ja nicht darauf programmiert ist übergewichtig zu sein. Deshalb denke ich, pendelt der Körper sich mit der Zeit wieder aus sein eigentliches Gewicht ein. Ist jetzt mal meine Theorie. Man darf ja nicht vergessen, was tierische Proteine so alles im menschlichen Körper anrichten und auslösen. Denke das spielt bei Übergewicht usw. auch eine nicht unerhebliche Rolle.
Im übrigen, weil die Rede von Erdnussbutter war, kann man ruhig essen auch wenns Fett ist, natürlich nicht in Riesenmengen xD. Allerdings esse ich ab und an die Woche mal etwas, (zb am frühen Abend mit Vollkornbrot, und einer Paprika oder Tomate drauf... schmeckt voll lecker.) Ok worauf ich hinauswollte, Erdnussbutter erhöht den Grundenergieumsatz.
"Protecting the weak is the first step to enlightenment and being truly civilized."
Gary Yourofsky

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Benutzerbild von Nefasu

Hallo Vanessa,

Zitat VPower:die entstehenden Mengen überfordern zunehmend meine Kapazitäten in Kühl- und Gefrierschrank :wtf:
Wie macht ihr das?

Wir rechnen die Rezepte meist auf 4 Portionen herunter, damit wir zugleich Abend- und Mittagessen haben.
Unser Mini-Kühlschrank ist meist wesentlich voller mit frischem Gemüse oder eingekochtem, als mit vorbereiteten Mahlzeiten (halten meist nicht sonderlich lange) ;)

Zitat VPower:Das gilt übrigens auch für die Lagerung der ganzen "Spezialzutaten".

"Spezialzutaten" habe ich praktisch überhaupt nicht :D
Man kann praktisch alles auch mit "normalen" Zutaten abdecken / ersetzen :thumbup:
Ich kaufe aber auch prinzipiell keine Zutaten für dich ich in späteren Rezepten keine Verwendung mehr sehe ;)

Zitat VPower:Meine halbe Küche steht voll mit Kram und für die Küchenmaschinen, die man am besten alle besitzen sollte, ist schon kaum noch Platz.

Auch hier halten wir die Anzahl der Geräte so gering wie möglich.
2x im Monat kommt die elektrische Nudelwalze heraus, um alle möglichen Vollkorn- und Pseudogetreide Pasta zu walzen und etwas öfter die Tortilla-Presse, um selbstegemachte Hasa Marina-Tortialls zu pressen :thumbup:
Ständig draußen haben wir unseren Tischbackofen, Gastro Mörser & Stößel, Instant Pot (als Crockpot, Reiskocher, Druckgar- und Soßentopf), Vitamix und Sedona.
Dazu kommt in der nächsten Wohnung noch eine Kitchen Aid, wenn wir mehr Fläche zur Verfügung haben, als in unserer derzeitigen 5m² Küche :lol:

Zitat VPower:Arbeitet ihr mit Essensplänen (auch wegen der Einkäufe) oder zaubert ihr spontan etwas aus dem, was ihr da habt?

Ich bin kein Freund von Essensplänen, da ich immer nur esse, nach was mein Körper gerade verlangt.
Ich habe meine "Standards", die sich vornehmlich an der, traditionell veganen, (vorwiegend buddhistischen) japanischen Tempelküche "Shojin Ryori" orientiert.
Dazu kommen noch "moderne", sehr variable HCLF, stärkehaltige, Basics die man mit allerlei Gemüse füllen kann:
Wraps, Sushi, Dahls, "A grain, a green and a bean"-Bowls und Kartoffel-Aufläufe mit Seidentofu-Quiche-Füllung :)

Grüße,
Falk
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