Omega 3 Bluttest?

Erstellt 04.06.2018, 09:45 Uhr, von flo. Kategorie: Gesund vegan leben. 10 Antworten.

Omega 3 Bluttest?
04.06.2018, 09:45 Uhr
Hey
ich muss grad meinen Vorrat für Omega 3 auffrischen und frage mich ob man in einem Bluttest rausfinden kann wie viel man davon nehmen sollte? Ich nehm das bisher auf Verdacht :red:
Welche Omega 3 Kapseln könnt Ihr mir empfehlen?
LG
FLO
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Strohhalme aus Glas
04.06.2018, 10:09 Uhr
Hallo Flo,

ein Omega 3 Bluttest ist selten hilfreich, da der Serumwert (wie bei B12) keine Aussagekraft bzgl. des vorhandenen Zellspeichers besitzt.
Das einzig mir bekannte Labor für Omega 3 Speicherwerte ist: www.omegametrix.eu
Ich habe hier ein "Selbsttest"-Kit zugesendet bekommen und hatte danach Auskunft über meinen Speicherwert.
1 Jahr später hatte ich den Test erneut durchgeführt, die Speicherwerte verglichen und meine O3 Aufnahme des letzten Jahres mit Cronometer zusammengefasst, sodass ich mittlerweile über meinen Bedarf näherungsweise bescheid weiß (solange sich meine Lebensumstände nicht ändern).

Der tägliche Bedarf eines Erwachsenen liegt bei ca. 0,25g / Tag[*1].
Wichtiger ist hier jedoch das Omega 6 zu Omega 3 Verhältnis:
Dies sollte nicht größer als 1:6 (Omega 3 zu Omega 6) sein.

Dies erreicht man, indem man wahlweise die Omega 6 Zufuhr reduziert (z.B. durch das weglassen von fettreichen Auszugsprodukten wie Öl) oder die Omega 3 Aufnahme erhöht.

Da Omega 3 unglaublich einfach mit vollwertigen Pflanzen aufgenommen werden kann, habe ich praktisch keine Erfahrung mit Kapseln.
Evtl. kann dir Kilians Artikel hier weiterhelfen:
https://www.vegpool.de/magazin/vegane-omega-3-praeparate.html

Die gängige Menge scheint ca. 450mg (DHA + EPA) O3 zu sein.
Im Vergleich zu 1 TL gemahlene Leinsamen mit 570mg O3 (DHA + EPA)[*2] ist das schon relativ traurig :lol:

Liebe Grüße,
Falk

[*1] https://www.onmeda.de/naehrstoffe/omega-3-fettsaeuren-bedarf-lebensmittel-10303-4.html
[*2] http://nutritiondata.self.com/facts/nut-and-seed-products/3163/2
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13.07.2019, 11:05 Uhr
Hallo flo,

hier habe ich ein sehr informatives YT-Video zu dem Thema:

https://www.youtube.com/watch?v=SnzB5NEeMDA

Ich lies letzten Monat den Test bei Omegametrix, dem europäischen Referenzlabor für standardisierte Fettsäure-Analytik :rolleyes: vornehmen und bekam folgende Werte:

1. Das Omega-6 zu Omega-3 - Verhältnis
Es sollte - laut Vorgabe Norsan - in der Bandbreite zwischen 1:1 und 2,5:1 liegen, gemessen wird hier das Verhältnis der Omega-6-Fettsäure Arachidonsäure (AA) zu der Omega-3-Fettsäure Eicosapentaensäure (EPA)
-> mein Ergebnis lag bei 31,4:1 :red:

2. Der Referenzwert des Omega-3-Gesamtanteils an allen Fettsäuren sollte - laut Vorgabe Norsan -bei ca. 12% liegen
-> mein Ergebnis lag bei ca. 3% :red:

OK, was bedeutet das nun für mich? Der absolute Wert von Arachidonsäure (Omega-6) liegt im grünen Bereich, also muss ich den Omega-3-Anteil signifikant erhöhen. Doch wie?

Alpha-Linolensäure (Omega-3), das insbesondere in Leinöl und Rapsöl vorkommt, wird nur zwischen 2% und 10% in EPA und DHA (verwertbares Omega-3) umgewandelt. Die beiden Öle sind daher für mich wenig hilfreich. Daher substituiere ich (veganes) Algenöl, das mit einer Tagesdosis von 5ml, also einem Teelöffel voll, mein Depot täglich um rund 2.000mg Omega-3 erhöht.

Quellen: https://www.dr-johanna-budwig.de/alpha-linolensaeure.html
http://www.naturheilpraxis-bales.de/kontroversen-zur-alpha-linolensaeure-ala-omega-3/
https://de.wikipedia.org/wiki/%CE%91-Linolens%C3%A4ure

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21.11.2019, 16:41 Uhr
Ich wollte das Thema Bluttest nochmal aufgreifen.
Ich benutze seit einem Jahr das [Produktname entfernt] und habe bevor ich angefangen habe einen Bluttest gemacht, den die Firma direkt mit anbietet... habe gestern meinen zweiten Test gemacht und bin jetzt auf das Ergebnis gespannt. Bei meinem ersten Test lag mein O3 zu O6 Verhältnis bei 32:1 :oo
Moderations-Hinweis: Produktname entfernt von Kilian
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21.11.2019, 17:25 Uhr
Veggieiland: Werbung ist hier nicht erwünscht. Auch ohne Links!
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21.11.2019, 17:51 Uhr
Sorry
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21.11.2019, 17:57 Uhr
Ganz ehrlich, ich verstehe nicht, warum man sich alle möglichen Tests machen lässt, und seien die Nährstoffe noch so selten und exotisch. Habt Ihr kein Vertrauen in die vegane Ernährung?

Ich auf jeden Fall vertraue meinem Körper, und ich vertraue darauf, dass all die vielen klugen Leute wie Kilian, Niko Rittenau, Dr. Henrich, und all die Mitglieder hier im Forum, die uns mit so guten Infos versorgen, uns nicht in die Irre führen wollen, sondern mit richtigen und vertrauenswürdigen Informationen versorgen. Wenn man sich danach richtet, hat man alles, was man braucht, ausser eben B12 und D3. Ich esse z.B. um hier beim Thema zu bleiben, täglich 20 Gramm Walnüsse, frische, nicht gesalzen oder so, und allein damit decke ich meinen Omega-3-Bedarf. Falls ich keine Lust auf Nüsse habe, gibt es 1-2 Esslöffel Raps- oder Leinöl in den Salat oder ins Morgenmüesli, und gut ist's. Und das ist nur EIN Beispiel...

Ich jedenfalls esse aus Genuss und aus Freude, und nicht, um alle noch so exotischen Ölsäuren etc. zu bekommen.

Sorry, aber das musste jetzt raus...
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21.11.2019, 22:09 Uhr
Ich glaube ganz viele Leute die vegan werden beschäftigen sich im Zuge dessen auch das erste mal wirklich mit ihrer Ernährung (so wie ich). Dann ist es natürlich besonders spannend seine Ernährung zu optimieren, dafür sind die Tests dann hilfreich. Das Ganze ist natürlich ein bisschen beknackt, schließlich hat man vorher Jahrelang nur "Mist" gegessen und sich nicht daran gestört. Aber ich finde solange es den Leuten Spaß macht neue Öle und andere Dinge auszuprobieren, wird der Genuss und die Freude bestimmt nicht darunter leiden, ganz im Gegenteil.
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21.11.2019, 22:33 Uhr
Zitat David1983: Das Ganze ist natürlich ein bisschen beknackt, schließlich hat man vorher Jahrelang nur "Mist" gegessen und sich nicht daran gestört. Aber ich finde solange es den Leuten Spaß macht neue Öle und andere Dinge auszuprobieren, wird der Genuss und die Freude bestimmt nicht darunter leiden, ganz im Gegenteil.

Das Problem an dieser Sache ist die Außenwirkung. Die meisten Veganer leben ganz gut nach dem Pareto-Prinzip und dabei tatsächlich schon automatisch gesünder als im Vergleich zu ihrer Omni-Zeit. Trifft man als Nichtveganer aber auf einen perfektionistischen Neuveganer, der sich bis ins allerletzte Detail zu Nährstoffen und ihren Quellen informiert, von denen kein Normalsterblicher zuvor jemals gehört hat, dann wird die vegane Ernährung eben in die "Ist ungesund, außer man beschäftigt sich hochwissenschaftlich in einem Quasi-Vollzeitjob damit, wie man doch alle Nährstoffe zusammenbekommt"-Ecke geschoben. Und darauf hat Normal-Omni verständlicherweise keine Lust.
1x bearbeitet

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25.11.2019, 15:32 Uhr
Hallo,

einerseits stimme ich dir voll zu. Andererseits ernähre ich auch meine Kinder vegan. Ich Maße mir nicht an zu sagen, dass das was ich in 1,5 Jahren gelernt habe optimal ist. Den Omnivoren, der seinem Kind Morgens ein Weißbrot mit Butter und Käse oder Fleischwurst macht hat quasi jeder Veganer, der des Denkens mächtig ist und sich 1-2 Stunden mit dem Thema beschäftigt sofort überflügelt. Aber genau so, wie bei den Veganern, gibt es auch Omnivore die sich mit dem Thema Ernährung beschäftigen. Da wird es mit dem Pareto-Prinzip schon schwerer mitzuhalten. Denn wenn man ganz ehrlich ist, haben die den Vorteil, dass die Futtermischung ihres Futters schon Jahrelang erprobt sind und wenn man sehr wenig tierische Produkte konsumiert, kann der Körper die "Problemstoffe - z.B. Archidonsäure" problemlos handeln und sich nur das raus picken, was er durch eine falsche Zusammenstellung der pflanzlichen Kost nicht genug bekommt. Aus gesundheitlicher Sicht lebt meiner Meinung nur der Veganer automatisch gesünder, der vorher viel zu viel tierische Produkte konsumiert hat (das ist ein hoher Anteil der Bevölkerung), oder sich wirklich mit dem Thema auseinander setzt.
Es gibt natürlich noch schlagendere Argumente:
1. Die Ethik
2. Weil einem klar ist, dass wenn es so weiter geht das Projekt Menschheit bald durch das Artensterben auch endet. Das kann man dann natürlich indirekt zur Gesundheit zählen. ;)

LG
David
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