Vegan Ernährung bei Angst- und Panikstörung

Erstellt 12.03.2018, 11:39 Uhr, von julue102. Kategorie: Gesund vegan leben. 5 Antworten.

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Vegan Ernährung bei Angst- und Panikstörung
12.03.2018, 11:39 Uhr
Hallo liebe Gemeinschaft,

ich würde gerne mit euch in den Austausch treten, da ich ein "Frischling" bin und gerade etwas ratlos bin. Der Post könnte etwas länger werden, daher schonmal vielen Dank im Voraus an Alle, die sich die Mühe machen, die geschriebenen Zeilen zu lesen und vielleicht, ein paar Antworten parat haben. Rechtschreibung und Co. waren noch nie meine Stärke, gebe aber mein Bestes.

Also zu mir: 30 Jahre jung/alt und seit 2 Jahren leide ich unter einer Angst & und Panikstörung und depressiven Episoden (diese habe ich schon ein bissel länger) . Ich glaube nicht daran, dass die Umstellung der Ernährung, die ultimative Lösung für all meine Probleme ist, aber dennoch wächst in mir die Vermutung, dass es einen großen Beitrag leisten kann.
Ich bin vor vier Wochen, mehr oder weniger zufällig, Veganer geworden. Oder besser gesagt: ein kleines Lichtlein ist mir aufgegangen. Meine Freundin und ich hatten über den Winter ein paar Kilos angeflattert und grundsätzlcich habe ich mich in den letzten nicht besonders bewusst ernährt. Junk-Food, Pasta & Pesto, Süßigkeiten, Joghurts etc.... Hauptsache schnell und unkompliziert. Ich leide schon seit meinem 11. Lebensjahr an mittelstarken Asthma und hatte in den letzten Jahren immer mehr Wehwehchen. Leichtes Übergewicht, leicht erhöhter Blutzuckerspiegel, Atmung verschlimmert, Depression, Angst & Panikstörung. Sprich: Alles net so dufte mit gerade mal 30 :rolleyes: :rolleyes: ....
Darüber hinaus habe ich den letzten Jahren ein paar Therapien mal mehr oder weniger erfolgreich absolviert und zum Glück das Rauchen vor einem Jahr eingestellt. Vor vier Wochen hat meine Freundin mich zu einer 3-tägigen Saftkur überredet. Innerhalb dieser 3 Tage ging es mir körperlich (ich glaube meine Nieren und Leber hatten viel zu tun) natürlich nicht so gut. Dennoch habe ich mich sehr klar und wach gefühlt. Dieser Effekt hat mich dazu veranlasst, stärker über Ernährungsweisen und psychische Probleme zu recherchieren (da die Angst & Panikkacke (sorry für den Ausdruck) einfach, eine gravierende Einschränkung beuteten). Letztendlich habe ich dann durch das Lesen der China Study, ein paar Erfahrungsberichte im Internet und den gesunden Menschenverstand, den Versuch unternommen, mich vegan zu ernähren. Und ich mich sagen: Der Anfang war super!!! Ich habe mich die ersten zwei Wochen frisch, selbstbewusst, kein Hauch von Angst & Panik, richtig gut gefühlt. Der Verzicht auf Milch und tierische Produkte sind mir überhaupt nicht schwer gefallen (in Berlin auch recht simpel) und das meiste hat mir richtig gut geschmeckt.

Zur zeit esse ich im Durchschnitt folgendes:

Morgens:
Einen Smoothie aus : TK - Bohnen, Grünkohl, Spinat oder Brokkoli. Dazu Ingwer, Rote Beete, Bananen, Äpfel und Orangen. Dazu Leinsamen, Chiasamen und Spirulina. Verdünnt mit Wasser, Kokos Wasser und oder Mandelmilch plus TK-Beeren. Also nicht falsch verstehen, nicht alle Zutaten kommen da jeden tag rein.

Vielleicht noch etwas Obst zwischendurch, aber damit bin ich bis zum späten Nachmittag zufrieden.

Dann Nachmittags eine Kartoffel, Reis oder Nudelpfanne. (beides Vollkorkprodukte). Also als Basis reichlich gesunde Kohlenhydrate plus verschiedenes Gemüse in etwas Koksöl angebraten. (Möhren, Tomaten, Zuchhini, Staudensellerie etc. oder manchmal einfach Bohnen (schwarze oder rote Bohnen) mit Kartoffeln und Blumenkohl oder dergleichen. Gerne mit scharfer Curry-Paste und Hanfsamen gewürzt. Oder einfach eine Gemüsesuppe, Eintopf oder Linsensuppe.

Abends dann im Wechsel ein paar Datteln, manchmal ein Brot mit veganem Aufstrich oder ein Soya-Joghurt.

So ernähre ich mich an 5 von 7 Tagen in den letzten 4 Wochen. Die anderen beiden Tagen esse ich, aus beruflichen Gründen und oder aus Faulheit, von veganen Mahlzeiten in Restaurants, Tiefkühle-Pizza (auch Vegan) oder Nudeln (Vollkornnudeln) mit Pesto (finde ich auch die vegan Variante leider sehr lecker :D )

..........................................

So, nun stelle ich den letzten Tagen eine extreme Nervosität und teilweise leichte Panik und Angstschübe bei mir fest und ich frag mich warum. Ich fühle mich ansonsten aufgrund der Ernährungsumstellung super. Bin viel aktiver, habe viel mehr Energie und innerhalb von 4 Wochen 6 Kilos weg (was mir net so wichtig ist). Ich frage mich natürlich ob die Angst & Panikstörung sich gerade nochmal zeigen möchte, vielleicht auch gerade WEIL mein Körper etwas zur Ruhe kommt. Oder aufgrund einer einseitigen Ernährungsweise und den damit verbundenen Mangel an irgendwelchen Nährstoffen? Ich weiß es nicht. Ich weiß dass es dazu sicherlich keine einfache Antwort gibt und 4 Wochen sind auch erst 4 Wochen. Dennoch beschäftigt mich das Thema sehr, da doch jetzt alles und sofort ;) besser sein sollte. Ich würde mich über einen Austausch sehr freuen.

Liebe Grüße,

Julian

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veganPosts: 367 weiblich61 Jahre66740 SaarlouisRanking: 45
12.03.2018, 12:34 Uhr
Hallo Julian :wink:
erst einmal :heart: lich willkommen hier im Forum
ich kann Dir bei Deinen Problemen "leider" nicht helfen :surprise:
aber ich hoffe und wünsche dir, dass sich bald jemand hier findet, der dir helfen kann :thumbup:
ich drücke Dir auf jeden Fall die Daumen
l. G. Elisabeth :wink:
wir können die Welt nur retten,
wenn wir aufhören Tiere zu töten
Albert Schweitzer

ich bin Leben, das leben will
inmitten von Leben,das leben will
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veganPosts: 1468 männlich29 JahreFrankfurt am MainRanking: 100
12.03.2018, 13:24 Uhr
Hallo Julian,

eine Ferndiagnose wird an dieser Stelle wohl kaum möglich sein.

Die Angst- und Panikattacken können viele Ursachen haben.
Von Nährstoffmangel (unwahrscheinlich) über akute kognitive Diskrepanzen bis hin zu Traumata aus der Kindheit kann hier praktisch alles zu den Symptomen beitragen.

Aufgrund der Depressionen könnte es sich hierbei auch lediglich um eine Komorbidität (oder vice versa) handeln.
Du siehst also: Zu viele Fragezeichen stehen hier im Raum, als dass irgendein Laie dies beurteilen könnte.

Wenn du genaueres wissen möchtest solltest du einen Psychologen (bei akuten Panikattacken ggf. zusätzlich auch einen Psychiater) aufsuchen.

Mit einer handfesten Diagnose gibt es dann evtl. den ein oder anderen Veganer hier im Forum, der dir mit eigenen Erfahrungen weiterhelfen könnte :thumbup:

Liebe Grüße,
Falk
"Wir sind, was wir denken.
Alles, was wir sind, entsteht in unseren Gedanken.
Mit unseren Gedanken erschaffen wir die Welt."
Siddhartha Gautama "Buddha" (560 - 480 v. Chr.)

あなたが急いでいるなら、ゆっくりと。
(Wenn du in Eile bist, dann gehe langsam - japanisches Sprichwort)
Veg-Badge

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Kerstin
Kein Benutzerbild
inaktivPosts: 570
12.03.2018, 13:44 Uhr
Hallo Julian,
bei deiner Erkrankung kann ich dir leider auch nicht helfen :-( ,
jedoch fehlt mir in deiner Nährstoffaufzählung auf jeden Fall genügend Eiweiß z.B. in Form von Linsen usw., auch ein paar Nüsse(Walnüsse,Paranüsse) sollten deinen Speiseplan bereichern.
hier mal ein Link der kostenlos ist und dir für den Anfang einen vollwertigen Ernährungsplan zusendet.
https://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuelles/newsletter/vtw-e?gclid=EAIaIQobChMIqpPLxubm2QIVFhMbCh0rIwZ5EAAYASAAEgLhufD_BwE
Ansonsten bietet Kilian auch einen Kurs an-ich finde ihn nur leider gerade nicht ;)

User wurde auf eigenen Wunsch deaktiviert.

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Posts: 2 Ranking: 0
12.03.2018, 14:13 Uhr
Vielen Dank für die ersten Antworten. Vielleicht habe ich mich auch etwas undeutlich ausgedrückt. Im Zuge meiner Therapien und eigenen Recherchen bzw. Lebenserfahrung (oder auch Nichtwissen) habe ich schon einige Antworten über Angst & Panikstörung bekommen und ich bin mir durchaus bewusst, dass ein Internetforum keine genauen Diagnosen stellen sollte bzw. es viele Faktoren gibt, die psychische Probleme beeinflussen. Durch meinen Post suche ich nach Menschen, die möglicherweise auch psychische Einschränkungen mitbringen und durch eine Ernährungsumstellung möglicherweise Tipps und Erfahrungen mitbringen. Ich bin nicht auf der Suche nach "Hilfe, wie werde ich meine Panikattacken wieder los", sondern eher nach einem konstruktiven Austausch, ob und inwieweit andere User*Inne durch die Umstellung auf eine vollwertige veganen Ernährung, Veränderungen bei psychischen Krankheiten erlebt haben.

Dass diese Erfahrungen immer subjektiv und nicht 1:1 vergleichbar sind, ist selbstredend.

@Danke Kerstin: Werde ich verstärkt drauf achten. Gab zum Mittag gleich mal Kichererbsen :)
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veganPosts: 18 weiblich23 JahreLübeckRanking: 10
12.03.2018, 20:52 Uhr
Hallo Julian,

ich leide zwar nicht unter Angststörungen oder Panikattacken, aber meine Depri-Phasen sind merklich weniger und besser/erträglicher geworden seit ich vegan bin.

Bzw. nach der Anfangsphase ist es ziemlich schlimm geworden und ich hatte die meiste Zeit richtig dunkle Gedanken und absolut keinen Elan, aber dann hab ich mich mehr und mehr informiert und dadurch hat sich einiges wieder zusammengefügt.

Ich lebe bewusster und merke jetzt schneller, wenn irgendwas nicht stimmt. Wenn ich zB. merke, dass ich schlapp bin oder es mir schwer fällt positiv zu denken, dann kann ich innerlich ein paar Fragen abhaken:
-hast du genug getrunken (egal, wie die Antwort lautet: Trink!)
-hattest du genug Schlaf?
-hast du gesund und lecker gegessen (da ich keinen Mixer und nur einen kleinen Kühlschrank ohne TK hab, ist das tatsächlich manchmal ne Herausforderung :wtf:
-hattest du genug vitamine/hast du an deine b12und D-tropfen gedacht :rolleyes:
-gibt es irgendwas, was dich sonst noch belastet / stress...
Etc.
Das hilft nicht immer, aber meistens...

Und ich überlege immer worauf ich besonders Lust habe...aber nur Gemüse...denn Gemüse macht mich echt glücklich (und Schoko natürlich auch) :lol: die Farben, der Duft, die Zubereitung und der Geschmack...
Seit gestern hält mich schon der Gedanke an meine zwei Brokkolisträuße im Kühlschrank bei laune. Morgen ist es endlich soweit :happy:

Hoffe, es macht Sinn was ich schreibe und du kannst irgendwie was damit anfangen...ich sollte schlafen gehen :wtf:

LG Franka

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