Vegane Diät

Erstellt 01.05.2016, 16:34 Uhr, von Birke20511. Kategorie: Gesund vegan leben. 19 Antworten.

Vegane Diät
01.05.2016, 16:34 Uhr
Hallo an Alle!

Habe soeben die Kommunikation zu 'vegan und diät' gelesen. Traue mich trotzdem einen neuen thread zu eröffnen. Für mich sind das wichtige Fragen, die pummelchen gestellt hat.
Die Auswirkungen zwischen der Ernährungsform vegan und dem Entschluss abzusprecken.

Meine Erfahrung damit ist, dass man zuerst einmal Geduld aufbringen muss für die Umstellung der Ernährung. Vegan zu leben ist schon anspruchsvoller als die übliche Ernährungsweise. Und wenn man kein PuddingveganerIn sein will, dann muss man auch auf eine vollwertige Kost setzen.

Liebes Pummelchen, mit Geduld funktioniert damit allein schon eine gute Gewichtsabnahme.
Ich habe es früher auch wie Rossie gemacht, ich habe mir für einen langen Zeitraum vorgenommen keine Süßigkeiten zu essen. Nach einem Jahr habe ich mir den Sonntag als einen Tag in der Woche gegönnt, an dem ich veganen Kuchen oder Kekse etc naschen durfte.
Und so will ich es nun auch bei meinem Wiedereinstieg machen.
Ich dokumentiere nach jedem Essen alles, was ich zu mir genommen habe, und kontrolliere so ganz einfach meine Kalorienzufuhr. Das hört sich nach viel Arbeit an, ist es aber für mich nicht. Die meisten von uns sind doch sowieso irgendwie ständig online, mit Phone oder Pad oder Laptop, oder, oder und dann findet sich immer Zeit zu notieren was man in den Mund gesteckt hat.
Und noch etwas: Ich esse drei mal am Tag und Punkt. Nichts zwischendurch. Wenn ich Hunger bekomme, was selten der Fall ist, dann gönne ich mir einen großen Milchkaffe mit Sojamilch und Süßstoff.


Möchte hier gerne das Thema Diät und vegan vertiefen. Also ran an die Tasten für diejenigen, denen es an Reduzierung des Gewichtes gelegen ist.

Meine These anhand meiner Erfahrung ist, dass ich um nicht zu schnell abzunehmen, mehr Kalorien zu mir nehmen muss, als wenn ich mit Vollkost abnehmen will.
Beispiel: Ich nehme im Moment ca 1600 kcal zu mir und nehme dabei 1 kg in der Woche ab. Ein Unding bei Vollkost, da musste ich auf 1200 reduzieren.
Wäre doch ein spannendes Thema für eine weitere Verbreitung der veganen Küche, oder?
Lieben Gruß!
Birke


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Hi,

was hältst Du davon? :star:

LG!
01.05.2016, 23:49 Uhr
Hallo Birke,

ich finde echt nett, dass du dich so angesprochen fühlst, aber jeder ist anders und einfach nur keine Süßigkeiten für ein Jahr funktioniert bei mir nicht, das macht wenig Spaß und bringt noch weniger Erfolg, ich kann auch so gut futtern ;)


Meine Futter- und Abnehmgeschichte ist ultrakompliziert und lang, hier kommt die Total-Beichte:
Kalorienzählen artet sehr schnell in obsessiv-artiges Verhalten bei mir aus, sprich: ich wiege alles, berechne alles und habe Angst vor der Kalorienzahl, bzw will diese so niedrig halten, wie es nur geht. Wenn ich auswärts esse, vertraue ich Pauschalzahlen nicht, sondern habe ständig Angst, zu viel gegessen zu haben, drüber (über dem Limit) zu sein und das macht mich ziemlich fertig. Da ich auch nicht die Neigung zur Magersucht oder sowas zu haben scheine, werde ich dann erst depressiv, kriege dann den totalkoller und esse dann wieder ohne tracken, sodass ich einfach bei meinem angestammten Gewicht bleibe. Ich habe mich durch so gut wie alle Diäten durchprobiert, anfangs hab ich an die 5 Kilo abgenommen, dann kippte es und dann war alles wieder da. Jojo blieb mir zwar erspart, aber mir kommt es so vor, als sei mein Körper und meine Psyche dadurch kaputt gegangen. Wann ich satt bin oder wann es genug oder was ich brauche merke ich nicht mehr wirklich, dazu denke ich zu viel in den Kategorien "böses" und "gutes" essen und sobald ich anfange, zu diäten, kann ich nicht mehr aufhören, an die beknackte Diät zu denken. Ich habe rein psychisch das Gefühl, etwas sehr falsches zu tun, wenn ich viele Früchte oder Nudeln oder auch nur Vollkornpfannkuchen esse, denn mir hat man am Anfang eingebläut: Kohlenhydrate sind dein Feind, du darfst wenn dann nur Pumpernickel essen. Und das macht auch keinen Spaß. Ich weiß, dass Früchte viele Nährstoffe haben und eigentlich wenige Kalorien, aber wenn man jahrelang gesagt bekommt: mageres Fleisch ist super, weil Protein, Früchte sind total schlecht, weil Zucker, dann wird man das so schnell nicht los. Ergo: Ich denke mir: oh, du darfst nur den halben, kleinen Apfel essen, denn er schmeckt süß, dann ist das natürlich total Bullshit, aber sei's drum.


Generell bin ich nicht krankhaft fettsüchtig oder sowas, mein BMI liegt immer so zwischen 26 und 27, Muskeln als Ursache sind ausgeschlossen. Es geht um 15 Kilo, aber das schaffe ich schon seit 10 Jahren nicht und die Ärzte meinen, ich muss auf Normalgewicht kommen, sonst hab ich total hohes Risiko für alle Folgekrankheiten(Vorbelastung)

Die letzten Wochen hab ich es wohl wieder total übertrieben, letzte Woche hab ich nur noch gepennt, war müde, kränklich, konnte keinen Meter denken und hatte Kopfweh, war total schlapp, viel Schwindel und Ohrensausen. Woran das liegt, weiß ich nicht. Laut Cronometer hab ich die meisten Nährstoffe abgedeckt, ich trinke brav mein Floradix für Eisen und nehm meine B12 Kapseln. Kalorien liegen so um die 1600 bis 1800, gelegentliche 1000 und 2000 Kalorientage sind auch dabei. Trinken tu ich genug. Sport mache ich genug. Ich esse verdammt viel Gemüse und Obst, vieles davon roh, verschiedene Nüsse, alles Vollkorn und meine 80% Schokolade. Kartoffeln, Vollkornreis, Quinoa, Linsen, Haferflocken, alles dabei.
Jetzt hab ich die letzten Tage auf meine Diät gepfiffen, hab geschaufelt und jetzt geht es mir wieder einigermaßen, aber ich hab auch wieder alle 2 Kilo zugenommen, die ich abgespeckt habe. Ich glaube nicht, dass man mir vorwerfen kann, Puddingveganer zu sein oder mich zu einseitig zu ernähren, ich weiß auch nicht mehr, was ich groß umstellen soll, an den 25gr Schokolade alle paar Tage wird es ja wohl nicht liegen. Über 1600kcal nehme ich auch nicht ab, ich habe auch nicht die Zeit, 1800kcal zu essen und dann eine Stunde zu laufen, um wieder in den Negativbereich zu kommen, ich halte es auch nicht aus, weiterhin zu wiegen und ständig mein Essen planen zu müssen. Einfach nur die Ernährung umstellen hat auch nichts gebracht, ich bin mit meinem Latein am Ende. Ich habe auch sobald nicht nochmal Lust, mich körperlich so mies zu fühlen, also fällt auch "einfach nur Gemüse und Obst und sonst nichts" ebenfalls aus.


--> wenn jemand einen eklatanten Fehler entdeckt, möge er es mir mitteilen.
Lg
Pummelchen (ist am Ende)
1x bearbeitet

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02.05.2016, 08:14 Uhr
Hallo Pummelchen,
Ich würde dir gerne das Buch "Lebensmittel" von Michael Pollan empfehlen. Der Mann ist kein Veganer, noch nicht mal Vegetarier, propagiert aber das Fleischessen auch nicht besonders. Aber dieses Buch hat es bei mir geschafft, dass ich nicht mehr in Nährstoffen, sondern in Nahrungsmitteln denke. Er beschäftigt sich genau mit diesem Thema, nämlich dass uns eingeredet wurde, dass wir bestimmte Nährstoffe brauchen und dass z.B. Kohlenhydrate böse sind.
Es ist ein preiswertes kleines Taschenbuch. Natürlich ist der Mann Amerikaner und bezieht sich auf amerikanische Verhältnisse, aber wir sind da sehr nah dran. Es hat mir wirklich die Augen geöffnet.
LG Nanny
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02.05.2016, 08:32 Uhr
Hallo pummelchej!

Ich glaube du machst dir selbst zu viel Druck.
Auch das Abnehmen muß Spaß machen und bloß nicht so oft das Gewicht kontrollieren.
Die Ärzte haben noch recht, Übergewicht kann gesundheitliche Probleme machen.

LG rossie und Benni :heart:

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02.05.2016, 08:39 Uhr
Liebe pummelchen,

mich hat Dein Bericht irgendwie traurig gemacht. Mir kamen Deinen Zeilen so vor, als würdest Du Dich selbst immer wieder abwerten. Das ist natürlich nur mein Eindruck und ich erhebe keinesfalls Anspruch diesen für richtig oder wahr zu halten, er hat mich nur wie gesagt irgendwie traurig gemacht.

Einiges von dem, was Du schreibst, kenne ich durchaus auch von mir. Wenn ich Diät schon denke, dann kreisen meine Gedanken ständig ums Essen. Ich setze mir dann ein Zeitlimit; so nach dem Motto....ach, da ist meine innere Diätassistentin wieder, die mich antreiben und mir schlechte Laune machen will...ich habe dich gehört und jetzt wende ich mich ab...bis morgen oder so ähnlich....

Manchmal klappt es und manchmal nicht. Das lasse ich dann einfach so stehen.

Meine Beschreibungen waren auch nicht so gedacht, dass sie ein Anderer nachmachen soll oder kann. Ich glaube fest daran, dass jeder Körper der beste Experte für sich ist.
In diesem Sinne: Was spricht dagegen, dass Du einfach bleibst wie Du bist?
Die Ärzte können nicht in die Zukunft blicken und ob Du Folgeerkrankungen entwickelst, können sie nur als statistische Wahrscheinlichkeiten prognostizieren.


Lieben Gruß,
Birke
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02.05.2016, 09:56 Uhr
Hallo Pummelchen. Ich kann mich Rossie nur anschließen. Lass es. Nimm dir selber diesen ganzen Druck. Ich weis aus deinen Beiträge, was für eine Kluge,selbstbewusste Frau du bist. Dir muss ich nicht schreiben, dass Attraktivität und Schönheit nichts mit der Zahl auf der Waage zu tun haben.
Was allerdings die Gesungheit betrifft, da hast du natürlich Recht. Aber du ernährst dich ja jetzt sehr gesund. Daher wird sich auch alles mit der Zeit regeln.
Vlg. Meltem
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02.05.2016, 13:04 Uhr
Hallo Birke :)

Ich finde das was du schreibst, kann für manche Leute total nach hinten losgehen...
Ich sag es auch hier nochmal - ich selbst habe oder hatte eine Essstörung....
Und ich weiß eben, dass sehr viele Leute durch das strikte 3x am Tag und das Dokumentieren sehr schnell in ein gestörtes Essverhalten rutschen... Wie Pummelchen wohl auch :/

Liebes Pummelchen
Ich gebe rossie und Meltem vollkommen recht - du musst den Druck weglassen...
Ich finde, dass sich das bei dir schon sehr nach nem gestörten, sehr zwanghaften Verhalten anhört - Pass auf dich auf :)

Und ich möchte noch ne Kleinigkeit ergänzen... Es gibt nicht nur Anorexie, Bulimie und Binge Eating - es gibt noch so viel mehr dazwischen und die meisten habrn eine Mischform...


Liebe Grüße
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02.05.2016, 18:14 Uhr
Liebe Yahema,

natürlich können Beschreibungen von Verhalten (und das war mein Bericht, dass ich (!) drei mal am Tag esse, Störungen bei anderen Menschen erzeugen. Das ist immer so.
Wer in seiner Psyche gestört ist (ohne Wertung), der wird alles mit dieser Störung wahrnehmen.
Wer demnach unter Zwängen leidet, der wird jedes Verhalten eines Anderen unter seinen Zwang bringen wollen. Das gilt nicht nur beim Essen.

Aber ich tausche mich hier vorrangig als Veganerin aus und nicht als Essgestörte.
Mir ist schon auch klar, dass gerade 'extreme' Ernährungsformen alle auf den Plan rufen, die gerne kontrollieren, und sei es ihr Essen.
Mir geht es aber gerade nicht um Kontrolle. Mit der veganen Lebensweise und dem dreimal am Tag essen, lege ich grundsätzliche Regeln fest, die ich nicht mehr im Kopf hin und her bewegen muss.
Ich schaue nur auf meinen Teller und in den Kühlschrank und stelle fest, ist vegan und ist es zu der Zeit, in der ich mich entschlossen (!) habe zu essen. Und Punkt.

Dass ich meine Kalorien zähle, hat zwar etwas mit meinem Gewicht zu tun, aber nicht aus dem Grund, der hier scheinbar unterstellt wird.
Mir geht es ausschließlich um gesundheitliche Aspekte. Ich bin sehr hochgradig schwerbehindert, sitze meistens im E-Rolli. Aber gelegentlich kann ich auf die Beine und dann ist es ein Unterschied welches Gewicht ich bewegen muss. So einfach ist das bei mir.

Lieben Gruß
Birke
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02.05.2016, 18:51 Uhr
Liebe Birke,

Mein Post ist scheinbar vollkommen falsch angekommen :(
Unterstellen wollte und habe ich dir überhaupt nichts - ich wollte dir damit nicht auf die Füße treten.
Bitte entschuldige das...

Es geht mir nur darum, dass dein Beitrag sich für mich komisch gelesen hat bzw einen Beigeschmack hat.

Und ich finde es generell nicht so prickelnd die Wörter Vegan und Diät zusammen zu lesen....
Vegan ist für mich keine Diät.

Liebe Grüße
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02.05.2016, 19:28 Uhr
Hi Pummelchen,
sehr mutig von Dir, so offen zu schreiben. Das spricht für Deine immense Stärke. Ich kann mich meinen Vorrednerinnen nur anschließen, lass den Druck raus. Du bist genau richtig, wie Du bist; Dein persönlicher Schattenbereich ist eben Dein Gewicht. Bei anderen ist es möglicherweise etwas anderes, aber es gibt immer etwas zu tun, wenige sind Jesus. :angel:
Wenn Du Dich mit Hintergründen von Gewichtsproblemen auseinandersetzen willst, kann ich Dir zwei Taschenbücher empfehlen:
Rüdiger Dahlke: "Gewichtsprobleme"
Anita Johnston: "Die Frau, die im Mondlicht aß" (Geniales Frauenbuch, auch wenn ich nicht übergewichtig bin, habe ich ca. 70% mit Textmarker angestrichen, weil so viel auf mich zutraf. Ein Aha-Erlebnis nach dem anderen.)

:heart: liche Grüße,
Lindchen


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