Veganfreundlichen Arzt finden?

Erstellt 14.01.2021, 17:10 Uhr, von Ef70. Kategorie: Gesund vegan leben. 13 Antworten.

Veganfreundlichen Arzt finden?
14.01.2021, 17:10 Uhr
Hallo in die Runde,
darf man hier überhaupt nach einer konkreten Empfehlung fragen? Vielleicht ist das als PN gestattet...Wohne im zentralen Ruhrgebiet (BO).

Unsere nette Ärztin hört auf. :-(

Ich bin ein SEHR scheuer Mensch, wenn es um ärztliche Untersuchungen geht, komme mir dabei selber irgendwie immer wie ein Idiot vor -klar, das ist meine persönliche Macke. Aber bei der Suche nach einem Hausarzt (oder Ärztin natürlich), die auch mir das Gefühl vermittelt, dass ich respektiert werde, ergibt bei gleichzeitiger Suche nach Veganfreundlichkeit nur eine sehr geringe Schnittmenge.
Die Suchmaschine hat jetzt nichts ergeben. Und überhaupt sagt das ja nicht viel über den menschlichen Umgang aus. Der ist mir sehr wichtig, sonst mache ich komplett zu. ;)

Auf Drängen meiner Mutter habe ich mich mal vor 2-3 Jahren durchchecken lassen, da war alles super. Bin auch im Moment nicht krank, aber wenn, dann wäre guter Rat teuer.

Also falls ihr den ultimativen Tipp für hier in der Gegend hättet - nur immer her damit! Wie gesagt, gerne auch als PN, falls das forentechnisch problematisch sein sollte.

LG, Ef70
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Hi,

was hältst Du davon? :star:

LG!
14.01.2021, 17:29 Uhr
Das würde mich auch interessieren, bin aus derselben Ecke....und habe derzeit keinen Hausarzt :red:
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14.01.2021, 19:04 Uhr
@Ef70

Warum muss es denn unbedingt ein veganfreundlicher Arzt sein ? Das stelle ich mir sehr schwierig vor.
Ich denke, wenn der Arzt mir menschlich zusagt und zuhören kann (sehr wichtig, gibt es ja heutzutage nicht mehr so oft) dann wäre es doch ok. Warum willst Du ihm denn gleich erzählen, dass Du vegan bist ?
Solange Du doch keine Probleme hast, die mit Deiner Ernährung zusammen hängen, musst Du das doch nicht gleich erwähnen.

Mein Hausarzt hat die oben erwähnten Eigenschaften, aber beim Thema vegan ( was er durch Zufall erfahren hat) rollt er nur die Augen.
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14.01.2021, 19:27 Uhr
Zitat anka:

Mein Hausarzt hat die oben erwähnten Eigenschaften, aber beim Thema vegan ( was er durch Zufall erfahren hat) rollt er nur die Augen.


Würde meiner auch, wenn er es wüsste. So aber ist er immer nur begeistert von meinen guten Blutwerten (wenn ich mal zu ihm gehe). Allerdings lasse ich einmal jährlich einen sehr großen Blutcheck bei einer veganen Ärztin machen, zu der ich auch extra deshalb dahin fahre.
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14.01.2021, 20:06 Uhr
Hallo,
danke für die vielen Antworten auch wenn bis jetzt noch kein Volltreffer dabei war.
Zitat anka:
Mein Hausarzt hat die oben erwähnten Eigenschaften, aber beim Thema vegan ( was er durch Zufall erfahren hat) rollt er nur die Augen.

Sowas finde ich, ehrlich gesagt, ganz furchtbar! :-( Früher hatte ich einen Hausarzt, der hätte sicher so reagiert (kam nicht dazu). Ich war ein paar Mal dort, wg. Mandelentzündung o.ä., weshalb ich krankgeschrieben werden musste. Er maß z.B. immer gleich den Blutdruck, nicht etwa, weil es wegen der Erkrankung nötig war, sondern, weil ich schonmal dort war und er das quasi als Teil eines gesamten Checkups verstand - Blut sollte auch gleich mal abgenommen werden, um auf wer weiß was geprüft zu werden. Alles nur auf meine Nachfrage erklärt. Was mich an dem Verhalten gestört hatte, war nicht, dass er an meinem Allgemeinzustand Interesse hatte, sondern dass ER entschied, was jetzt zu tun war und in meinem Interesse läge. Erinnerte mich an die Geburt meines ersten Kindes und die Tage danach im KH - nichts wurde erklärt, ich sollte mal die Pillen zur Rückbildung nehmen (einfach lose, ohne Beipackzettel serviert), mit dem Kind müsse dies und das getan werden. Ich war quasi komplett entmündigt, und wenn ich dann mit dem gekommen bin, was ich aus Büchern und Internet übers Stillen wusste, wurde das gleich als Blödsinn abgetan. Dann steht man als Laie ziemlich doof da. Mit dem Kind "auf eigene Verantwortung" rauszugehen, war schon ein ziemlicher Kampf. "Auf eigene Verantwortung" - dass das mit "verantwortungslos" gleichgesetzt wird, wird einem doppelt und dreifach unter die Nase gerieben. Ich habe in meinem Leben häufiger mit solchen als mit offenen Ärzten zu tun gehabt (auch wegen der Kinder habe ich ja schon insgesamt den einen oder anderen erlebt). Ich bin nicht kämpferisch veranlagt, und schon gar nicht, wenn ich in einer gesundheitlich geschwächten Position bin oder einfach nur als Laie grundsätzlich nichts zu melden habe - obwohl es doch um mich geht.
Ich möchte nicht, so wie es hier auf Vegpool irgendwo steht, meinen Arzt weiterbilden müssen. Ehrlich gesagt, sehe ich das nicht als meine moralische Verpflichtung.
Dass ich mich pflanzlich ernähre, hat bisher den Effekt, dass ich seit Jahren quasi gar nicht mehr krank bin und offenbar gute Blutwerte habe. Also kein akuter Grund, zum Arzt zu gehen. Trotzdem sehe ich ein, dass man letztere schon hin und wieder checken lassen sollte. Und da sollte man doch offen dem Arzt sagen können, wofür man das eigentlich möchte. Ohne dass der mit den Augen rollt und mir eindringlich ans Herz legt, wie riskant dieser neue Modetrend ist.
Klar würde ich, wenn ich akut krank werde, irgendeinen Arzt aufsuchen. Dabei spielt ja auch die Ernährung meist keine Rolle. Aber als Hausarzt würde ich mir etwas anderes wünschen.

Vielleicht kommt ja noch der Knüller - dann wird der oder die sich aber über eine neue Patientenschwemme wundern! :wink: :wink: :wink: :wink:

Die Idee, einen veganen Arzt nur einmal jährlich zum Checkup aufzusuchen und dafür eine längere Strecke in kauf zu nehmen, finde ich allerdings eine Überlegung wert. Muss ja nicht gleich der Schwarzwald sein. Wenn man allgemein gesund ist, braucht man so einen Hausarzt ja wirklich nicht öfter.

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14.01.2021, 20:26 Uhr
Das Problem ist, dass Ernährungsthemen und Themen rund um Vitamine etc. nicht Bestandteil des Studiums sind. Daran interessierte Ärzte müssen sich selbst weiterbilden. Leider machen das aber die wenigsten und Aussagen über die Ernährung ist meist die persönliche, subjektive Meinung des Arztes.
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15.01.2021, 12:52 Uhr
Ich/wir haben mittlerweile einen Hausarzt, der das toleriert und uns bei den Blutwerten auch berät, was zu verbessern ist. Gestern haben wir wieder unser Blut abgegeben und nächste Woche ist dann Beratungstermin, mal sehen was dabei rauskommt.


Im Sommer war ich wegen Nierensteinen (Calciumoxalat) bei meinem Urologen bzw. Vertretung, der hatte mir erklärt, dass ich weniger Fleisch essen sollte, dann aber auf mein veganes Shirt geschaut und lächelnd gemeint: "Das essen Sie ja sowieso nicht." Also auch da kann man Glück haben. :thumbup:
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15.01.2021, 13:41 Uhr
Hey Ef70,
ich würde, um einen neuen Vertrauensarzt zu finden, diese Wege testen:
  • Per Internetsuche Ärzte in passender Reichweite anmailen, und offen fragen, ob sie vegane Ernährung befürworten. Ich vermute, weibliche Ärzte sind da offener... (ich würde eh immer Frauen bevorzugen)
  • Selber ein paar Arzt-Termine im richtigen Umkreis durchziehen, wenn es Deine Zeit erlaubt, und schauen, wo Du Dich persönlich am angenehmsten behandelt fühlst, da eventuell aber erstmal nix von Veganismus erwähnen.


Ich hatte das Glück, als mein bisherhiger, halbwegs erträglicher Arzt wegzog, ich auf den zweiten Anlauf auf eine sehr umgängliche Ärztin ganz in der Nähe stieß. Sie sagt nix zum Veganismus, auch wenn ich sie manchmal stresse, dass ich tierproduktfreie Medizin so weit es geht möchte. Und sie stellte bei meinem letzten Bluttest fest, dass das gute Cholesterin (HDL) einen super Wert hat.


Aber klar, ein Arzt, der so richtig pro Veganismus ausgerichtet ist, wäre das Schönste! (Oder man sucht halt die Kombination Arzt fürs zwingend nötige, und vegane Ernährungsberaterin fürs Feintuning ;-) )



1x bearbeitet

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15.01.2021, 14:06 Uhr
Zitat Salma:Oder man sucht halt die Kombination Arzt fürs zwingend nötige, und vegane Ernährungsberaterin fürs Feintuning




Genauso mache ich das, nur dass ich keine Ernährungsberaterin habe, sondern eine Orthomolekularmedizinerin bzw. Ernährungsmedizinerin.
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15.01.2021, 16:23 Uhr
Für alle - wie mich auch- die gerade auf dem Schlauch stehen ;)
Orthomolekulare Medizin. Die orthomolekulare Medizin oder Orthomolekularmedizin ( altgr. ὀρθός orthós ‚richtig‘ und molekular) ist eine maßgeblich von Linus Pauling beeinflusste alternativmedizinische Methode. Im Mittelpunkt steht die – teilweise hochdosierte – Verwendung von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen zur Vermeidung und Behandlung von Krankheiten. Einen Nachweis der Wirksamkeit dieser Methode gibt es nicht.
[i]Aus Sicht der orthomolekularen Medizin führe ein biochemisches Ungleichgewicht im Körper zu Krankheiten. Dieses Ungleichgewicht könne durch Hinzunahme von Nahrungsergänzungsmitteln ausgeglichen werden. Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine, essentielle Fettsäuren und Aminosäuren sowie weitere „Vitalstoffe“ werden als für den Körper verträglicher, risikoloser und heilsamer angesehen als körperfremde Stoffe wie Pflanzenextrakte, Heilkräuter oder synthetische Medikamente.[1

[/i]

(Wikipedia Eintrag)[/i]

Lieben Gruß
METTA
2x bearbeitet

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